ZusammenfassungS. 1035–1044
Der Brunnen, gezeichnet. Am Ende des zweiten Bandes liegen großformatige Falttafeln in Rot- und Schwarztinte, mit Buchstaben von A an durchgezählt. Sie sind das, was die vielen hundert Seiten Text nicht leisten können: ein Bild.
A zeigt „Der alte Korpus des Brunnens, mit seinem Stoßwerk“ — den Zustand vor dem Umbau. B, „die erste Aufräumung des Brunnens“, ist die aufschlussreichste Zeichnung des ganzen Werks: ein Grundriss, nach den vier Himmelsrichtungen beschriftet — „Mittag“, „Niedergang“, „Aufgang“, „Mitternacht“ — und rundherum mit einzeln benannten Quellen.
Diese Beschriftungen muss man lesen wie ein Protokoll. „Die neuen Solequellen.“ — „Diese starke Ader, die stets im Umgang entsprang, hat sich ganz verloren.“ — „Eine starke Quelle wilden Wassers.“ — „Wildwasserquelle, hat sich verloren.“ — „Wildwasser, ist zugefüllt.“ Jede Ader ist eingetragen, und bei jeder steht, was aus ihr geworden ist. Es ist eine Bestandsaufnahme im Grundriss, gezeichnet von Leuten, die wussten, dass man ohne sie später nichts mehr wiederfinden würde.
Ebenfalls verzeichnet: „Der Damm zwischen dem Brunnen und der äußersten Wand, zwölf Schuh dick“, die Streben, „mit denen das äußerste Fass in der Mitte zusammengehalten wird, damit der Berg es nicht wegdrücken kann“, das Gewölbe, das „das wilde Wasser hinter dem Boden des äußersten Fasses ableitet“, das Leuchtloch und „der große Stein“.
C, „die zweite Aufräumung, mit der Grundlegung“, zeigt denselben Ort ein Stadium später — mit den Positionen der Pumpen, dem Stollen und der Notiz „der Umgang ist vier Schuh breit“. Zwei Tafeln desselben Bauwerks in zwei Bauzuständen: Man kann den Fortschritt vergleichen.







