Salzbibel · Lesetext · 4. Appendix
Der vierte Appendix · S. 875–884
Die Reise nach Pommern 1584 · S. 875–884 · Bl. 436r–440v · Band 2
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Die Reise nach Pommern 1584
S. 847–884 · Bl. 422r–440v · Bd. 2 · Zeitleiste: 4. Appendix
S. 875
Bl. 436rBd. 24. Appendix · Die Reise nach Pommern 1584Faksimile (ORKA)Der Vierdt Appendix
Die Vierdte Reise. Naher dem Lanndt zu Vsethumb benebenn dem Herrnn Marschalck hannsenn vonn Erbstettenn den 4 Maij vfgewesenn, zu Pudeglaw annkommenn, vnd nach essenns die Stiegische1[?] Sohlenn, da Saltz vermutet wardt, besehenn, aber nichts fundenn, doch dis waßer zur Proba mitgenommenn, Weil aber des orts die leut, Jnnsonnderheit aber der heuptmann Jacob kußau2[?] berichtenn, das wenn der Nordtosten windt gehe, das Meer sehr Saltzecht seye, vnnd weit vfs vffer ausschlage, als mag bedacht werdenn, ob apricationes mit der zeit daselbst annzustellenn seyenn, oder nicht, Den 5 eiusdem das ganntze Lanndt Vsethumb Jnsonnderheit die Krüschwenntzer3[?] Berge, vnnd die Perau4[?] vmb vnnd durchzogenn, Weil aber daselbst der Müller vf der Newenn Mühlenn berichttet, das gedachte gebirge vielmahls mit dampff vnnd dunst sich sehenn lassenn, Solche
Die vierte Reise. Nach dem Land zu Usedom bin ich neben dem Herrn Marschall Hans von Erbstetten am 4. Mai aufgebrochen, zu Pudagla angekommen und habe nach dem Essen die Stiegische Sole, wo Salz vermutet wurde, besehen, aber nichts gefunden; doch habe ich dieses Wasser zur Probe mitgenommen.
Weil aber die Leute an diesem Ort, insbesondere der Hauptmann Jacob Kußau, berichten, dass, wenn der Nordostwind geht, das Meer sehr salzig sei und weit aufs Ufer ausschlage, so mag bedacht werden, ob dort mit der Zeit Sonnensalinen anzulegen wären oder nicht.
Den 5. desselben Monats das ganze Land Usedom, insbesondere die Krüschwentzer Berge und die Perau, um- und durchzogen. Weil aber dort der Müller auf der Neuen Mühle berichtete, dass das genannte Gebirge sich vielfach mit Dampf und Dunst zeige — solche
Unsichere Lesungen
- Stiegische — Ortsadjektiv unsicher (Z. 5)
- kußau — Personenname unsicher (Z. 9)
- Krüschwenntzer — Ortsname unsicher (Z. 15)
- Perau — Ortsname, Initiale P/B unklar (Z. 16)
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Bl. 436vBd. 24. Appendix · Die Reise nach Pommern 1584Faksimile (ORKA)Der Vierdt Appendix
dampff aber wo die seindt, anntzeigung gebenn, eines holenn feuchtenn gebirges, darein viellicht, benebenn dem kalck auch Ertz, Jnnsonnderheit aber kupffer Ertz anntroffenn werdenn möchte, als stehets Meinem g. f. vnnd herrnn frey, ob sfgl. sich daselbst auch mit der Rutenn wollenn erkundigenn, vnnd erlernenn lassenn, Denn Je vonn wegenn der gelegennheit des holtzes vnnd wasser, da etwas erhabenn würde, Schmeltzhüttenn anngerichtet werdenn könnttenn. Sonnstenn ausser der kalck grubenn hat sich in diesem Lannde nichts mehr herfür gethann, denn wir das gebirge Gellenn vnnd zemmin, Jtem das dorff katzgau des Bronnenns wegenn bey Bratheringsbusch1[?] zwischenn Melbentin vnnd Neypermin durchzogenn vnnd besehenn, aber weniger denn nichts befundenn. Die fünffte Reise. Den 8. Maij naher Stolpenn benebenn zu
Dämpfe aber, wo sie sind, ein Anzeichen eines hohlen, feuchten Gebirges geben, in dem vielleicht neben dem Kalk auch Erz, insbesondere aber Kupfererz angetroffen werden könnte —, so steht es meinem gnädigen Fürsten und Herrn frei, ob Seine Fürstlichen Gnaden sich dort auch mit der Rute erkundigen und unterrichten lassen wollen. Denn wegen der günstigen Lage von Holz und Wasser könnten dort, wenn etwas gehoben würde, Schmelzhütten eingerichtet werden.
