Salzbibel · Lesetext · 3. Buch
Das dritte Buch · S. 661
Der erste Vertrag, 1538 · S. 661 · Bl. 328r · Band 1
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Der erste Vertrag, 1538
S. 657–696 · Bl. 326r–345v · Bd. 1 · Zeitleiste: 3. Buch
S. 661
Bl. 328rBd. 13. Buch · Der erste Vertrag, 1538Faksimile (ORKA)Alexannder vonn der Thann, amptmann zu Vacha, Jost vonn Weytter Cammermeister, Ebert vonn Bischofferode Oberamptmann vnser Ober Graffschafft Catzenelnbogenn, Johann Feige, Cantzlar, Johann Walter Doctor, Nicolaus Annthonius Licentiat, vnnd Jeorge Nußpicker1, auch der verordenntenn vnnd gesanndtenn vnserer Stettenn, Cassell, Marpurgk, Hombergk vnnd Treysa, als der furnembstenn befundenn, Das wir als der Landtsfurst, ann stadt des gemeinenn nutzes, doch in alle wege ohn schadenn vnnd nachteil obgemelter Pfenner mehr Pfannenn, so viel wir ohnn gemelter vnser Vnderthanen der Pfenner schadenn, Saltz machenn vnnd verkeuffen lassenn konntenn, bawenn vnnd vfrichtenn lassen möchten, vnnd demnach ann dieselbenn Pfenner gnediglich begert, darin keine beschwerung zuhabenn, das wir vf die vbrige Sohlenn, mehr Pfannenn, ohn Irenn schadenn bawen, So werenn wir erbuetig mit Ihnenn ordenung zumachenn, wie mann siedenn, Holtzkeuffenn, vnnd auch Saltz verkeuffenn, auch alles annder dermassenn handeln solte, vnnd möchte, damit es ohnn der Pfenner schadenn möcht geschehenn vnnd zugehenn, Wiewohl nun die
Alexander von der Tann, Amtmann zu Vacha; Jost von Weitter, Kammermeister; Ebert von Bischofferode, Oberamtmann unserer Obergrafschaft Katzenelnbogen; Johann Feige, Kanzler; Dr. Johann Walter; Lizentiat Nikolaus Antonius und Georg Nußpicker — dazu der Verordneten und Gesandten unserer Städte Kassel, Marburg, Homberg und Treysa als der vornehmsten.
Dabei ist befunden worden, dass wir als der Landesfürst anstelle des gemeinen Nutzens, jedoch in jeder Hinsicht ohne Schaden und Nachteil der genannten Pfänner, mehr Pfannen bauen und errichten lassen dürfen — so viele, wie wir ohne Schaden unserer Untertanen, der Pfänner, Salz machen und verkaufen lassen können.
Demnach haben wir von denselben Pfännern gnädig begehrt, daran keinen Anstoß zu nehmen, dass wir auf die überschüssige Sole mehr Pfannen bauen, ohne ihnen zu schaden. Dafür waren wir erbötig, mit ihnen eine Ordnung zu treffen, wie man sieden, Holz kaufen, Salz verkaufen und alles Übrige handhaben solle, damit es ohne Schaden der Pfänner geschehe. Obwohl nun die
Unsichere Lesungen
- Nußpicker — Familienname, Lesung unsicher (Z. 5)