Forschung
Personen
Wer in der Salzbibel vorkommt
Wie diese Datenbank entstanden ist
Die Handschrift schreibt Namen nach Gehör. Derselbe Salzgraf heißt Jost Becker, Berker, Berber, Verkernn und Justus Pistoris; der Baumeister von 1489 Curt Mardorff und Kurt Mardtorff. Diese Datenbank fasst zusammen, was sicher oder mit hoher Wahrscheinlichkeit dieselbe Person meint, und nennt die Schreibvarianten mit. Grundlage ist die Übersetzung; Seitenzahlen sind die des Digitalisats, nicht die Blattzahlen der Handschrift. Jeder Beleg führt auf das Faksimile bei ORKA.
Die Einträge wurden getrennt für Band 1 (80 Personen) und Band 2 (206 Personen) erarbeitet und hier zusammengeführt. 23 Personen kamen in beiden Bänden vor — darunter Christoph Homberg, Dietrich, Edelherr zu Plesse, Ernst von Bischoffshausen, Georg Behm von Nürnberg, Georg von Kolmitzsch, Hans Kremer, Hans Wagener, Heinrich Lersner und andere — und sind zu je einem Eintrag verschmolzen: Der ausführlichere Text blieb, Varianten und Belege beider Bände wurden vereinigt, abweichende Zeitangaben stehen nebeneinander. Fünf Zusammenlegungen beruhen auf einer Zuordnung des Bearbeiters und sind im Eintrag vermerkt. Übrig bleiben 263 Personen.
Was aus der Quelle nicht hervorgeht, steht nicht hier. Die Zählung der hessischen Landgrafen (Heinrich I., Wilhelm II.) ist eine Zuordnung des Bearbeiters; die Handschrift selbst zählt nicht. Der Vermerk „Zuordnung“ sagt, wie sicher die Identifizierung ist: belegt heißt, Name und Funktion stehen so in der Quelle; wahrscheinlich und vermutet heißen, dass Varianten oder Ämter erschlossen wurden; unsicher heißt, dass auch die Person selbst nicht sicher zu greifen ist.
Die Datenbank
Die Liste lässt sich nach Gruppe, Zeitraum, Sicherheit der Zuordnung, Abschnitt der Belege und Ort eingrenzen; das Suchfeld durchsucht Namen, Schreibvarianten, Funktion und Text. Jeder Eintrag hat eine eigene Adresse, unter der man ihn verlinken kann.
Gabriel Gautzler
Varianten: Gabriel Sausler, Gabrieln Sauslernn, George GantzlerGruppe: Pfänner · Funktion: Pfänner, Ausschuss- und Ratsmitglied · Zeit: belegt 1538–1539 · Ort: Allendorf · Zuordnung: unsicher · Quelle: Band 1In der Gesandtschaft von 1538, 1539 in den Rat gewählt und Verordneter für den Protest. Rhenanus nennt die „Gautzler“ unter den alten Pfännergeschlechtern. Die Lesung des Namens ist in der Übersetzung mehrfach mit Fragezeichen versehen; die Schreibung „George Gantzler“ im Ausschuss von 1538 könnte auch eine andere Person meinen.
- Bd. 1, S. 87 Lesetext — Die Gautzler unter den alten Geschlechtern
- Bd. 1, S. 156 Lesetext — Gesandtschaft 1538
- Bd. 1, S. 435 Lesetext — Ratswahl 1539
Hans Geilmann
Gruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Schultheiß von Homberg · Zeit: belegt 1547 · Ort: Homberg (Efze) · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Auf landgräflicher Seite bei der Besichtigung am 1. September 1547.
