Salzbibel · Lesetext · 5. Buch
Das fünfte Buch · S. 197–206
Berkers Baubericht von 1550 · S. 197–206 · Bl. 97r–101v · Band 2
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Berkers Baubericht von 1550
S. 103–277 · Bl. 50r–137v · Bd. 2 · Zeitleiste: 5. Buch
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Bl. 97rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)gericht, das solchs zu erbawung des Bronns, vnnd auch schöpffung der Sohl Jederzeit, sonnder nachteil zugebrauchenn, doch das solchs nit vf den Saltzbronn gesetzt, oder gebraucht werde, Es sey dann durch vnnsers gnedigenn Herrenn, oder vnns die Rethe vnnd gemeine Pfenner sempttlichenn, vor nutzlicher, bequemer vnnd besser Sohle damit zuschöpffenn, dann mit Jtziger Jorgen Kunst, im augennschein selbst besehenn, erkenndt vnnd anngenommenn, Solches woltenn wir euch vf euer bitlichs begerenn, günstiger, freundtlicher, vnnd guter meinung nit vorhalten vnnd euch zu günstigemm freundtlichem willenn seindt wir geneigt Datum Cassell den letztenn tage Nouembris Anno 48.
gerichtet werde, dass es zur Erbauung des Borns und auch zur Schöpfung der Sole jederzeit ohne Nachteil zu gebrauchen ist, doch dass solches nicht auf den Salzborn gesetzt oder gebraucht werde, es sei denn durch unseren gnädigen Herrn oder uns, die Räte, und die gemeinen Pfänner sämtlich im Augenschein selbst besehen und als nützlicher, bequemer und besser, Sole damit zu schöpfen als mit der jetzigen Kunst Jorges, erkannt und angenommen. Solches wollten wir euch auf euer bittliches Begehren in günstiger, freundlicher und guter Meinung nicht vorenthalten, und euch zu günstigem, freundlichem Willen sind wir geneigt. Datum Kassel, den letzten Tag des November Anno 48.
Stadthaltter vnnd verordente Rethe zu Cassell Denn Erbarnn vnnd achtparnn vnsernn günstigenn gutenn Gönnernn vnnd freundenn Johann Riddenstein,
Statthalter und verordnete Räte zu Kassel. Den ehrbaren und achtbaren, unseren günstigen guten Gönnern und Freunden Johann Riddenstein,
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Bl. 97vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)Thias Thoreij1, vnnd Weigell Riegenrodt, Burgermeister zu Allenndorff ann der Werra, vnnd Gemeiner Pfenner Saltzgreuenn zun Bodenn daselbst sampt vnnd sonndernn, Zweite Antwort Stadthalter2 vnnd Rethe zu Cassell den Pfennernn erbawung des Saltzbrons halbenn gegebenn den 9.
Thias Thorey und Weigel Riegenrodt, Bürgermeister zu Allendorf an der Werra, und der gemeinen Pfänner Salzgrafen zu den Boden daselbst, samt und sonders. Zweite Antwort, von Statthalter und Räten zu Kassel den Pfännern wegen der Erbauung des Salzborns gegeben am 9.
