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Salzbibel · Lesetext · 5. Buch

Das fünfte Buch · S. 138

Berkers Baubericht von 1550 · S. 138 · Bl. 67v · Band 2

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Seiten am Stück

Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.

Berkers Baubericht von 1550

S. 103–277 · Bl. 50r–137v · Bd. 2 · Zeitleiste: 5. Buch

S. 138

Bl. 67vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)

Das fünffte Buch

1

Fortsetzung von der vorigen Seitedie gebirge wieder wasserigk wurdenn, annsehenn,

[Darum sollte man es] ansehen, bis die Berge wieder wasserreich würden.

2

vnnd solt doch mitler Zeit der Sohlgrabe ausserhalb den Bodenn vonn vnntenn herauff bis fur das gewelbe am dem orte, da E. f. gl. fur zehenn Jarenn, als der erste vertragk wardt vfgericht, die Soder1 schepffenn ließ,

Doch sollte mittlerweile der Sohlgraben außerhalb der Siedehäuser (Boden), von unten herauf bis vor das Gewölbe, an dem Ort, wo Euer fürstliche Gnaden vor zehn Jahren, als der erste Vertrag aufgerichtet wurde, die Sieder schöpfen ließ,

3

ganntz zu grunde vollennt geraumbt, vnnd gesaubert wordenn, also das das wilt wasser aus dem gewelbe, einem abflus vnnd fall habenn könte, damit vmb den Saltzbronn ganntz vnnd gar kein wasser stehenn bleiben muste,

ganz bis auf den Grund vollends geräumt und gesäubert werden, sodass das wilde Wasser aus dem Gewölbe einen Abfluss und ein Gefälle haben könnte, damit um den Salzbrunnen ganz und gar kein Wasser stehen bleiben müsste.

4

Vnd wann der Sohlgrabe also gesaubert, vnnd der abfall erlanngt wurde, solte das wilde wasser vierzehenn tage, aus dem Gewelbe fliessenn, damit mann sehe, ob sichs mit dem siedenn bessernn wurde,

Und wenn der Sohlgraben so gesäubert und das Gefälle erreicht wäre, sollte das wilde Wasser vierzehn Tage aus dem Gewölbe fließen, damit man sähe, ob es sich mit dem Sieden bessern würde.

5

Darnebenn ist auch im Rath beschlossenn, wo mann furm gewelbe ein abfall, der dem ganntzenn Saltzwergk hoch vnnd sehr tröstlich vnnd nutzlich were, erlanngen könte |: den doch die altenn nie gehabt habenn :|

Daneben ist auch im Rat beschlossen worden: Wenn man vor dem Gewölbe ein Gefälle erreichen könnte, das dem ganzen Salzwerk höchst tröstlich und nützlich wäre — welches doch die Alten nie gehabt haben —,

6

das dann der Sohlgrabe solt gefast, vnnd vf beidenn seittenn mit dielenn gefuttert werdenn,

dass dann der Sohlgraben gefasst und auf beiden Seiten mit Dielen ausgekleidet (gefüttert) werden sollte.

Unsichere Lesungen

  1. Soder — Lesung sicher bis auf Deutung; wohl 'Söder' = Sieder (Siedeleute), vgl. fol. 68r 'die Söder ... gesottenn'

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