- Bd. 2, S. 115 Lesetext — Besichtigung 1547
Hans Georg, Graf von Mansfeld
Varianten: Graf Hans Georg, die Grafen von MansfeldGruppe: Landesherren und ihre Familien · Funktion: Graf, Lehnsträger des Salzwerks Artern · Zeit: erwähnt 1569 · Ort: Artern, Mansfeld · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Nach Aussage Doktor Landelers stehen drei Fünftel des Salzwerks Artern „Graf Hans Georg und seinen Gnaden Brüdern“ zu. Die Grafen von Mansfeld haben nach Bericht der Gewerken über 40 000 Gulden auf das Werk verwendet und es nach Wünschelruten, Kristallschauen und dem Fehlschlag eines Künstlers „als wüstes Gut liegen gelassen“.
- Bd. 2, S. 770 Lesetext — Aufwand der Grafen und Aufgabe des Werks
- Bd. 2, S. 787 Lesetext — Lehnsverhältnis nach Landeler
Georg, Herzog zu Sachsen
Varianten: Herzog Georg zu SachsenGruppe: Landesherren und ihre Familien · Funktion: Herzog, Erbauer des Salzbrunnens zu Kösen · Zeit: erwähnt 1568 (rund 50 Jahre zuvor) · Ort: Kösen · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Nach Auskunft Zacharias Hoffmanns hat „der hochlöbliche Fürst Herzog Georg zu Sachsen“ vor etwa fünfzig Jahren den Brunnen zu Kösen über 40 Ellen tief senken und Kunstwerke errichten lassen, aber „nichts zuwege gebracht“, weil das wilde Wasser die Arbeiter überwältigte.
- Bd. 2, S. 791 Lesetext — Gescheiterter Brunnenbau zu Kösen
Georg Gercke
Varianten: Georg Gerke, Georg Gerthes, Georg EreckGruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Beamter des Salzwerks zu Sooden, mit dem Steinkohlenbergwerk befasst · Zeit: belegt 1562–1579 · Ort: Sooden, Germerode · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 21562 gehört er zu den Beamten, die mit Rhenanus den Holzhandel neu ordnen wollen; 1569 berichten beide dem Landgrafen „wegen zweier schöner Probierverfahren“. 1577 lädt er Rhenanus nach Germerode zum Steinkohlenbergwerk und schickt ihm aus dem Weißenhof zu Kassel „aller Sieder Zeichen, auf Papier gerissen und in Blei geschlagen“. 1579 schreibt er mit Rhenanus und Hans Wagener über Jeremias Renners Kunst. In Landgraf Wilhelms Brief von 1567 ist er nach Rhenanus als zweiter Adressat genannt. Der 1576 daneben genannte Georg Berk ist offenbar eine andere Person.
- Bd. 2, S. 967 Lesetext — Vorschlag zum Holzhandel 1562
- Bd. 2, S. 1004 Lesetext — Probierverfahren 1569
- Bd. 2, S. 1005 Lesetext — Steinkohlenbergwerk 1577
- Bd. 2, S. 1031 Lesetext — Siederzeichen aus Kassel
- Bd. 3, S. 30 Lesetext — Adressat des Landgrafen 1567
Conradus Geyseler
Gruppe: Geistliche · Funktion: Priester, Vikar in Allendorf, Baumeister und Chronist des Brunnenbaus 1489–1491 · Zeit: belegt 1489–1491 · Ort: Allendorf · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Stellt sich vor als „unwürdiger Priester, Vikar des Aller-Apostel-Altars in der Heilig-Kreuz-Kirche zu Allendorf, Sohn eines armen Bürgers ebendort“. Als einer der acht aus den Pfännern gewählten Baumeister schreibt er auf deren Bitte die Denkschrift über den Bau in 22 Kapiteln, damit die Nachkommen „aus dem schriftlichen Muster und der Form des geschehenen und ausgeführten Baues eine gründliche, sichere Anweisung haben“. Er bittet, Mängel „meiner Unzulänglichkeit, Grobheit und Unerfahrenheit“ zuzurechnen, und begründet die Aufzeichnung damit, dass der Grund des Brunnens den Pfännern „unbekannt und unverzeichnet war“.
