Salzbibel · Lesetext · 5. Buch
Das fünfte Buch · S. 239–248
Berkers Baubericht von 1550 · S. 239–248 · Bl. 118r–122v · Band 2
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Berkers Baubericht von 1550
S. 103–277 · Bl. 50r–137v · Bd. 2 · Zeitleiste: 5. Buch
S. 239
Bl. 118rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)Das fünffte Buch. vnnd herrnn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnbogk etc. vf Jrer f. gl. beuelch, erbawung des Saltzbronns halbenn zum Sodenn für allenndorff ann der Werra erscheinenn, vnnd den manngell besichtigenn helffen, vnnd doch sieder der zeit aus vhrsachenn, das darmit teglichs vf erledigung, hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, erwarttet, vnnd auch ein zeit sich der Saltzbronn gebessert, vnnd dann geringer wordenn, vfgezogenn ist, Dieweil aber Itzo abermahls in nehist verganngenenn kaldtlager zu Weynachtenn, das wilde wasser mehr dann zuuor Jm Saltzbronn sich eingeschlossen soll habenn, die verordentenn Saltzgreuenn vnns solchs, vnnd das darann gebawet werdenn müste, anngezeigt, derowegenn wir dann den Lanndtvogt, vnnd auch die Saltzgreuenn herbeschriebenn, vnd davonn vnnterredung gehaltenn vnnd geschlossen, das nachmahls das werck besichtiget, vnnd im augennschein, vf vorige vfgerichte abschiede, wie vnd welcher gestalt, das mit vbell erger gemacht, gebawet werdenn könnte, berathschlagt vnd darauff
Das fünfte Buch. und Herrn zu Hessen, Grafen zu Katzenelnbogen etc., auf Ihrer f. Gn. Befehl wegen der Erbauung des Salzbrunnens zum Soden vor Allendorf an der Werra erschienen seid und den Mangel besichtigen geholfen habt, und doch seit der Zeit aus den Ursachen, dass damit täglich auf die Freilassung hochgedachten unseres gnädigen Fürsten und Herrn gewartet wurde und sich auch eine Zeit lang der Salzbrunnen gebessert und dann wieder verschlechtert hat, aufgeschoben worden ist; weil aber jetzt abermals im nächstvergangenen Kaltlager zu Weihnachten das wilde Wasser sich mehr als zuvor im Salzbrunnen eingeschlossen haben soll und die verordneten Salzgrafen uns solches und dass daran gebaut werden müsste, angezeigt haben, weshalb wir dann den Landvogt und auch die Salzgrafen hierher beschrieben und darüber Unterredung gehalten und beschlossen haben, dass das Werk nochmals besichtigt und im Augenschein auf die vorigen aufgerichteten Abschiede hin, wie und in welcher Gestalt, ohne das Übel ärger zu machen, gebaut werden könnte, beratschlagt und darauf
S. 240
Bl. 118vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)Das fünffte Buch. beuohlenn, das sie vnnd etliche aus den alten Pfennernn, vf schirstkunfftigenn Montage den 3 Februarij gegenn abenndt zu allenndorff Jnnkommenn, solchenn manngell des Saltzbronns nachmals zubesichtigenn, vnnd vf vorige gehabte abrede zurathschlagenn, wie vnnd welcher gestaltt, mit dem baw solt anngefanngenn, vnnd fortgefahren werdenn, Darzu wir dann etliche vonn den Rethenn auch schickenn, vnnd euch auch darbey gern habenn wollenn.
Das fünfte Buch. befohlen, dass sie und etliche aus den alten Pfännern am nächstkünftigen Montag, den 3. Februar, gegen Abend zu Allendorf einkommen, solchen Mangel des Salzbrunnens nochmals zu besichtigen und auf die vorige gehabte Abrede hin zu beratschlagen, wie und in welcher Gestalt mit dem Bau angefangen und fortgefahren werden sollte, wozu wir dann etliche von den Räten auch schicken und Euch auch gern dabei haben wollen.
