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Salzbibel · Lesetext · 2. Buch

Das zweite Buch · S. 318

Die Rechtsgutachten · S. 318 · Bl. 156v · Band 1

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Seiten am Stück

Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.

Die Rechtsgutachten

S. 210–361 · Bl. 102v–178v · Bd. 1 · Zeitleiste: 2. Buch

S. 318

Bl. 156vBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)

Das Annder Buch

1

Fortsetzung von der vorigen SeitePræterea quia priuilegium concessum Cisterciensib. monachis ibid. de non dand. decim. ideo reuocatur, quia deficiebat cā, ob quam erat concessum, quæ ratio hic cessat, qa1 inquit tex.

Außerdem, weil das den Zisterziensermönchen ebendort verliehene Privileg, keine Zehnten zu geben, deshalb widerrufen wird, weil der Grund wegfiel, um dessentwillen es verliehen worden war; welcher Grund hier entfällt, denn der Text sagt:

2

Quando priuilegia ista ordini Vestro dabantur, Valdé raræ erant abbatiæ Vestri ordinis, sed nunc in tantum augmentatæ ac possessionib. ditatæ sint, quod multi Viri Ecclesiastici,

„Als diese Privilegien eurem Orden gegeben wurden, waren die Abteien eures Ordens sehr selten, nun aber sind sie so sehr vermehrt und mit Besitzungen bereichert, dass viele Kirchenmänner

3

quærelam de Vobis proponant, Præterea etiamsi hoc anno propter hiemis insolitam et improuisam iniuriam Sal defecerit, hoc dominis Salinarum minimé sed potius astris est imputandum.

Klage über euch vorbringen.“ Außerdem, auch wenn in diesem Jahr wegen der ungewohnten und unvorhergesehenen Unbill des Winters das Salz gefehlt hat, so ist dies keineswegs den Herren der Salinen, sondern vielmehr den Gestirnen zuzurechnen.

4

Nec potest iste casus insolitus et rarus, quicqz mutare, cum eorum quæ raro eueniunt, nulla ratio sit habenda tex. est in L, ex his et L. nam ad ea ff. de legib. tex. in autho. ut sine prohibitione matr. cred. §. quia Vero, coll.

Und dieser ungewöhnliche und seltene Fall kann nichts ändern, da auf das, was selten geschieht, keine Rücksicht zu nehmen ist; der Text steht in L. ex his und L. nam ad ea, ff. de legib.; Text in Autho. ut sine prohibitione matr. cred., §. quia vero, coll.

5

VII.

VII.

6

L.

L.

7

Antiqui §. ult. iuncta glos. in Verbo medietatem ff. si pars hære, petatur. glos. in c. literas, de despons:

Antiqui, §. ult., verbunden mit der Glosse im Wort „medietatem“, ff. si pars hære. petatur; Glosse in c. literas, de despons.

8

Imp.

Imp.

9

Nec mirum, rarum n. et unumqz æquiparantur, tex. est in c. coram, ibi, quia hoc raro uel nunqz contingeret, extra d̄ offi.

Und kein Wunder, denn das Seltene und das Niemalige werden gleichgestellt (rarum et nunquam æquiparantur); der Text steht in c. coram, dort: „weil dies selten oder nie geschehen würde“, extra de offi.

10

Delegat.

Delegat.

11

Et ideo dicit Bart. in Le. seu §. medico sempronio ff de annuis legat.

Und deshalb sagt Bartolus in Le. seu, §. medico Sempronio, ff. de annuis legat.,

12

Quod casus insolitus, qui raro contingit in pluribus annis, non sit in consideratione. facit tex. in L.

dass ein ungewöhnlicher Fall, der in vielen Jahren selten eintritt, nicht in Betracht komme. Dazu wirkt der Text in L.

13

Fistulas §. frumenta, ff. de contrahend. empt.

Fistulas, §. frumenta, ff. de contrahend. empt.,

14

In quantum is qui in se suscepit casum fortuitum, tenetur de casibus communiter contingentib. et non raró euenientibus.Läuft auf der nächsten Seite weiter

insofern derjenige, der den Zufall (casus fortuitus) auf sich genommen hat, für die gemeinhin eintretenden und nicht für die selten sich ereignenden Fälle haftet.

Unsichere Lesungen

  1. qa — Kürzung, wohl quia

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