Decembris Anno 48. Vnsernn günstigenn willenn vnnd freundlich dienst zuuor Erbarnn vnnd achtparnn gute Gönner vnnd freunde, Wir habenn ewer wieder schreibenn vnnd anntwort, vnns vf vnnsernn Rath vnnd bedenckenn, erbawung des Saltzbronns halber, so Jr vonn vnns begert, gethann, alles Jnnhalts nach der lennge verlesenn, vnnd hettenn vnns genntzlich versehenn, Dieweil ihr solannge Zeit zu ewer zusammen kunfft gehapt, Jr hettet euch darin [übergeschrieben:
Dezember Anno 48. Unseren günstigen Willen und freundlichen Dienst zuvor. Ehrbare und achtbare gute Gönner und Freunde, wir haben euer Wiederschreiben und eure Antwort auf unseren Rat und unser Bedenken wegen der Erbauung des Salzborns, das ihr von uns begehrt hattet, seinem ganzen Inhalt nach der Länge nach verlesen, und hatten uns gänzlich versehen, weil ihr so lange Zeit bis zu eurer Zusammenkunft gehabt habt, ihr hättet euch darin
endtlich] enndtschlossenn, vnd vnns ewer gemüet, durch einenn stadtlichen ausschos
endlich entschlossen und uns eure Gesinnung durch einen stattlichen Ausschuss
Unsichere Lesungen
- Thias Thoreij — T-Glyph wie C geschrieben (Z. 1)
- Stadthalter — h in Zierschrift wie s (Z. 5)
S. 199
Bl. 98rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)zu schleuniger hanndelung verstenndigt, vnnd solches nit in die lenng vfgezogenn, aber wie dem allem, dieweil ihr nachmahls zimbliche geraume zeit, die dinge ann ewer mitterbenn gelanngenn zulassenn, bittenn, Wollet ihr zum förderlichstenn Jmmer müglich, solchs auszurichtenn euch befleissigenn, vnnd euch ewers gemüts, wies euch in dem fall zubewilligenn, vnnd zuthun sein will, erclerenn, vnnd vnns zuerkennenn gebenn, Wie wohl nun vonnötenn das mann sich alle stunde zu der Bereitschafft des Bawes schickenn solt, So wollenn wir euch doch nachmahls einenn Monat zeit zugelassenn, vnns nach ausgannge desselbigenn darauf enndtlich, beschlieslich anntwort vnnd bescheidt zugebenn, Solchs woltenn wir euch am stadt vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn zu Hessenn, hinwieder nit verhalten, vnd euch zu allem gutenn seindt wir geneigt Datum Cassell den 9.
zu schleuniger Handlung mitgeteilt und solches nicht in die Länge gezogen. Aber wie dem allem, weil ihr nachmals um eine ziemlich geraume Zeit bittet, um die Dinge an eure Miterben gelangen zu lassen, so wollet ihr euch zum Förderlichsten, wie immer möglich, befleißigen, solches auszurichten, und euch über eure Gesinnung, wie es euch in dem Fall zu bewilligen und zu tun sein will, erklären und uns zu erkennen geben. Wiewohl nun vonnöten ist, dass man sich alle Stunde zur Bereitschaft des Baues schicken sollte, so wollen wir euch doch nachmals einen Monat Zeit zulassen, uns nach Ausgang desselben darauf endliche, beschließliche Antwort und Bescheid zu geben. Solches wollten wir euch anstatt unseres gnädigen Fürsten und Herrn zu Hessen hinwieder nicht verhalten, und euch zu allem Guten sind wir geneigt. Datum Kassel, den 9.
Decembris Anno 48. Stadthalter vnnd verordente Rethe zu Cassell.
Dezember Anno 48. Statthalter und verordnete Räte zu Kassel.
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Bl. 98vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)Den Erbarnn vnnd achtparnn vnsernn gutenn Gönnern vnnd freundenn Saltzgreuenn vnnd gemeinenn Pfennernn zu Allenndorff ann der Werra / Darauf sie die Furstlichenn Herrenn Stadthalter vnnd Rethe, Jr Rath vnnd bedennckenn gebettenn, das ich dann dem Herrnn Stadthalter, vnnd also anngezeigt das nutzlich vnndt gut were, das der Saltzbronn gantz new gefast wurde, Derhalbenn Stadthalter vnd Rethe Jhnenn den Pfennernn wieder vnns geschriebenn, also, etc.
Den ehrbaren und achtbaren, unseren guten Gönnern und Freunden, Salzgrafen und gemeinen Pfännern zu Allendorf an der Werra. / Darauf haben sie die fürstlichen Herren Statthalter und Räte um ihren Rat und ihr Bedenken gebeten, was ich dann dem Herrn Statthalter vorgetragen und so angezeigt habe, dass es nützlich und gut wäre, dass der Salzborn ganz neu gefasst würde. Deshalb haben Statthalter und Räte ihnen, den Pfännern, wieder durch uns geschrieben, also usw.