Gütlich vnnd freundtlich begerennde, Jr wollet sampt dem Schultheissen Merti[?]1 Anthonienn, vnnd dem Zimmermann Meister Leonnhardenn bey euch als Bawverstenndigenn, bestimpts Montags Jegenn abenndt gewislich daselbst zu allenndorff ann der Werra Jnnkommenn, vnnd vonn solchem Baw rathschlagen zu helffenn, vnnd das nit weigernn noch abschlagen, dann hochgedachtem vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn mergklich darann gelegenn sein will, So hat auch ffgl.
Gütlich und freundlich begehrend, Ihr wollet samt dem Schultheißen Martin Anthonius und dem Zimmermann Meister Leonhard, die Ihr als Bauverständige bei Euch habt, am bestimmten Montag gegen Abend gewiss dort zu Allendorf an der Werra einkommen und von solchem Bau beratschlagen helfen und das nicht weigern noch abschlagen, denn hochgedachtem unserem gnädigen Fürsten und Herrn ist merklich daran gelegen. So haben auch f. Gn.
zu euch in dem als der der dinge mehr dann anndere verstenndigk, ein sonnder
zu Euch, als dem, der diese Dinge mehr als andere versteht, ein besonderes
Unsichere Lesungen
- Merti[?] — Vorname, evtl. Mertin abgekürzt (Z. 13)
S. 241
Bl. 119rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)Das fünffte Buch. gnediges vertrauwenn, Da ihr euch auch einiger gefahr besorgt, So könnt ihr mit Reisigenn vnnd zu fus so starck ziehenn, das ihr sicher sein mögtt, vnnd Jnn sonnderheit da es euch gelegenn, So wöllet alhier zuziehenn, vnnd vf den Sonntagk zuuor Jegenn abenndt hie annkommen, sollenn die anndern hierzu verordenntenn, des Montags mit euch hinvber reitenn, Das woltenn wir euch guter meinung nit verhaltenn, vnnd ihr thut darann, hochgedachtem vnnserm gnedigen furstenn vnnd herrnn sonnder gnedigs wohlgefallenn des wir vnns genntzlich versehenn, vnnd seindt es für vnsere Personn zuuerdienenn willigk, Datum Cassell Sonntags den 12 Januarij Anno 50 Stadthalter, Canntzlar vnnd andere verordennte Rethe zu Cassell.
Das fünfte Buch. gnädiges Vertrauen. Falls Ihr Euch auch irgendeiner Gefahr besorgt, so könnt Ihr mit Reisigen und zu Fuß so stark ziehen, dass Ihr sicher sein mögt; und insbesondere, wenn es Euch gelegen ist, so wollet hierher ziehen und am Sonntag zuvor gegen Abend hier ankommen; dann sollen die anderen hierzu Verordneten am Montag mit Euch hinüberreiten. Das wollten wir Euch in guter Meinung nicht vorenthalten, und Ihr tut daran hochgedachtem unserem gnädigen Fürsten und Herrn ein besonderes gnädiges Wohlgefallen, dessen wir uns gänzlich versehen, und wir sind es für unsere Person zu verdienen willig. Datum Kassel, Sonntag, den 12. Januar anno 50. Statthalter, Kanzler und andere verordnete Räte zu Kassel.
An Heintzenn vonn Lutter zu Ziegenhain. Darnebenn seindt der Lanndtvogtt Sigmundt von Boyneburgk, der Marschalck Wilhelm von Schachtten,
An Heinz von Lütter zu Ziegenhain. Daneben sind der Landvogt Sigmund von Boyneburg, der Marschall Wilhelm von Schachten,
S. 242
Bl. 119vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)Das fünffte Buch. Doctor Günterodt Canntzlar, sampt den beiden Saltzgreuenn, auch dahin verordennt, vnnd etliche verstenndige Werckmeister, als der Schulthes vnd der Zimmermann zu Ziegennhain, auch etliche Werckverstenndige zu apteroda, darzu beschrieben, also seindt des tags den 5.
