Salzbibel · Lesetext · 4. Appendix
Der vierte Appendix · S. 819
Die Reise von 1568: Halle in Sachsen · S. 819 · Bl. 408r · Band 2
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Die Reise von 1568: Halle in Sachsen
S. 794–825 · Bl. 395v–411r · Bd. 2 · Zeitleiste: 4. Appendix
S. 819
Bl. 408rBd. 24. Appendix · Die Reise von 1568: Halle in SachsenFaksimile (ORKA)Der Vierdt Appendix.
Der Vierdt Appendix. derumb anns bodt aufrichttenn, vnnd was noch von Schebenn, vnnd vnreints darann, klopfft der Wirt[?]er mit einem eiser hemmerlein, vnnd einem holtzernn Instrument, welchs ein Heigenn genenndt wirdt vollents ab, vnnd wann sie gar rein ist, bestreicht er sie mit kleister, damit sie nicht außlauffe, lesset sie wieder auff den Herdt tragenn, hat auch ein Holtzern Bordt hanngenn2[?], damit er die Bortte zu rechte rucket, vnnd stellet die Pfann also wiederumb auf den Herdt zu rechte, Solcher Pfann kann eine ein virtell Jars stehenn, vnnd gebraucht werdenn, kostet ein neue Pfann zu machenn — 18 fl. zu zwanntzigk groschenn, wie mich die knechte berichttet habenn, Die bode seindt anngestellet, eins ist ann dreyenn ortenn vnderscheidenn, ann einem welchs zu vnderst, wirdt die stro stedte genennet, dahin das Stro, holtz, vnnd feurwergk gelegt, zum anndernn da die Pfannenn stehet, vnnd am drittenn vnd höchstenn ortte, da das Saltz gederret, die Saltzstette.
Der Vierte Appendix. derum an der Kothe aufrichten; und was noch an Scheiben und Unreinem daran ist, klopft der Wirker mit einem eisernen Hämmerlein und einem hölzernen Gerät, das ein Heige genannt wird, vollends ab. Und wenn sie ganz rein ist, bestreicht er sie mit Kleister, damit sie nicht ausläuft, und lässt sie wieder auf den Herd tragen; er hat auch ein hölzernes Bordholz zur Hand, mit dem er die Borte zurechtrückt, und stellt die Pfanne so wieder auf dem Herd zurecht.
Eine solche Pfanne kann ein Vierteljahr stehen und gebraucht werden; eine neue Pfanne zu machen kostet 18 Gulden zu zwanzig Groschen, wie mir die Knechte berichtet haben.
Die Bothe sind so eingerichtet: eines ist an drei Stellen unterschieden. An der einen, die zuunterst liegt, wird die Strohstätte genannt, dorthin werden Stroh, Holz und Feuerwerk gelegt; die zweite ist, wo die Pfanne steht; und an der dritten und höchsten Stelle, wo das Salz gedörrt wird, ist die Salzstätte.
Unsichere Lesungen
- Wirt= — Wirt/Wirck, Trennung unklar (Z. 3) (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)
- hanngenn — Anfangsbuchstabe h/d (Z. 9)