ZusammenfassungBd. 1, S. 1031–1062 · Das vierte Buch
… Pfingstfest für alle Boder gemeinsam, „um ein Fass Bier dafür zu kaufen“, wie es die Pfänner auch tun. Und die Erlaubnis, auf eigene Kosten ein gemeinsames Hochzeitshaus und eine Badestube zu bauen, die freies Eigentum der Bode und ihrer Nachkommen bleiben …
… Wenn das Salzwerk verbrennt oder verdirbt, wenn der Salzborn versiegt, sollen die Pfänner so lange keinen Zins zahlen, bis er wieder trägt. Auch die Grenze steht wieder da: Bei Feuerschäden gilt die Wiederaufbaupflicht „doch nicht mehr als zehn“ Siedehäuser. …
ZusammenfassungBd. 2, S. 236–258 · Das fünfte Buch
… Johann Nordeck, Valten Schülde, dazu Kanzler Günterode aus Kassel — und die Pfänner mit „etliche[n] der Ältesten … vom Adel und sonst Verständige[n]“. Neben ihnen steht eine zweite Gruppe, und die ist die eigentlich interessante: die Werkverständigen. Hans …
ZusammenfassungBd. 2, S. 278–305 · Das fünfte Buch
… hat Meister Hans …“ Und am Samstag, dem 14. Juni, ein Bild, das man sich merkt: Die Pfänner gehen in großer Zahl morgens um sechs Uhr zum Salzbrunnen, um auf den Grund zu sehen.
ZusammenfassungBd. 2, S. 389–423 · Das fünfte Buch
… bei der Abzahlung zugegen sein, die Wochenrechnung mit unterschreiben“. Als die Pfänner am Ende Bedenken anmelden, wird das protokolliert wie alles andere. Der Befund am Ende der Saison ist zurückhaltend formuliert und gerade deshalb glaubwürdig: dass der …
ZusammenfassungBd. 2, S. 432–439 · Das fünfte Buch
… Dienstfuhren und anderem dazu gebraucht worden ist“. Die Hälfte des Anteils, den die Pfänner hätten tragen müssen, erlässt ihnen Landgraf Philipp 1554 bei den Verhandlungen über die neue dreißigjährige Lokation. Dann folgt die Abfertigung des Mannes, der zwei …
ZusammenfassungBd. 2, S. 440–460 · Das fünfte Buch
… von unten, gepredigt. Und dann wird er deutlich, und zwar in Richtung der Pfänner. Gerade die, „die die Pfannteile und Erbe an solcher Gabe haben, denen so viele Leute mit ihrer Arbeit dienen und die ohne alle Mühe dies aus der Hand des gütigen Vaters …
ZusammenfassungBd. 2, S. 521–544 · Der erste Appendix
… Von den dreiundvierzig Bothen des Landesherrn ist inzwischen ein Teil umgebaut; die Pfänner haben „von alters her nur 42 Bothe“ gehabt. In einer Pfanne müssen dreihundert Werk gesotten werden, ehe sie ausgetauscht wird. Auch die Maße werden hier festgezurrt, …
ZusammenfassungBd. 2, S. 794–825 · Der vierte Appendix
… von seltenem Beispiel“ und bedürfe der Zustimmung des Rates und der vornehmsten Pfänner; außerdem hindere es den Betrieb. Rhenanus bleibt hartnäckig, „als ich aber gleichwohl nicht ablassen wollte“ — und am Ende fahren sie mit ihm ein. In Aschersleben …
Redaktionelle AnmerkungBd. 1, S. 76–89 · Das erste Buch
… Urkundenbefund. Belegbar ist etwas anderes und historisch Ergiebigeres: dass die Pfänner bis zur Reformation jährlich am Bonifatiustag zum Brunnen zogen. Diesen Brauch beschreibt Rhenanus im vierten Buch noch einmal — und dort auch, womit man ihn ersetzte.