Das fünfte Buch. Doktor Günterode, Kanzler, samt den beiden Salzgrafen auch dorthin verordnet und etliche verständige Werkmeister, wie der Schultheiß und der Zimmermann zu Ziegenhain, auch etliche Werkverständige zu Apteroda dazu beschrieben worden. So sind sie an dem Tag, den 5.
Februarij Anno 50 daselbst zu allenndorff Jnnkommenn, vnnd erschienen, habenn verhanndelt vnnd des mahls verabschiedt Inmassenn hernach volgt.
Februar anno 50, dort zu Allendorf eingekommen und erschienen, haben verhandelt und damals verabschiedet, wie hernach folgt.
Nemblich Sigmundt vonn Boyneburgk, Lanndtvogt ann der Werra Hermann vonn Hundelshausenn, Amptmann zu Reichennbach, Wilhelm vonn Schachtenn Hoffmarschalck, Doctor Günterodt Canntzlar, Johann Nordeck, Valtin Schülde, Heinrich Müldener } Saltzgreuenn, Jost Berker[?]1 } Johann Bartholmes Renndtmeister } zum Sodenn, Christoffer Hombergk Saltzwardt } Werckleute Schultheis zu Ziegennhain, M. Anthonius
Nämlich: Sigmund von Boyneburg, Landvogt an der Werra; Hermann von Hundelshausen, Amtmann zu Reichenbach; Wilhelm von Schachten, Hofmarschall; Doktor Günterode, Kanzler; Johann Nordeck; Valtin Schülde; Heinrich Muldener und Jost Berker, Salzgrafen; Johann Bartholmes, Rentmeister zum Soden; Christoph Homberg, Salzwart. Werkleute: der Schultheiß zu Ziegenhain, Meister Anthonius,
Unsichere Lesungen
- Berker[?] — evtl. Berber (Z. 18)
S. 243
Bl. 120rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)Das fünffte Buch. Hanns Schelpach Werckverstenndiger Jacob Richtter. Gall Richtter } Von apteroda.
Das fünfte Buch. Hans Schelpach, Werkverständiger; Jacob Richter, Gall Richter, von Apteroda.
Meister Paul Zimmermann } Ausschos vonn wegenn gemeiner Pfenner Weisseler[?]1 Schwamflügell vonn Göttingen, Christoffer Gauler vonn Vderstadt Johann Niedennstein, Johann Schaffnit.
Meister Paul, Zimmermann. Ausschuss von wegen der gemeinen Pfänner: Weisseler Schwamflügel von Göttingen, Christoph Gauler von Duderstadt, Johann Niedenstein, Johann Schaffnit,
Hanns Reut. Curt Rülanndt, Thias Thorey, Bernnt Wallis Hanns Prediger Christoffer Baumgartt.
Hans Reut, Curt Rüland, Thias Thorey, Bernd Wallis, Hans Prediger, Christoph Baumgart.
