Salzbibel · Lesetext · 5. Buch
Das fünfte Buch · S. 191–200
Berkers Baubericht von 1550 · S. 191–200 · Bl. 94r–98v · Band 2
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Berkers Baubericht von 1550
S. 103–277 · Bl. 50r–137v · Bd. 2 · Zeitleiste: 5. Buch
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Bl. 94rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)es nit ertragenn, auch so hat mann vns armenn alzeit vfgehaltenn, mann wolte den Bornn bawenn, vnnd helt vnns arme leute auf, aus einem tage Jnn den anndernn, damit kommenn wir armenn gleichwohl vmb das vnnser, vnnd vnnser veterlich Erbe, Man hat vnns aber in dem erstenn solchs nit zugesagt, man solt doch billich die Bruderliche liebe ann vnns erzeigenn, damit wir auch ein stuck brodts mochtenn erwerbenn, vnnd vnns doch nit so gnaw haltenn, gleich wie mann einenn Hundt helt, dem gebe mann doch das er bey seinem Herrnn bleibenn könne, vnnd da vnns armenn solchs nit gedeyenn [gestrichen:
es nicht ertragen. Auch hat man uns Arme allzeit hingehalten: Man wolle den Born bauen, und hält uns arme Leute hin von einem Tag zum anderen; damit kommen wir Armen gleichwohl um das Unsere und unser väterliches Erbe. Man hat uns aber am Anfang solches nicht zugesagt; man sollte doch billig die brüderliche Liebe an uns erzeigen, damit wir auch ein Stück Brot erwerben könnten, und uns doch nicht so knapp halten, gleich wie man einen Hund hält; dem gäbe man doch so viel, dass er bei seinem Herrn bleiben kann. Und wenn uns Armen solches nicht gedeihen
kann], müstenn wir stehenn vnnd liegenn laßenn, vnnd dauonn gehenn, Vor zeiten des nit lanng ist, Hat mann in 18.
kann, müssten wir stehen und liegen lassen und davongehen. Vor Zeiten, was nicht lange her ist, hat man in 18
oder 20. stundenn vfs lenngste ann einem wercke gesottenn, Jtzo mus mann 30. oder mehr stunde darzu habenn, das vnns armenn dann zu schwer wirdt, wie anngezeigt, so vnnser gnediger fürst vnnd Herr will, das wir bey s.
oder 20 Stunden aufs Längste an einem Werk gesotten; jetzt muss man 30 oder mehr Stunden dazu haben, was uns Armen dann zu schwer wird, wie angezeigt. Wenn unser gnädiger Fürst und Herr will, dass wir bei s.
f. gl. bleibenn sollenn, So begerenn wir das s. f. gl. das holtz schicke, So wollen wir die Hannd arbeit thun, doch das vnns auch zimbliche
f. Gl. bleiben sollen, so begehren wir, dass s. f. Gl. das Holz schicke; so wollen wir die Handarbeit tun, doch dass uns auch eine ziemliche
Unsichere Lesungen
- [gestrichen: kann] — Streichung nicht sicher (Z. 12) (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)
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Bl. 94vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)belohnung dauonn werde, wie mann vf anndern Saltzwerckenn gibt, oder gebreuchlich ist, Da aber das nit beschehenn könnte oder möchte, wurdenn wir dadurch verursacht, vnns vnder anndere herschafft zuwendenn, vnns vnnd den vnsernn das Brodt zuerwerbenn, welches wir dann gar vngernn thun woltenn, So es bey vnns gemachtt wurde, das wir bey vnnserm anngebornenn Naturlichenn furstenn vnnd herrnn gebleibenn könntenn, welchs vnns s.
