Salzbibel · Lesetext · 5. Buch
Das fünfte Buch · S. 255–264
Berkers Baubericht von 1550 · S. 255–264 · Bl. 126r–130v · Band 2
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Berkers Baubericht von 1550
S. 103–277 · Bl. 50r–137v · Bd. 2 · Zeitleiste: 5. Buch
S. 255
Bl. 126rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)nachzukommenn vnnd zugelebenn, Welcher abschiedt duppell1[?] gefertiget, durch vnns obbenenten alle mit eigenn hanndenn vnterzeichnet, vnnd Jedem theile einenn zugestelt, vnnd gebenn wordenn ist zum Sodenn am 6 des Monats Februarij anno 1550.
nachzukommen und danach zu leben. Welcher Abschied doppelt gefertigt, durch uns alle Obengenannten mit eigenen Händen unterzeichnet und jedem Teil einer zugestellt und gegeben worden ist zum Soden am 6. des Monats Februar anno 1550.
Justus Pistoris Sigmundt vonn Boyneburgk Hermann vonn Hundelshausenn, Wilhelm vonn Schachten Thilomann Gunterodt Canntzlar, Johann Nordeck, Heinrich Muldener Johann Bartholmes Christoffer Hombergk Johann Nidennstein, Johann Schaffnit.
Justus Pistoris, Sigmund von Boyneburg, Hermann von Hundelshausen, Wilhelm von Schachten, Tilemann Günterode, Kanzler, Johann Nordeck, Heinrich Muldener, Johann Bartholmes, Christoph Homberg, Johann Niedenstein, Johann Schaffnit,
Unsichere Lesungen
- duppell — duppell oder zuppell (Z. 2)
- Neuth — Lesung unsicher (Z. 21)
S. 256
Bl. 126vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)Bernnt Waldis Churt Wulandt1 Hanns Prediger Vff Jtzt Inserirten abschiedt vnnd beschene Relation habenn die Furstlichenn Herrenn Stadthalter vnnd Räthe, vermuge desselbigenn abschiedts, von wegenn hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnd herrnn, sfgl.2
Bernd Waldis, Curt Wuland, Hans Prediger. Auf den jetzt eingefügten Abschied und die geschehene Relation haben die fürstlichen Herren Statthalter und Räte gemäß demselben Abschied von wegen hochgedachten unseres gnädigen Fürsten und Herrn S. f. Gn.
Rethe vnnd diener, als drey personn mit nahmenn, die Edtlenn Ernvestenn, Wolachtparn vnnd Erbarnn Juncker Hermann vonn Hundelshausenn zu Cromin3[?], Amptmann zu Reichennbach, Johan Nordeckenn vnnd Valtin Thuldenn Vogt zu Wenfriedenn solchenn Bauw benebenn den Beambtenn zum Bodenn, vnnd den dreyenn Personenn, so die Pfenner darzu ordenenn werdenn, fur zusein verordennt vnnd beschriebenn, vnnd solchs den Pfennern anngezeigt, auch wiederumb vonn Ihnenn beantworttet wordenn, wie volgt, Vnsernn gunstigenn grus zuuor, Erbar, Ersamenn vnnd Weysenn gute Gönner vnnd freunde.
Räte und Diener, nämlich drei Personen mit Namen, die edlen, ehrenfesten, wohlachtbaren und ehrbaren Junker Hermann von Hundelshausen zu Cromin, Amtmann zu Reichenbach, Johann Nordeck und Valtin Thulde, Vogt zu Wanfried, dazu verordnet und beschrieben, solchem Bau neben den Beamten zum Soden und den drei Personen, die die Pfänner dazu verordnen werden, vorzustehen, und solches den Pfännern angezeigt, was auch wiederum von ihnen beantwortet worden ist, wie folgt: Unseren günstigen Gruß zuvor, ehrbare, ehrsame und weise gute Gönner und Freunde.
