Salzbibel · Lesetext · 5. Buch
Das fünfte Buch · S. 132
Berkers Baubericht von 1550 · S. 132 · Bl. 64v · Band 2
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Berkers Baubericht von 1550
S. 103–277 · Bl. 50r–137v · Bd. 2 · Zeitleiste: 5. Buch
S. 132
Bl. 64vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)Das fünffte Buch
Darauf vier der vornembstenn vnnd Elttestenn der Pfenner vf den 11. Julij alhier gein Cassell beschrieben wordenn,
Daraufhin wurden vier der vornehmsten und ältesten Pfänner auf den 11. Juli hierher nach Kassel geladen,
vnnd sein vonn E. f gl. wegenn derselbenn Stadthalter, Lanndtvogt, vnnd Doctor Walther, E. fgl. amptknechte dhin Sodem1 vnnd wir beyde bey solcher handelung gewesenn,
und von Euer Fürstlichen Gnaden wegen sind deretwegen der Statthalter, der Landvogt und Doktor Walther, Euer Fürstlichen Gnaden Amtsknechte dahin nach Sooden, sowie wir beide bei dieser Verhandlung zugegen gewesen,
vnnd notturfftiglich gerathschlaget wie vnnd welcher massenn solchem manngell kont2 oder möcht gerathenn werdenn,
und es wurde gründlich beraten, wie und auf welche Weise diesem Mangel abgeholfen werden könnte oder möchte.
also ist desmahls geschlossenn, Dieweil die Söder für vnnd für klagenn, vnnd doch im Pfenner buche stunde, das mann Irer klage nit leichtlich glaubenn gebenn solt,
Daher ist damals beschlossen worden: Weil die Söder immerfort klagen und doch im Pfännerbuch stand, dass man ihren Klagen nicht leichthin Glauben schenken solle,
vnnd doch wohl sein möchte das die gebeuwe vmb den Salzbronn durch lennge der Zeit etwas manngelhafftigk sein köntenn,
und es doch wohl sein könnte, dass die Bauten um den Salzbrunnen durch die Länge der Zeit etwas mangelhaft geworden sein könnten:
Das nach dem gehaltenem zu der Zeit am schieste3[?] für die Kay:5 Commißarien bestimptenn Lanndtage der Stadthalter, Lanndtvogt, Nordeck, Heinz von Lutter4, vnnd annder verstenndige werckleute
dass nach dem abgehaltenen, zu jener Zeit als nächstes für die kaiserlichen Kommissarien anberaumten Landtag der Statthalter, der Landvogt, Nordeck, Heinz von Lutter und andere sachverständige Werkleute
vf einen namhafftigenn tagk, welchenn der Stadthalter benennenn solt, inn Augennschein dhin Sodenn annkommen,Läuft auf der nächsten Seite weiter
an einem bestimmten Tag, den der Statthalter benennen sollte, zur Besichtigung nach Sooden kommen (…)
Unsichere Lesungen
- dhin Sodem — Wort vor der Einfügung Sodem unsicher gelesen (dhin = dahin?); Einfügung über der Zeile
- kont — Lesung des Wortes am Zeilenende nicht ganz sicher (kont = könnte)
- schieste — Lesung unsicher; wohl Form von schierst (= nächst bevorstehend)
- Heinz von Lutter — Name nicht ganz sicher; vermutlich Heinz von Lüder
- Kay: — Kay: mit horizontalem Kürzungsstrich (kaiserlichen); kein Tilgungsstrich, vgl. Kayr: Mayt: auf Blatt 65r