Belohnung dafür werde, wie man sie auf anderen Salzwerken gibt oder wie es gebräuchlich ist. Wenn aber das nicht geschehen könnte oder möchte, würden wir dadurch veranlasst, uns unter andere Herrschaft zu wenden, um uns und den Unseren das Brot zu erwerben, was wir dann gar ungern tun wollten. Wenn es bei uns so gemacht würde, dass wir bei unserem angeborenen, natürlichen Fürsten und Herrn bleiben könnten, was uns s.
f. gl. hat zugesagt, So wollenn wir doch bey s. f. gl. leib, lebenn, gut vnnd ehre setzenn vnnd lassen, Bittenn demnach E.
f. Gl. zugesagt hat, so wollen wir doch bei s. f. Gl. Leib, Leben, Gut und Ehre einsetzen und lassen. Bitten demnach E.
G. vnns ein gunstige anntwort, Was wir dann E. G. tagk vnnd nacht gedienenn könntenn, seindt wir alzeit geflessenn, Datum den 12 Nouembris Anno 48.
G. um eine günstige Antwort. Was wir dann E. G. Tag und Nacht dienen können, dazu sind wir allzeit beflissen. Datum den 12. November Anno 48.
E. G. Willigenn vnnd gehorsamen Meister in Bodenn, Hierauff Stadthalter vnnd Räthe bescheidt, das ein
E. G. willige und gehorsame Meister in den Boden. Hierauf Statthalter und Räte Bescheid, dass eine
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Bl. 95rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)Jede Saltzgans in funff stucke zertheilt werdenn soll, bis vf der Pfenner zusammenn kommenn, Signatum Cassell den 12 Nouembris Anno 48 Nach der zeit hab Ich Jost nicht desto weniger vmb erbawung des Saltzbronns anngehaltenn, Derwegenn Stadthalter vnnd Rethe zum zweytenn mahl der Pfenner Saltzgreuenn, wie volgt geschriebenn, Vnnsernn gunstigenn willenn vnnd freundtlich diennst zuuor, Erbarnn vnnd achtparnn gute Gönner vnnd freunde, Kurtz hieuor hat vnns Jost Berker vnter anndernn anngezeigt, das ihr vonn vnns begert, euch vnnser bedennckenn, erbawung des Saltzbronns halbenn, zuuerstenndigenn, damit ihr solches gemeinenn Pfennernn, dieweil ihr die derwegenn schirstkunfftigenn den 3.
jede Salzgans in fünf Stücke zerteilt werden soll, bis zur Zusammenkunft der Pfänner. Signatum Kassel, den 12. November Anno 48. Nach dieser Zeit habe ich, Jost, nichtsdestoweniger um die Erbauung des Salzborns angehalten; deswegen haben Statthalter und Räte zum zweiten Mal der Pfänner Salzgrafen wie folgt geschrieben: Unseren günstigen Willen und freundlichen Dienst zuvor. Ehrbare und achtbare gute Gönner und Freunde, kurz zuvor hat uns Jost Berker unter anderem angezeigt, dass ihr von uns begehrt, euch unser Bedenken wegen der Erbauung des Salzborns mitzuteilen, damit ihr solches den gemeinen Pfännern, weil ihr diese deswegen auf den nächstkünftigen 3.
