Salzbibel · Lesetext · Einleitung
Die Einleitung · S. 14
Die Widmung an den Landgrafen · S. 14 · Bl. 4v · Band 1
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Die Widmung an den Landgrafen
S. 9–41 · Bl. 2–18 · Bd. 1 · Zeitleiste: Einleitung
S. 14
Bl. 4vBd. 1Einleitung · Die Widmung an den LandgrafenFaksimile (ORKA)also sich nach natur der erdenn, durch welche sie ausdringenn, der erdenn eigennschafft ann sich nehmenn, vnnd enndtweder Saltzig, hitzigk, oder anndere qualitates ausfurenn. Sezenn dessenn diese vrsach, das die Saltzbrunnenn, nit allein vngleicher Substantz vnnd wesenns, vnd ein Brunnen nit altzeit gleiche reiche Sohlenn, an quantitet vnnd qualitet gebenn, Sonndern auch etlich Saltz, nach den farbenn des Erdtrichs geferbet werde, wie denn offennbar, das das Memphitische Saltz roth, das Sicilische Purpur, das Capadocische Saltz Saffran farbe, das Partische glentzenndt, das Agrigentinische weis, wie sonnst gemeinlich alle anndere Saltze seindt, vnnd das derwegenn das Saltz Res elementata, aus wasser, Erdenn, vnnd des Himmels krafft oder influentz, heruor brachtt vnnd vervhrsachtt werde, Dieser meinung ist vornemblich der weittberumbte Naturkundiger vnnd herlichste poëta Jouianus Pontanus in suis Methæoris. Anndere habenn denn sachenn weitters mit allem vleis nachgedacht, vnnd [übergeschrieben: seindt] letzlich dahin gerathenn, Weil
dabei nach der Art der Erde, durch die sie hinausdringen, die Eigenschaft dieser Erde annehmen und entweder salzig, hitzig oder mit anderen Eigenschaften austreten.
Als Beleg führen sie an, dass die Salzbrunnen nicht nur von ungleicher Beschaffenheit sind und ein Brunnen nicht immer gleich reiche Sole gibt, nach Menge wie nach Güte, sondern dass auch manches Salz sich nach den Farben des Erdreichs färbt. So ist ja offenbar, dass das memphitische Salz rot ist, das sizilische purpurn, das kappadokische safranfarben, das parthische glänzend, das agrigentinische weiß, wie sonst gewöhnlich alle anderen Salze sind. Deshalb sei das Salz ein zusammengesetztes Ding, aus Wasser, Erde und der Kraft oder dem Einfluss des Himmels hervorgebracht und verursacht. Dieser Meinung ist vor allem der weitberühmte Naturkundige und herrliche Dichter Giovanni Pontano in seinen „Meteora".
Andere haben der Sache mit allem Fleiß weiter nachgedacht und sind schließlich zu folgendem Schluss gekommen: Weil