Zum Inhalt
salzbibel.deForschungsprojekt
Darstellung
Darstellung
Schriftgröße
Zeilenabstand
Farben
Kontrast
Bewegung
Schriftart

Alle Einstellungen mit Erläuterung

Salzbibel · Lesetext · 5. Buch

Das fünfte Buch · S. 159

Berkers Baubericht von 1550 · S. 159 · Bl. 78r · Band 2

Ansicht
Seiten am Stück

Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.

Berkers Baubericht von 1550

S. 103–277 · Bl. 50r–137v · Bd. 2 · Zeitleiste: 5. Buch

S. 159

Bl. 78rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)

Das fünffte Buch

1

Fortsetzung von der vorigen Seiteann Jrem Salzwergk, vnnd desselbigenn nüzungenn, ohne schadenn vnnd nachteil sein soll,

… an ihrem Salzwerk und dessen Nutzungen ohne Schaden und Nachteil sein soll,

2

vnnd auch in bewilligter anngenommener Location vnnder anndernn klerlichenn versehenn, das der Salzbronn durch verkehrsachenn1[?] geferlicher gebewe vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrenn also verderbet, vnnd abnehmenn wurde, das mann nit salz siedenn könnte,

und da auch in der bewilligten, angenommenen Location (Verpachtung) unter anderem klar vorgesehen ist: falls der Salzbrunnen durch das Verursachen gefährlicher Bauwerke unseres gnädigen Fürsten und Herrn so verdorben würde und abnähme, dass man kein Salz sieden könnte,

3

das doch der almechtige Got, gnediglich verhütenn wolle, So solle Jre f. gl. gemeinenn Pfennernn Jre volle verschriebene Pension gleichwohl zugebenn schuldigk vnnd pflichtigk sein,

was doch der allmächtige Gott gnädiglich verhüten wolle, so sollen Ihre fürstlichen Gnaden den gemeinen Pfennern ihre volle verschriebene Pension (den Pachtzins) gleichwohl zu geben schuldig und verpflichtet sein.

4

Demnach ist vnnser trewer Rath, meinung vnnd vleissige bitt, Damit vnnser gnediger furst vnnd herr, Gemeine Lanndtschafft, vnnd wir, nicht weitter schadenns oder gefahr gewartenn dorffenn,

Demnach ist es unser treuer Rat, unsere Meinung und fleißige Bitte – damit unser gnädiger Fürst und Herr, die gemeine Landschaft und wir nicht weiteren Schaden oder Gefahr erwarten müssen –,

5

Jr wollet mit allem vleis darob sein, das die Roßkunst, Jnn vnnd vf dem Bronne zum forderlichenn2 abgeschafft, vnd die Eimer wie vonn alters wiederumb vfgericht vnd gebraucht werdenn mügtenn,

ihr wollt mit allem Fleiß darauf bedacht sein, dass die Rosskunst in und auf dem Brunnen aufs Förderlichste (schnellstens) abgeschafft und die Eimer wie von alters her wieder aufgerichtet und gebraucht werden mögen.

6

Dann da solchs nit geschehe, vnnd der Bronn forter vnnd mehr, wie albereit vor augenn, vnnd beschehenn ist, dardurch solte verderbettLäuft auf der nächsten Seite weiter

Denn wenn dies nicht geschähe und der Brunnen weiter und mehr – wie es bereits vor Augen liegt und geschehen ist – dadurch verdorben werden sollte …

Unsichere Lesungen

  1. verkehrsachenn — so getrennt geschrieben (verkehr=sachenn); gemeint ist wohl „vervrsachen“ (Verursachen), vgl. dieselbe Wendung auf Bl. 77r
  2. zum forderlichenn — Lesung der Endung unsicher, evtl. „zum forderlichstenn“

Einstellungen auf diesem Gerät speichern?

Damit die gewählte Darstellung beim nächsten Besuch erhalten bleibt, würde ein einzelner Eintrag im lokalen Speicher des Browsers (localStorage) abgelegt. Das ist kein Cookie, und der Eintrag verlässt das Gerät nicht.