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Salzbibel · Lesetext · 2. Buch

Das zweite Buch · S. 331

Die Rechtsgutachten · S. 331 · Bl. 163r · Band 1

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Seiten am Stück

Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.

Die Rechtsgutachten

S. 210–361 · Bl. 102v–178v · Bd. 1 · Zeitleiste: 2. Buch

S. 331

Bl. 163rBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)

Das Ander Buch.

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteEt est glos. antea alleg. in dict. c. fin. de hæret. lib.1

Und es gibt die zuvor angeführte Glosse zum genannten c. fin. de haereticis, lib.

2

VI. subdit idem Panormi: quod solius principis sit tollere ius alteri quæsitum, pro quo allegat not. in c. constitutus. d2 religios. domib. et regulam indultum.

VI. Derselbe Panormitanus fügt hinzu, dass es allein dem Fürsten zusteht, ein einem anderen erworbenes Recht aufzuheben; dafür führt er das Notat zu c. constitutus, de religiosis domibus, und die Regel „indultum“ an,

3

De reg. iur.

De regulis iuris,

4

Lib.

Lib.

5

VI. cum similibus.

VI, samt Ähnlichem.

6

Præterea pdictam3 conclusionem Castrens. ita simpliciter intellectam damnat Felin. in c. quæ in Ecclar4 XXXIII.

Überdies verwirft Felinus die genannte Schlussfolgerung des Castrensis, wenn sie so schlechthin verstanden wird, zu c. quae in Ecclesiarum, Summarium XXXIII,

7

Sum. ubi plura contra eā allegat, et concludit eā tunc demum in principe Imperatorem recognoscente procedere quando in inuestitura ab Imperatore principi inferiori facta exprimitur quod princeps iste possit ea facere in ducatu suo,

wo er vieles gegen sie anführt und schließt, dass sie bei einem Fürsten, der den Kaiser als Oberen anerkennt, erst dann gilt, wenn in der Investitur, die der Kaiser dem niederen Fürsten erteilt hat, ausdrücklich gesagt wird, dass dieser Fürst in seinem Herzogtum das tun könne,

8

quæ Imperator ipse gerere posset, quia Virtute horum Vel similium Verborum forte dicit Felinus procederet consideratio Castrensis, cuius decisio ita intellecta nihil obstat conclusioni nostræ, cum non appareat Illustrissimū Hassiæ principem, hoc modo esse inuestitum ab Imperio.

was der Kaiser selbst tun könnte; denn kraft dieser oder ähnlicher Worte, sagt Felinus, würde die Erwägung des Castrensis vielleicht gelten; seine Entscheidung, so verstanden, steht unserer Schlussfolgerung in nichts entgegen, da nicht ersichtlich ist, dass der Durchlauchtigste Fürst von Hessen auf diese Weise vom Reich investiert worden wäre.

9

Atq in istis terminis credo esse intelligendam glos. in c. constitutus in fin. d5 religios. domib. dum dicit quod Epūs et ita inferior à principe Vel papa posset ex certa et rōnabili6 causa alteri ius suum aufferre, ut procedat, Quando prædicta Verba Inuestituræ inseruntur,

Und in diesem Sinne, glaube ich, ist die Glosse zu c. constitutus am Ende, de religiosis domibus, zu verstehen, wenn sie sagt, dass ein Bischof und so ein dem Fürsten oder Papst Untergeordneter aus einem bestimmten und vernünftigen Grund einem anderen sein Recht entziehen könne — nämlich so, dass dies gilt, wenn die genannten Worte in die Investitur eingefügt sind;

10

alias ista glos. hoc illud nudis Verbis absq lege uel ratione firmans non posset præiudicare clarissimis fundamentis supra in con trarium adductis,Läuft auf der nächsten Seite weiter

andernfalls könnte diese Glosse, die dies mit bloßen Worten ohne Gesetz oder Begründung behauptet, den oben zum Gegenteil beigebrachten klarsten Grundlagen nicht vorgreifen,

Unsichere Lesungen

  1. lib. — Kürzung tb mit Strich
  2. d — d mit Kürzungsstrich (de)
  3. pdictam — p mit Kürzung (prædictam)
  4. Ecclar — Kürzung, wohl Ecclesiarum
  5. d — d mit Kürzungsstrich (de)
  6. rōnabili — Kürzung (rationabili)

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