Salzbibel · Lesetext · 5. Buch
Das fünfte Buch · S. 442
Die Dankpredigt von 1550 · S. 442 · Bl. 219v · Band 2
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Die Dankpredigt von 1550
S. 440–460 · Bl. 218v–228v · Bd. 2 · Zeitleiste: 5. Buch
S. 442
Bl. 219vBd. 25. Buch · Die Dankpredigt von 1550Faksimile (ORKA)Das fünffte Buch. benn muß, vnnd daselbst kein mennsch oder viehe liegenn, wonenn, oder bleibenn mugenn, Wo aber wasser ist, da grunet es, da wächßet es, Ist das Erdtreich fruchtbar, vnnd bringt alles zu vffendthalt dieses lebenns, Da siehet mann wie die mennschenn ann die grossenn wasserfluß gebawet, vnnd sich gesetzt habenn, in Stedtenn vnnd dorffenn, vnnd wo sie nicht am wasserflußenn sitzenn, dennoch ann die Bronnquellenn Ire wohnung vnnd heuser gesetzt habenn, da schepfft mann dann vnnd holett zu allerleÿ notturfft, zu waschenn, zu badenn, vnd allerleÿ zureÿnigung, zu mahlenn[?]1, zu backenn, zu brawenn, zu kochenn, Will geschweigenn, wie vielerleÿ art der fische das brauchenn kann, vnd wer kann nun das alles erzehlenn, so vnns Gott zu nutze thut, durch das Element des wassers, nicht allein vnns mennschenn, sonnder auch allem gethier, wie der Psalm weitter spricht, Das alle thiere vf dem felde trinckenn, Die werdenn auch begabet, mit Ires Schöpffers guete, vnnd mitt
Das Fünfte Buch. bt und dort kein Mensch und kein Vieh liegen, wohnen oder bleiben mag. Wo aber Wasser ist, da grünt es, da wächst es, da ist das Erdreich fruchtbar und bringt alles zum Unterhalt dieses Lebens hervor. Da sieht man, wie die Menschen an die großen Wasserflüsse gebaut und sich in Städten und Dörfern angesiedelt haben; und wo sie nicht an Wasserflüssen sitzen, haben sie dennoch an den Brunnenquellen ihre Wohnung und Häuser errichtet. Da schöpft und holt man dann für allerlei Notdurft: zum Waschen, zum Baden und zu allerlei Reinigung, zum Mahlen, zum Backen, zum Brauen, zum Kochen. Ich will schweigen davon, wie vielerlei Arten von Fischen das gebrauchen kann. Und wer kann nun das alles aufzählen, was uns Gott durch das Element des Wassers zunutze tut — nicht allein uns Menschen, sondern auch allem Getier, wie der Psalm weiter spricht: „dass alle Tiere auf dem Felde trinken“. Auch sie werden begabt mit der Güte ihres Schöpfers und mit
Unsichere Lesungen
- mahlenn[?] — oder machenn (Z. 13)