Decembris zusammenn beschriebenn habt, furhaltenn könnet, Wollenn euch darauf gunstiger guter meinung nit verhaltenn, das beide die Böder vnnd kerner hefftigk vber das abnehmenn der Sohl klagenn, Derwegenn die Böder die kerner vnnd Ladeleute vortheiln, vnnd
Dezember zusammenberufen habt, vorhalten könnt. Wollen euch darauf in günstiger guter Meinung nicht verhalten, dass beide, die Boder und die Kärrner, heftig über das Abnehmen der Sole klagen; deswegen übervorteilen die Boder die Kärrner und Ladeleute, und
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Bl. 95vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)dann die kerner das Lanndt vbernehmenn, vnnd klagenn doch die kerner, wie Jr dann desmahls gemeltenn Jostenn auch vnter andern eroffnet, das einer so sechs achteil geladenn, vber sein ausgelegt kaufgeldt, die zehrung vnnd vnkostenn vngerechnet, Nur Neun alb1 solt gelost habenn, Dieweil dann der manngell also augennscheinlich furhanndenn, vnnd Jr selbst wisset, das die fassung des Saltzbronns, durch lennge der zeit manngelhafftigk auch vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn Lanndtgrauenn Philipsenn zu Hessenn, den zubawenn beuelch vnnd meinunge, das der nit vbell erger gemachtt werde, vnnd solchs mit ewerm Rath vnnd vorwißenn geschehe, So ist vnnser enndtlich Rath vnnd bedenckenn, das der Saltzbronn vfs vleißigst vnnd beste zum aller furderlichstenn ernewert vnnd gefast werde, dann solt mann wie vorm Jar dauonn geschlossenn darann etwas flickenn vnnd tappenn, vnnd nit aus dem grunde bawenn, So were zu besorgenn, das damit doch dem wercke nit geholffenn, noch die klage der Böder
dann überfordern die Kärrner das Land, und doch klagen die Kärrner, wie ihr damals dem genannten Jost auch unter anderem eröffnet habt, dass einer, der sechs Achtel geladen hat, über sein ausgelegtes Kaufgeld hinaus, die Zehrung und Unkosten ungerechnet, nur neun Albus gelöst haben soll. Weil dann der Mangel so augenscheinlich vorhanden ist und ihr selbst wisst, dass die Fassung des Salzborns durch die Länge der Zeit mangelhaft ist, auch unseres gnädigen Fürsten und Herrn Landgraf Philipps zu Hessen Befehl und Meinung ist, ihn zu bauen, sodass er nicht Übel ärger gemacht werde, und dass solches mit eurem Rat und Vorwissen geschehe, so ist unser endlicher Rat und Bedenken, dass der Salzborn aufs Fleißigste und Beste zum Allerförderlichsten erneuert und gefasst werde. Denn sollte man, wie voriges Jahr davon beschlossen, daran etwas flicken und tappen und nicht von Grund auf bauen, so wäre zu besorgen, dass damit doch dem Werk nicht geholfen, noch die Klage der Boder
Unsichere Lesungen
- alb — Strich: Kuerzung oder Streichung (Z. 6)
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Bl. 96rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)mit bestanndt könnt abgelehnet, noch ordenung gehaltenn werdenn. Damit nun das ganntze werck dem furstennthumb, gemeiner Ritter vnd Lanndtschafft, vnnd Jnn sonnderheit zu ewerm eigenn selbst bestenn, wie die eußerste not erfordert, schleunig genewert vnnd gefast werdenn magk, So wollenn wir ann stadt vnnd vonn wegenn Hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, alles das Jenige darzu thun, das die nottturfft erfordert, vnnd muglich ist, vnnd soll darann s.
mit Bestand abgelehnt, noch Ordnung gehalten werden könnte. Damit nun das ganze Werk dem Fürstentum, der gemeinen Ritter- und Landschaft und insbesondere zu eurem eigenen Besten, wie die äußerste Not es erfordert, schleunig erneuert und gefasst werden mag, so wollen wir anstatt und von wegen hochgedachten unseres gnädigen Fürsten und Herrn alles dasjenige dazu tun, was die Notdurft erfordert und möglich ist, und es soll daran an s.
f. gl. theil nichts mangeln, da Jr aber darann nachmahls bedennckenn haben wurdet, So mugenn wir ann stadt hochgedachts vnnsers gl.
