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Salzbibel · Lesetext · 5. Buch

Das fünfte Buch · S. 443

Die Dankpredigt von 1550 · S. 443 · Bl. 220r · Band 2

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Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.

Die Dankpredigt von 1550

S. 440–460 · Bl. 218v–228v · Bd. 2 · Zeitleiste: 5. Buch

S. 443

Bl. 220rBd. 25. Buch · Die Dankpredigt von 1550Faksimile (ORKA)
1

Das fünffte Buch. trinckenn die volle begabet, Wo kömpt nun das alles, vnnd vmb wes willenn thut es Gott, alles vmb des mennschenn willenn, das er auch vonn den thierenn, vber das so das Erdtreich tregt zuessen, vnnd seinenn hunger zubussenn habe, auch das er sonnst der gethiere brauche, vnnd im dienenn lassen, Da bawet er seinenn acker mit, da fuhret er sein kornn ein, da fehret er vonn einem ortte zum anndernn, Ist also das viehe des mennschenn knecht, Darumb denn Gott das viehe geschaffenn, mit trinckenn vnnd essenn versehenn hat, wie der Prophet spricht, das alle thiere vff dem feldt trinckenn, Wiewohl nun Gott dem mennschenn anfennglich auch den tranck des wassers gebenn hatt, vnnd zu vffenndthalt dieses lebenns gnugsamb were, wie dann Adam vnnd anndere Patriarchenn in aller welt vonn souiel tausenndt mennschenn, von keinem anndernn tranck gewust, vnnd dessenn sich genugenn habenn lassenn, So hat

Das Fünfte Buch. Trinken reichlich versehen. Woher kommt nun das alles, und um wessen willen tut es Gott? Alles um des Menschen willen — damit er auch von den Tieren, über das hinaus, was das Erdreich trägt, zu essen und seinen Hunger zu stillen habe, und auch damit er die Tiere sonst gebrauche und ihm dienen lasse. Damit baut er seinen Acker, damit fährt er sein Korn ein, damit fährt er von einem Ort zum anderen; so ist das Vieh des Menschen Knecht. Darum hat Gott das Vieh geschaffen und mit Trinken und Essen versehen, wie der Prophet spricht: „dass alle Tiere auf dem Feld trinken“.

Wiewohl nun Gott dem Menschen anfänglich auch den Trank des Wassers gegeben hat und dieser zum Unterhalt dieses Lebens genug wäre — wie denn Adam und andere Patriarchen in aller Welt von so viel tausend Menschen von keinem anderen Trank gewusst und sich daran genügen lassen haben —, so hat

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