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Salzbibel · Lesetext · 5. Buch

Das fünfte Buch · S. 139

Berkers Baubericht von 1550 · S. 139 · Bl. 68r · Band 2

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Seiten am Stück

Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.

Berkers Baubericht von 1550

S. 103–277 · Bl. 50r–137v · Bd. 2 · Zeitleiste: 5. Buch

S. 139

Bl. 68rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)

Das fünffte Buch

1

Also hat mann Gottlob den 8. Octobris den abfall vor dem Gewelbe ein fus hoch erlanngt, das die altenn da sie schonn allerley künste gebraucht, nie gehabtt habenn,

So hat man, Gott sei Dank, am 8. Oktober das Gefälle vor dem Gewölbe einen Fuß hoch erreicht, wie es die Alten, obwohl sie schon allerlei Künste (Pumpwerke) gebraucht haben, nie gehabt haben.

2

Darnach habenn wir vierzehenn tage verzogenn, zu sehenn, ob sich das siedenn bessernn wolte, auch bis auf Martin1 gewarttet, das das gebirge zimblich wasserig wordenn ist,

Danach haben wir vierzehn Tage verstreichen lassen, um zu sehen, ob sich das Sieden bessern wollte, und auch bis Martini gewartet, bis das Gebirge ziemlich wasserreich geworden ist.

3

da habenn wir befundenn, das die Söder etliche stunde weniger dann zuuor gesottenn, aber doch siedenn sie vber die vorige Zeit, vnd bleibenn auff Irer klage,

Da haben wir befunden, dass die Söder etliche Stunden weniger als zuvor gesotten haben; aber dennoch sieden sie länger als die vorige Zeit und bleiben bei ihrer Klage.

4

Derowegenn wir solchs dem Stadthalter anngezeigt, vnd vnns allerley vnnderredt, vnnd enndtschlossenn,

Deswegen haben wir dies dem Statthalter angezeigt, uns über allerlei unterredet und beschlossen:

5

dieweil der Salzbronn solt vnnd must gebauwet vnnd gebessert werdenn, vnnd E. f. gl. doch solchs nit allein zuthun hette, sondernn die Pfenner mit rathenn, vnnd willigenn mustenn,

weil der Salzbrunnen gebaut und ausgebessert werden sollte und musste, und Euer Fürstliche Gnaden dies doch nicht allein zu tun hatten, sondern die Pfänner mitraten und einwilligen mussten,

6

das wir beide mit den Pfenner Salzgreuenn dauonn hanndelenn soltenn, Wie wir dann vf nechst verschienenn Martini notturfftiglich gethann,

dass wir beide mit dem Salzgräfen der Pfänner darüber verhandeln sollten, wie wir es denn am jüngst vergangenen Martinstag gebührend getan haben.

7

Nun stehet der articul vom bauwen in der Location wie volget.

Nun steht der Artikel über das Bauen in der Location (dem Pachtvertrag) wie folgt.

Unsichere Lesungen

  1. Martin — wohl Martini (11. November); Endung am Zeilenende undeutlich

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