Salzbibel · Lesetext · 4. Appendix
Der vierte Appendix · S. 735
Die Reise von 1568: von Sondershausen bis Kösen · S. 735 · Bl. 366r · Band 2
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Die Reise von 1568: von Sondershausen bis Kösen
S. 733–793 · Bl. 365r–395r · Bd. 2 · Zeitleiste: 4. Appendix
S. 735
Bl. 366rBd. 24. Appendix · Die Reise von 1568: von Sondershausen bis KösenFaksimile (ORKA)Der Vierdt Appendix.
baldt die Grauenn ann Ire Beamptenn geschriebenn vnnd beuohlenn, das mich dieselbigenn aller gelegennheit, vnnd wie es im grundt, vnnd alle sachenn Ires Saltzwergks gelegenn, gruntlich vf mein weitters begerenn in allenn Punctenn berichtenn soltenn, Vff solche anntwort hab ich geburlich gedannckt, vnd mich erbottenn, das ich derenn bey Meinem gl. f. vnnd herrnn, mit ruhm wolte eindenck sein, ohnn allenn zweiuell glaubenndt, es werdenn solchs Ifgl. auch mit sonndernn gnadenn vfnehmen/ Als ich nun den schrifftlichenn Beuelch ann die Beamptenn zu Franckennhausenn zu mir genommenn, habenn die Rethe mir anngezeigt, das Ire gnedige Herrenn beuohlenn, das ich zu Hoff bleibenn, vnnd mit Inenn den Herrnn Rethenn zu nacht essenn solte. Wie denn auch beschehenn, vnnd dieweil ebenn dar selbenn stundt einer aus Graff Gunthers Rethenn Doctor Johann Bayr1[?] ein gebornner Francke, welcher auch Pfenner
gleich an ihre Beamten geschrieben und befohlen hätten, dass diese mich über alle Umstände und darüber, wie es im Grunde und mit allen Sachen ihres Salzwerks bestellt sei, auf mein weiteres Begehren in allen Punkten gründlich berichten sollten.
Auf diese Antwort habe ich gebührend gedankt und mich erboten, dessen bei meinem gnädigen Fürsten und Herrn rühmend eingedenk zu sein, ohne allen Zweifel glaubend, Seine Fürstlichen Gnaden würden dies auch mit besonderen Gnaden aufnehmen.
Als ich nun den schriftlichen Befehl an die Beamten zu Frankenhausen zu mir genommen hatte, haben mir die Räte angezeigt, dass ihre gnädigen Herren befohlen hätten, ich solle bei Hofe bleiben und mit ihnen, den Herren Räten, zu Nacht essen; wie es denn auch geschehen ist. Und weil eben zu dieser Stunde einer aus Graf Günthers Räten, Doktor Johann Bayr, ein geborener Franke, der auch Pfänner
Unsichere Lesungen
- Bayr — Familienname, Lesung unsicher (Z. 19)