Zum Inhalt
salzbibel.deForschungsprojekt
Darstellung
Darstellung
Schriftgröße
Zeilenabstand
Farben
Kontrast
Bewegung
Schriftart

Alle Einstellungen mit Erläuterung

Salzbibel · Lesetext · 3. Appendix

Der dritte Appendix · S. 681–690

Hombergs Anfang · S. 681–690 · Bl. 339r–343v · Band 2

Ansicht
Seiten am Stück

Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.

Hombergs Anfang

S. 675–699 · Bl. 336r–348v · Bd. 2 · Zeitleiste: 3. Appendix

S. 681

Bl. 339rBd. 23. Appendix · Hombergs AnfangFaksimile (ORKA)

Der dritt Appendix

1

Der dritt Appendix Anno c[?] 49. 3 lot 3 quenten Mitwochen nach Conuersionis Pauli 4 lot 2 quenten den 18 } Februarij.2 5 lot den 28 } Nota. Wann j quart 5 lot saltzes gibt, so ist ebenn das 18 lot ann sohle saltz, oder das —— 18 theil gut, Kleine Saltzprobenn durch Christoff Hombergk seligenn Anno 1549. Das Jar ist gesottenn —— 4692 Pfann, Vmb Osternn hat ein quart gehaltenn —— 4 Lot, Im Herbst nach Martini, als die Sohle am aller schwechstenn gewesenn —— 3 Lot j quent Nota. Was aber die Sohle vor diesem, ehe dann mein gl. f. vnnd herr, Jm die Bodenn gebauwet, vnd bis vff dis — 49. Jar gehaltenn, ist vnwißendt, Es hettens denn die Pfenner vfgeschriebenn,

Der Dritte Appendix. Anno 49: 3 Lot 3 Quentchen am Mittwoch nach Conversionis Pauli; 4 Lot 2 Quentchen den 18. Februar; 5 Lot den 28.

Anmerkung: Wenn 1 Quart 5 Lot Salz gibt, so ist eben das 18. Lot an Sole Salz, oder der 18. Teil ist gut.

Kleine Salzproben durch den seligen Christoff Homberg, Anno 1549. In diesem Jahr sind gesotten worden —— 4692 Pfannen. Um Ostern hat ein Quart gehalten —— 4 Lot; im Herbst nach Martini, als die Sole am allerschwächsten gewesen ist —— 3 Lot 1 Quentchen.

Anmerkung: Was aber die Sole vor dieser Zeit gehalten hat, ehe mein gnädiger Fürst und Herr die Bothe gebaut hat, und bis auf dieses Jahr 49, ist unbekannt; es hätten es denn die Pfänner aufgeschrieben.

Unsichere Lesungen

  1. Anno c 49. — Kürzel zwischen Anno und 49 (Z. 2) (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)
  2. Februarij. — Klammer fasst Z.4-5 zusammen (Z. 4)
  3. N3 — Marginalie, Lesung unsicher (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)

S. 682

Bl. 339vBd. 23. Appendix · Hombergs AnfangFaksimile (ORKA)

Der dritt Appendix

1

Der dritt Appendix. Anno 1550. Gesottenn — 5638 pfan. Im Bronnenn baw, als die altenn geternne1 vnnd fastung des Bronnens ausgenommenn, der Platz gereumet, die gutenn adernn zusammen brachtt, vnd das wilde wasser besonnders Inns gewelbe gehalten wardt, abzufliessenn, Hat vf Visitationis Mariæ den 2 Julij ein quart gehaltenn —— 6. lot, Nota. Vnnd ist diß die zeit darin die Bödermeister die Sohle am bestenn gewesenn zusein lobenn, aber damahls war noch nicht geordnet, das das Saltz durch Böste2 muste gemessenn werdenn,

Der Dritte Appendix. Anno 1550: gesotten — 5638 Pfannen.

Beim Brunnenbau, als die alten Gerinne und die Fassung des Brunnens herausgenommen, der Platz geräumt, die guten Adern zusammengebracht und das wilde Wasser gesondert ins Gewölbe zum Abfließen gehalten wurde, hat auf Visitationis Mariae, den 2. Juli, ein Quart gehalten —— 6 Lot.