Unsichere Lesungen
- Wulandt — Wulandt oder Wielandt (Z. 2)
- sfgl. — Abkürzung, Lesung unsicher (Z. 8)
- Cromin — Ortsname unsicher (Z. 11)
S. 257
Bl. 127rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)Jungstenn des Saltzbronns erbauung halbenn genommenn abschiedt nach, ernennenn wir ann stadt des durchleuchtigenn Hochgebornenn vnnsers gnedigen furstenn vnnd herrnn, nachuerzeichnete drey Personenn, Nemblich Hermann vonn Hundelshausenn, Amptmann zu Reichennbach, Johann Nordeckenn, vnnd Valten Thuldenn Vogt zu Wennfriedenn1, dieselbenn sollenn vonn wegenn sfgl.2
Dem jüngst wegen der Erbauung des Salzbrunnens genommenen Abschied nach ernennen wir anstelle des durchlauchtigen, hochgeborenen, unseres gnädigen Fürsten und Herrn, nachverzeichnete drei Personen, nämlich Hermann von Hundelshausen, Amtmann zu Reichenbach, Johann Nordeck und Valten Thulde, Vogt zu Wanfried; dieselben sollen von wegen S. f. Gn.
mit vnnd nebenn den euernn, vf erforderung der Saltzgreuenn, solchenn Bauw mit vleis furzusehenn, vnnd zusehenn, das nit3[?] vbell erger gemacht werde, Solches woltenn wir euch vermuge obanngeregtes abschiedts guter meinung nit verhaltenn, Dann euch zu gunstigen vnnd freundtlichenn willenn seindt wir geneigt.
mit und neben den Euren auf Erfordern der Salzgrafen solchem Bau mit Fleiß vorstehen und zusehen, dass das Übel nicht ärger gemacht werde. Solches wollten wir Euch gemäß oben angeregtem Abschied in guter Meinung nicht vorenthalten; denn Euch zu günstigem und freundlichem Willen sind wir geneigt.
Datum Cassell den 23 Februarij anno 50. Stadthalter, Canntzlar vnnd Räthe zu Cassell Den Erbarnn, Ersamenn vnnd weisenn, vnsern gutenn Gönner vnndfreundenn, Gemeinenn Pfennern vnnd Iren geordentenn Saltzgreuenn zu allenndorff ann der Werra.
Datum Kassel, den 23. Februar anno 50. Statthalter, Kanzler und Räte zu Kassel. Den ehrbaren, ehrsamen und weisen, unseren guten Gönnern und Freunden, gemeinen Pfännern und ihren geordneten Salzgrafen zu Allendorf an der Werra.
Unsichere Lesungen
- Wennfriedenn — Lücke im Wort, Lesung unsicher (Z. 7)
- sfgl. — Abkürzung (Z. 8)
- nit — nit oder mit (Z. 10)
S. 258
Bl. 127vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)Den Erbarnn vnnd Wohlachtparnn Jostenn Beckern, Saltzgreuenn sampt anndernn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn Beuelhabern zum Bodenn, vnnsernn gutenn Gönnernn, Vnnser freundtlich diennst zuuor Erbarnn vnnd Wohlachtparnn gute Gönner vnnd freunde, Nach dem vnns Itzo die Edtlenn Gestrenngenn vnnd Ernuesten Herrnn Stadthalter, Canntzlar vnnd anndere Rethe zu Cassell, des letzt genommenen abschiedts, erbauung des Saltzbronns halbenn, Im nahmenn vnnsers gl.
Den ehrbaren und wohlachtbaren Jost Becker, Salzgrafen, samt anderen unseres gnädigen Fürsten und Herrn Befehlshabern zum Soden, unseren guten Gönnern. Unser freundlicher Dienst zuvor, ehrbare und wohlachtbare gute Gönner und Freunde. Nachdem uns jetzt die edlen, gestrengen und ehrenfesten Herren Statthalter, Kanzler und andere Räte zu Kassel wegen des zuletzt genommenen Abschieds, die Erbauung des Salzbrunnens betreffend, im Namen unseres gn.
