Zum Inhalt
salzbibel.deForschungsprojekt
Darstellung
Darstellung
Schriftgröße
Zeilenabstand
Farben
Kontrast
Bewegung
Schriftart

Alle Einstellungen mit Erläuterung

Salzbibel · Lesetext · 5. Buch

Das fünfte Buch · S. 315–324

Das Bautagebuch 1550/51 · S. 315–324 · Bl. 156r–160v · Band 2

Ansicht
Seiten am Stück

Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.

Das Bautagebuch 1550/51

S. 278–439 · Bl. 138r–218r · Bd. 2 · Zeitleiste: 5. Buch

S. 315

Bl. 156rBd. 25. Buch · Das Bautagebuch 1550/51Faksimile (ORKA)
1

gemacht werdenn soll, das solche beiden quelnn daraus kömenn gelassenn, vnnd sonnderlich allein gefast, vnnd vertennet werdenn, Darumb müssenn die Solenn1[?], so darnebenn Inngeraumbt, ganntz tieff Inngetriebenn, oder abgehauenn werdenn, das sie ann solcher fassung nit hindernn, kan mann die nach gehalter proba nutzlich brauchenn, oder da mann der noturfftigk, so that mann die, Will mann aber die nit brauchenn, so magk mann die stiegenn, vnnd Inns gewelbe fliessenn lassenn, Bedennkenn2[?] der Verordentenn ist in Rath beschlossenn, das mann aus allerley vhrsachenn halbenn bey diesen Itzigenn arbeiternn bleibenn, vnnd keine vonn Cassell weitter hier fordernn soll, Da es aber ann Person, oder arbeiternn manngell wurde, So soll mann die Söder, dieweil die in keine frembde gehenn durffenn, vmb einannder, vnnd wer sonnst ankömpt, aus diesem Lannde, vmb den taglohnn wie der Itzo gegeben wirdt, arbeitenn lassenn, Mitt zurichtung des Osegezeugs3[?] der pompenn, ventil,

gemacht werden soll, dass diese beiden Quellen daraus herausgelassen und besonders für sich gefasst und abgedämmt werden. Darum müssen die Schwellen, die daneben eingeräumt sind, ganz tief eingetrieben oder abgehauen werden, damit sie an dieser Fassung nicht hinderlich sind. Kann man sie nach gehaltener Probe nützlich gebrauchen, oder wenn man ihrer bedarf, so tut man das; will man sie aber nicht gebrauchen, so mag man sie steigen und ins Gewölbe fließen lassen.

Nach dem Bedenken der Verordneten ist im Rat beschlossen worden, dass man aus allerlei Gründen bei den jetzigen Arbeitern bleiben und keine weiteren von Kassel hierher fordern soll. Sollte es aber an Personen oder Arbeitern fehlen, so soll man die Sieder — weil diese in keine Fremde gehen dürfen — abwechselnd, und wer sonst aus diesem Lande hinzukommt, für den Tagelohn, wie er jetzt gegeben wird, arbeiten lassen.

Zur Herrichtung des Schöpfzeugs, der Pumpen, Ventile,

Unsichere Lesungen

  1. Solenn — Anfangsbuchstabe unklar (Z. 4)
  2. Bedennkenn — Initiale unklar (Z. 11)
  3. Osegezeugs — Wort unklar (Z. 20)

S. 316

Bl. 156vBd. 25. Buch · Das Bautagebuch 1550/51Faksimile (ORKA)
1

stanngenn vnnd annders, habenn die Herrnn beuolenn, dasselbe alles duppell zuzurichtenn, vnnd sollenn zustunde zum ösenn vier neue Rörenn gesetzt werdenn, wie Christoffernn dem Saltzwartenn, vnnd dem Zimmermann anngezeigtt, vnnd sie vnterricht sein, vnnd sollenn daran nichts manngelnn lassenn, damit wann das alte Saltzbronn fas abgebrochenn wurdet, das mann als dan alle Sohl vnnd wasser, ganntz vnnd gar ausösenn könne, Weitter Vertagung vnnd Abschiedt.