Anmerkung: Und dies ist die Zeit, von der die Bodemeister rühmen, die Sole sei damals am besten gewesen; damals aber war noch nicht angeordnet, dass das Salz durch Roste gemessen werden musste.

Unsichere Lesungen

  1. geternne — Lesung unsicher (Z. 3)
  2. Böste — Lesung unsicher (Z. 14)

S. 683

Bl. 340rBd. 23. Appendix · Hombergs AnfangFaksimile (ORKA)

Der dritt Appendix

1

Der dritt Appendix. Anno 1551. Gesottenn —— 5785 Pfann, Ein quart Sohle hat gehaltenn 7 Lot vmb Osternn. War die Werra flutig gewesen. 6 Lot j quent den 21 Julij Im Herbst ist die Werra flutigk gewesenn, Deshalb nicht Probirt wordenn, Anno 1552 Gesottenn —— 6254 Pfann 7 Lot vmb Osternn 5 1/2 Lot im Herbst. War ein trockenn zeitt Nota. Dis Jar ist geordnet, das das saltz durch die Böste1 muste gemessenn werdenn, darumb sich der Bödermeister klagenn vber die Borngebeuw2 wieder anngefanngen,

Der Dritte Appendix. Anno 1551: gesotten —— 5785 Pfannen. Ein Quart Sole hat gehalten 7 Lot um Ostern — die Werra war Hochwasser gewesen; 6 Lot 1 Quentchen den 21. Juli. Im Herbst ist die Werra Hochwasser gewesen, deshalb ist nicht geprobt worden.

Anno 1552: gesotten —— 6254 Pfannen. 7 Lot um Ostern, 5½ Lot im Herbst — es war eine trockene Zeit.

Anmerkung: In diesem Jahr ist angeordnet worden, dass das Salz durch die Roste gemessen werden musste; darum haben die Bodemeister wieder angefangen, sich über die Brunnenbauten zu beklagen.

Unsichere Lesungen

  1. Böste — Lesung unsicher (Z. 14)
  2. Borngebeuw — Lesung unsicher (Z. 16)

S. 684

Bl. 340vBd. 23. Appendix · Hombergs AnfangFaksimile (ORKA)

Der dritt Appendix

1

Der dritt Appendix Anno 1553. Gesotten — 6460 pfan. 7 Lot vmb Osternn 5 1/2 Lot Im Herbst Anno 1554 Gesotten 6151 Pfan. Dis Jar seindt beide im winter vnnd Sommer wenig flute gewesenn, 6 Lot j quent vmb Osternn 5 Lot j quent im Herbst, War trocken zeit. Anno 1555 Gesotten 5980 Pfan 7 Lot j q1[?] vmb Osternn Ist ein naß Jar gewesenn, deshalb sich die Sohle wohl gehaltenn, vnnd nicht weitter probirt wordenn, Anno 1556. Gesotten — 6767 Pfan. 7 1/2 Lot vmb Osternn, ( ist viel gewessers2 gewesen. 5 1/2 Lot Im Herbst ( Ist ein trockener Sommer gefolgt,

Der Dritte Appendix. Anno 1553: gesotten — 6460 Pfannen. 7 Lot um Ostern, 5½ Lot im Herbst.

Anno 1554: gesotten 6151 Pfannen. In diesem Jahr sind sowohl im Winter als auch im Sommer wenig Hochwasser gewesen. 6 Lot 1 Quentchen um Ostern, 5 Lot 1 Quentchen im Herbst — es war trockene Zeit.

Anno 1555: gesotten 5980 Pfannen. 7 Lot 1 Quentchen um Ostern. Es ist ein nasses Jahr gewesen, deshalb hat sich die Sole gut gehalten, und es ist nicht weiter geprobt worden.

Anno 1556: gesotten — 6767 Pfannen. 7½ Lot um Ostern — es ist viel Gewässer gewesen; 5½ Lot im Herbst — es ist ein trockener Sommer gefolgt.

