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Salzbibel · Lesetext · 5. Buch

Das fünfte Buch · S. 78

Geyselers Denkschrift von 1489 · S. 78 · Bl. 37v · Band 2

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Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.

Geyselers Denkschrift von 1489

S. 49–102 · Bl. 23r–49v · Bd. 2 · Zeitleiste: 5. Buch

S. 78

Bl. 37vBd. 25. Buch · Geyselers Denkschrift von 1489Faksimile (ORKA)

Das fünffte Buch

1

Fortsetzung von der vorigen Seiteholtze geschnittenn, vnnd mit vierenn holtzern negelnn, mit der Rinnenn zusammenn genagelt,

Holz geschnitten und mit vier hölzernen Nägeln mit der Rinne zusammengenagelt ist.

2

auch hat dieselbe decke vornn am wercke ein heupt, viel nahe eines fußes dicke, auch holl vnnd ausgehawen,

Auch hat derselbe Deckel vorn am Werk ein Kopfstück, beinahe einen Fuß dick, ebenfalls hohl und ausgehauen.

3

vnnd also lieget die Renne vor dem loche, vf dem thone der sache halber, ob nach vielenn Jarenn sich der thon begunte zusetzenn, das sich denn auch mit dem Thon die Renne setzete vnnd nicht wane wurde darzwischenn,

Und so liegt die Rinne vor dem Loch auf dem Ton — aus dem Grund, dass, wenn sich der Ton nach vielen Jahren zu setzen begänne, sich die Rinne mit dem Ton ebenfalls setzte und kein Hohlraum dazwischen entstünde.

4

vnnd dis was die sache das der meister nicht wolte die Rennenn Inn die Bolenn legenn oder verzapffenn, das er besorgte,

Und dies war der Grund, weshalb der Meister die Rinne nicht in die Bohlen legen oder verzapfen wollte: Er befürchtete,

5

Wann die Rinne oder ein Bort vornn mitt dem heupt in der Bolenn lege so sich dann der Thonn senckte, das dann zwischenn der Rinnenn vnnd dem thonn ledige vnnd wane wurde, vnnd also durch die luffte die Rinne verfaulete vnnd gebrechlich wurde,

wenn die Rinne oder ein Brett vorn mit dem Kopfstück in den Bohlen läge und sich dann der Ton senkte, dass es dann zwischen der Rinne und dem Ton leer und hohl würde und die Rinne so durch die Luft verfaulte und schadhaft würde.

6

Der Meister meinte auch, ob die sohle tropffte zwuschenn der Bolenn vnnd der Rinnenn, vnnd das also dadurch einsihenn oder gesehegt1 wurde, solches brecht keinen schadenn,

Der Meister meinte auch: Wenn die Sole zwischen den Bohlen und der Rinne tropfte und so dabei einsickerte oder abgeseiht würde, brächte das keinen Schaden,

7

Sintemahl das dasselbe trieffenn in thonn keme, vnnd Je der thonn feuchter vnnd nesser were,Läuft auf der nächsten Seite weiter

da dasselbe Getropfe in den Ton käme; und je feuchter und nässer der Ton wäre,

Unsichere Lesungen

  1. einsihenn oder gesehegt — Beide Wörter unsicher gelesen; sinngemäß 'einsickern oder abgeseiht werden'

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