- Bd. 2, S. 51 Lesetext — Widmung und Selbstvorstellung
- Bd. 2, S. 52 Lesetext — Zweck der Denkschrift
- Bd. 2, S. 63 Lesetext — Unter den acht Baumeistern
Hensel Glner
Gruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Vogt zu Wanfried · Zeit: belegt 1547 · Ort: Wanfried · Zuordnung: vermutet · Quelle: Band 2Schreibt 1547 wegen der Holzflöße. Die Namensform ist in der Transkription unsicher.
- Bd. 2, S. 956 Lesetext — Holzflöße 1547
Otto Goldkammer
Gruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Schultheiß zu Grebenstein · Zeit: belegt 1539 · Ort: Grebenstein · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Berichtet 1539, dass Salz auf den nach Bremen abgefertigten Schiffen untergegangen sei.
- Bd. 2, S. 913 Lesetext — Verlorenes Salz auf der Weser
Gieseler Schwanflügel von Göttingen
Varianten: Weisseler Schwamflügel, Geiseler SchwanflügelGruppe: Pfänner · Funktion: Auswärtiger Pfänner aus Göttingen · Zeit: belegt 1540–1551 · Ort: Göttingen · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 21540 im Ausschuss der Pfänner bei den Verhandlungen über die Location, 1550 bei der Beratung in Allendorf. Eine „Schwanflügelswiese“ am Solgraben trägt den Familiennamen.
- Bd. 2, S. 243 Lesetext — Ausschuss 1550
- Bd. 2, S. 402 Lesetext — Schwanflügelswiese
- Bd. 2, S. 973 Lesetext — Verhandlung 1540
Andres Grittengen
Gruppe: Handwerker und Werkmeister · Funktion: Knecht der Pfänner, Hausbesitzer in Sooden · Zeit: belegt 1539 · Ort: Sooden · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1Der Rentmeister droht 1539, ihm zu erlauben, sein Haus „auf der Seite der Pfänner abzubrechen und auf des Fürsten Seite zu setzen“, wenn die Pfänner es ihm nicht bezahlen. Ein Beispiel dafür, wie die Abwerbung der Knechte über die Wohnhäuser lief.
- Bd. 1, S. 402 Lesetext — Streit um sein Haus
Henrich Gundelach, genannt Guth
Varianten: Henrich Gundelach, jetzt Guth genanntGruppe: Pfänner · Funktion: Baumeister 1490, legt sein Amt nieder · Zeit: belegt 1490 · Ort: Allendorf · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Verlässt am 9. Juli 1490 sein Amt als Aufseher der Arbeiter, „aus dem Grund, dass ihm der Lohn zu klein deuchte“; an seine Stelle tritt der Weinschenk Cunradus Culde.
- Bd. 2, S. 63 Lesetext — Amtsniederlegung
Tilemann Günterode
Varianten: Doktor Günterode, Dr. Thilo Gunterrodt, Tilemann Günterode, Doktor und KanzlerGruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Kanzler zu Kassel · Zeit: belegt 1548–1550 · Ort: Kassel · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Kanzler während der Gefangenschaft Philipps. 1548 verpflichtet er Jost Becker zum Pfennigmeisteramt; Rhenanus nennt ihn dabei bereits den „seligen Kanzler“. Er unterschreibt die Abschiede vom 22. Januar 1548 und 6. Februar 1550.
- Bd. 2, S. 151 Lesetext — Beratung im Januar 1548
- Bd. 2, S. 179 Lesetext — Bescheid an Jost Becker, „seliger Kanzler“
- Bd. 2, S. 255 Lesetext — Unterschrift 6. Februar 1550
Graf von Hackeborn
Varianten: ein Graf von Hackeborn aus HalleGruppe: Auswärtige · Funktion: Legendärer Erbauer der Brunnen zu Staßfurt und Groß Salza · Zeit: erwähnt 1568 (vor über 600 Jahren) · Ort: Halle, Staßfurt · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Nach Auskunft der Staßfurter habe „ein Graf von Hackeborn aus Halle zuerst den Hackeborn … erbaut“ und so vertäfelt, dass seither nie daran gebaut wurde; auch die Brunnen zu Groß Salza seien von ihm.