Sonst hat sich außer den Kalkgruben in diesem Land nichts weiter gezeigt; wir haben zwar das Gebirge Gellen und Zemmin, ebenso das Dorf Katzgau des Brunnens wegen bei Bratheringsbusch zwischen Mellenthin und Neppermin durchzogen und besehen, aber weniger als nichts befunden.
Die fünfte Reise. Den 8. Mai nach Stolpe neben dem dazu
Unsichere Lesungen
- Bratheringsbusch — Flurname unsicher (Z. 15)
S. 877
Bl. 437rBd. 24. Appendix · Die Reise nach Pommern 1584Faksimile (ORKA)Der Vierdt Appendix
verordnetenn Secretario appelmann verruckt Jegen abenndt daselbst spat annkommenn, vnnd deshalb des tags nichts ausgerichttet, volgennts tags aber benebenn dem Herrnn Hauptmann kerstenn Winterfeldt allerley augennschein Jngenommen, aber nichts anntroffenn, ohne allein zum krine1[?] hinder hanns Meyers hoff möchte etwas kalck oder Mergell sein, Sonnstenn haltenn die quellenn Da vmbhero gar nichts, habenn also vnns nach klempenau gewenndet, vnnd desselbigenn tags still gelegenn. Volgennts den 9. benebenn dem herrnn Hauptman Busso vonn Rammin zu dem Golcher gebirge vnnd feldt vnns verfüget, daselbst die gesenncktenn Saltzgrubenn besichtiget, die Erdenn zu Langenn, zu Vrex=[?] tau beim alaunsieder M. Jochim armschone bestelt, auch anndere Erdenn vf samblenn lassenn, welche nach der Elmau3[?] abgefüret wordenn, Denn ich die erde darfür annsehe, das sie alaun, Schweffell, vnnd ein wenig Saltzes bey sich habe, Weil es aber
verordneten Sekretär Appelmann aufgebrochen, gegen Abend dort spät angekommen und deshalb an diesem Tag nichts ausgerichtet. Am folgenden Tag aber haben wir neben dem Herrn Hauptmann Kersten Winterfeld allerlei in Augenschein genommen, aber nichts angetroffen; nur zum Krin hinter Hans Meyers Hof könnte etwas Kalk oder Mergel sein. Sonst halten die Quellen dort ringsherum gar nichts. Wir haben uns also nach Klempenow gewandt und desselben Tages stillgelegen.
Sodann haben wir uns am 9. neben dem Herrn Hauptmann Busso von Rammin zum Golchener Gebirge und Feld verfügt, dort die gesenkten Salzgruben besichtigt, die Erde zu laugen bestellt, zu Ürextau beim Alaunsieder Meister Jochim Armschone, auch andere Erde aufsammeln lassen, die nach der Elmau abgeführt worden ist. Denn ich sehe die Erde dafür an, dass sie Alaun, Schwefel und ein wenig Salz bei sich habe. Weil es aber
Unsichere Lesungen
- krine — Wort unklar (Z. 6)
- Vrex=tau — Ortsname unsicher (Z. 14) (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)
- Elmau — Ortsname, Initiale unklar (Z. 17)
S. 878
Bl. 437vBd. 24. Appendix · Die Reise nach Pommern 1584Faksimile (ORKA)Der Vierdt Appendix
quodlibetisch, kann es nicht wohl vonn einannder gescheidenn werdenn, Den 11. naher Treptau benebenn wohlgedachttem Hauptmann furtgerückt, vnnder wegenns aufft der Bollenntinischenn1[?] dorffstette, ein schwartz glanntzende Erdenn anntroffenn, vnnd darvon etwas zur Proba mitgenommenn, dieweil ich nit weist, was darein verborgenn, ist aber nichts befundenn wordenn, Volgenndts bey Laßau in der tieffenn Vilgenn2[?], so vber der Tollenn See ligt, ist ein Bergk art vorhandenn, so Eisennschues, Bley, vnnd ein wenig Schwefell habenn magk, ist gar geringe, magk aber mit der Rutenn erlernet werdenn. Ob im nahennts anngelegenenn gebirge etwas bessers vorhanndenn, zwischenn Grabzau vnnd Treptau ereuget sich auch etwas Eisennstein, aber nichts werth, als wir nun zu Treptau annkommenn, habenn wir die bestelte Laugenn aus der Erdenn vom Golcher
in beliebigem Verhältnis vermengt ist, kann es nicht gut voneinander geschieden werden.