fl. vnnd herrnn zu Hessenn geschriebenn, vnd drey Personenn, welche vonn sfgl.1 zu solchenn bauw verordennt, Nemblich Hermann vonn Hundelshausenn, amptmann zu Reichennbach, Johann Nordecken, vnnd Valtin Thuldenn Vogt zu Wennfriedenn, So habenn gemeine Pfenner, vonn Irer wegenn zu solchenn Bauw Johann Niedennstein, Johann Schaff[gestrichen:
F. und Herrn zu Hessen geschrieben und drei Personen benannt haben, die von S. f. Gn. zu solchem Bau verordnet sind, nämlich Hermann von Hundelshausen, Amtmann zu Reichenbach, Johann Nordeck und Valtin Thulde, Vogt zu Wanfried, so haben die gemeinen Pfänner ihrerseits zu solchem Bau Johann Niedenstein, Johann Schaff
nit]nit den Elternn vnnd Thias Thorey verordennt verordennt, Solches wollenn wir euch vermöge des abschiedts guter wohlmeinung nit verhalten
nit den Älteren und Thias Thorey verordnet. Solches wollten wir Euch gemäß dem Abschied in guter Wohlmeinung nicht vorenthalten
Unsichere Lesungen
- sfgl. — Abkürzung (Z. 12)
- [gestrichen: nit] — gestrichene Buchstaben unsicher (Z. 17) (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)
S. 259
Bl. 128rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)vnnd seindt euch freundtlich zu wilfahrenn geneigt. Datum Allenndorff den 6 Martij Anno 50.
und sind Euch freundlich zu willfahren geneigt. Datum Allendorf, den 6. März anno 50.
Gemeine Pfenner zu Allendorff ann der Werra. Aus beueles des Herrnn Stadthalters ist hierauff den letztenn Februarij Anno 50.
Gemeine Pfänner zu Allendorf an der Werra. Auf Befehl des Herrn Statthalters ist hierauf am letzten Februar anno 50
vnnserm gnedigenn Herrn des Saltzbronns erbawung vnnd Muldeners seligenn tödtlichenn abganngs halbenn in schrifftenn bericht geschehenn, Also Durchleuchtiger Hochgeborner Fürst, E.
unserem gnädigen Herrn wegen der Erbauung des Salzbrunnens und Muldeners seligen tödlichen Abgangs schriftlich Bericht erstattet worden, also: Durchlauchtiger, hochgeborener Fürst, E.
F. Gl. sein mein vnnderthenig schuldigk, vnnd ganntz vleiswilligk diennst altzeit zuuor, Gnediger fürst vnd herr, Vhnn zweiuell werdenn E.
F. Gn. seien meine untertänigen, schuldigen und ganz fleißwilligen Dienste allezeit zuvor. Gnädiger Fürst und Herr, ohne Zweifel werden E.
f. gl. sich noch gnediglich zuerInnernn wissenn, Was gestalt Efgl. Ich als sie am letztenn mit Kayr:
f. Gn. sich noch gnädig zu erinnern wissen, in welcher Gestalt ich E. f. Gn., als sie zuletzt mit Kaiserl.
Mayt: verschienen 48. Jars zu Speyr gewesenn, alle gelegennheitt des Saltzwergks zum Bodenn fur Allenndorff an der Werra Innsonnderheit des Saltzbronns erbawung
Majestät im vergangenen Jahr 48 zu Speyer gewesen sind, alle Gelegenheit des Salzwerks zum Soden vor Allendorf an der Werra, insbesondere wegen der Erbauung des Salzbrunnens,
Unsichere Lesungen
- E. F. Gl. — Abkürzung, Buchstaben unsicher (Z. 12) (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)
S. 260
Bl. 128vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)halber nach der lennge mit allenn vmbstenndenn bericht gethann, Darauf dann E. fgl. des mahls, vnnd sieder auch hernach alwege den Beuelch geben, das mann am Saltzbronn also bauwenn solt, das nit vbell erger gemacht werde, Dieweil sich aber sieder E.
der Länge nach mit allen Umständen Bericht getan habe. Darauf haben dann E. f. Gn. damals und seither auch hernach allewege den Befehl gegeben, dass man am Salzbrunnen so bauen sollte, dass das Übel nicht ärger gemacht werde. Weil sich aber seither, E.
