Salzbibel · Lesetext · 4. Appendix
Der vierte Appendix · S. 779
Die Reise von 1568: von Sondershausen bis Kösen · S. 779 · Bl. 388r · Band 2
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Die Reise von 1568: von Sondershausen bis Kösen
S. 733–793 · Bl. 365r–395r · Bd. 2 · Zeitleiste: 4. Appendix
S. 779
Bl. 388rBd. 24. Appendix · Die Reise von 1568: von Sondershausen bis KösenFaksimile (ORKA)Der Vierdt Appendix
Fragstuck so dem Herrnn Doctori Landeler vonn Nurmbergk, nach außweisung des Churfl. Sechssischenn beuelchs des Saltzwercks Artern wegen seindt vorgehaltenn wordenn, vnnd was er darauff geanntwort. Ob der Saltzbronn bestenndiglich gefast sey, anntwort, Er sey nit gefast, vnnd wann er schonn nicht gefast werdenn solte, konne er doch mit bestenndigem nuzenn bey Iziger gelegennheit des Bronnenns bleibenn, Er verhoffe aber Ihnenn nachmahls mit Göttlicher verleyhung dermassenn zuerbauenn, vnnd in besserung zubringenn, das 100 oder 1000 Pfannenn gesezt werdenn konttenn, So wolle auch er aus dem abflus, also viel Salzes als aus dem Bronnenn machenn, vnnd sey die Izige fassung nur ein absonnderunge, vnd steygerung, Damit nit die vnreine Sohle, Inn die Pfannenn komme, sey gennzlich bedacht, den Bronnenn zufassenn, so baldt er nur durch hulff vnsers gnedigstenn Churfurstenn vnnd herrnn konne befordert werdenn, Vff welche mas vnnd weise er dieselbige fassung wolle
Der Vierte Appendix. Fragestücke, die dem Herrn Doktor Landeler von Nürnberg nach dem Wortlaut des kurfürstlich sächsischen Befehls wegen des Salzwerks Artern vorgehalten worden sind, und was er darauf geantwortet hat.
Ob der Salzbrunnen beständig gefasst sei. Antwort: Er sei nicht gefasst; und selbst wenn er nicht gefasst werden sollte, könne er doch bei jetziger Lage des Brunnens mit beständigem Nutzen bleiben. Er hoffe aber, ihn sodann mit göttlicher Verleihung dermaßen zu erbauen und in Besserung zu bringen, dass 100 oder 1000 Pfannen gesetzt werden könnten. So wolle er auch aus dem Abfluss ebenso viel Salz machen wie aus dem Brunnen; und die jetzige Fassung sei nur eine Absonderung und Steigerung, damit nicht die unreine Sole in die Pfanne komme. Er sei gänzlich bedacht, den Brunnen zu fassen, sobald er nur durch Hilfe unseres gnädigsten Kurfürsten und Herrn gefördert werden könne.
Auf welche Art und Weise er diese Fassung