Den 11. nach Treptow neben dem genannten Hauptmann weitergerückt; unterwegs auf der Bollentiner Dorfstätte eine schwarz glänzende Erde angetroffen und etwas davon zur Probe mitgenommen, weil ich nicht wusste, was darin verborgen sei; es ist aber nichts befunden worden.
Sodann bei Lassau in der tiefen Vilgen, die über dem Tollensesee liegt, ist eine Bergart vorhanden, die Eisenschuss, Blei und ein wenig Schwefel haben mag; sie ist gar gering, mag aber mit der Rute erkundet werden, ob im nahe gelegenen Gebirge etwas Besseres vorhanden ist.
Zwischen Grabzau und Treptow zeigt sich auch etwas Eisenstein, aber nichts wert. Als wir nun zu Treptow ankamen, haben wir die bestellte Lauge aus der Erde vom Golchener
Unsichere Lesungen
- Bollenntinischenn — Ortsadjektiv, Initiale B/V unklar (Z. 5)
- Vilgenn — Wort unklar (Z. 10)
S. 879
Bl. 438rBd. 24. Appendix · Die Reise nach Pommern 1584Faksimile (ORKA)Der Vierdt Appendix
felde annsiedenn1[?], auch die anngesottene laugenn durch den Wundtarzt daselbst, Curt Bodicker2[?] per alembicum distilliren lassenn, aber dieweil wir nicht zeit gehabt, lannge zuuerharrenn, vnserm g. f. vnnd Herrn nacher Wolgast die anngesottene laugenn vnnd Tartarum, wie denn auch den Spiritum vnnd verlassenenn Rest in solchem forters zu Probirenn vbersenndet, was nach beschener grundtlichenn Proba von dieser Erdenn außbracht werdenn kan, Darnach hat mein g. f. vnnd herr sich gnedigklich zurichtenn, ob sfgl. zubauenn gelegenn sein wolle, oder nichtt. Den 12. Maij als baldt der tag anngebrochenn, nach Jabzaw3[?] vnns verfüget, den abgestochenenn Deich, auch in augennschein, benebenn dem Lanndtreiter Vttenn4[?] Reitsprecher genommenn, Ockers vnnd Eisennsteins annzeigung gesehenn, sonnstenn weitters nichts befundenn, seindt also hinderrucks zu Mittag nach Treptaw ingekehret, Darnach von Mittag
Feld ansieden und die angesottene Lauge auch durch den Wundarzt dort, Curt Bödicker, per Alembik destillieren lassen. Weil wir aber keine Zeit hatten, lange zu verweilen, haben wir unserem gnädigen Fürsten und Herrn nach Wolgast die angesottene Lauge und den Weinstein wie auch den Spiritus und den zurückgelassenen Rest übersandt, um darin weiter zu proben, was nach vollzogener gründlicher Probe aus dieser Erde ausgebracht werden kann. Danach hat sich mein gnädiger Fürst und Herr gnädig zu richten, ob Seinen Fürstlichen Gnaden zu bauen gelegen sein wolle oder nicht.