f. gl. der Saltzbronn Jedes Jars im Frueling gebessert, das die Böder zufriedenn gewesenn, vnnd ann der Sohl nit grossenn manngell gehabt, bis vngeuehrlich Jedes Jars vmb Jacobi oder Bartholomei, wann die Laubrost1 annfielt, bis wiederumb vf den Frueling sich die Sohl geringertt, So hat mann mit dem Bauw vfgezogenn, vnnd verhofft, es solt E.
f. Gn., der Salzbrunnen jedes Jahr im Frühling gebessert hat, sodass die Böder zufrieden gewesen sind und an der Sole nicht großen Mangel gehabt haben, bis ungefähr jedes Jahr um Jacobi oder Bartholomäi, wenn der Laubrost anfiel, sich die Sole bis wiederum zum Frühling verringerte, so hat man mit dem Bau gezögert und gehofft, es sollten E.
f. gl. erlediget werdenn, vnnd solch bauw, dieweil der etwas sorglich vnnd schwere, selbst verordenet habenn, das sich dann, leider Gott erbarmbs, bis noch in die lennge vertzogenn, also hat der Saltzbronn verschienen Weynachtenn im Saltzlager, da die Böder in acht tagenn kein Saltz sieden, wie dann zuuor mehr geschehenn ist, sich gantz sehr verendert, das mann sich besorgt, das mehr weilt2[?]
f. Gn. freigelassen werden und solchen Bau, weil er etwas bedenklich und schwer ist, selbst verordnen; das hat sich dann, leider Gott erbarm's, bis jetzt in die Länge verzögert. So hat sich der Salzbrunnen an vergangenen Weihnachten im Salzlager, wo die Böder in acht Tagen kein Salz sieden, wie es zuvor mehrfach geschehen ist, ganz sehr verändert, sodass man sich besorgt hat, dass mehr wildes
Unsichere Lesungen
- Laubrost — Lesung unsicher (Z. 10)
- weilt — Wortende unsicher (Z. 20)
S. 261
Bl. 129rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)wasser dann zuuor sich darin vnnter gemischt haben möcht, Als wir aber denn Saltzbronn ganntz erschepfft, vnnd Jörgenn Behmenn so vonn E.
Wasser als zuvor sich darin untergemischt haben möchte. Als wir aber den Salzbrunnen ganz erschöpft und Jörg Behm, der von E.
f. gl. vnnd der Pfenner wegenn vor einenn Bornmeister zugleich bestelt gewesenn, gemuglich1 beuhrlaubt, vnd sein Rosdinst hinwegk gethann, hat mann gesehenn, das die Saltzadernn Got lob noch also volkomlich, als die alwege gewesenn, starck gnug ganngenn, alleine das das fas vffenn Bodenn etwas manngelhafftigk, Vnnd wiewohl vor dreyenn Jarenn verabschiedett, wie mann bauwenn solt, welchenn abschiedt E.
f. Gn. und der Pfänner wegen zugleich als Bornmeister bestellt gewesen ist, gütlich beurlaubt und seinen Rossdienst hinweggetan haben, hat man gesehen, dass die Salzadern, Gott sei Lob, noch so vollkommen, wie sie allewege gewesen sind, stark genug gegangen sind, allein dass das Fass auf dem Boden etwas mangelhaft ist. Und obwohl vor drei Jahren verabschiedet wurde, wie man bauen sollte, welchen Abschied ich E.
F. G. Ich auch desmahls zu Speyr annzeigenn lassen, So habenn doch E. f. gl. Stadthalter vnnd Räthe, nebenn vnns die fursorge getragenn, solches auch den Pfennernn geschriebenn, ob der Bauw schonn also solt furgenommenn werdenn, das damit dennoch dem Haupt werck, nit mocht stadtlich gnugsamb geholfenn, vnnd den Bödernn Ire klage abgelegt sein, zu dem das die Pfenner solchs fur ein Schlisswergk, vnnd keinenn neuwenn Bauw achtenn, vnd derwegl2[?] den halbenntheil des Bauwgelts zuerlegenn, nitt
F. G. auch damals zu Speyer anzeigen ließ, so haben doch E. f. Gn. Statthalter und Räte neben uns die Sorge getragen und solches auch den Pfännern geschrieben, ob der Bau schon so vorgenommen werden sollte, dass damit dennoch dem Hauptwerk nicht stattlich genug geholfen und den Bödern ihre Klage abgelegt sein möchte, zudem dass die Pfänner solches für ein Verschleißwerk und keinen neuen Bau achten und deswegen die Hälfte des Baugeldes zu erlegen nicht
Unsichere Lesungen
- gemuglich — Lesung unsicher (Z. 5)
- derwegl — wohl derwegen, Kürzung (Z. 20)
S. 262
Bl. 129vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)bewilligenn, Sonndernn das allein vf E. f. gl. tringenn wollenn, Welches dann also allein vonn E.
