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salzbibel.deForschungsprojekt
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Forschung

Editionsgrundsätze

Wie diese Ausgabe arbeitet und wie man sie zitiert

Die Grundlage

Diese Ausgabe beruht auf dem Digitalisat der drei Bände in der Universitätsbibliothek Kassel — rund 2.200 Aufnahmen, die die Bibliothek im Repositorium ORKA frei veröffentlicht hat (die Rechteangabe dort weist sie als gemeinfrei aus). Die Bände 1 und 2 sind die zeitgenössische Reinschrift von einer Hand, angefertigt nach 1574; Band 3 ist eine Aktenmappe von mehreren Händen mit dem fürstlichen Schreiben von 1567 bis 1570 und den Beilagen. Rhenanus’ eigenhändige Fassung, die nach der Literatur in Clausthal-Zellerfeld liegt, wurde nicht herangezogen. Die Gliederung in fünf Bücher, vier Anhänge, Miszellen und Kunstrisse folgt der Handschriftenbeschreibung der Manuscripta Hassiaca und stimmt mit Rhenanus’ eigenem Inhaltsverzeichnis (Bd. 1, Bl. 19–21) überein.

Gezählt wird nach den Seiten des Digitalisats, nicht nach Blättern: „Bd. 2, S. 476“ ist die 476. Aufnahme des zweiten Bandes bei ORKA, und jeder Verweis dieser Ausgabe führt genau dorthin. Die Blattzählung der Handschrift (Bl. 236v) steht daneben, wo sie bekannt ist. Wer nach anderen Ausgaben zitiert, muss umrechnen; wer nach dieser zitiert, findet die Seite mit einem Klick.

Die vier Ansichten

Jeder Abschnitt der Salzbibel wird in vier Ansichten angeboten. Zusammenfassung und Anmerkung stehen auf der Zeitleiste; Wortlaut (Transkription) und Übersetzung stehen auf den Leseseiten, die von jedem Abschnitt der Zeitleiste aus verlinkt sind. Auf der Zeitleiste lässt sich zwischen Zusammenfassungen und Anmerkungen umschalten; ohne JavaScript sind beide sichtbar.

Transkription
Der Wortlaut der Handschrift, buchstabengetreu: vnnd, Saltzwergk, Allenndorff. Abkürzungen werden aufgelöst, wo die Auflösung sicher ist, sonst gekennzeichnet. Groß- und Kleinschreibung, Zeichensetzung und Zeilenfall folgen der Vorlage; u/v und i/j bleiben, wie sie stehen. Rote Tinte der Handschrift ist als solche vermerkt, nicht nachgebildet.
Übersetzung
Heutiges Deutsch, Satz für Satz. Übersetzt wird der Sinn, nicht die Wortstellung; Fachwörter (Bothe, Winnung, Beiße, Gesöde) bleiben stehen, weil es keine Entsprechung gibt, und werden im Glossar erklärt. Zahlen und Beträge werden nicht umgerechnet. Lateinische Rechtszitate der Gutachten bleiben in ihrer Kurzform, weil sie Fundstellen sind und keine Wörter. Wo die Übersetzung etwas ergänzt, steht es in runden Klammern.
Zusammenfassung
Eine Wiedergabe in eigenen Worten, die sagt, was in einem Abschnitt steht und worauf es ankommt. Sie ist journalistisch im Ton und redaktionell in der Auswahl; sie ersetzt die Lektüre nicht.
Redaktionelle Anmerkung
Was man wissen sollte, aber nicht in der Salzbibel steht: der heutige Forschungsstand, Widersprüche innerhalb des Werks, Querverweise zwischen den Büchern, offene Fragen. Die Anmerkungen sind als Meinung des Bearbeiters zu lesen und sagen es, wenn sie eine vertreten.

Unsichere Lesungen, Lücken, Verluste

Was in der Transkription nicht sicher gelesen werden konnte, ist mit [?] hinter dem Wort markiert und in der Transkription eigens hervorgehoben; ein Vermerk nennt die Alternative („Endbuchstabe unsicher, evtl. …“). Die Übersetzung übernimmt die Markierung, wo die Unsicherheit den Sinn berührt. Solche Stellen sind nicht selten — Minims am Wortende, Kürzelschleifen, beschnittene Scans der Falttafeln —, und sie sind alle im Text sichtbar, nicht in einem Apparat versteckt.