Den 12. Mai, sobald der Tag angebrochen war, haben wir uns nach Jabzow verfügt, den abgestochenen Deich ebenfalls neben dem Landreiter Utten Reitsprecher in Augenschein genommen, Anzeichen von Ocker und Eisenstein gesehen, sonst weiter nichts befunden; und so sind wir zurück zu Mittag nach Treptow eingekehrt. Danach haben wir uns nach Mittag
Unsichere Lesungen
- annsiedenn — ligiert, evtl. anzusiedenn (Z. 1)
- Bodicker — Name, r/c unklar (Z. 2)
- Jabzaw — Ortsname (Z. 14)
- Vttenn — Vorname unklar (Z. 16)
S. 880
Bl. 438vBd. 24. Appendix · Die Reise nach Pommern 1584Faksimile (ORKA)Der Vierdt Appendix
vnns wiederumb aufgemacht, zum Dorff Klatzaw verfügt, vnnderwegenn nach dem Hagenn einen Bach anntroffenn, darbey Eisennstein vnnd Duffstein sich vernehmenn lassenn, aber nicht [übergeschrieben: weit1[?]] daruon, auch nahe dem Hagenn, wiederumb ein sehr frisches Bronnennwasser, welches ein Saurigkeit bey sich hat, fundenn, so aus einem gebirge nahents2[?] darbey herab fleust, in welchem sich wiederumb Sandstein, Eisennstein, Stahl, vnnd Ocker vernehmenn lesset, vnnd hat mir vf allenn vorigenn Reisenn keines besser als dieses gefallenn, habe die gentzliche vermutung, so etwas im ganntzenn Lande annzutreffenn, Es solle sich des ortts auch allerley Miner vnnd Ertze findenn lassenn, N:a: Obenn in der herbenn3[?] da dieser Bronnen enndtspringt, vnnd aus einem sehr Rotlechtigenn Ocker grundt herfurkompt, gleich darnebenn ij schuchs weit, enndtspringt ein dicker Bechzeher Schwartzferbiger Quellenn, Was derselbige mit sich furt.
wiederum aufgemacht und zum Dorf Klatzow verfügt. Unterwegs nach dem Hagen haben wir einen Bach angetroffen, bei dem sich Eisenstein und Tuffstein zeigten; aber nicht weit davon, auch nahe dem Hagen, wiederum ein sehr frisches Brunnenwasser gefunden, das eine Säuerlichkeit bei sich hat und aus einem nahe dabei liegenden Gebirge herabfließt, in dem sich wiederum Sandstein, Eisenstein, Stahl und Ocker zeigen. Und mir hat auf allen vorigen Reisen keines besser gefallen als dieses; ich habe die gänzliche Vermutung: wenn im ganzen Land etwas anzutreffen ist, so sollen sich an diesem Ort auch allerlei Mineralien und Erze finden lassen.
Anmerkung: Oben am Hang, wo dieser Brunnen entspringt und aus einem sehr rötlichen Ockergrund hervorkommt, entspringt gleich daneben, zwei Schuh weit, eine dicke, pechzähe, schwarzfarbene Quelle. Was diese mit sich führt,
Unsichere Lesungen
- weit — Interlinearzusatz klein (Z. 4)
- nahents — Endung unklar (Z. 7)
- herbenn — Wort unklar (Z. 15)
S. 881
Bl. 439rBd. 24. Appendix · Die Reise nach Pommern 1584Faksimile (ORKA)Der Vierdt Appendix
kan ich nit wissenn, es sey dann, das ein Bitumenn oder Bergkwachs bedeute, Den 13. Maij, als wir vnnterwegenn allerley in besichtigung, aber vnns sonnst genommenn, seindt wir zu Ferchenn1[?] gegenn abendt annkommenn, volgennts tags auff Heinrichs Hagenn vnns führenn lassenn, ann dem ortt kalck gnugsamb anntroffenn, wie denn die Bawrenn berichtenn, das die Moltzan2[?] vor dieser zeit nahennts darbey vf Jrenn guetternn auch kalckgrubenn gehabt, vnnd Jre Heuser daraus erbauet, als wir aber furttgereiset, seindt wir durch einenn Bawrenn berichttet wordenn, das nahennts bey genanntem dorff Sinder sein soltenn, welche so Eisennreich werenn, das vnnlanngst ein Bawr daraus ein Pflugschar hette schmiedenn vnnd machenn lassenn, Darumb wir hinzu geeylet, vnnd ob schonn die Materia so der
kann ich nicht wissen, es sei denn, dass sie ein Bitumen oder Bergwachs anzeigt.
Den 13. Mai, als wir unterwegs allerlei in Besichtigung nahmen, sind wir gegen Abend zu Ferchen angekommen; am folgenden Tag haben wir uns nach Heinrichshagen führen lassen und an diesem Ort Kalk genug angetroffen, wie denn auch die Bauern berichten, dass die Moltzan vor dieser Zeit nahe dabei auf ihren Gütern ebenfalls Kalkgruben gehabt und ihre Häuser daraus erbaut haben.
