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Salzbibel · Lesetext · 2. Buch

Das zweite Buch · S. 289

Die Rechtsgutachten · S. 289 · Bl. 142r · Band 1

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Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.

Die Rechtsgutachten

S. 210–361 · Bl. 102v–178v · Bd. 1 · Zeitleiste: 2. Buch

S. 289

Bl. 142rBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)

Das Annder Buch

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteFelin. et alij. ubi Panormitanus dicit, hoc etiam obtinere in Papa, Istam conclusionem firmant optime, Cÿn.

Felinus und andere an, wo Panormitanus sagt, dies gelte auch beim Papst. Diesen Schluss bekräftigen aufs Beste Cynus,

2

Bart.

Bartolus,

3

Bald. & fere omnes in L. digna vox.

Baldus und fast alle in L. digna vox,

4

C. de legib.

C. de legib.

5

Bald. in L. ex imperfecto post glossam ibid.

Baldus in L. ex imperfecto, nach der Glosse ebendort,

6

C. de Testam.

C. de Testam.

7

Et ideo dicit Bald. in L. 1. in prin. ff. de constit. principum.

Und deshalb sagt Baldus in L. 1, am Anfang, ff. de constit. principum:

8

Quod quamuis princeps non ligetur lege conuentionis et contractus.

Dass der Fürst, obwohl er nicht durch das Gesetz gebunden wird, doch durch das Gesetz der Übereinkunft und des Vertrags gebunden ist.

9

Quamuis enim DEVS ei subiecerit leges, non tamen ei subiecit contract[us]1, et ita quoad contractus nihil obstat plenitudo potestatis, ita dicit idem Bald. in c. 1. circa princ.

Denn obwohl GOTT ihm die Gesetze unterworfen hat, hat er ihm doch nicht die Verträge unterworfen, und so steht hinsichtlich der Verträge die Machtvollkommenheit (plenitudo potestatis) nicht entgegen; so sagt derselbe Baldus in c. 1, gegen den Anfang,

10

De natura feud. in vsib. feudorum.

De natura feud., in usib. feudorum.

11

Et hæc procedunt etiamsi princeps in concessione uteretur Verbo indulgemus, nam cum recipiat p[re]cium2 intuitu conuentionis nihilominus non obstante Verbo Indulgemus est Venditio, et per consequens Contractus irreuocabilis, ita decidit Bald. in L. qui se patris C.

Und dies gilt auch dann, wenn der Fürst in der Verleihung das Wort „wir gewähren“ (indulgemus) gebrauchte; denn da er einen Preis im Hinblick auf die Übereinkunft empfängt, ist es ungeachtet des Wortes „indulgemus“ gleichwohl ein Verkauf und folglich ein unwiderruflicher Vertrag; so entscheidet Baldus in L. qui se patris, C.

12

Vnde liberi, Id quod in casu nostro bene est notandum, pro intellectu literarum datarum, per Landgrauium Wilhelmum medium in ordine.

Unde liberi. Dies ist in unserem Fall wohl zu merken, für das Verständnis der Briefe, die durch Landgraf Wilhelm, den Mittleren in der Reihe, gegeben wurden.

13

Ratio autem prædictorum est certe prægnans & insignis, quam colligo ex dictis Bartoli et aliorum in d.

Der Grund des Vorgesagten aber ist gewiss gewichtig und bemerkenswert; ich entnehme ihn den Aussprüchen des Bartolus und anderer in d.

14

L digna Vox.

L. digna vox.

15

Quod pacta et conuentiones sunt de iure gentium L. hoc iure. ff de iust. et iur.

Dass Pakte und Übereinkünfte dem Völkerrecht angehören (de iure gentium), L. hoc iure, ff. de iust. et iur.

16

Sed iura gentium sunt immutabilia. §.

Aber die Rechte des Völkerrechts sind unveränderlich. §.

17

Sed naturalia.

Sed naturalia.

18

Inst. de iur. nat. gent. et ciuil.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Inst. de iur. nat. gent. et civil.

Unsichere Lesungen

  1. contract[us] — Kürzungszeichen aufgelöst
  2. p[re]cium — Kürzung aufgelöst

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