bewilligen, sondern das allein auf E. f. Gn. dringen wollen; welches dann also allein von E.
f. gl. wegenn, soll mann annders zum bauwenn kommenn, verlegt werdenn mus, vnnd damitt mann sich enndtlich, wie vnnd welcher gestaltt, wohl vnnd nutzlich gebauwet, vnnd nit vbell erger gemacht wurde, enndtschlosse, So hatt man abermahls nechstuerschienenn den 6 Februarij dis Itzigenn Jars zu Allenndorff mit den Pfennernn einenn tagk gehaltenn, vnnd sich darauf abermahls eines abschiedts verglichenn, wie E.
f. Gn. wegen, soll man anders zum Bauen kommen, verlegt werden muss. Und damit man sich endlich, wie und in welcher Gestalt gut und nützlich gebaut und das Übel nicht ärger gemacht würde, entschlösse, so hat man abermals am nächstvergangenen 6. Februar dieses jetzigen Jahres zu Allendorf mit den Pfännern einen Tag gehalten und sich darauf abermals eines Abschieds verglichen, wie E.
f. gl. ab Innliegennder Copien, gnediglich zuuernehmenn habenn, demselbenn abschiedt wirdt mann also allennthalbenn mit vleis nachsetzenn, Wie wir dann solchs vnnd alle anndere gelegenheit des Saltzwergks im augennschein zum Bodenn, am nechstvergangenenn Sontag nach Esto mihi E.
f. Gn. aus inliegender Kopie gnädig zu vernehmen haben. Demselben Abschied wird man so allenthalben mit Fleiß nachgehen, wie wir dann solches und alle andere Gelegenheit des Salzwerks im Augenschein zum Soden am nächstvergangenen Sonntag nach Estomihi E.
f. gl. diener Reinhardt Abell mündtlich bericht vnnd geweisenn habenn, aber mitler zeit, als nechstuerschienenn Dinstags nach Inuocauit, den 25 dieses Monats Februarij zu Mittage zwischen
f. Gn. Diener Reinhard Abel mündlich berichtet und gewiesen haben. Aber mittlerweile, am nächstvergangenen Dienstag nach Invocavit, dem 25. dieses Monats Februar, zu Mittag zwischen
S. 263
Bl. 130rBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)Elff vnnd zwolff vhrenn, Ist E. f. gl. diener Henrich Muldener, dem E. f. gl. sonnderlich solchs neben mir beuohlenn vnnd vertrauwet, Plutzlich vnnd subito mit todt abganngenn, vnnd alhie zur erdenn bestadt wordenn, der almechtig wolle der seelenn gnedig vnd barmhertzigk zu sein geruhenn, vnnd kann Ich seiner gelegennheit nach, dieweil Ime altzeit der athem sehr kurtz nit annders erachtenn, dann das die Lunge Ime vfgestiegenn, vnnd Inenn erstickt habe, das dann nit allein E.
elf und zwölf Uhr, ist E. f. Gn. Diener Heinrich Muldener, dem E. f. Gn. solches neben mir besonders befohlen und anvertraut hatten, plötzlich und unvermittelt mit Tod abgegangen und hier zur Erde bestattet worden. Der Allmächtige wolle der Seele gnädig und barmherzig sein. Und ich kann es nach seiner Beschaffenheit, weil ihm allezeit der Atem sehr kurz war, nicht anders erachten, als dass ihm die Lunge aufgestiegen sei und ihn erstickt habe, was dann nicht allein E.