Erstlich ist der Saltzbronn im augennschein besichtigett, vnnd Jede ader insonnderheit geschmackt wordenn, vnnd nach gehaptem bedacht, hat der Lanndtvogtt den Pfennernn furgehaltenn, dieweil gebawet werden
Erstlich ist der Salzbrunnen im Augenschein besichtigt und jede Ader insbesondere geschmeckt worden, und nach gehabtem Bedacht hat der Landvogt den Pfännern vorgehalten, weil gebaut werden
Unsichere Lesungen
- Weisseler[?] — Vorname unsicher (Z. 8)
S. 244
Bl. 120vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)muß, Ob mann vf vorigem annschlag vnd abschiedt bleibenn, oder ob vonn newem gebawett werdenn soll Darauf sich die geschicktenn der Pfenner bedacht, vnnd sagt Niedennstein nach Repetirung des furhaltens, wehrenn den vorigenn Rathschlage vnnd abschiedt nitt zuwidernn nach Ihrer1[?] verbessernn, Da aber die Rethe annder mittell zum bawenn2, die nit so sorglich vnnd vnnschedtlich werenn, furhettenn, wolten sie gernn annhörenn, doch mit der bedingung, das sie sich zu keiner verlegung hiedurch verpflicht habenn wöllenn, Landtvogt sagt, das mann nit darumb hie sey, zu schedtlichenn bawenn[?] zurathenn, oder sie in beschwerung zubringenn, darumb der protestation vonn vnnöten, vnnd siehet vor gut ann, das die Werckleute durch die Rethe vnnd pfenner in sampt abgehört werdenn, sein die Pfenner willigk, vnd hat der Landtvogt dem Schultheissenn vonn ziegenhain vnnd Schelpachenn die meinung auch furgehaltenn, Ob vf vorigen abschiedt oder vf anndere wege zubawenn, vnnd dem wercke
muss, ob man bei vorigem Anschlag und Abschied bleiben oder ob von Neuem gebaut werden soll. Darauf haben sich die Abgesandten der Pfänner bedacht, und Niedenstein sagt nach Wiederholung des Vorhaltens, sie wären dem vorigen Ratschlag und Abschied nicht zuwider noch wollten sie ihn ihrerseits verbessern; wenn aber die Räte andere Mittel zum Bauen, die nicht so bedenklich und die unschädlich wären, vorhätten, wollten sie es gern anhören, doch mit der Bedingung, dass sie sich hierdurch zu keiner Kostenverlegung verpflichtet haben wollen. Der Landvogt sagt, dass man nicht deshalb hier sei, zu schädlichen Bauten zu raten oder sie in Beschwerung zu bringen, darum sei die Protestation unnötig, und er sieht es für gut an, dass die Werkleute durch die Räte und Pfänner insgesamt angehört werden. Die Pfänner sind willig, und der Landvogt hat dem Schultheißen von Ziegenhain und Schelpach die Meinung ebenfalls vorgehalten, ob nach vorigem Abschied oder auf andere Weise zu bauen und dem Werk
Unsichere Lesungen
- Ihrer — Ihrer oder Ihrem (Z. 7)
- bawenn — eher bewenn geschrieben (Z. 13)
S. 245
Bl. 121rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)zuhelffenn sey, Darauff sich die beide bedacht vnnd gesagt, das Scheltpach zuuor vor zweyenn Jarenn nit hie gewesenn, aber sie meinenn, das mann keinenn Beuttell mache, vnnd die mit durrem Moß fulle, dieselbigenn vntenn im Born allennthalbenn Imfülle, das nichts ledigk bleibe, Darnach soll mann dielenn vor die löcher im grunde Inn raumenn, vnnd da sich die haltenn, im grunde krumbling zulegenn eins schuchs dick, die könnenn die dielenn ann das faß behebe1[?] annhaltenn, vnnd das dann die augzucht gantz rundt vmb den Saltzbronn herstelle, könt mann sehenn, ob es helffenn wolle oder nit, Jacob vnnd Gallenn Richter vnnd Schweinhanns2 bedennckenn, das dem wercke wohl zuhelffen stehe, denn das wilde wasser falle in der augzucht vnnter sich, vnnd lauffe nit starck.
zu helfen sei. Darauf haben sich die beiden bedacht und gesagt, dass Scheltpach zuvor vor zwei Jahren nicht hier gewesen sei, aber sie meinen, dass man Beutel mache und diese mit dürrem Moos fülle und dieselben unten im Born allenthalben einfülle, sodass nichts leer bleibe. Danach soll man Dielen vor die Löcher im Grund einräumen, und wenn die sich halten, im Grund Krummlinge einen Schuh dick legen; die können die Dielen an dem Fass fest anhalten. Und wenn man dann die Abzucht ganz rund um den Salzbrunnen herstellte, könnte man sehen, ob es helfen wolle oder nicht. Jacob und Gall Richter und Schweinhans bedenken, dass dem Werk wohl zu helfen sei, denn das wilde Wasser falle in der Abzucht nach unten und laufe nicht stark.
