Salzbibel · Lesetext · 5. Buch
Das fünfte Buch · S. 158
Berkers Baubericht von 1550 · S. 158 · Bl. 77v · Band 2
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Berkers Baubericht von 1550
S. 103–277 · Bl. 50r–137v · Bd. 2 · Zeitleiste: 5. Buch
S. 158
Bl. 77vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)Das fünffte Buch
Fortsetzung von der vorigen Seitebedennckenn vnnd bittenn nit stadt habenn mügenn,
… Bedenken und Bitten nicht statthaben mögen,
Sondern ist Jorgenn Behmenn vnnd seinem annhannge, die doch mehr Jrem eigenn, dann vnnsers gnedigen furstenn vnnd herrenn, vnnd Gemeiner Pfenner nuzenn, mit Jrem annschlegenn gesucht, so weidt verfolgt,
sondern es ist von Jorgen Behmen und seinem Anhang – die doch mit ihren Anschlägen mehr ihren eigenen Nutzen als den unseres gnädigen Fürsten und Herrn und der gemeinen Pfenner gesucht haben – so weit verfolgt worden,
das der Salzbronn durch die schwerenn laste, vnnd teglich erregenn der Roßkunst1[?], in so mercklichenn verderbt vnnd abgenommenn, das dieselbige mit grosser fahr vnd vnnkostenn, gannz schwerlich wiederumb in besserung zubringenn,
dass der Salzbrunnen durch die schweren Lasten und das tägliche Erregen der Rosskunst so merklich verdorben und zurückgegangen ist, dass dieselbe nur mit großer Gefahr und Unkosten ganz schwerlich wieder in Besserung zu bringen ist,
Wie ihr des selbst aus dem augenschein, vnnd teglicher erfahrung, gnugsamen bericht vnnd wissennschafft habet,
wie ihr davon selbst aus dem Augenschein und aus täglicher Erfahrung genugsamen Bericht und Kenntnis habt,
also das zubesorgenn, Wo gemelte gebewe, furnemblich die Rörenn im Bronne, nicht abgeschafft, das der Bronn in grundt verderbt werde,
sodass zu besorgen ist: Wenn die genannten Bauwerke, vornehmlich die Röhren im Brunnen, nicht abgeschafft werden, wird der Brunnen von Grund auf verdorben.
Nach dem sich aber vnnser gnediger furst vnnd3 herr, in dem furstlichenn aufgerichtenn vertrage gnediglich verpflichtet, das Jre F. G. des Salzbronns vnnd vbereinzigenn[?] Sohlenn, Jrenn f. gl. vnnd gemeiner Lanndtschafft zum bestenn also gebrauchenn sollen vnd wollenn,
Nachdem sich aber unser gnädiger Fürst und Herr in dem fürstlich aufgerichteten Vertrag gnädiglich verpflichtet hat, dass Ihre Fürstlichen Gnaden den Salzbrunnen und die allein vorhandene Sole zum Besten Ihrer fürstlichen Gnaden und der gemeinen Landschaft so gebrauchen sollen und wollen,
das es in allwegenn gemeinenn PfennernLäuft auf der nächsten Seite weiter
dass es in jedem Fall den gemeinen Pfennern …
Unsichere Lesungen
- Roßkunst — Lesung des Wortes nach „erregenn der“ nicht sicher; dem Sinn nach das Pumpwerk (Roßkunst)
- vbereinzigenn Sohlenn — Wort vor „Sohlenn“ schwer lesbar (Minimalstriche mehrdeutig); Übersetzung sinngemäß „die allein vorhandene Sole“ (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)
- vnnd — letztes Wort der Zeile „des Salzbronns vnnd“ stark verschliffen