Unsichere Lesungen

  1. j q — Kürzel für quent (Z. 11)
  2. gewessers — Lesung unsicher (Z. 16)

S. 685

Bl. 341rBd. 23. Appendix · Hombergs AnfangFaksimile (ORKA)

Der dritt Appendix

1

Der dritt Appendix Anno 1557 Gesottenn ____ 6024 Pfann. 7 Lot vmb Osternn, 5 Lot j quent Im herbst, Dis Jar ist der Quelbornn vf Michaelis vertrocknet, vnnd erst vmb Inuocauit Anno 58 wiederkommenn Anno 1558 Gesotten - 5953 Pfan. Diß Jar ist die fluetung vnnd feuchtung spedt erst nach Osternn kommenn, hat ein Quart gehaltenn, 7. Lot vmb Pfingstenn 6. Lot im Herbst,

Der Dritte Appendix. Anno 1557: gesotten ____ 6024 Pfannen. 7 Lot um Ostern, 5 Lot 1 Quentchen im Herbst. In diesem Jahr ist der Quellborn auf Michaelis vertrocknet und erst um Invocavit Anno 58 wiedergekommen.

Anno 1558: gesotten - 5953 Pfannen. In diesem Jahr sind Hochwasser und Feuchtigkeit spät, erst nach Ostern gekommen; ein Quart hat gehalten 7 Lot um Pfingsten, 6 Lot im Herbst.

S. 686

Bl. 341vBd. 23. Appendix · Hombergs AnfangFaksimile (ORKA)

Der dritt Appendix

1

Der dritt Appendix Anno 1559. Gesottenn ____ 7020 Pfan. 7 Lot nach Trinitatis 6 Lot 1½ quent den 13 Julij No: Sein die Vnebenn1[?] adernn aus dem Bronnen gewiesen, 5 Lot 3 q. vmb Michaelis 5½ Lot vmb Martinj Der Quellbornn ist im Monat augusto vertrocknet, Vnnd erst nach Weÿnachtenn anno 60. wieder kommenn, Anno 1560. Gesottenn 7656 Pfann. Im annfanng Jars sein viel fluete gewesenn, das die sohle selbst wieder zugenommenn, vnnd gehaltenn, 7. Lot den 7. Januarij 7 Lot j q. vmb Osternn 6½ Lot vmb Exaudi Volgenndts sein viel Regennwetter Ingefallenn, das die Sohle wieder zugenommenn, 7. Lot den 10. Augusti No. Die volgende zeit ist Sohle vbrig gewesenn, vnd nicht deshalb, sondern vber feur zum ausbringen klag vorgefallen,

Der Dritte Appendix. Anno 1559: gesotten ____ 7020 Pfannen. 7 Lot nach Trinitatis; 6 Lot 1½ Quentchen den 13. Juli — Anmerkung: Da sind die unebenen Adern aus dem Brunnen gewiesen worden; 5 Lot 3 Quentchen um Michaelis; 5½ Lot um Martini. Der Quellborn ist im Monat August vertrocknet und erst nach Weihnachten Anno 60 wiedergekommen.

Anno 1560: gesotten 7656 Pfannen. Zu Anfang des Jahres sind viele Hochwasser gewesen, so dass die Sole von selbst wieder zugenommen hat und gehalten hat: 7 Lot den 7. Januar, 7 Lot 1 Quentchen um Ostern, 6½ Lot um Exaudi. Sodann sind viele Regenwetter eingefallen, so dass die Sole wieder zugenommen hat: 7 Lot den 10. August.

Anmerkung: In der folgenden Zeit ist Sole übrig gewesen, und es ist nicht deswegen, sondern wegen zu wenig Feuer zum Ausbringen Klage vorgefallen.

Unsichere Lesungen

  1. Vnebenn — Wort undeutlich (Z. 5)

S. 687

Bl. 342rBd. 23. Appendix · Hombergs AnfangFaksimile (ORKA)

Der dritt Appendix.