Vnsernn günstigenn willenn vnnd freundtlich dienst zuuor Erbarnn vnnd achtparnn gute Gönner vnnd freunde, Vnns hat kurtz hieuor Jost Berker anngezeigt, was ihr vnnter anndernn begert, das wir euch vnser bedennckenn, erbawung des Saltzbronns halber verstenndigenn woltenn, damit Jhnen solchs gemeinen Pfennernn, dieweil Jr sie derwegenn schirstkunfftigenn den 3.
Unseren günstigen Willen und freundlichen Dienst zuvor. Ehrbare und achtbare gute Gönner und Freunde, uns hat kurz zuvor Jost Berker angezeigt, was ihr unter anderem begehrt, dass wir euch unser Bedenken wegen der Erbauung des Salzborns mitteilen wollten, damit ihr solches den gemeinen Pfännern, weil ihr sie deswegen auf den nächstkünftigen 3.
Decembris zusammen beschriebenn habt, furhaltenn konnenn, Wollenn euch
Dezember zusammenberufen habt, vorhalten könnt. Wollen euch
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Bl. 99rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)darauf günstiger guter meinung nit verhaltenn, das beide die Böder vnnd Kerner hefftigk vber das abnehmenn des Saltzbronns klagenn, derwegenn die Böder die Kerner vnnd Ladeleute vorteiln, vnnd dann die Kerner das Lanndt vbernehmenn, vnnd klagenn doch die Kerner, wie Jr dann desmahls gemeltenn Jostenn auch anngezeigt, das einer so sechs achteil geladenn, vber sein ausgelegt geldt, die Zehrung vngerechet, nur Neun albos solt gelöst habenn, Dieweil dann der manngell also scheinbarlich fürhanndenn, vnnd Jhr wist, das das gebeue1 des Saltzbronns manngelhafftigk, So ist vnnser enndtlich bedennckenn, das der Saltzbron vfs vleißigst vnnd bestenndigst, gemacht vnnd gefast werde, Dann solt mann wie vorm Jare dauonn geschloßenn, darann etwas flickenn vnnd Lappenn, So ist zubesorgenn, das darmit da dem wercke nit geholffenn, noch die klage der Böder mit bestanndt were abgelegt, Damit nun das werck dem ganntzenn Furstennthumb wie gemeiner Ritter vnnd Lanndtschafft, vnnd Jnnsonnderheit zu ewerm selbst bestenn zuerneuernn, die
darauf in günstiger guter Meinung nicht verhalten, dass beide, die Boder und Kärrner, heftig über das Abnehmen des Salzborns klagen; deswegen übervorteilen die Boder die Kärrner und Ladeleute, und dann überfordern die Kärrner das Land, und doch klagen die Kärrner, wie ihr damals dem genannten Jost auch angezeigt habt, dass einer, der sechs Achtel geladen hat, über sein ausgelegtes Geld hinaus, die Zehrung ungerechnet, nur neun Albus gelöst haben soll. Weil dann der Mangel so offensichtlich vorhanden ist und ihr wisst, dass das Gebäude des Salzborns mangelhaft ist, so ist unser endliches Bedenken, dass der Salzborn aufs Fleißigste und Beständigste gemacht und gefasst werde. Denn sollte man, wie voriges Jahr davon beschlossen, daran etwas flicken und lappen, so ist zu besorgen, dass damit dem Werk nicht geholfen, noch die Klage der Boder mit Bestand abgelegt wäre. Damit nun das Werk, dem ganzen Fürstentum wie der gemeinen Ritter- und Landschaft und insbesondere zu eurem eigenen Besten, zu erneuern ist, wie die
Unsichere Lesungen
- gebeue — auch geheure lesbar (Z. 11)
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Bl. 99vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)eüßerste noth erfordert, So wollenn wir an stadt vnnd vonn wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnd Herrenn zu Hessenn, alles das Jenig darzu thun, das mennschlich vnnd müglich ist, vnnd soll daran nichts manngelnn, Was nun euer vnnd gemeiner Pfenner bedennckenn, vnnd enndtlich schliessenn hierauff sein wirdt, das wollet vnns zum aller furderlichsten durch einenn Stadtlichenn ausschos, der volkommenn gewalt, vnnd beuelche habe, ohnn hindersich bringen, mit vnns enndtlich dauonn zuschliessenn, verstenndigk, damit mann zu schleuniger zurichtung kommenn, Nach dem auch mit Jorgenn Behmenn seiner Kunst halben vf bessere wege zutrachtenn, ein zeither gedult getragenn, vnnd er aber vonn vnns, auch euch mehr als einmahl sich vernehmenn, vnnd Jtzo letzlich aus Ascherslebenn ann gedachte V.