- Bd. 2, S. 837 Lesetext — Erbauung des Hackeborns
- Bd. 2, S. 845 Lesetext — Groß Salza
Hieronymus Haderheintz
Varianten: HederheintzGruppe: Handwerker und Werkmeister · Funktion: Pfannenmeister, geschworener Schätzer · Zeit: belegt 1550–1552 · Ort: Sooden · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1Schätzer 1550 (neun Siedehäuser) und 1551; die Ordnung von 1552 nennt ihn als Inhaber des Pfannenmeisteramts, der Sieder, Pfannenschmiede und Waldschmiede zu beaufsichtigen hat. Eine „Anna Gilm Hederheintz“ erscheint 1550 als Siedemeisterin; das Verhältnis zu ihm sagt die Quelle nicht.
- Bd. 1, S. 822 Lesetext — Pfannenmeisteramt, 1552
- Bd. 1, S. 828 Lesetext — Schätzerliste 1550
Andreas von Hagen
Gruppe: Pfänner · Funktion: Adliger, Streitpartei gegen Arnfeld · Zeit: belegt 1568 · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Der Landvogt und Rhenanus richten 1568 als Kommissare den Vertrag zwischen ihm und Arnfeld auf.
- Bd. 2, S. 1012 Lesetext — Kommission 1568
- Bd. 2, S. 1014 Lesetext — Vertrag 12. Mai 1568
Michel Groen von Schwäbisch Hall
Gruppe: Auswärtige · Funktion: Flößer · Zeit: belegt um 1539/40 · Ort: Schwäbisch Hall · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Verdingzettel, „400 Klafter Scheite von Wanfried herab nach Schwarzwälder Art anzustellen“.
- Bd. 2, S. 914 Lesetext — Verdingzettel
Henrich Hanemann der Ältere und der Jüngere
Gruppe: Pfänner · Funktion: Baumeister des Brunnenbaus 1489/90 · Zeit: belegt 1490 · Ort: Allendorf · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Der Ältere ist einer der acht Baumeister; der Jüngere wird mit Henrich Gundelach besonders verordnet, „die Taglöhner und Arbeitsleute einteilten, entlohnten und abrechneten“, für drei Mark Lohn.
- Bd. 2, S. 62 Lesetext — Unter den acht Baumeistern
- Bd. 2, S. 63 Lesetext — Besondere Verordnung
Lippold von Hanstein
Varianten: die von Hanstein, Heinrich von HansteinGruppe: Pfänner · Funktion: Adliger auf dem Hanstein · Zeit: belegt 1555–1571 · Ort: Hanstein · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Die von Hanstein roden am Schartzberg (1555) und streiten mit Bernd von Bischoffshausen um den Kachelsberg; 1571 soll Lippold von Hanstein „an einen gewissen Ort“ beschieden werden. Eine Urfehde ist auf die Siegel Lippolds und Heinrichs von Hanstein ausgestellt.
- Bd. 2, S. 960 Lesetext — Roden am Schartzberg 1555
- Bd. 2, S. 1001 Lesetext — Siegel der Hanstein
- Bd. 2, S. 1022 Lesetext — Haus Hanstein 1571
Christoph Harsack
Varianten: Christoff Harsach, Christianus HarsachGruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Sekretär · Zeit: belegt 1560–1562 · Ort: Kassel · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Schreibt 1560 wegen des verkauften Hauses zu Eschwege für den Bau von Schloss Beilstein und 1561 an Rhenanus, der Landgraf wolle, dass aus dem Salzwerk „nicht einer, sondern alle berichten sollen“. 1562 vergleicht er die Abschrift des sächsischen Flößpatents.
- Bd. 2, S. 969 Lesetext — Schreiben an Rhenanus, 1561
- Bd. 2, S. 1001 Lesetext — Haus zu Eschwege, 1560
- Bd. 2, S. 1023 Lesetext — Kollation des Patents, 1562
Heintz Harsack
Gruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Landknecht · Zeit: belegt 1551 · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Soll 1551 siebzig Stämme Holz aus dem Langenberg nach Sooden führen.