Als wir aber weitergereist waren, sind wir durch einen Bauern berichtet worden, dass nahe bei dem genannten Dorf Sinter sein sollten, die so eisenreich wären, dass unlängst ein Bauer daraus eine Pflugschar hätte schmieden und machen lassen. Darum sind wir hinzugeeilt; und obwohl das Material, das der
Unsichere Lesungen
- Ferchenn — Ortsname, Anfangsbuchstabe unklar (Z. 5)
- Moltzan — Name, Anfangsbuchstabe M/W (Z. 9)
S. 882
Bl. 439vBd. 24. Appendix · Die Reise nach Pommern 1584Faksimile (ORKA)Der Vierdt Appendix
Bawr gezeigt, schlackenn vnnd Sinder artt ann sich, So hab ich Jhnenn doch vor Eisennreich anngesehenn (: wie auch die Rennwercker vnnd Steingreber, als sie annkommenn, gleichermassenn meinem gnedigenn fürsten vnnd herrenn berichttet :) Doch weil ann dem ort holtz vnnd wasser manngell, kan kein hüttennwerck vfgericht, noch erhaltenn werdenn. Das auch die bawrenn weitters berichtenn, das noch ann einem anndernn ortt in dem Bordellkaul1[?] ebenn messigs eisenn ertz beyhanndenn, wie denn beiderley meinem gnedigenn fürstenn vnnd herrnn ich zu vberschickenn verordenett, vnnd sfgl. enndtpfanngenn habenn. Den 15. 16. vnnd 17. Maij die ampter Lotzenn Grimmenn vnnd Tripses allenthalb
Bauer zeigte, Schlacken- und Sinterart an sich hat, so habe ich es doch für eisenreich angesehen — wie auch die Rennwerker und Steingräber, als sie hinzukamen, gleichermaßen meinem gnädigen Fürsten und Herrn berichtet haben. Doch weil an diesem Ort Holz und Wasser fehlen, kann dort kein Hüttenwerk errichtet noch unterhalten werden.
Auch berichten die Bauern weiter, dass noch an einem anderen Ort, in der Bordellkaule, ebensolches Eisenerz zur Hand sei; wie ich denn beiderlei meinem gnädigen Fürsten und Herrn zu übersenden angeordnet habe und Seine Fürstlichen Gnaden es empfangen haben.
Den 15., 16. und 17. Mai die Ämter Loitz, Grimmen und Tribsees allenthalben
Unsichere Lesungen
- Bordellkaul — Flurname unklar (Z. 11)
S. 883
Bl. 440rBd. 24. Appendix · Die Reise nach Pommern 1584Faksimile (ORKA)Der Vierdt Appendix
mit vleis benebenn dem herrnn Hauptmann, Hartwigk Moltzow, vnnd Renntmeister zu Tripses Marx Milowenn durchzogenn vnnd besichtiget, aber dieweils flach ebenn, vnnd ann etlichenn enndenn sanndigk lanndt da ist, wie denn auch hin vnnd wieder sumpffigk, kann ich darein keine nachrichtung findenn, das Jmmer Bergkwergk oder Saltzwergk wenn schonn holtz gnug zur stette, derenn ortter erbauet werden mügenn. Vnnd ist dis also mein vnnderthenniger bericht vnn bedennckens, vonn allem dem, was vff diesenn fünff reisenn benebenn denenn so mir zugeordnet, besichtiget, erfahrenn, vnnd nach meinem geringenn verstanndt erachttenn könnenn.
mit Fleiß neben dem Herrn Hauptmann Hartwig Moltzow und dem Rentmeister zu Tribsees, Marx Milow, durchzogen und besichtigt. Weil es dort aber flaches ebenes und an etlichen Enden sandiges Land ist, wie denn auch hier und da sumpfig, kann ich darin keinen Anhalt finden, dass an diesen Orten jemals ein Bergwerk oder Salzwerk erbaut werden könnte, selbst wenn Holz genug zur Stelle wäre.
Und dies ist also mein untertäniger Bericht und mein Bedenken über alles, was ich auf diesen fünf Reisen neben denen, die mir zugeordnet waren, besichtigt, erfahren und nach meinem geringen Verstand habe erwägen können.
S. 884
Bl. 440vBd. 24. Appendix · Die Reise nach Pommern 1584Faksimile (ORKA)leerDer Vierdt Appendix
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