f. Gl. Teil nichts mangeln. Wenn ihr aber daran nachmals Bedenken haben würdet, so mögen wir anstatt hochgedachten unseres gnädigen
fl. vnnd herrnn, in krafft der vfgerichtenn vertrege, etlicher vom Adell, vnnd der darin benenttenn vonn Stedtenn erkanndtnus wohl leidenn, Was nun ewer vnnd gemeiner Pfenner enndtlich beschließliche meinung hierauf sein wirdt, Das wollet vns zum aller furderlichstenn, durch einenn Stadtlichenn ausschoß, der volkommenen gewalt vnnd beuelch habe, ohnn hinder sich bringenn, mit vns darin enndtlich zuschliessenn,
Fürsten und Herrn kraft der aufgerichteten Verträge das Erkenntnis etlicher vom Adel und der darin benannten von den Städten wohl leiden. Was nun eure und der gemeinen Pfänner endliche, beschließliche Meinung hierauf sein wird, das wollet uns zum Allerförderlichsten durch einen stattlichen Ausschuss, der vollkommene Gewalt und Befehl habe, ohne Hintersichbringen mit uns darin endlich zu schließen,
Unsichere Lesungen
- gl. fl. — Kuerzel unsicher (Z. 12) (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)
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Bl. 96vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)verstenndigenn, damit mann dü1[?] schleuniger zureitung kommenn, vnnd mit Jnn die Harre den baw vfziehenn durffe, Wir auch solches eilennts ann vnnsere gnedige Junge Herrenn, vnnd die abwesenden Rethe konnenn gelanngenn lassenn, Dieweil auch Jorge Behem wie er aus Ascherslebenn geschriebenn, vnnd Jr gelesenn hapt, kein annder Kunst zu ausbringung der Sohl gedennckt, oder weis vfzurichtenn, vnnd dann gedachte vnsere G.
mitteilen, damit man zu schleunigerer Zurüstung kommen und den Bau auf Dauer aufziehen darf, wir auch solches eilends an unsere gnädigen jungen Herren und die abwesenden Räte gelangen lassen können. Weil auch Jorge Behem, wie er aus Aschersleben geschrieben und ihr gelesen habt, keine andere Kunst zur Ausbringung der Sole erdenkt oder aufzurichten weiß, und dann gedachte unsere g.
Her: Bevehlhaber vnnd Jr euch, Jhnenn Jorgenn dinnlich2[?] seine Rew3[?] abzulegenn enndtschlossenn, Kraucht4[?] sich darann etlicher massenn, wie Jhr wist begebenn, So lassenn wir vnns gefallenn, das es darmit dahin gericht werde, das die Boderknecht solch geldt zumtheil selbst verdienenn, vnnd was dann vberigk, das solchs beidenn Herschafftenn, Jerlichs zu gut kommenn möchtte, Wie vnns dann Müldener vnnd Jost dauonn mundtlichenn bericht gethann habenn, Dergestalt das solchs dermassenn zu
Herren Befehlshaber und ihr euch entschlossen habt, ihn, Jorge, dienlich abzulegen, und er sich darauf etlichermaßen, wie ihr wisst, eingelassen hat, so lassen wir uns gefallen, dass es damit dahin gerichtet werde, dass die Boderknechte solches Geld zum Teil selbst verdienen, und was dann übrig ist, dass solches beiden Herrschaften jährlich zugute kommen möchte, wie uns denn Müldener und Jost davon mündlich Bericht getan haben; dergestalt, dass solches dermaßen zu-
Unsichere Lesungen
- dü — kurzes Wort mit Kürzungsbogen (Z. 1)
- dinnlich — auch dienlich möglich (Z. 11)
- Rew — Lesung unsicher (Z. 11)
- Kraucht — Anfangsbuchstabe K oder B (Z. 12)
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Bl. 97rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)gericht, das solchs zu erbawung des Bronns, vnnd auch schöpffung der Sohl Jederzeit, sonnder nachteil zugebrauchenn, doch das solchs nit vf den Saltzbronn gesetzt, oder gebraucht werde, Es sey dann durch vnnsers gnedigenn Herrenn, oder vnns die Rethe vnnd gemeine Pfenner sempttlichenn, vor nutzlicher, bequemer vnnd besser Sohle damit zuschöpffenn, dann mit Jtziger Jorgen Kunst, im augennschein selbst besehenn, erkenndt vnnd anngenommenn, Solches woltenn wir euch vf euer bitlichs begerenn, günstiger, freundtlicher, vnnd guter meinung nit vorhalten vnnd euch zu günstigemm freundtlichem willenn seindt wir geneigt Datum Cassell den letztenn tage Nouembris Anno 48.