- Bd. 2, S. 919 Lesetext — Holzfuhr 1551
Georg von Harstall
Varianten: Georg vom Harstall, Georg HarstallGruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Amtmann zu Kreuzburg und Gerstungen · Zeit: belegt 1559–1568 · Ort: Kreuzburg · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Verhandelt 1560 mit Jost Becker über Holzflöße und Holzkauf; 1566 meldet er, das Wasser habe sein Wehr zerrissen. 1568 schreibt er Rhenanus „wegen seiner neu erfahrenen Kunst, Holz zu ersparen“, und bittet, sie beim Landgrafen zu befördern; Rhenanus antwortet ihm.
- Bd. 2, S. 951 Lesetext — Schreiben des Landgrafen wegen Harstall, 1559
- Bd. 2, S. 1005 Lesetext — Verhandlung über Holzflöße, 1560
- Bd. 2, S. 1009 Lesetext — Wehr und Holzsparkunst, 1566/68
- Bd. 2, S. 1014 Lesetext — Antwort Rhenanus’
Heinrich Hartmann
Gruppe: Verwaltung des Salzwerks · Funktion: Schultheiß des Landgrafen zu Allendorf · Zeit: belegt 1489 · Ort: Allendorf · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2„unseres gnädigen Herrn Schultheiß“ beim Verding mit Mardtorff 1489.
- Bd. 2, S. 57 Lesetext — Verding 1489
Hans Heinemann
Gruppe: Bürger · Funktion: Verfasser eines Vorschlags zur Schifffahrt · Zeit: belegt 1539 · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Sein „Bericht und Vorschlag wegen der Schifffahrt zwischen Allendorf und Kassel“ von 1539 liegt im Archiv.
- Bd. 2, S. 906 Lesetext — Vorschlag 1539
Heinrich Hesberg
Gruppe: Hofbeamte und Räte · Funktion: Kanzleibeamter Landgraf Wilhelms · Zeit: belegt 1568 · Ort: Kassel · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 2Unterzeichnet mit „Heinrich Hesberg, selbst“ den Nachtrag zur Instruktion von 1568, Rhenanus solle sich auch nach Bremen begeben und sich über den „Bois“ erkundigen.
- Bd. 2, S. 732 Lesetext — Nachtrag zur Instruktion 1568
Landgraf Heinrich (I.) von Hessen
Varianten: Heinrich, Landgraf, Herr des Landes zu HessenGruppe: Landesherren und ihre Familien · Funktion: Landgraf von Hessen · Zeit: Urkunde von 1300 · Ort: Kassel · Zuordnung: belegt · Quelle: Band 1Aussteller der ältesten Urkunde, die Rhenanus im ersten Buch abschreibt. Gemeinsam mit seiner Gemahlin Mechthild und seinem Sohn Johann bekennt er 1300, er habe mehr Pfannen „zum Soden auf das Salzwerk“ setzen wollen, sei aber in Übereinkunft mit den Gebauern davon abgekommen — gegen eine jährliche Salzlieferung nach Kassel. Die Urkunde wird in den Bestätigungen von 1311, 1318 und 1328 wörtlich wiederholt und bildet die Grundlage der späteren Rechtsansprüche der Pfänner.
- Bd. 1, S. 91 Lesetext — Urkunde von 1300 (Nr. I)
- Bd. 1, S. 95 Lesetext — Wiederholung in der Bestätigung von 1318
Namenslisten für die Familienforschung
An etlichen Stellen zählt die Salzbibel Dutzende von Namen auf einmal auf — Bürgen, Unterzeichner, Kommissionen, die vereidigten Schätzer mit ihren Siedern. Solche Listen sind für die Familienforschung oft wertvoller als jeder Einzeleintrag, weil sie einen ganzen Ort zu einem Datum zeigen. Sie sind hier nicht Person für Person aufgelöst, sondern als Fundstellen verzeichnet: mit Titel, Seiten und einer Beschreibung, welche Familien vorkommen. Wer einen Namen sucht, sollte diese Seiten im Faksimile aufschlagen und dabei mit Schreibvarianten rechnen — Hilwig und Hilm, Corey und Chorey, Nidernstein und Niedenstein meinen dieselben Leute.