äußerste Not es erfordert, so wollen wir anstatt und von wegen unseres gnädigen Fürsten und Herrn zu Hessen alles dasjenige dazu tun, was menschlich und möglich ist, und es soll daran nichts mangeln. Was nun euer und der gemeinen Pfänner Bedenken und endliches Schließen hierauf sein wird, das wollet uns zum Allerförderlichsten durch einen stattlichen Ausschuss, der vollkommene Gewalt und Befehl habe, ohne Hintersichbringen mit uns endlich davon zu schließen, mitteilen, damit man zu schleuniger Zurichtung kommen kann. Nachdem auch mit Jorge Behm seiner Kunst halber, um auf bessere Wege zu trachten, eine Zeit her Geduld getragen worden ist, er aber sich vor uns, auch vor euch, mehr als einmal hat vernehmen lassen, und jetzt zuletzt aus Aschersleben an die gedachten u.
G. Herrnn Saltzgreuenn vf derselbigenn schreibenn zur Antwort gebenn, das er seine Kunst also gebauet, das er die nit besser machenn könne, vnnd er sich dann hieuor vor vnnsers gnedigenn Herrnn beuelchhaber vnd
g. Herren Salzgrafen auf deren Schreiben zur Antwort gegeben hat, dass er seine Kunst so gebaut habe, dass er sie nicht besser machen könne, und er sich dann zuvor vor unseres gnädigen Herrn Befehlshabern und
Unsichere Lesungen
- V. G. — Kürzel, Lesung unsicher (Z. 16) (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)
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Bl. 100rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)euch gemeiner Pfenner Saltzgreuenn hat hörenn lassen, mit ausdrucklichenn worttenn, er könne der Böder klagenn nit altzeit warttenn, Darumb möcht er leiden, das er solcher Jtzigenn Kunst, dieweil sie den Bödernn nit dienlich, abgelegt werde, das dann auch Jhr von beider Herschafft Saltzgreuenn ann Jre Herrnn vnnd mit Pfenner gelanngenn wollenn lassenn, Dieweil nun vonn Jörgenn weitter besserung nit zugewartenn, auch die Böder das verderbenn des Bornns seiner Kunst vnnd gebeue zulegenn, wie sie, So erfordert die notturfft mit verennderung der Kunst vf mittell vnnd wege zugedennckenn, die dem Saltzwergk zutreglicher seyenn, vnnd laßenn wir vnns wohl gefallenn, das es damit vfs aller furderlichste, dahin gerichtet werde, das die Boderknechte solch geldt mit dem Schöpffenn zum theil selber verdienenn, auch beiden Herschafftenn daruonn, Jerlichs zu erhaltung desselbigk1[?], könnt etwas heraus gebenn werdenn, Wie dann vns des Müldener vnnd Jost Berber, das solchs also Jns werck zubringenn bestelt, mundtlichenn berichtt gethann habenn, das solchs zu erbawung des Bronns
euch, der gemeinen Pfänner Salzgrafen, mit ausdrücklichen Worten hat hören lassen, er könne der Boder Klagen nicht allzeit abwarten, darum möchte er leiden, dass er solcher jetzigen Kunst, weil sie den Bodern nicht dienlich sei, abgelegt werde, was dann auch ihr, die Salzgrafen beider Herrschaften, an ihre Herren und Mitpfänner habt gelangen lassen wollen: Weil nun von Jörge weitere Besserung nicht zu erwarten ist, auch die Boder das Verderben des Borns seiner Kunst und seinem Gebäude zulegen, wie sie es tun, so erfordert die Notdurft, mit Veränderung der Kunst auf Mittel und Wege zu denken, die dem Salzwerk zuträglicher seien; und wir lassen uns wohl gefallen, dass es damit aufs Allerförderlichste dahin gerichtet werde, dass die Boderknechte solches Geld mit dem Schöpfen zum Teil selber verdienen, auch beiden Herrschaften davon jährlich zur Erhaltung desselben etwas herausgegeben werden könnte, wie uns denn Müldener und Jost Berber, dass solches so ins Werk zu bringen bestellt sei, mündlich Bericht getan haben; dass solches zur Erbauung des Borns
