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Salzbibel · Lesetext · 1. Buch

Das erste Buch · S. 80

Der Beweis des hohen Alters · S. 80 · Bl. 37v · Band 1

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Seiten am Stück

Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.

Der Beweis des hohen Alters

S. 49–90 · Bl. 22r–42v · Bd. 1 · Zeitleiste: 1. Buch

S. 80

Bl. 37vBd. 11. Buch · Der Beweis des hohen AltersFaksimile (ORKA)

Das erste Buch

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteGeknick, oder geneÿge1, Warttenn, Zugkbruckenn, vnnd dergleichenn furwehrenn, auffürenn, vnnd Inns werck sezenn lassenn, also das nicht wohl muglich, fur zeittenn (: da noch kein geschütz gewesenn, diesem ortt etwas abzubrechenn,

… Geknicke oder Geneige (gebogene Hecken), Warten, Zugbrücken und dergleichen Vorwehren aufführen und ins Werk setzen lassen, so dass es vor Zeiten — als es noch kein Geschütz gab — kaum möglich war, diesem Ort etwas anzuhaben.

2

Denn vom auffgang ist das Schlos Alttenstein ein sehr vhralt gebeü, in eyttelnn hohenn klipffenn, engenn vnnd vngenngigenn wegenn, gelegenn,

Denn gegen Sonnenaufgang liegt das Schloss Altenstein, ein sehr uraltes Gebäude, in lauter hohen Klippen, an engen und unwegsamen Wegen gelegen.

3

Inmittelst zwischenn Allenndorff vnnd Alttenstein, ist ein starck Lanndtwehr, welche durch die gehöltz vnnd felder allennthalb vor zeittenn durch gestrichen, mit der zeitt aber ann etlichenn enndtenn ein gerissenn wordenn,

Dazwischen, zwischen Allendorf und dem Altenstein, liegt eine starke Landwehr, die vor Zeiten überall durch die Gehölze und Felder gezogen war, mit der Zeit aber an etlichen Enden eingerissen worden ist,

4

vnnd ist dieses ortt, bis ann den Hohen Hörgbergk2, Racholdesbergk3, vnnd Goburgk4, also geschaffen, das mann alles was vonn den Tubantibus, Gambriuis5, vnnd Cattuarijs, herzu hatt wollenn, woll hatt hindertreibenn könnenn,

und dieser Ort ist bis an den Hohen Hörgberg, den Racholdesberg und die Goburg so beschaffen, dass man alles, was von den Tubanten, Gambriviern und Chattuariern heranwollte, wohl hat abwehren können.

5

Doch ist noch in dieser Jegenndt, ein schliefftenn oder Schlueft, auff der Wallis6 herunder, da etwas einLäuft auf der nächsten Seite weiter

Doch gibt es in dieser Gegend noch eine Schliefe oder Schlucht, zur Wallis hinunter, wo ein etwas …

Unsichere Lesungen

  1. geneÿge — Lesung unsicher; vgl. 'das Geneige' auf Blatt 38v
  2. Hörgbergk — Bergname unsicher gelesen
  3. Racholdesbergk — Bergname unsicher gelesen
  4. Goburgk — Wohl die Gobert/Goburg südöstlich von Allendorf; Anfangsbuchstabe G/S nicht ganz eindeutig
  5. Gambriuis — Stammesname unsicher; wohl die Gambrivii des Tacitus, Lesung könnte auch 'Gaudriuis' sein
  6. Wallis — Flurname unsicher gelesen; vgl. 'Wallisfeldt' auf Blatt 38r

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