Stangen und anderem haben die Herren befohlen, das alles doppelt herzurichten. Und es sollen sogleich zum Schöpfen vier neue Röhren gesetzt werden, wie es Christoffer, dem Salzwart, und dem Zimmermann angezeigt und wie sie unterrichtet sind; und sie sollen es daran nicht fehlen lassen, damit man, wenn das alte Salzbrunnenfass abgebrochen wird, alsdann alle Sole und alles Wasser ganz und gar ausschöpfen kann.

Weitere Vertagung und Abschied.

2

Vff schierstenn donnerstagk den 17. Julij sollenn vnnd wollenn die Herrnn wiederumb bey einannder zum Bodenn ankommenn, außerhalb Valtin Schuldt, dieweil der zu Saltza sein mus, vnnd mitler zeit soll der Zimmermann das Itzige neue faß im Zirckell vollennt fertigenn, so soll die abzucht Innwenndigk vnnd auswenndigk so weit die strebenn des neuenn fasses darin reichen werdenn, genntzlich bis vf den gries ausgefurt werden.

Am nächsten Donnerstag, den 17. Juli, sollen und wollen die Herren wieder zu Sooden beisammen eintreffen, außer Valtin Schuldt, weil dieser zu Salza sein muss. Und in der Zwischenzeit soll der Zimmermann das jetzige neue Fass im Rund vollends fertigstellen; und die Abzucht soll innen und außen, soweit die Streben des neuen Fasses hineinreichen werden, gänzlich bis auf den Gries ausgefahren werden,

S. 317

Bl. 157rBd. 25. Buch · Das Bautagebuch 1550/51Faksimile (ORKA)
1

Damit der Zimmermann solch neu werck vollent könne setzenn, vnnd fertigenn, vnnd darbey soll mann vleissigk annhaltenn, vnnd zusehenn, das auch der Zimmermann den Bergk, die Bodenn, vnnd was sonnst die noturfft erfordert, gnugsamb vnterschlage, vnnd dermassenn versehe, das kein schade oder nachteil enndtstehe.

damit der Zimmermann dieses neue Werk vollends setzen und fertigstellen kann. Und dabei soll man fleißig anhalten und zusehen, dass der Zimmermann auch den Berg, die Böden und was sonst die Notdurft erfordert, hinreichend unterschlägt und dermaßen versieht, dass kein Schaden oder Nachteil entsteht.

2

Darnach soll das alte fas des Itzigenn Saltzbronns gantz vnnd gar ausgezogenn, die Saltzadernn darin vnnd vnnter den Schwellenn besichtiget, versucht, vnnd probirt werdenn, vnnd darnach zuberathschlagen, wie die Innerste neue fassung des neuenn Saltzbrons am aller nutzlichstenn vnnd bestenn, könne oder müge zugericht vnnd gefertigt werdenn, Mehr Bauholtz zubestellenn, Ist mit dem Lanndtknecht zu Beylstein geredt, soll nechst Mitwochen dreissigk fuder, so am Kauffunger walde, vnnd Wolffberge gefelt vnnd beschlagenn, gewißlich herfurenn lassenn, soll vf Jede fuhr — 6½ alb.

Danach soll das alte Fass des jetzigen Salzbrunnens ganz und gar herausgezogen und die Salzadern darin und unter den Schwellen besichtigt, versucht und geprobt werden; und danach ist zu beratschlagen, wie die innerste neue Fassung des neuen Salzbrunnens am allernützlichsten und besten hergerichtet und gefertigt werden kann.

Mehr Bauholz zu bestellen. Es ist mit dem Landknecht zu Beilstein gesprochen worden; der soll nächsten Mittwoch gewiss dreißig Fuder, die am Kaufunger Wald und Wolfsberg gefällt und beschlagen sind, herführen lassen; dafür sollen je Fuhr 6½ Albus

3

gebenn werdenn. Das die Stadt Allenndorff vonn wegenn vnsers

gegeben werden. Dass die Stadt Allendorf von wegen unseres

S. 318

Bl. 157vBd. 25. Buch · Das Bautagebuch 1550/51Faksimile (ORKA)
1

gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, vnnd gemeiner Pfenner, auch vermuge der altenn Constitution, aus Iren weldenn, zum Bau des Saltzbronns, wie sie schuldigk sein, zimblich notturfft Bauholtz verordtnenn, vnnd zulassenn, Ist Irenn verordentenn anngezeigt, Wollenn solches hinder sich bringen, vnnd versehenn sich, es werde darann kein manngell sein, Doch mus solchs in nechstkunfftigenn gutenn Wedell, vnnd altenn Mone gefelt werden, Dann vonn wegenn ffgl.