Zwei Seiten des dritten Bandes (S. 31 und 32) sind nicht mehr lesbar — die eine nur in Bruchstücken, die andere gar nicht; die Zählung der Mappe läuft weiter, damit die Seitenzahlen der übrigen Blätter stabil bleiben. Für die Seiten 36 bis 45 desselben Bandes liegt kein übertragbarer Text vor: Sie sind leer, unbeschrieben oder im Digitalisat nicht lesbar. Bei den Zahlentafeln des zweiten Anhangs sind mehrere Seiten im Scan oben beschnitten; die Spalten wurden dann nach dem Muster der Nachbarseiten zugeordnet, und das ist bei jeder Tafel vermerkt. Die neun Kunstrisse wurden bei der ersten Strukturprüfung übersehen, weil aufgeklappte Falttafeln am oberen Rand leer sind — ein Hinweis darauf, wie leicht gerade das Auffälligste durch ein Raster fällt.

Namen werden so wiedergegeben, wie sie an der jeweiligen Stelle stehen. Dass derselbe Mann Berker, Becker, Berber und Berttern heißt, ist kein Fehler, sondern Praxis des 16. Jahrhunderts; die Zusammenführung leistet die Personendatenbank, nicht die Transkription.

Zitate auf diesen Seiten

Was auf diesen Seiten in deutschen Anführungszeichen steht, ist der Wortlaut der Übersetzung — oder, wo es gesagt wird, der Handschrift. Beim Bau der Website wird jedes Zitat ab zwanzig Zeichen auf allen Seiten — Zeitleiste, Reiseberichte, Karte, Kunstrisse, Forschungsseiten — gegen den Volltext geprüft; ein Zitat, das dort nicht steht, lässt den Bau fehlschlagen. Die Prüfung sieht über Groß- und Kleinschreibung, Satzzeichen und Seitenumbrüche hinweg. Sie lässt zu, was die Zitierregeln zulassen: Auslassungen sind mit „…“ gekennzeichnet, Ergänzungen und Beugungsänderungen stehen in eckigen Klammern („hat[te]“), und die Klammerglossen der Übersetzung — das lateinische Wort, die Erläuterung — dürfen im Zitat wegfallen. Zitate, die nicht aus der Handschrift stammen (Literatur, Handschriftenbeschreibung, Gesetzestexte), sind im Text als solche benannt und in der Prüfung mit ihrem Grund verzeichnet. Paraphrasen stehen nicht in Anführungszeichen. Was unsicher ist, wird als unsicher bezeichnet; was nicht belegt ist, gehört nicht auf die Seite.

Wie man diese Ausgabe zitiert

Die Handschrift selbst wird nach Bibliothek, Signatur und Blatt zitiert; die Universitätsbibliothek Kassel führt sie unter dem Titel „New Saltzbuch“ — „Salzbibel“ ist ein Beiname, der auf dem Buch nicht steht. Wer aus dieser Ausgabe zitiert, gibt Band und Seite des Digitalisats an, dazu die Ansicht, aus der das Zitat stammt, und das Abrufdatum, weil die Seiten fortgeschrieben werden. Ein Vorschlag:

Jede Seite trägt am Fuß einen fertigen Zitiervorschlag mit dem Datum ihres letzten Baus. Für maschinenlesbare Verweise auf einzelne Elemente der Zeitleiste dienen die Kennungen im Seitencode nach dem Muster sb-buch3-u-657-696 (Werk, Abschnitt, Ansicht, Seite von, Seite bis); sie sind stabil und stehen auch im Feedbacklink jedes Elements.

Gemeinfreiheit und Rechte

Die Digitalisate der Handschrift sind gemeinfrei; die Universitätsbibliothek Kassel hat sie als solche veröffentlicht, und sie dürfen ohne Erlaubnis genutzt, kopiert und weitergegeben werden. Die Abbildungen auf diesen Seiten stammen ausschließlich aus ORKA und, mit vollständigem Nachweis, aus Wikimedia Commons; die Bildnachweise nennen zu jedem Bild Urheber, Lizenz und Quelle. Transkription, Übersetzung, Zusammenfassungen und Anmerkungen dieser Ausgabe sind Arbeit des Bearbeiters; sie dürfen mit Quellenangabe zitiert werden. Eine Übernahme in größerem Umfang bitte über das Kontaktformular anfragen.

Korrekturen

Eine Ausgabe von zweitausend Seiten aus einer Hand hat Fehler, und die meisten werden von Lesern gefunden. Das Feedbackformular nimmt Hinweise entgegen — am nützlichsten mit der Kennung des Elements oder mit Band und Seite, und mit dem Wortlaut, den man selbst liest. Jeder Hinweis wird geprüft und, wenn er zutrifft, eingearbeitet; das Datum am Fuß der Seite zeigt, wann zuletzt gebaut wurde. Wer regelmäßig beiträgt, wird auf Wunsch genannt.

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