Unsichere Lesungen
- desselbigk — Endung gekürzt (Z. 17)
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Bl. 100vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)vnnd auch ausschöpffung der Sohl zugebrauchenn, doch das solchs nit vf den Bronn gesetzt oder gebraucht werde, Es sey dann durch vnnsers gnedigenn Herrnn oder vnns die Räthe vnnd gemeine Pfenner vor nutzlicher vnnd bequemlicher, Sohl damit zuschepffenn, dann mit der Jtzigenn Jorgenn Kunst, im augennschein selbst besehenn, erkanndt vnnd anngenommen, Solches woltenn wir euch, vf ewer begert, günstiger freundtlicher vnnd guter meinung nit verhaltenn, vnd seindt euch zu günstigenn freundtlichenn willenn geneigt, Datum Cassell den 17.
und auch zur Ausschöpfung der Sole zu gebrauchen sei, doch dass solches nicht auf den Born gesetzt oder gebraucht werde, es sei denn durch unseren gnädigen Herrn oder uns, die Räte, und die gemeinen Pfänner im Augenschein selbst besehen und als nützlicher und bequemer, Sole damit zu schöpfen als mit der jetzigen Kunst Jorges, erkannt und angenommen. Solches wollten wir euch auf euer Begehren in günstiger, freundlicher und guter Meinung nicht verhalten, und sind euch zu günstigem, freundlichem Willen geneigt. Datum Kassel, den 17.
Nouembris Anno 48 Stadthalter vnnd Räthe zu Cassell. Denn Der Pfenner Saltzgreuen, Darauff Saltzgreuenn vnnd gemeine Pfenner zu Allendorff, den Furstlichenn Herrnn Stadthalter Canntzler vnnd anndernn Rethenn schrifftlich anntwort geben, des Jnhalts
November Anno 48. Statthalter und Räte zu Kassel. An der Pfänner Salzgrafen. Darauf haben Salzgrafen und gemeine Pfänner zu Allendorf den fürstlichen Herren Statthalter, Kanzler und anderen Räten schriftlich Antwort gegeben, des Inhalts:
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Bl. 101rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)Edlenn Gestrenngenn vnnd Ernuestenn Hochgelerten Herrnn Stadthalter, Canntzlar vnnd fürstliche Räthe, gebietennde günstige Herrnn, die schrifftenn so E.
Edle, gestrenge und ehrenfeste, hochgelehrte Herren Statthalter, Kanzler und fürstliche Räte, gebietende günstige Herren, die Schriften, die E.
G. vf annbringenn Jostenn Berbers vnnd Heinrich Muldeners, manngels vnnd gebrechenns des Saltzbronns auch der Böder vnnd Kerner klage halbenn, ann vnns ausgehenn lassenn, habenn wir mit erbietung vnser schuldigenn willigenn dienste, in vnderthenigkeit endtpfanngenn, vnnd daraus vnnsers gnedigenn fürsten vnd Herrnn beuelch, vnnd E.
G. auf Anbringen Jost Berbers und Heinrich Müldeners wegen des Mangels und Gebrechens des Salzborns, auch der Boder und Kärrner Klage halber an uns haben ausgehen lassen, haben wir mit Erbietung unserer schuldigen, willigen Dienste in Untertänigkeit empfangen und daraus unseres gnädigen Fürsten und Herrn Befehl und E.