gnädigen Fürsten und Herrn und der gemeinen Pfänner, auch gemäß der alten Konstitution, aus ihren Wäldern zum Bau des Salzbrunnens, wie sie verpflichtet ist, die nötige Notdurft an Bauholz anweisen und zulassen soll, ist ihren Verordneten angezeigt worden. Sie wollen es an ihre Stadt zurückbringen und versehen sich, es werde daran kein Mangel sein. Doch muss dies im nächstkommenden guten Wetter und bei altem Mond gefällt werden. Denn von wegen Seiner Fürstlichen Gnaden

2

zu solchem Bau Inn die 1 stuck holtzes gros vnnd klein, alhier verschafft sein, Vff diese neue gebeue sollenn zu ausbringung der Sohl, keine pompenn oder kunste gesetzt werdenn, Sonndernn ist vor nutzlich vnnd gut anngesehenn, das mann die Sohl daraus in einer Rennenn wohl verdeckt, durch den Tam in ein kubenn, das außerhalb der altenn fassung, nach der Stadt zu, etwas tiefer dann die fassung des neuenn Saltzbronns Inngesennckt, wohl verrampt, vnnd verwart, daraus

sind zu diesem Bau gegen ——— Stück Holz, groß und klein, hierher geschafft worden.

Auf diese neuen Bauten sollen zum Ausbringen der Sole keine Pumpen oder Künste gesetzt werden. Sondern es ist für nützlich und gut befunden worden, dass man die Sole daraus in einer gut abgedeckten Renne durch den Damm in eine Kufe leitet, die außerhalb der alten Fassung zur Stadt hin etwas tiefer als die Fassung des neuen Salzbrunnens eingesenkt, gut verrammt und verwahrt ist; daraus

Unsichere Lesungen

  1. — Zahl freigelassen, Lücke (Z. 10)

S. 319

Bl. 158rBd. 25. Buch · Das Bautagebuch 1550/51Faksimile (ORKA)
1

die Sohl zum siedenn zulanngenn, Will sich dann darzu das Itzige fas des Saltzbronns vf das kuben zusetzenn schickenn, So hat mann das zugebrauche, vnnd darauf zusetzenn, wo nit, so soll mann das vom neuenn nach notturfft machenn, vnnd setzenn lassenn, damit der neue Saltzbronn aller dinge zugebauet, wohl verwart, vnnd vnbeschwert bleibenn könne, Diese wochenn seindt gesottenn ————— 110 werck Sonntags den 13.

ist die Sole zum Sieden zu holen. Lässt sich dann das jetzige Fass des Salzbrunnens dazu auf die Kufe setzen, so hat man es zu gebrauchen und darauf zu setzen; wenn nicht, so soll man das Fass neu nach Bedarf anfertigen und setzen lassen, damit der neue Salzbrunnen in jeder Hinsicht ausgebaut, wohl verwahrt und unbeschwert bleiben kann.

Diese Woche sind gesotten worden ————— 110 Werk. Sonntag, den 13.

2

Julij zu morgenns die wochenrechnung gehört, vnnd vnterschriebenn, Montags den 14. Dinstags den 15.

Juli, morgens die Wochenrechnung angehört und unterschrieben. Montag, den 14., Dienstag, den 15.,

3

Mitwochenn 16. } Julij Donnerstags den 17. Freytags den 18. Sambstags den 19. Julij Ist die abzucht aller ausgefurt, bis vf den gries, vnnd hat der Zimmermann die eußerste alte fassung in den viertenn Schuch abge

Mittwoch, den 16., Donnerstag, den 17., Freitag, den 18. Juli. Samstag, den 19. Juli, ist die Abzucht ganz ausgefahren worden bis auf den Gries, und der Zimmermann hat die äußerste alte Fassung im vierten Schuh abge-