1

Der dritt Appendix. Anno 1561 Gesottenn 8066. Pfann. 7½ Lot vmb Osternn 7 Lot j q. den 19 Maij 6 Lot 2½ q. den 14. Julij. 6½ Lot den 16. Augusti 6 Lot ½ q. den 20 Octobris. 6 Lot den 10. vnnd 23 Decembris. Der Quellbornn ist vf Luciæ gar aussenn bliebenn, vnd obenn zugefrorenn, aber den Leztenn Decembris, weil feucht wetter gewesenn, wieder kommenn, Anno 1562 Gesotten 7056 Pfan. 6 Lot j q. den 16 Januarij 7 Lot den 6. Februarij 6½ Lot den 23. Junij 6 Lot den 22 Octobris 6 Lot ½ q. den j decembris Dis Jars Ist der Quellbornn |: dem Immer feucht wetter gewesenn :| nicht vertrocknet, hat aber im Herbst kaum das drittheil so starck als vmb Osternn gequollenn,

Der Dritte Appendix. Anno 1561: gesotten 8066 Pfannen. 7½ Lot um Ostern; 7 Lot 1 Quentchen den 19. Mai; 6 Lot 2½ Quentchen den 14. Juli; 6½ Lot den 16. August; 6 Lot ½ Quentchen den 20. Oktober; 6 Lot den 10. und 23. Dezember. Der Quellborn ist auf Luciae ganz ausgeblieben und oben zugefroren, aber am letzten Dezember, weil feuchtes Wetter gewesen ist, wiedergekommen.

Anno 1562: gesotten 7056 Pfannen. 6 Lot 1 Quentchen den 16. Januar; 7 Lot den 6. Februar; 6½ Lot den 23. Juni; 6 Lot den 22. Oktober; 6 Lot ½ Quentchen den 1. Dezember. In diesem Jahr ist der Quellborn — weil immer feuchtes Wetter gewesen ist — nicht vertrocknet, hat aber im Herbst kaum ein Drittel so stark gequollen wie um Ostern.

S. 688

Bl. 342vBd. 23. Appendix · Hombergs AnfangFaksimile (ORKA)

Der dritt Appendix

1

Der dritt Appendix Anno 1563. Gesottenn 7501 Pfann. Ist nit sonnderlich geflut, vnnd gewesser gewesenn, 6 Lot j q. merlich1[?] den 25. Januarij 7 Lot den 8 Martij 6 Lot j q. den 9 Septembris 6 Lot den 18. Decembris Diß Jar ist der Quellbornn auch nit gar vertrocknet, doch im Nouember sehr gering gequollenn, Anno 1564 Gesottenn 7557 Pfan. 6 Lot 1½ q. den 13. Januarij 7 Lot der Bronnenn den 23 Martij 7 Lot j q. die Vnebenn ader, da doch dieselbe hiebeuor ehe denn der Bronnenn zu sumpff gehalten wordenn, am bornn alwege vmb ein halb quent geringer gewesenn, denn die Sohle im Bronnen, 6 Lot der Bronnenn } den 27. Septembris. 6 Lot j q. die ader } 6½ Lot den 11. Nouembris. vnnd weÿl der Sohle gnug gewesenn vnnd sich gebessert, Ist die ader wieder abgewiesenn,

Der Dritte Appendix. Anno 1563: gesotten 7501 Pfannen. Es hat nicht sonderlich Hochwasser und Gewässer gegeben. 6 Lot 1 Quentchen und etwas mehr den 25. Januar; 7 Lot den 8. März; 6 Lot 1 Quentchen den 9. September; 6 Lot den 18. Dezember. In diesem Jahr ist der Quellborn auch nicht ganz vertrocknet, hat aber im November sehr gering gequollen.

Anno 1564: gesotten 7557 Pfannen. 6 Lot 1½ Quentchen den 13. Januar; 7 Lot der Brunnen den 23. März; 7 Lot 1 Quentchen die unebene Ader — obwohl diese zuvor, ehe der Brunnen zu Sumpf gehalten wurde, am Born stets um ein halbes Quentchen geringer gewesen ist als die Sole im Brunnen. 6 Lot der Brunnen, 6 Lot 1 Quentchen die Ader, den 27. September; 6½ Lot den 11. November. Und weil Sole genug vorhanden war und sie sich gebessert hatte, ist die Ader wieder abgewiesen worden.

Unsichere Lesungen

  1. merlich — Wort undeutlich (Z. 4)

S. 689

Bl. 343rBd. 23. Appendix · Hombergs AnfangFaksimile (ORKA)

Der dritt Appendix.

