Salzbibel · Lesetext · 5. Buch
Das fünfte Buch · S. 444
Die Dankpredigt von 1550 · S. 444 · Bl. 220v · Band 2
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Die Dankpredigt von 1550
S. 440–460 · Bl. 218v–228v · Bd. 2 · Zeitleiste: 5. Buch
S. 444
Bl. 220vBd. 25. Buch · Die Dankpredigt von 1550Faksimile (ORKA)Das fünffte Buch. vnns doch Gott vber den gemeinenn tranck des wassers, auch bessernn, Edtlernn, vnnd dem leibe gesundernn tranck des weines, beschert, vnnd gebenn, vnd darzu ann den orttenn, da kein weinwachs ist, aus dem wasser wohlgeschmacktenn getranck, des Bier brawenn, vnnd machenn lassenn, vnnd soltenn hierinne vernunfftige sein, denn die vnvernunfftige thiere die vber Irenn durst nit trinckenn, vnnd soltenn billich den almechtigenn in solchem erkennenn, vnnd darfur lobenn, dannckenn, vnnd nit so vermessiglichenn sauffenn vnd schwelgenn, Volgt Weitter Vnnd die wildenn thiere Irenn durst leschenn, auch sagt er, die thiere, der viele so gar weit, vnnd den mennschenn zu keinem gebrauchenn kommen, weder Jnn die kuchenn, noch zu keiner feldt oder hausarbeit, dennoch vonn Gott auch gespeiset vnnd getrencket wordenn, denn Gott lest
Das Fünfte Buch. uns Gott doch über den gemeinen Trank des Wassers hinaus auch einen besseren, edleren und dem Leib gesünderen Trank des Weines beschert und gegeben und dazu an den Orten, wo kein Weinwuchs ist, aus dem Wasser ein wohlschmeckendes Getränk, das Bier, brauen und machen lassen. Und wir sollten hierin vernünftig sein — mehr als die unvernünftigen Tiere, die nicht über ihren Durst hinaus trinken — und sollten billig den Allmächtigen darin erkennen und ihn dafür loben und ihm danken und nicht so vermessen saufen und schwelgen.
Es folgt weiter: „und die wilden Tiere ihren Durst löschen“. Auch sagt er das von den Tieren, deren viele so weit entfernt sind und dem Menschen zu keinerlei Gebrauch kommen, weder in die Küche noch zu einer Feld- oder Hausarbeit, und die dennoch von Gott auch gespeist und getränkt werden. Denn Gott lässt