gerichtet werde, dass es zur Erbauung des Borns und auch zur Schöpfung der Sole jederzeit ohne Nachteil zu gebrauchen ist, doch dass solches nicht auf den Salzborn gesetzt oder gebraucht werde, es sei denn durch unseren gnädigen Herrn oder uns, die Räte, und die gemeinen Pfänner sämtlich im Augenschein selbst besehen und als nützlicher, bequemer und besser, Sole damit zu schöpfen als mit der jetzigen Kunst Jorges, erkannt und angenommen. Solches wollten wir euch auf euer bittliches Begehren in günstiger, freundlicher und guter Meinung nicht vorenthalten, und euch zu günstigem, freundlichem Willen sind wir geneigt. Datum Kassel, den letzten Tag des November Anno 48.
Stadthaltter vnnd verordente Rethe zu Cassell Denn Erbarnn vnnd achtparnn vnsernn günstigenn gutenn Gönnernn vnnd freundenn Johann Riddenstein,
Statthalter und verordnete Räte zu Kassel. Den ehrbaren und achtbaren, unseren günstigen guten Gönnern und Freunden Johann Riddenstein,
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Bl. 97vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)Thias Thoreij1, vnnd Weigell Riegenrodt, Burgermeister zu Allenndorff ann der Werra, vnnd Gemeiner Pfenner Saltzgreuenn zun Bodenn daselbst sampt vnnd sonndernn, Zweite Antwort Stadthalter2 vnnd Rethe zu Cassell den Pfennernn erbawung des Saltzbrons halbenn gegebenn den 9.
Thias Thorey und Weigel Riegenrodt, Bürgermeister zu Allendorf an der Werra, und der gemeinen Pfänner Salzgrafen zu den Boden daselbst, samt und sonders. Zweite Antwort, von Statthalter und Räten zu Kassel den Pfännern wegen der Erbauung des Salzborns gegeben am 9.
Decembris Anno 48. Vnsernn günstigenn willenn vnnd freundlich dienst zuuor Erbarnn vnnd achtparnn gute Gönner vnnd freunde, Wir habenn ewer wieder schreibenn vnnd anntwort, vnns vf vnnsernn Rath vnnd bedenckenn, erbawung des Saltzbronns halber, so Jr vonn vnns begert, gethann, alles Jnnhalts nach der lennge verlesenn, vnnd hettenn vnns genntzlich versehenn, Dieweil ihr solannge Zeit zu ewer zusammen kunfft gehapt, Jr hettet euch darin [übergeschrieben:
Dezember Anno 48. Unseren günstigen Willen und freundlichen Dienst zuvor. Ehrbare und achtbare gute Gönner und Freunde, wir haben euer Wiederschreiben und eure Antwort auf unseren Rat und unser Bedenken wegen der Erbauung des Salzborns, das ihr von uns begehrt hattet, seinem ganzen Inhalt nach der Länge nach verlesen, und hatten uns gänzlich versehen, weil ihr so lange Zeit bis zu eurer Zusammenkunft gehabt habt, ihr hättet euch darin
endtlich] enndtschlossenn, vnd vnns ewer gemüet, durch einenn stadtlichen ausschos
endlich entschlossen und uns eure Gesinnung durch einen stattlichen Ausschuss
Unsichere Lesungen
- Thias Thoreij — T-Glyph wie C geschrieben (Z. 1)
- Stadthalter — h in Zierschrift wie s (Z. 5)
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Bl. 98rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)zu schleuniger hanndelung verstenndigt, vnnd solches nit in die lenng vfgezogenn, aber wie dem allem, dieweil ihr nachmahls zimbliche geraume zeit, die dinge ann ewer mitterbenn gelanngenn zulassenn, bittenn, Wollet ihr zum förderlichstenn Jmmer müglich, solchs auszurichtenn euch befleissigenn, vnnd euch ewers gemüts, wies euch in dem fall zubewilligenn, vnnd zuthun sein will, erclerenn, vnnd vnns zuerkennenn gebenn, Wie wohl nun vonnötenn das mann sich alle stunde zu der Bereitschafft des Bawes schickenn solt, So wollenn wir euch doch nachmahls einenn Monat zeit zugelassenn, vnns nach ausgannge desselbigenn darauf enndtlich, beschlieslich anntwort vnnd bescheidt zugebenn, Solchs woltenn wir euch am stadt vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn zu Hessenn, hinwieder nit verhalten, vnd euch zu allem gutenn seindt wir geneigt Datum Cassell den 9.
