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Salzbibel · Lesetext · 2. Buch

Das zweite Buch · S. 227

Die Rechtsgutachten · S. 227 · Bl. 111r · Band 1

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Seiten am Stück

Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.

Die Rechtsgutachten

S. 210–361 · Bl. 102v–178v · Bd. 1 · Zeitleiste: 2. Buch

S. 227

Bl. 111rBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)

Das Annder Bůch

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteAt uero in casu nostro semper manet statum et uniforme Salis pretium1 in Salinis, quod si pretium Salis in Villis, vicis uel oppidis prouinciæ intendatur,

In unserem Fall aber bleibt der Preis des Salzes in den Salinen immer fest und gleichförmig; wenn aber der Preis des Salzes in den Dörfern, Flecken oder Städten des Landes gesteigert wird,

2

id contingit sine Sodalium culpa qnimo2 uel industria uel auaritia Vectorum ementium in Salinis et euehentium ad loca distantia, qui secundum qualitatem temporis & loci uel intendunt uel remittunt precium, cum interim Sodalitati nihil commodi accedat uel decedat quapropter l. 1.

so geschieht dies ohne Schuld der Genossen, vielmehr durch Betriebsamkeit oder Habgier der Fuhrleute, die in den Salinen kaufen und an entfernte Orte ausführen, die je nach Beschaffenheit der Zeit und des Ortes den Preis erhöhen oder senken, während der Genossenschaft unterdessen kein Vorteil zu- oder abgeht; weshalb l. 1.

3

C. de monopo. his adaptari non potest .

C. de monopo. hierauf nicht angewandt werden kann.

4

Nec obstat etiam, si diceretur, quod priuilegium præfatum sit personale, et sic non debuerit egdi3 personam Sodalium tempore impetrati priuilegij uiuentium l. qai tali ff. solu. matri. l.

Es steht auch nicht entgegen, wenn gesagt würde, dass das vorgenannte Privileg persönlich sei und daher nicht über die Person der zur Zeit der Erwirkung des Privilegs lebenden Genossen hinausgehen dürfe, l. qai tali ff. solu. matri., l.

5

Sorditorum C. de excusa mune. lib.

Sorditorum C. de excusa mune. lib.

6

X. l. 1. ff. de iure commu. c.

X., l. 1. ff. de iure commu., c.

7

Priuilegium de reg. iur. lib.

Priuilegium de reg. iur. lib.

8

VI.

VI.

9

Quia ex quod clare constat ex uerbis illius priuilegij, quod illa concessio fuerit realis et non personalis .

Denn aus den Worten jenes Privilegs steht klar fest, dass jene Bewilligung dinglich (realis) und nicht persönlich (personalis) gewesen ist.

10

Patet ex illis verbis Vz das obgedachtte Gebaurschafft vnnd Pfenner, vorgemelt.

Das ergibt sich aus jenen Worten, nämlich: dass die oben gedachte Gebauerschaft und die Pfänner, vorgemeldet,

11

Ihr Erbe, das Saltzwerck mitt allem seinen Herkommenn, rechttenn vnnd gewonnheittenn ?c.4

ihr Erbe, das Salzwerk mit allem seinem Herkommen, Rechten und Gewohnheiten etc.

12

Vorgemelt Ihr Erbe, inquit concessio .

‚Vorgemeldet ihr Erbe', sagt die Bewilligung.

13

Et etiam ex alijs Verbis sequentibus .

Und auch aus anderen folgenden Worten,

14

Vdz, Vnnd die Zahl der Saltzbodenn vnnd Pfannenn, welche Zahl die Furstenn zu Hessenn, auch niemanndts annders zubrechenn5 soll .

nämlich: Und die Zahl der Salzboden und Pfannen, welche Zahl die Fürsten zu Hessen, auch niemand anders, brechen soll.

15

Quæ profecto Verba sunt multum ampla & præcisa, et a ui Verborum in dubio non est procedendum l. non aliter ff. de lega. 3. l. 1. §.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Diese Worte sind fürwahr sehr weit und präzise, und von der Kraft der Worte ist im Zweifel nicht abzugehen, l. non aliter ff. de lega. 3., l. 1. §.

Unsichere Lesungen

  1. pretium — beide Male als ptium-Kuerzel geschrieben
  2. qnimo — Kuerzung, wohl quinimo
  3. egdi — Kuerzung mit Strich, wohl egredi); l. qai tali (Lesung des Allegats unsicher, wohl l. qui tali); Quia ex (ueber dem folgenden quod (Z. 14) steht eine kleine 2, wohl Umstellungszeichen
  4. ?c. — Kuerzel nach gewonnheittenn, wohl etc.
  5. zubrechenn — Lesung unsicher, vergroessert geprueft

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