Zum Inhalt
salzbibel.deForschungsprojekt
Darstellung
Darstellung
Schriftgröße
Zeilenabstand
Farben
Kontrast
Bewegung
Schriftart

Alle Einstellungen mit Erläuterung

Salzbibel · Lesetext · 5. Buch

Das fünfte Buch · S. 60

Geyselers Denkschrift von 1489 · S. 60 · Bl. 28v · Band 2

Ansicht
Seiten am Stück

Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.

Geyselers Denkschrift von 1489

S. 49–102 · Bl. 23r–49v · Bd. 2 · Zeitleiste: 5. Buch

S. 60

Bl. 28vBd. 25. Buch · Geyselers Denkschrift von 1489Faksimile (ORKA)

Das fünffte Buch

1

Fortsetzung von der vorigen Seitevmb ein Runde dicke walzar, als ein Tonnen, dieselbe Walzar was im Borne vonn beidenn seittenn gefasset, zwischenn zweyenn breitenn Leitterbeumenn, vnnd ging mit der kettenn vmb.

… um eine runde dicke Walze, wie eine Tonne; dieselbe Walze war im Brunnen von beiden Seiten gefasst, zwischen zwei breiten Leiterbäumen, und lief mit der Kette um.

2

Das annder gezeugk, was ein grob Rundt teller, mit einer scheibenn Stillenn1, vnnd mit zwen kranchenn2, damit mann solt Ösenn, den Thon, dreck vnnd kommer3 der da was vmb den Bornn mit grossenn Zobbernn,

Das andere Gerät war ein grober runder Teller mit einem Scheibenstiel und mit zwei Kränen (Handhaben), womit man den Ton, den Dreck und den Schutt, der um den Brunnen war, mit großen Zubern ausschöpfen (ösen) sollte.

3

die warenn am bodenn mit Eisern klosenn4 vnnd klippenn also gemacht, vf die masse als da seindt gemacht die Esels körbenn, da mann den mist Jnn außführet.

Diese Zuber waren am Boden mit eisernen Kloben und Klappen so gemacht, nach der Art, wie die Eselskörbe gemacht sind, in denen man den Mist hinausführt.

4

Das dritte gezeuge was ein schneide Möhlenn, die der meister satzte Jegenn das Zelgennhaus5, bey Gunterams hobe6, Vnnd weisete die Werra vonn obenn Jnn der Aue herab vf die schneide mohlenn,

Das dritte Gerät war eine Schneidemühle (Sägemühle), die der Meister gegenüber dem Zelgenhaus bei Gunterams Hof setzte; und er leitete die Werra von oben in der Aue herab auf die Schneidemühle.

5

vnnd legte ein Wehr benebenn den Zeunenn hinauff bis ober die Höffe, damit er die Werra fassete, vnnd in den grabenn bis vf die Schneide mohl brechte,

Und er legte ein Wehr neben den Zäunen hinauf bis oberhalb der Höfe, damit er die Werra fasste und im Graben bis auf die Schneidemühle brächte.

6

Vnnd als die Osterweche7 verganngenn was, be=Läuft auf der nächsten Seite weiter

Und als die Osterwoche vergangen war, be…(gann der Meister – Fortsetzung auf der nächsten Seite)

Unsichere Lesungen

  1. scheibenn Stillenn — Lesung unsicher; wohl Scheibe mit Stiel
  2. kranchenn — Lesung unsicher; 'Kranch' wohl = Kran/Handhabe (vgl. Seite 62 'mit seinenn zwenn krannchenn')
  3. kommer — 'Kummer' = Schutt/Unrat; Lesung des Vokals unsicher
  4. klosenn — auch 'klobenn' lesbar; eiserne Kloben/Beschläge gemeint
  5. Zelgennhaus — Ortsbezeichnung nicht sicher; auch 'Telgennhaus' lesbar
  6. Gunterams hobe — Personenname nicht sicher (Guntram?)
  7. Osterweche — wohl 'Osterwoche'; Schreibung unsicher

Einstellungen auf diesem Gerät speichern?

Damit die gewählte Darstellung beim nächsten Besuch erhalten bleibt, würde ein einzelner Eintrag im lokalen Speicher des Browsers (localStorage) abgelegt. Das ist kein Cookie, und der Eintrag verlässt das Gerät nicht.