- Bürgen der Location von 1540 Bd. 2, S. 28, 30 (Seiten 28–30) · im Lesetext
Die Grafen zu Solms, Wittgenstein, Waldeck und der Edelherr zu Plesse, dazu je fünfundzwanzig Adlige und Städte des Nieder- und Oberfürstentums als Bürgen und Selbstschuldner Landgraf Philipps: von der Malsburg, Schenck zu Schweinsberg, von Wallenstein, von Hundelshausen, von Baumbach, Meysenbug, von Bodenhausen, Diede, von Griffte, von Berlepsch, Keudel, von Boyneburg, von Kolmatsch, Riedesel, Rau, von Breidenbach, Hund, Schleier, von Weitershausen, von Lauterbach, von Dörnberg, von Rückershausen, von Leutenstein, jeweils mit Amt.
- Bürgen der Bestätigung von 1586 Bd. 2, S. 45, 47 (Seiten 45–47) · im Lesetext
Grafen zu Solms, Wittgenstein und Waldeck; Statthalter Eckbrecht von der Malsburg, Erbmarschall Georg Riedesel, Landvogt Johann Meysenbug und weitere Adlige und Beamte beider Fürstentümer (von Berlepsch, Guden, von Boyneburg, von Dörnberg, von Schachten, Diede, von Pappenheim, von Bergen, von Hundelshausen, vom Cram, Rau, Schutzbar genannt Milchling, von Linsingen, Clauer, Schenck, Döring, vom Scheuerschloss, von der Rabenau, von Breidenbach, Lewenstein) sowie 24 Städte.
- Beteiligte am Brunnenbau von 1489 Bd. 2, S. 51, 63 (Seiten 51–63) · im Lesetext
Widmungsempfänger Geyselers (Junker, Bürgermeister, Salzgraf), die Unterhändler des Kerbzettels vom Dezember 1489, Hofbesitzer in Sooden (Huschenbeck, Gunteram, Beltzer) und die acht aus den Pfännern gewählten Baumeister: Hanemann, Rueland, Wolfferam, Casselmann, Lawir, Breule, Gundelach, Geyseler.
- Teilnehmer der Beratungen 1547 Bd. 2, S. 111, 116 (Seiten 111–116) · im Lesetext
Beamte des Landgrafen und Verordnete der Pfänner bei den Verhandlungen zu Kassel (11. Juli 1547) und Allendorf (1. September 1547); die Pfännerliste vom 1. September nennt u. a. von Bischhausen, von Eschwege, Löber, Freundt, Schaffnit, Nidernstein, Casselmann, Meuth, Meinhardt, Chorey, Ruland, Gauwler, Möller, Jordan, Wallis.
- Unterschriften des Abschieds vom 22. Januar 1548 Bd. 2, S. 178 · im Lesetext
Landvogt, Salzgrafen, Rentmeister, Statthalter, Räte und die Pfänner Riedenstein, Schaffnit, Wiegenrodt, Meuth, Corey, Teichmann.
- Kommission und Pfännerausschuss vom Februar 1550 Bd. 2, S. 242, 256 (Seiten 242–256) · im Lesetext
Räte, Beamte, Werkleute (aus Ziegenhain und Abterode) und der zehnköpfige Ausschuss der Pfänner bei der Besichtigung am 5./6. Februar 1550, mit den Unterschriften des Abschieds auf S. 255–256.
