Salzbibel · Lesetext · 5. Buch
Das fünfte Buch · S. 146
Berkers Baubericht von 1550 · S. 146 · Bl. 71v · Band 2
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Berkers Baubericht von 1550
S. 103–277 · Bl. 50r–137v · Bd. 2 · Zeitleiste: 5. Buch
S. 146
Bl. 71vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)Das fünffte Buch
Fortsetzung von der vorigen Seiteanrathenn, vnnd den Baw dermassenn verordenen, das er rechtschaffenn, stadtlich, vnnd bestenndigk furgenommenn, vnnd außgefurt wurde, dann wir vnns bisdahero beholffenn habenn, wie wir gekont habenn,
… mit anraten und den Bau dermaßen anordnen, dass er rechtschaffen, stattlich und beständig vorgenommen und ausgeführt würde; denn wir haben uns bis hierher beholfen, wie wir konnten.
Ewer f. gl. wollenn wir auch in vnderthenigkeit darnebenn nit verhaltenn, das wir dis Jars soviel muglich gewesenn, mit dem siedenn anngehaltenn habenn,
Euren Fürstlichen Gnaden wollen wir daneben in Untertänigkeit auch nicht verhehlen, dass wir dieses Jahr, soviel möglich gewesen ist, mit dem Sieden fortgefahren sind,
das dennoch, wiewogl in diesem Lanndenn kein mast1 gewesenn, vnnd auch der manngell des Saltzbronns furgestanndenn, E. f. gl. einenn zimblichenn gutenn gewinst habenn werdenn,
sodass Eure Fürstlichen Gnaden dennoch einen ziemlich guten Gewinn haben werden, obwohl es in diesem Lande keine Mast gegeben hat und auch der Mangel des Salzbrunnens eingetreten ist.
Wolt Gott, das wir dann teglich bittenn2, das E. fgl. zu anngestelter Rechnung, dauonn alhie selbst relation hörenn möchttenn,
Wollte Gott — worum wir denn täglich bitten —, dass Eure Fürstlichen Gnaden bei der angesetzten Rechnungslegung davon hier selbst Bericht hören möchten.
Wollenn E. fgl. damit Got dem almechtigenn in seinen schutz vnnd schirm, vnnd vnns dero in aller vnderthenigkeit zu gnadenn beuohlenn habenn,
Hiermit wollen wir Eure Fürstlichen Gnaden Gott dem Allmächtigen in seinen Schutz und Schirm und uns derselben in aller Untertänigkeit zu Gnaden befohlen haben.
vnnd kontenn solchs E. fgl. vnnserenn Pflichtenn nach, wiewohl wir E. fgl. in diesenn Itzigenn Ihrenn hochwichtigenn beschwerungenn gernn woltenn verschonet habenn, vnnangezeigt nit lassenn,
Und wir konnten solches Euren Fürstlichen Gnaden unseren Pflichten gemäß nicht unangezeigt lassen, wiewohl wir Eure Fürstlichen Gnaden in diesen ihren jetzigen hochwichtigen Beschwernissen gern damit verschont hätten.
Unsichere Lesungen
- mast — Lesung sicher, Bedeutung unklar: wohl (Eichel-)Mast als Einnahmequelle des Landes
- Wolt Gott, das wir dann teglich bittenn — Syntax der Vorlage unklar verschränkt; Übersetzung sinngemäß