G. gemüte verstanndenn, Nemlich welcher gestalt der Saltzbronn vom grundt auff mit der Pfenner Rath vnnd willenn, das also, das nitt vbell erger gemacht werde, erneuert vnnd gebessert werdenn solt, vnnd das vnserm derhalbenn vorigenn gethanen Rathschlage als schlichwerck1 nicht zu volgenn, oder etwas damit auszurichtenn sey, mit weitterm annhange, da wir deshalbenn Jnrede oder Jegenn bedennckenn zuhabenn vermeintenn, das als dann E.
G. Gesinnung verstanden, nämlich in welcher Gestalt der Salzborn von Grund auf mit der Pfänner Rat und Willen, und zwar so, dass nicht Übel ärger gemacht werde, erneuert und gebessert werden sollte, und dass unserem deshalb zuvor getanen Ratschlag als Flickwerk nicht zu folgen oder etwas damit auszurichten sei, mit dem weiteren Anhang, dass, wenn wir deshalb Einrede oder Gegenbedenken zu haben vermeinten, alsdann E.
G. ann stadt hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn not weisung der fürstlichenn aufgerichtenn vertrege, vor etlichenn des Adels vnnd Stedtenn, erkanndt vns
G. anstatt hochgedachten unseres gnädigen Fürsten und Herrn nach Weisung der fürstlichen aufgerichteten Verträge das Erkenntnis etlicher des Adels und der Städte, uns
Unsichere Lesungen
- schlichwerck — auch schlechtwerck lesbar (Z. 15)
S. 206
Bl. 101vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)darumb zugewarttenn, vnnbeschwert, vnd das wir zu der furderung einenn stadtlichenn ausschos, mitt volkommenem gewalte, ohnn hintersich bringenn abfertigenn soltenn, der vnnser meinung vnnd gemüte zuerclerenn, vnnd sampt ewer G.
darum zu erwarten, unbeschwert seien, und dass wir zur Förderung einen stattlichen Ausschuss mit vollkommener Gewalt, ohne Hintersichbringen, abfertigen sollten, der unsere Meinung und Gesinnung zu erklären und samt Euer G.
sich Jorgenn Behmen vnnd annderer Kunst halbenn zuenndtschliessenn hette, Darauf wollenn wir E.
sich wegen Jorge Behms und anderer Kunst zu entschließen hätte. Darauf wollen wir E.
G. in vnderthenigkeit nit verhaltenn, Nach dem in der Location zwischenn hochgemeltenn vnnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, vnnd gemeinenn Pfennernn auffgericht, vnter anndernn ausdrucklichenn abgeredt vnnd verschriebenn, das vnser gnediger fürst vnnd Herr alle gebeuwe am Saltzbron, Bodenn, Sohlgrabenn, Jnn vnnd vmb die Bodenn, vnd allem was darzu gehörigk, die zeit der bewilligtenn Location, vf seiner fgl.
G. in Untertänigkeit nicht verhalten: Nachdem in der Location (dem Pachtvertrag), zwischen hochgemeltem unserem gnädigen Fürsten und Herrn und den gemeinen Pfännern aufgerichtet, unter anderem ausdrücklich abgeredet und verschrieben ist, dass unser gnädiger Fürst und Herr alle Gebäude am Salzborn, an den Boden, am Solgraben, in und um die Boden, und alles, was dazu gehört, für die Zeit der bewilligten Location auf seiner fürstlichen Gnaden
kostenn erhaltenn sollen vnd wollenn, Das auch Gemeine Pfenner zu keinem neuenn gebeuenn, die Jhnenn beschwerlich vnnd dem Saltzwerck gefehrlich sein möchtenn, vber Jren willen verstrickt oder obligirt sein sollenn, Jn dem Jst in gedachter Location vnnter anndern1[?] Cler
Kosten erhalten soll und will, dass auch die gemeinen Pfänner zu keinen neuen Gebäuden, die ihnen beschwerlich und dem Salzwerk gefährlich sein möchten, gegen ihren Willen verstrickt oder verpflichtet sein sollen; ferner ist in gedachter Location unter anderem klar-
Unsichere Lesungen
- anndern — Wortende korrigiert (Z. 20)