- Geschworene Schätzer, Sodemeister und Bothe 1550 Bd. 2, S. 377, 382 (Seiten 377–382) · im Lesetext
Die zehn im Oktober 1550 vereidigten Salzmesser (Schätzer) und die ihnen zugeordneten Sodemeister bzw. Bothe, rund neunzig Namen der Sooder Siederfamilien: Grunewald, Urber, Hilwig, Schimpf, Jener, Sperber, Burckhardt, Köler, Gill, Seltzer, Kell, Beutler, Ludwig, Schmidt, Mentze, Scheuffeler, Ties, Roth, Deinhardt, Marschalck, Muschelmann, Klinckerfus, Rubig, Windaus, Gilm, Steffan, Schweitzer, Behr, Peter, Wolff, Landgraf, Schossers, Clarich, Strube, Kremer, Mönch, Spor, Schlem, Hill, Rotfuß, Haderheintz, Solgraben, Bartel, Franck — auch einige Frauen (Anna Gilm, Gertraud Hilm, Anna Schossers).
- Unterschriften der Abschiede von 1551 Bd. 2, S. 393, 421 (Seiten 393–421) · im Lesetext
Beamte und Pfänner unter den Abschieden vom 5. Mai und 20. Juli 1551 (Becker, Bartholomäus, Homberg, Schaffnit, Niedenstein, Nuland, Iring, Thuldt, Waldis, Boyneburg, Hundelshausen, Nordeck, Schuldt, Thorey).
- Kursächsische Kommission 1569 Bd. 2, S. 762, 778 (Seiten 762–778) · im Lesetext
Unterzeichner der Gutachten über Auleben und Artern: von Ebeleben, Rhenanus, Schönleben, Flicke.
- Archivverzeichnis (Miszellen) Bd. 2, S. 885, 1032 (Seiten 885–1032) · im Lesetext
Das Verzeichnis der bei Rhenanus liegenden Akten nennt in Regestenform Hunderte Absender und Empfänger von Briefen 1538–1580 — Beamte, Pfänner, Handwerker, Städte und Fürsten. Nur die Personen mit erkennbarer Funktion sind oben einzeln erfasst; weitere Namen (z. B. Hans Gill, Hans Preusser, Claus Appell, Peter von Beyneburg, Kilian Witting, Philipp Thue, Paul Kremer, Adam Arnfeld, Tonges Müller, Hermann von Uffeln, Berthold von Uffern, Wolff Deuchell, Hans Ziegel, Jochim Gittel) sind dort über die Seitenangaben auffindbar.
- Gewünschte Beisitzer der Landstände 1539 Bd. 2, S. 962 · im Lesetext
Von den Pfännern erbetene Beisitzer: Friedrich Trott, Ewald Baumbach (Lizentiat), Adolf Rau; Johann Laube (Homberg), Johann Blankenheim (Marburg), Heinrich Goldschmied (Eschwege), Bürgermeister.
- Ausschuss der Pfänner 1540 Bd. 2, S. 973 · im Lesetext
Werner Trott, Ernst von Bischoffshausen, Georg Frund, Johann Niedenstein, Gieseler Schwanflügel, Johann Schaffnit bei den Verhandlungen über die Location.
- Unterzeichner des sächsischen Flößpatents 1562 Bd. 2, S. 1023 · im Lesetext
Johann Friedrich der Mittlere, Kanzler D. Christianus Brugk, Christianus Harsach, die Notare Johannes Weyser und Johann Schelhase.
- Beauftragte des Steinkohlenschmelzens 1576 Bd. 2, S. 1026 · im Lesetext
Berghauptmann Hermann Schütz, Rhenanus, Georg Gerke, Georg Berk, Adam Arnfeld, Salm und Jacob Richter.
- Rechnungsabschied vom 23. Januar 1568 Bd. 3, S. 9, 23 (Seiten 9–23) · im Lesetext
Landesherrliche Entscheidungen zur Salzwerksrechnung; genannt werden Jost Meicher, Wentzel, Wilhelm Pfeilsticker, der Gegenschreiber Meier, Jörg Bock, Heinrich Ising und Christoph Hombergs Witwe.
Korrekturen und Ergänzungen zu dieser Seite nimmt das Feedbackformular entgegen; Näheres zur Arbeitsweise steht auf der Seite Editionsgrundsätze.