S. 320

Bl. 158vBd. 25. Buch · Das Bautagebuch 1550/51Faksimile (ORKA)
1

schnittenn, vnnd gerings vmbhero, obenn mit neuen Pinstenn1[?] Inngezapfft, vnnd auch wo vonnötenn, mit bretternn gebessert, vnnd wohl verfast, darnach die schwelnn ann der neuenn fassung so sich strebenn, bis die helfft ann die abzucht, vnnter den vmbganng zu grunde gleich nach der wegenn gelegt, die Riegell vnnd bretter Inn Jedes feldt, zwischenn zweienn seuhlenn Inngeschlossenn, vnnd obenn versimpst, das also dieselbe neue fassung Inn Zirckell, vnnd was in die abzucht reicht, diese wochenn gefertigt ist, Vnnd ist der neuen gefundenn Saltzadernn halbenn, so sich hart ann der altenn fassung ereugt, nach der kirchenn vnnd dem Berge zu, damit die auch in rechtenn Saltzbronn kommenn, mitgefast werden, diese fassung nit ganntz in Zirckell, sonndernn gestrebt, hinter die alte fassung bis in den vmbganngk der abzucht gesetzt wordenn, Hat zusammenn — 24.

schnitten und ringsherum oben mit neuen Pfosten eingezapft und auch, wo nötig, mit Brettern ausgebessert und gut verfasst. Danach sind die Schwellen an der neuen Fassung, soweit sie sich verstreben, bis zur Hälfte an die Abzucht, unter dem Umgang zu Grund nach der Waage gleich gelegt, die Riegel und Bretter in jedem Feld zwischen zwei Säulen eingeschlossen und oben mit einem Gesims versehen worden — so dass diese neue Fassung im Rund und was in die Abzucht reicht in dieser Woche fertiggestellt ist.

Und wegen der neu gefundenen Salzadern, die sich hart an der alten Fassung zeigen, zur Kirche und zum Berg hin, ist diese Fassung — damit auch sie in den rechten Salzbrunnen kommen und mitgefasst werden — nicht ganz im Rund, sondern verstrebt hinter die alte Fassung bis in den Umgang der Abzucht gesetzt worden. Sie hat zusammen 24

2

Seuhlnn, vnnd ist der Berck darwieder in der abzucht ganntz wohl verstrebt, darnach wie zuuor im grunde gedemet vnnd gefult.

Säulen, und der Berg ist dagegen in der Abzucht ganz gut verstrebt und danach wie zuvor im Grund gedämmt und gefüllt.

Unsichere Lesungen

  1. Pinstenn — Wort unklar (Z. 2)

S. 321

Bl. 159rBd. 25. Buch · Das Bautagebuch 1550/51Faksimile (ORKA)
1

Diese wochenn seindt gesottenn ————— 134 werck Sonntags den 20 Julij gefeyrt, vnnd habenn die Hern die Wochenn vnnd amptsrechnung vom Bau vnnd Saltzwerck gehört, vnnd vnterschriebenn, vnnd nach dem die Renne vnnter dem Tam im Sohlgrabenn, da die oberste brucke sein soll, verstopfft vnnd verschlempt, das sich das wasser gestauet, vnnd kein Sohl vorm Gewelbe gehabt hat, Ist dieselbe Renn vfgeraumbt, vnnd der fall vorm Gewelbe wieder erlanngt.

Diese Woche sind gesotten worden ————— 134 Werk.

Sonntag, den 20. Juli, gefeiert; und die Herren haben die Wochen- und Amtsrechnung vom Bau und Salzwerk angehört und unterschrieben. Und nachdem die Renne unter dem Damm im Solgraben, wo die oberste Brücke sein soll, verstopft und verschlammt war, so dass sich das Wasser gestaut und keine Sole vor dem Gewölbe gestanden hat, ist diese Renne aufgeräumt und das Gefälle vor dem Gewölbe wiederhergestellt worden.