f. gl. sonndernn auch diesem Bauw, Gemeiner stadt Cassell, vnnd sein weib vnnd kindern, zu mercklicher vnwiederbringlicher grossen beschwerung gereicht, Wie dann Reinhardt E.
f. Gn., sondern auch diesem Bau, der gemeinen Stadt Kassel und seinem Weib und seinen Kindern zu merklicher, unwiederbringlicher, großer Beschwerung gereicht, wie dann Reinhard E.
f. gl. auch solchs mündtlich berichtenn wirdt, Nun will der Bauw lennger nit vfgezogenn, sondernn anngefanngenn vnnd volnnfuhrt sein, Dartzu dann sondere verstenndige Bauwleute hoch vonnötenn, Innsonderheit das zuuor vnnd ehr ein solcher verwalter, wie Muldener seliger gewesenn, welchem E.
f. Gn. solches auch mündlich berichten wird. Nun will der Bau nicht länger aufgeschoben, sondern angefangen und vollführt sein, wozu dann besondere verständige Bauleute hoch vonnöten sind, insbesondere dass zuvor und ehe man beginnt ein solcher Verwalter, wie Muldener selig gewesen ist, dem E.
f. gl. vertrauwenn, vnnd der auch auffs bauwenn verstanndt habe, geordent werde. So habenn die Herrn
f. Gn. vertrauen und der auch vom Bauen Verstand hat, verordnet werde. So haben die Herren
S. 264
Bl. 130vBd. 25. Buch · Berkers Baubericht von 1550Faksimile (ORKA)Stadthalter, Canntzlar vnnd Räthe sich mitt mir daruonn nach nottturfft vnnderredt, Wissenn aber noch zur zeit sonnder vorwissenn E.
Statthalter, Kanzler und Räte sich mit mir darüber nach Notdurft unterredet, wissen aber zurzeit ohne Vorwissen E.
f. gl. vf keinenn zuschliessenn, dann die Jehnenn so dartzu zugebrauch, anngezeigt, der ist einer ein Pfenner nitt, der annder dahin verwanndt, dem drittenn möchtenn E.
f. Gn. auf keinen zu schließen; denn von denjenigen, die als dazu zu gebrauchen angezeigt wurden, ist der eine kein Pfänner, der andere dahin verwandt, dem dritten möchten E.
f. gl. nit vertrawenn, So verstehenn der Vierdte, oder sie mehrertheils der oder solcher grundtbeuwe nichtt darumb einer annsehnlichenn verstenndigenn vnnd auch beglaubtenn Personn dartzu zuordenenn vonnötenn, Dieweil aber nicht desto weniger will vnnd mus bestellung oder bereitschafft, zu solchem bauw furgefahrenn werdenn, So ist vor notwenndigk vnnd gut anngesehenn, das mitler zeitt bis vf E.
f. Gn. nicht vertrauen; so verstehen der vierte oder sie größtenteils sich auf derartige Grundbauten nicht, weshalb es vonnöten ist, eine ansehnliche, verständige und auch beglaubigte Person dazu zu verordnen. Weil aber nichtsdestoweniger mit der Bestellung oder Bereitschaft zu solchem Bau fortgefahren werden will und muss, so ist es für notwendig und gut angesehen worden, dass mittlerweile bis auf E.
f. gl. weitternn beuelch ann Muldeners seligenn stadt, Johann Nordeck, der der dinge mehr dann anndere verstanndt, auch bey E.
f. Gn. weiteren Befehl an Muldeners seligen Statt Johann Nordeck, der von diesen Dingen mehr als andere Verstand hat und auch bei E.
f. gl. glauben hatt, solt gebraucht, vnnd mit Ime sich darin nitt zubeschwerenn furderlich gehanndelt werdenn, der zuuersicht, da er annder geschefftte halbenn dartzu thun
f. Gn. Glauben hat, gebraucht und mit ihm, sich darin nicht zu beschweren, förderlich gehandelt werden sollte, in der Zuversicht, wenn er anderer Geschäfte halber dazu tun