1

Der dritt Appendix. 7½ Lot der Bronnenn, } den 20 Decembris. 7 Lot 3 q. die adernn } Der Quellbornn ist dis Jar nit vertrocknet, doch im ennde des Septembris nur zols dick ganngenn, Anno 1565. Gesotten 7733 Pfann. Diesenn Winter sein grosse fluete gewesenn, 7½ Lot der Bronnenn } den 12 Aprilis 7 Lot 3 q. die ader } 6 Lot 3 q. der Bronnen } den 4 Junij 7 Lot die adernn } 6 Lot 1½ q. der Bronn, den 28. Augusti 5 Lot 3½ q. der Bronn } den 6. Nouembris 6 Lot ½ q. die adernn } 6 Lot der Bronn, } den 16. Decembris. 6 Lot j q. die adernn } Der Quellbornn hat dis Jars im Herbst ezlich zeit nit ausgeflossenn, bis im im december das Regenwetter wieder geholffenn,

Der Dritte Appendix. 7½ Lot der Brunnen, 7 Lot 3 Quentchen die Adern, den 20. Dezember. Der Quellborn ist in diesem Jahr nicht vertrocknet, hat aber Ende September nur zolldick geflossen.

Anno 1565: gesotten 7733 Pfannen. In diesem Winter sind große Hochwasser gewesen. 7½ Lot der Brunnen, 7 Lot 3 Quentchen die Ader, den 12. April; 6 Lot 3 Quentchen der Brunnen, 7 Lot die Adern, den 4. Juni; 6 Lot 1½ Quentchen der Brunnen den 28. August; 5 Lot 3½ Quentchen der Brunnen, 6 Lot ½ Quentchen die Adern, den 6. November; 6 Lot der Brunnen, 6 Lot 1 Quentchen die Adern, den 16. Dezember. Der Quellborn ist in diesem Jahr im Herbst etliche Zeit nicht ausgeflossen, bis ihm im Dezember das Regenwetter wieder geholfen hat.

S. 690

Bl. 343vBd. 23. Appendix · Hombergs AnfangFaksimile (ORKA)

Der dritt Appendix.

1

Der dritt Appendix. Christoff Hombergks meinung vnnd trewe warnung. Dieweil es dis Jar ann Sohle nit gemanngelt, vnd gleichwohl die Sohle am gehalt geringer, denn ezlich der vorigenn Jar, vnnd der Bronn Immer zu sumpff gehaltenn wirdt, sonnderlich im herbst, so ist zubesorgenn, das sollich tieff aufziehenn, dem Bronn mit der zeit schadenn bringe |: Vrsach :| dieweil der Bornn tieffer in der Wasserwogenn ausgezogenn wirdt, denn das wilde wasser abfleust, Wie solchs leichtlich ann der grossenn nebenn ader zuuermerckenn, welche in Irem ersten gefastem stannde ein zeit wie die annder abfleust, Denn ehe der Bronnenn so tieff zu sumpff gezogenn, war dieselb ader eins halbenn quenten geringer, dann die gemein Sohle im Bronnenn, Nu aber ist die Sohl eins Quenten im Bornn geringer, dann die gemelt nebenn ader,

Der Dritte Appendix. Christoff Hombergs Meinung und treue Warnung.

Weil es in diesem Jahr an Sole nicht gefehlt hat und gleichwohl die Sole am Gehalt geringer ist als in etlichen der vorigen Jahre, und weil der Brunnen immer zu Sumpf gehalten wird, besonders im Herbst, so ist zu besorgen, dass dieses tiefe Aufziehen dem Brunnen mit der Zeit Schaden bringt. Ursache: weil der Born tiefer in der Wasserwaage ausgezogen wird, als das wilde Wasser abfließt. Wie das leicht an der großen Nebenader zu bemerken ist, die in ihrem ersten gefassten Stand zu jeder Zeit gleich abfließt: denn ehe der Brunnen so tief zu Sumpf gezogen wurde, war diese Ader um ein halbes Quentchen geringer als die gemeine Sole im Brunnen; nun aber ist die Sole im Born um ein Quentchen geringer als die genannte Nebenader.

Einstellungen auf diesem Gerät speichern?

Damit die gewählte Darstellung beim nächsten Besuch erhalten bleibt, würde ein einzelner Eintrag im lokalen Speicher des Browsers (localStorage) abgelegt. Das ist kein Cookie, und der Eintrag verlässt das Gerät nicht.