2

Darumb notwenndigk vnnd fur gut anngesehenn, das als balde muglich, daselbst hin die vierte steinenn bruckenn vber den Sohlgrabenn also gemacht werdenn soll, das mann in Zeit der fludt, eine Schleuße oder Schosgatternn, wie ann einem tische dauonn zuschiessenn, vnnd das wasser was durchs gewelbe kömpt, die zeit der fludt mit pompenn haltenn könne, Damit die Werra oder wilt wasser sich nit in Saltzbronn staue, noch denn neuenn Beuenn schadenn thue, vnnd sollenn die fuhrleute in der Stadt, steine darzu zu

Darum ist es für notwendig und gut befunden worden, dass sobald wie möglich dorthin die vierte steinerne Brücke über den Solgraben so gebaut werden soll, dass man zur Zeit der Flut eine Schleuse oder ein Schützgatter wie an einem Tisch davorschieben und das Wasser, das durchs Gewölbe kommt, zur Zeit der Flut mit Pumpen halten kann, damit die Werra oder das wilde Wasser sich nicht im Salzbrunnen staue und den neuen Bauten Schaden tue. Und die Fuhrleute in der Stadt sollen angesprochen werden, Steine dazu zu

S. 322

Bl. 159vBd. 25. Buch · Das Bautagebuch 1550/51Faksimile (ORKA)
1

führenn, anngesprochenn werdenn, Montags den 21. Julij zu morgenn ist Valtin Schuldt wieder alhie ankommenn, hat meister hanns der Zimmermann die neue fassung wohl vernagelnn lassenn, vnnd den letztenn Rinck vf den seuhlenn in der abzucht auch Innbracht, vnnd habenn etliche Söderknechte gesagt, wo das siedenn vnnd sonnst die Winnung1[?], wie Itzo also bleibenn, woltenn sie keine Goltschmidde daruor sein, dann etliche bekenndt, das sie in 11.

fahren.

Montag, den 21. Juli, am Morgen ist Valtin Schuldt wieder hier eingetroffen. Meister Hans, der Zimmermann, hat die neue Fassung gut vernageln lassen und den letzten Ring auf den Säulen in der Abzucht ebenfalls eingebracht. Und etliche Siederknechte haben gesagt, wenn das Sieden und sonst die Winnung so bliebe wie jetzt, wollten sie keine Goldschmiede dafür sein; denn etliche haben eingeräumt, dass sie in 11

2

stundenn zugelassenn habenn, Die vier pompenn, damit mann den Saltzbronn hatt Jederzeit ösenn könnenn, seindt heut wiederumb aus dem Saltzbronn gethann, darnach die vier alte seulenn, ann der altenn fassung, so der neuenn Saltzadernn halbenn, Itzo in die neue fassung bracht, vber den neuenn strebenn, Inn der mitte vom grunde in die höhe abgehauenn, vnnd daselbst mit neuenn Pinstenn2[?] gefast, dann dieselbenn seulen

Stunden abgelassen haben.

Die vier Pumpen, mit denen man den Salzbrunnen jederzeit hat schöpfen können, sind heute wieder aus dem Salzbrunnen genommen worden. Danach sind die vier alten Säulen an der alten Fassung, die der neuen Salzadern wegen jetzt in die neue Fassung einbezogen sind, über den neuen Streben in der Mitte vom Grund in die Höhe abgehauen und dort mit neuen Pfosten gefasst worden; denn diese Säulen

Unsichere Lesungen

  1. Winnung — Lesung unsicher (Z. 8)
  2. Pinstenn — Wort unklar (Z. 19)

S. 323

Bl. 160rBd. 25. Buch · Das Bautagebuch 1550/51Faksimile (ORKA)
1

obenn aus ganntz Morß vnnd baufelligk gewesenn, seindt aber vnntenn der neuenn strebenn halben stehenn bliebenn, So ist obenn die neue fassung auch Jegenn dem Berge gestrebt, Damit dieselbe fassung dem Berge dester besser halte, vnnd auch die strebenn dem Simbs1[?] vf der altenn fassung gleichformig werde, aber die altenn dielenn ann derselbenn eußersten fassung, zwischenn dennselbenn vier seuhlenn, seindt vffm gries abgehauenn, vnnd im grunde stehenn sie noch in den funfftenn schuch Inngeraumbt, Dinstagk den 22.

waren oben heraus ganz morsch und baufällig, sind aber unten der neuen Streben wegen stehengeblieben. So ist oben die neue Fassung auch gegen den Berg verstrebt worden, damit diese Fassung dem Berg desto besser standhalte und auch die Streben dem Gesims auf der alten Fassung gleichförmig werden. Die alten Dielen an dieser äußersten Fassung zwischen denselben vier Säulen aber sind auf dem Gries abgehauen worden, und im Grund stehen sie noch im fünften Schuh eingeräumt.