Obenn her im Sohlgrabenn must vfgehabenn, vnnd mit Thon ausgefurtt werdenn, vnnd das der Thonn wohl gearbeit werde, dann dieser manngell sey nit so sorglich als mann gemeint hette, dieweil die Saltzadernn mittenn im Borne sein, aber Innwendigk im Bornn köntt
Oben her im Solegraben müsste aufgehoben und mit Ton ausgeführt werden, und der Ton müsse gut gearbeitet werden; denn dieser Mangel sei nicht so bedenklich, wie man gemeint hätte, weil die Salzadern mitten im Born seien, aber inwendig im Born könnte
Unsichere Lesungen
- behebe — Lesung unsicher (Z. 10)
- Schweinhanns — evtl. Schwein hanns getrennt (Z. 13)
S. 246
Bl. 121vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)mann mit krumbling helffenn, wann die adern nit so nahe am fasse vfgehenn aber das wilde wasser falle vnnter den Pfelenn vnnter sich, darumb sey der Thon in vorigenn zeitenn nit recht gemachtt, Innsonnderheit sich nit geburt Pfele in den Thonn zuschlagenn, Das wilde wasser bringt den Thonn nit aus dem Tam, darumb ist der grundt des Saltzbronns Itzo schlamechtigk vnnd schwartz, vnnd die Sohl nit so gut als zuuor, Vom tage herunter zubawenn ist besser dann durchstollen, der Fluede1 halbenn muß der Bornn wie Itzo so hoch gebawet werdenn, Vnnd Je grüener das holtz Inns wasser kömpt, Je besser vnnd wehrhafftiger es ist Paul Zimmermann vonn apteroda bedenncken ist auch also, Vff der Werckmeister bedennckenn, habenn sich die Pfenner bedacht, vnnd gesagt, das sie nachmals bey vorigem Rathschlag beruhenn, doch dergestalt,
man mit Krummlingen helfen, wenn die Adern nicht so nahe am Fass aufgehen; aber das wilde Wasser falle unter den Pfählen nach unten, darum sei der Ton in vorigen Zeiten nicht recht gemacht worden; insbesondere gebühre es sich nicht, Pfähle in den Ton zu schlagen. Das wilde Wasser bringt den Ton nicht aus dem Damm; darum ist der Grund des Salzbrunnens jetzt schlammig und schwarz und die Sole nicht so gut wie zuvor. Vom Tage herunter zu bauen ist besser als durchzustollen; der Fluten halber muss der Born wie jetzt so hoch gebaut werden. Und je grüner das Holz ins Wasser kommt, desto besser und dauerhafter ist es. Paul Zimmermanns von Apteroda Bedenken ist ebenso. Auf der Werkmeister Bedenken haben sich die Pfänner bedacht und gesagt, dass sie nochmals bei vorigem Ratschlag beruhen, doch dergestalt,
Unsichere Lesungen
- Fluede — Lesung unsicher (Z. 12)
S. 247
Bl. 122rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)das der Tam geoffnet, vnnd vonn newem aus dem grunde gedempt werde, Darnach die augzucht ausgenommenn, vnnd newe gemacht, Da dann daselbst kein manngell, das dann der vmbgang vmb den Bornn gefurt werde, aber in dem Bornn zubawenn, mit krömbling oder annders, tragenn sie vorsorge, das der adern etlich verstopfft wurdenn, So ist auch nit zurathenn, das das gewelbe tieffer solt gesucht werdenn, Landtvogt, das die beide Rethe vnnd Werckleute vor gut annsehenn, das vom tage obenn herab der vmbgang vnnd etwas weitter gebawet werde Die abgestossenn Reiffe im Faß des Saltzbronns sollen vnnd müssenn wiederumb gemacht werdenn, zuuor vnnd ehe mann zu bawenn annfehet, Item vier Pompenn könnenn den Itzigenn Bornn haltenn, aber zum vorrath müssenn auch etliche Pompen gemacht werdenn, Vonn allenn theilenn geschlossenn, das zum furderlichsten zu wettertagenn die decke vffm Tam des Saltzbrons geoffnet, vnnd der Tam gantz vmbher1[?] renouirt werde, darzu vonn wegenn vnnsers gnedigenn Herrnn et