Redaktionelle AnmerkungBd. 1, S. 91–144 · Das erste Buch
… der Bergordnung Landgraf Heinrichs I. (1300) bis 1488. Für die Rechtsgeschichte der Pfännerschaft — und für die Frage, was „Gebauerschaft“ eigentlich bedeutete — ist das die dichteste Sammlung, die es gibt. Eine Einschränkung, die man kennen sollte: Rhenanus …
Redaktionelle AnmerkungBd. 1, S. 210–361 · Das zweite Buch
… — sind die Standardautoritäten des gelehrten Rechts. Zur Zahl 313, mit der die Pfänner ihren Besitzstand begründen: Von 1538 zurückgerechnet führt sie ins Jahr 1225 — weit vor ihre älteste Urkunde von 1300. Belegen lässt sich das nicht; juristisch musste es …
Redaktionelle AnmerkungBd. 1, S. 503–598 · Das zweite Buch
… dieser Band mehr ist als eine Aktensammlung. Zur öffentlichen Protestation. Dass die Pfänner am 22. November 1539 „um drei Uhr nach Mittag“ vor Zeugen protestieren und darüber ein Instrument aufsetzen lassen, ist kein Trotz, sondern Rechtstechnik: Eine …
Redaktionelle AnmerkungBd. 1, S. 697–728 · Das dritte Buch
… Adlige und fünfundzwanzig Städte. Ein Detail, das man nicht überlesen sollte: Die Pfänner dürfen die Bürgen nach Fritzlar, Warburg oder Korbach fordern — also an Orte außerhalb des landgräflichen Zugriffs, aber nicht weiter als fünf oder sechs Meilen. Das ist …
Redaktionelle AnmerkungBd. 1, S. 767–871 · Das vierte Buch
… jedem Register, wöchentliche Abrechnungen mit Unterschrift, ein Salzgraf, der nicht Pfänner sein und am Ort nicht heiraten darf. Diese Personalvorschrift verdient einen eigenen Hinweis. Dass ein Beamter keine wirtschaftlichen Interessen am Beaufsichtigten …
Redaktionelle AnmerkungBd. 1, S. 1025–1062 · Das vierte Buch
… Grund: Dann liegt ohnehin ein Salzleger, es wird nicht gesotten. Die Angabe, die Pfänner hätten das Fest „über achthundert Jahre lang“ gehalten, ist Ortsüberlieferung und lässt sich nicht prüfen. Nachprüfbar ist der Vorgang der Abschaffung — und der ist für …
Redaktionelle AnmerkungBd. 2, S. 49–102 · Das fünfte Buch
… widmet dem sogar ein eigenes Kapitel — „Ein nützlicher Rat für die nachkommenden Pfänner“. Zur Schreibung der Namen: In der Handschrift erscheint derselbe Mann als Jost Berker, Jost Becker, Jost Berber und Jost Berttern, der Baumeister von 1489 als Curt …
Redaktionelle AnmerkungBd. 2, S. 103–183 · Das fünfte Buch
… Maschine bekommt die Schuld. Die Quellen lassen offen, ob sie wirklich schadete. Die Pfänner werfen Behm und „seinem Anhang“ vor, „mehr ihren eigenen Nutzen“ gesucht zu haben — ein Satz, der eher nach Verdacht klingt als nach Befund. Am Ende stellt sich …
Redaktionelle AnmerkungBd. 2, S. 331–439 · Das fünfte Buch
… entsprach also etwa zwanzig kompletten Siedehäusern — und dass Landgraf Philipp den Pfännern 1554 die Hälfte ihres Anteils erließ, war entsprechend kein kleines Entgegenkommen. Hans Wetzels Revers ist ein Fund. Geheimhaltung „bis in mein Grab“, ein …
… bewogen hat und wie Seine Fürstlichen Gnaden dazu gekommen sind, über die 42 Pfännerböden (Siedehäuser) hinaus noch mehr zu bauen, und was deshalb auf allen Seiten vorgefallen ist.
… Pfänner vor dem letzten Brunnenbau errichtet haben, [darin werden] danach der andere (zweite) Brunnenbau, der unter unserem gnädigen Fürsten und Herrn geschehen und vom seligen Jost Becker beschrieben worden ist, und dann auch die Ankündigung des …
Daher haben denn alle Pfänner mit Weib und Kindern von den Zeiten des Bonifatius an, zu ewigem Gedächtnis, jährlich am Sankt-Bonifatius-Tag auf dem Salzbrunnen …
So zeigt sich auch, dass die alten ersten Pfänner keine schlichten oder geringen Leute gewesen sind, die vielmehr auch das nahe gelegene Grenzgebiet in ihrer Gewalt und in ihrem Besitz gehabt haben.