Dienstag, den 22.

2

Julij ann der altenn fassung vollennt obenn gesimbst, vnnd ist die alte fassung abzucht hinder der neuenn fassung Jegenn dem Berge, vnntenn vfm gries mit aschenn zimblich tieff vnnd vnnder der Schwellenn mit Moß gefult, Darnach vf die aschenn ein Tam vonn gutem wohlgemachtenn vnnd bereitetenn Thonn, sechs schue hoch hart vf einannder geschlagenn, dauonn das wilde wasser, vnnd alles Innfallenndt wasser, Inn das gewelbe fliessenn könne.

Juli, an der alten Fassung vollends oben das Gesims angebracht. Und die Abzucht der alten Fassung hinter der neuen Fassung gegen den Berg ist unten auf dem Gries mit Asche ziemlich tief und unter den Schwellen mit Moos gefüllt worden. Danach ist auf die Asche ein Damm aus gutem, wohl gemachtem und bereitetem Ton sechs Schuh hoch hart aufeinander geschlagen worden, damit das wilde Wasser und alles einfallende Wasser ins Gewölbe fließen kann.

Unsichere Lesungen

  1. Simbs — Lesung unsicher (Z. 6)

S. 324

Bl. 160vBd. 25. Buch · Das Bautagebuch 1550/51Faksimile (ORKA)
1

Mitwochenn den 23 Julij ein neues Osegezeugk1[?] vonn dreyenn köpffernn Rörenn gesetzt, zum weildenn wasser dasselbe zeucht vnnd helt solchs alles wohl, das mann allennthalbenn truckenn handeln vnnd wanndernn kann.

Mittwoch, den 23. Juli, ein neues Schöpfzeug aus drei kupfernen Röhren gesetzt; das zieht das wilde Wasser und hält alles so gut, dass man überall trocken hantieren und gehen kann.

2

Denselbenn morgenn berathschlagt, vnnd einmutigk geschlossenn, das die Innerste neue fassung, so der rechte Saltzbronn sein soll, vfs aller furderlichst, wie mann sich verglichenn, vnnd das muster dauonn ausweiset, viereckig zugericht, vnnd gefertigt werdenn, also das die seuhlenn der Itzigenn erstenn neuenn fassung, oben in der höhe gleich, vnnd drey schue weit, vonn einannder, vnnd vonn vnntenn heran, darzwischenn halb lannge seuhlenn, darin derselbenn lennge gleich der geschnittenn eichenn dielenn Inn drey Zolle dick, Inn die höhe vom grunde des kies zwelff schue hoch herauff in beide seuhlenn, Jeder zweyer finger breit, Inngesenfft, darauff wohl verriegelt, vnnd dann vonn obenn herab zwerch vber dielenn vnnd bretter Inngeschlossenn Inn zwo seuhlenn,

Am selben Morgen beratschlagt und einmütig beschlossen, dass die innerste neue Fassung, die der rechte Salzbrunnen sein soll, aufs allerförderlichste, wie man sich verglichen hat und wie es das Muster ausweist, viereckig hergerichtet und gefertigt werden soll: nämlich so, dass die Säulen der jetzigen ersten neuen Fassung oben in der Höhe gleich und drei Schuh weit voneinander stehen und von unten herauf dazwischen halblange Säulen; darin sollen in derselben Länge geschnittene eichene Dielen von drei Zoll Dicke in die Höhe vom Grund des Kieses zwölf Schuh hoch herauf in beide Säulen, jeweils zwei Finger breit, eingesenkt, darauf gut verriegelt und dann von oben herab quer über Dielen und Bretter in zwei Säulen eingeschlossen werden,

Unsichere Lesungen

  1. Osegezeugk — Wort unklar (Z. 1)

Einstellungen auf diesem Gerät speichern?

Damit die gewählte Darstellung beim nächsten Besuch erhalten bleibt, würde ein einzelner Eintrag im lokalen Speicher des Browsers (localStorage) abgelegt. Das ist kein Cookie, und der Eintrag verlässt das Gerät nicht.