dass der Damm geöffnet und von Neuem aus dem Grund gedämmt werde; danach die Abzucht herausgenommen und neu gemacht werde; wo dann dort kein Mangel sei, dass dann der Umgang um den Born geführt werde. Aber in dem Born mit Krummlingen oder anderem zu bauen, tragen sie Sorge, dass etliche der Adern verstopft würden. So ist auch nicht zu raten, dass das Gewölbe tiefer gesucht werden sollte. Landvogt: dass die beiden Räte und Werkleute es für gut ansehen, dass vom Tage oben herab der Umgang und etwas weiter gebaut werde. Die abgestoßenen Reifen im Fass des Salzbrunnens sollen und müssen wiederum gemacht werden, zuvor und ehe man zu bauen anfängt. Item: Vier Pumpen können den jetzigen Born halten, aber zum Vorrat müssen auch etliche Pumpen gemacht werden. Von allen Teilen beschlossen, dass zum Förderlichsten bei Wettertagen die Decke auf dem Damm des Salzbrunnens geöffnet und der Damm ganz umher renoviert werde, wozu von wegen unseres gnädigen Herrn et
Unsichere Lesungen
- vmbher — eher vnncher geschrieben (Z. 20)
S. 248
Bl. 122vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)liche verstenndige Bawleute, desgleichenn die Pfenner auch etliche aus Ihnenn namhafftig darzu ordenenn, vnnd soll mitler zeit alle bereitschafft laut voriger abrede, darzu verschafft werdenn, Innhalt volgennts abschiedts.
liche verständige Bauleute, desgleichen die Pfänner auch etliche aus ihnen namhaft dazu verordnen, und es soll mittlerweile alle Bereitschaft laut voriger Abrede dazu verschafft werden, nach Inhalt folgenden Abschieds.
Zuwissenn vnnd kundt sey allermenniglichen, Nach dem ein zeit darhero der Saltzbronn zum Sodenn vor allenndorff ann der Werra, etwas durch allerley zustehennde menngell vnnd furnemblich durch vervhr=1[?] sachung der schwerenn Roßkunst, in abnehmen kommenn, vnnd baufellig wordenn, Derowegenn im nechstverschienenn acht vnnd vierzigsten Jar, vf was massenn dem vorzukommen vnnd geholffenn werdenn solt, verabschiedt ist, aber Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell, die vorsorge getragenn, das damit dem wercke nit möchte geholffenn werdenn, vnd aus anndernn Itzo ermeltenn mündtlichen vhrsach damit bis annhero verzogenn, Dieweil aber die klage vom tage zu tage grosser wirdett, vnnd der manngell augennscheinlich furhanden,
Zu wissen und kund sei jedermann: Nachdem eine Zeit her der Salzbrunnen zum Soden vor Allendorf an der Werra durch allerlei zustehende Mängel und vornehmlich durch Verursachung der schweren Rosskunst etwas in Abnahme gekommen und baufällig geworden ist, weswegen im nächstvergangenen achtundvierzigsten Jahr verabschiedet worden ist, auf welche Weise dem vorgebeugt und geholfen werden sollte, aber Statthalter und Räte zu Kassel die Sorge getragen haben, dass damit dem Werk nicht geholfen werden möchte, und aus anderen jetzt erwähnten mündlichen Ursachen damit bis hierher gezögert worden ist; weil aber die Klage von Tag zu Tag größer wird und der Mangel augenscheinlich vorhanden ist,
Unsichere Lesungen
- vervhr= — eher verkhr geschrieben (Z. 9)