zu schleuniger Handlung mitgeteilt und solches nicht in die Länge gezogen. Aber wie dem allem, weil ihr nachmals um eine ziemlich geraume Zeit bittet, um die Dinge an eure Miterben gelangen zu lassen, so wollet ihr euch zum Förderlichsten, wie immer möglich, befleißigen, solches auszurichten, und euch über eure Gesinnung, wie es euch in dem Fall zu bewilligen und zu tun sein will, erklären und uns zu erkennen geben. Wiewohl nun vonnöten ist, dass man sich alle Stunde zur Bereitschaft des Baues schicken sollte, so wollen wir euch doch nachmals einen Monat Zeit zulassen, uns nach Ausgang desselben darauf endliche, beschließliche Antwort und Bescheid zu geben. Solches wollten wir euch anstatt unseres gnädigen Fürsten und Herrn zu Hessen hinwieder nicht verhalten, und euch zu allem Guten sind wir geneigt. Datum Kassel, den 9.
Decembris Anno 48. Stadthalter vnnd verordente Rethe zu Cassell.
Dezember Anno 48. Statthalter und verordnete Räte zu Kassel.
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Bl. 98vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)Den Erbarnn vnnd achtparnn vnsernn gutenn Gönnern vnnd freundenn Saltzgreuenn vnnd gemeinenn Pfennernn zu Allenndorff ann der Werra / Darauf sie die Furstlichenn Herrenn Stadthalter vnnd Rethe, Jr Rath vnnd bedennckenn gebettenn, das ich dann dem Herrnn Stadthalter, vnnd also anngezeigt das nutzlich vnndt gut were, das der Saltzbronn gantz new gefast wurde, Derhalbenn Stadthalter vnd Rethe Jhnenn den Pfennernn wieder vnns geschriebenn, also, etc.
Den ehrbaren und achtbaren, unseren guten Gönnern und Freunden, Salzgrafen und gemeinen Pfännern zu Allendorf an der Werra. / Darauf haben sie die fürstlichen Herren Statthalter und Räte um ihren Rat und ihr Bedenken gebeten, was ich dann dem Herrn Statthalter vorgetragen und so angezeigt habe, dass es nützlich und gut wäre, dass der Salzborn ganz neu gefasst würde. Deshalb haben Statthalter und Räte ihnen, den Pfännern, wieder durch uns geschrieben, also usw.
Vnsernn günstigenn willenn vnnd freundtlich dienst zuuor Erbarnn vnnd achtparnn gute Gönner vnnd freunde, Vnns hat kurtz hieuor Jost Berker anngezeigt, was ihr vnnter anndernn begert, das wir euch vnser bedennckenn, erbawung des Saltzbronns halber verstenndigenn woltenn, damit Jhnen solchs gemeinen Pfennernn, dieweil Jr sie derwegenn schirstkunfftigenn den 3.
Unseren günstigen Willen und freundlichen Dienst zuvor. Ehrbare und achtbare gute Gönner und Freunde, uns hat kurz zuvor Jost Berker angezeigt, was ihr unter anderem begehrt, dass wir euch unser Bedenken wegen der Erbauung des Salzborns mitteilen wollten, damit ihr solches den gemeinen Pfännern, weil ihr sie deswegen auf den nächstkünftigen 3.
Decembris zusammen beschriebenn habt, furhaltenn konnenn, Wollenn euch
Dezember zusammenberufen habt, vorhalten könnt. Wollen euch