… wachsender Fiskalbedarf der Fürsten. Als Landgraf Philipp 1538 den Allendorfer Pfännern das Salz entzieht, handelt er nicht aus Willkür, sondern aus dem Zwang eines Staates, der verlässliche Einnahmen braucht — und Salz ist die verlässlichste. Diese Rahmung …
… das ist die Voraussetzung dafür, dass er 1538 das Salzregal gegen die Allendorfer Pfänner durchsetzen kann. Er geht aus 1525 als militärisch dominante, ständisch kaum kontrollierte Macht hervor.
… in einem Staat stehen, der stärker ist als der vor dem Krieg: Was Philipp 1538 den Pfännern nahm, ist jetzt unangreifbares Landesrecht. Die großen Salinen-Investitionen des 18. Jahrhunderts folgen dieser Logik.
Auswärtiger Pfänner · belegt 1550 · Duderstadt · Christoph Gaugler von Duderstadt · Im Ausschuss der Pfänner bei der Besichtigung am 5./6. Februar 1550.
Pfänner · belegt 1541–1547 · Allendorf · Jörge Gauwler · 1541 will er die Location nicht siegeln; ein Gedächtniszettel betrifft den Mühlenkauf mit ihm und seine Schäferei. Nicht zu verwechseln mit Christoph Gauler von Duderstadt.
Pfänner, Ausschuss- und Ratsmitglied · belegt 1538–1539 · Allendorf · Gabriel Sausler · Gabrieln Sauslernn · George Gantzler · In der Gesandtschaft von 1538, 1539 in den Rat gewählt und Verordneter für den Protest. Rhenanus nennt die „Gautzler“ unter den …
… heutigen Sinn. Daraus wurde die lokale Form „Gebauerschaft“. Der Begriffswechsel zu „Pfänner“ um 1413 ist mehr als eine Wortfrage: Er markiert den Übergang von einer nachbarschaftlichen Nutzergemeinschaft zu einer nach Pfannenanteilen definierten …
… zu Allendorf, Sohn eines armen Bürgers ebendort“. Als einer der acht aus den Pfännern gewählten Baumeister schreibt er auf deren Bitte die Denkschrift über den Bau in 22 Kapiteln, damit die Nachkommen „aus dem schriftlichen Muster und der Form des geschehenen …
Knecht der Pfänner, Hausbesitzer in Sooden · belegt 1539 · Sooden · Der Rentmeister droht 1539, ihm zu erlauben, sein Haus „auf der Seite der Pfänner abzubrechen und auf des Fürsten Seite zu setzen“, wenn die Pfänner es ihm nicht bezahlen. Ein Beispiel dafür, …
… können, geht das Salz gut ab, und es ist großes Gedränge darum“. Die Kehrseite: Die Pfänner können „kaum ihren Salzknechten die Betrügereien, mit denen sie umgehen, wehren“. Es werde „bei Hängen und bei hohen Leib- und Geldstrafen verboten, aber wenig …
… von zwei Stunden, die Verteilung nach Vierteln und Stühlen, und lobt die alten Pfänner, die die Sole so ausgeteilt hätten, „dass nicht der eine die gute, der andere die geringe Sole empfange“. Der Diener bringt den Bericht aus der Kothe: die Pfanne „4½ Schuh …
… Herr · Die beherrschende Figur des zweiten bis vierten Buches. 1538 fordert er die Pfänner nach Kassel, baut eigene Pfannen am Salzbrunnen und erzwingt den Vertrag über die Teilung des Brunnens; 1540 pachtet er das gesamte Salzwerk auf fünfzehn Jahre. Im …
… des Mittleren · Bestätigt nach Übernahme der Regierung die Gebauerschaft der Pfänner (Spangenberg 1487, Allendorf 1488), wandelt die Verpfändung zweier Achtteile an Salzpfannen in einen erblichen Kauf um und verspricht, den Zoll im Sooden nicht zu erhöhen. …
… · Als „Wilhelm und Wilhelm, Gebrüder“ bestätigen sie 1483 die Gebauerschaft der Pfänner und die Freiheiten der Stadt Allendorf (Nr. 14 und folgende). Der Ältere siegelt „in Ermangelung unseres Sekretsiegels“ mit dem gewöhnlichen Siegel und kündigt an, das …
Pfänner · belegt 1541–1551 · Allendorf · Hans Iring · Ein Hans Iring bringt 1541 mit Hans Riedenstein in Regensburg die Kaution wegen der Siegelung ein; Heinrich Iring unterschreibt 1551 den Abschied vom 5. Mai.
… für die Verhandlung. Zwei Briefe von ihm sind aufgenommen: Auf die Bitte der Pfänner um Fristverlängerung antwortet er am 7. März 1540, er habe das Schreiben „in Abwesenheit des gemeldeten Herrn“ geöffnet und werde es Nußpicker zuschicken; die zweite Antwort …
… Landstände vom Herbst 1539, empfängt im Dezember 1539 das Notariatsinstrument der Pfänner und behält es „etliche Tage“ bei sich, was die Pfänner protokollieren lassen. Bei den Räten des Vertrags von 1538 steht er an zweiter Stelle.
… jetzt erscheint der Begriff, der die Stadt vier Jahrhunderte lang prägen wird: die Pfänner, eine Genossenschaft aus Adligen und Kaufleuten der umliegenden Regionen mit Ausschließlichkeitsrechten an der Sole. 1300 hatte die Urkunde noch von den „Geburen“ …
… Patriziats — in einer Stadt, in der das Patriziat weitgehend identisch war mit der Pfännerschaft. Sieben Jahre später verzeichnet die niederhessische Zollstätte Allendorf ein Aufkommen von 131 Pfund.
… das Salzregal für sich und errichtet 40 eigene Siedekoten neben den 42 der Pfännerschaft. Im selben Solerevier stehen sich nun 82 Pfannen gegenüber, bürgerliche und fürstliche — und beide ziehen aus derselben, mengenmäßig begrenzten Quelle. Der Fürsten-Soth …
Philipp pachtet sämtliche Siedestätten der Pfännerschaft auf fünfzehn Jahre, gegen 200 Kammergulden je Kote und Jahr. Bürgen sind 25 Edelleute und 25 Städte — die Pfänner sahen also ein reales Ausfallrisiko und waren stark genug, Sicherheiten durchzusetzen. …