Salzbibel · Lesetext · 2. Buch
Das zweite Buch · S. 229–238
Die Rechtsgutachten · S. 229–238 · Bl. 112r–116v · Band 1
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Die Rechtsgutachten
S. 210–361 · Bl. 102v–178v · Bd. 1 · Zeitleiste: 2. Buch
S. 229
Bl. 112rBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)Das Annder Bůch
Fortsetzung von der vorigen SeiteJo. de ana, in c. quia frustra de usur. fat glos.1 in cle. & hi qui in Verbo nullo modo de æta & quali . ordi .
Jo. de ana, in c. quia frustra de usur.; dafür spricht die glos. in cle. & hi qui in Verbo nullo modo de æta & quali. ordi.
Vnde etiam si hoc sit statutum in fauorem partis non potest pars tacite uel expsse2 renuntiare p. c. dilecto de pbend. quia ubi datum est aliquid pro forma, non potest consensu partium tolli secundum Bart . in l. de his C. de transact.
Daher kann, auch wenn dies zugunsten einer Partei festgesetzt ist, die Partei weder stillschweigend noch ausdrücklich darauf verzichten, nach c. dilecto de pbend., denn wo etwas als Form gegeben ist, kann es nicht durch Zustimmung der Parteien aufgehoben werden, nach Bart. in l. de his C. de transact.
Quinimo hæc dictio nullatenus inficit actum ipso iure glos. in auten.
Ja, dieses Wort ‚nullatenus' macht den Akt von Rechts wegen (ipso iure) ungültig, glos. in auten.
TERTIÆ3 QVÆSTIO Iam uero ad tertiam quæstionem progrediamur, nimirum qua quæritur :
DRITTE FRAGE (TERTIÆ QVÆSTIO). Nun aber wollen wir zur dritten Frage fortschreiten, in der nämlich gefragt wird:
An sub pretextu publicæ utilitatis Dns Landgrauius possit maiorum suorum & præsertim patris Guilielmi quondam Landgrauij, priuilegia et confirmationes tollere & reuocare .
Ob der Herr Landgraf unter dem Vorwand des öffentlichen Nutzens die Privilegien und Bestätigungen seiner Vorfahren und besonders seines Vaters Wilhelm, weiland Landgrafen, aufheben und widerrufen könne.
Vt veritas magis elucescat, arguo ad partes .
Damit die Wahrheit besser hervorleuchte, argumentiere ich nach beiden Seiten.
Et in primis Videtur quod princeps possit huiusmodi conuentiones, priuilegia et confirmationes tollere .
Und zunächst scheint es, dass der Fürst solche Vereinbarungen, Privilegien und Bestätigungen aufheben könne.
Nam quamuis 9is4 opinio sit, quod priuilegia quæ transierunt in contractum princeps non possit tollere, ut statim infra late deducetur certe ista communis conclusio limitatur ut procedat non subsistente iusta causa .Läuft auf der nächsten Seite weiter
Denn obwohl die gemeine Meinung ist, dass der Fürst Privilegien, die in einen Vertrag übergegangen sind, nicht aufheben könne, wie sogleich unten ausführlich dargelegt werden wird, so wird diese gemeine Schlussfolgerung doch gewiss dahin eingeschränkt, dass sie gilt, wenn kein gerechter Grund vorliegt.
Unsichere Lesungen
- fat glos. — Lesung fat unsicher, vielleicht sat oder not
- expsse — Kuerzung, wohl expresse); p. c. dilecto de pbend. (Kuerzungen: p mit Strich (per), pbend wohl praebend); de anten . (wohl in auten. (Authentica) gemeint
- TERTIÆ — Ueberschrift in Auszeichnungsschrift; Endung Æ statt A auffaellig
- 9is — Kuerzel, wohl communis
S. 230
Bl. 112vBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)Das Ander Bůch
Fortsetzung von der vorigen SeiteNam quamuis 9is opinio sit, quod priuilegia quæ transierunt in contractum princeps non possit tollere, ut statim infra late deducetur certe ista communis conclusio limitatur ut procedat non subsistente iusta causa .
Denn obwohl die gemeine Meinung ist, dass der Fürst Privilegien, die in einen Vertrag übergegangen sind, nicht aufheben könne, wie sogleich unten ausführlich dargelegt werden wird, so wird diese gemeine Schlussfolgerung doch gewiss dahin eingeschränkt, dass sie gilt, wenn kein gerechter Grund vorliegt.
Subsistente aut1 iusta causa potest princeps conuentionem siue priuilegium præcedens, etiam quod transiuit in contractum reuocare, ut est tex. qp. in l. quod semel ff. de decret. ab ordi . facien .
Liegt aber ein gerechter Grund vor, so kann der Fürst eine vorausgehende Vereinbarung oder ein Privileg, auch wenn es in einen Vertrag übergegangen ist, widerrufen, wie der Text (tex. qp.) ist in l. quod semel ff. de decret. ab ordi. facien.
Ergo cum terminis nostris fuerit iusta causa, et concernens publicam utilitatem .
Da also in unserem Fall (in terminis nostris) ein gerechter Grund vorlag, und zwar ein den öffentlichen Nutzen betreffender.
Priuilegium concessum, secundum formam petitionis intelligitur et declaratur ut no.
Ein gewährtes Privileg wird nach der Form des Gesuchs verstanden und ausgelegt, wie anmerkt
Bald. in c. inter dilectos de fide instru. per illum tex. ibi ex forma petitionis .
Bald. in c. inter dilectos de fide instru., aufgrund jenes Textes dort: ‚ex forma petitionis' (nach der Form des Gesuchs).
Videndum igitur an preces2 Veritate nitantur c. ij. de rescrip. & l. præscriptione C. si contra ius Vel util. publ.
Es ist also zu prüfen, ob die Bitten auf Wahrheit beruhen, c. ij. de rescrip. und l. præscriptione C. si contra ius Vel util. publ.
Vnde si falsum sit, quod in narratione et præfatione priuilegij D.
Daher, wenn falsch ist, was in der Erzählung und Vorrede des Privilegs des Herrn
Guilielmi Landgrauij continetur ( prout per principem obijcitur ) gratia dr3 surreptitia et ipso iure non ualet c. ad aures infi. c. ad audientiam et de rescrip. ubi doct .
Landgrafen Wilhelm enthalten ist (wie vom Fürsten eingewendet wird), so wird die Gnade erschlichen (surreptitia) genannt und gilt von Rechts wegen nicht, c. ad aures infi., c. ad audientiam, et de rescrip., wo die Doktoren.
Quapropter cum societas Salinarum præcipuum fundamentum faciat in hoc priuilegio D.
Da deshalb die Gesellschaft der Salinen ihre hauptsächliche Grundlage auf dieses Privileg des Herrn
Guilielmi, incumbit onus probandi de ueritate eorum quæ in pæmio4 eiusdem priuilegij narrantur ut no.
Wilhelm stützt, liegt ihr die Beweislast (onus probandi) für die Wahrheit dessen ob, was in der Vorrede desselben Privilegs erzählt wird, wie anmerken
VI. sequitur Abbas in c. 2. in 2. no. de rescript .
VI.; es folgt Abbas in c. 2. in 2. no. de rescript.
Unsichere Lesungen
- aut — mit Ueberstrich, wohl autem); tex. qp. (doppelt unterstrichenes Kuerzel, Lesung unsicher
- preces — als pres-Kuerzel geschrieben
- dr — Kuerzel mit Strich, wohl dicitur); et de rescrip. (et als z-Kuerzel geschrieben
- pæmio — Kuerzung, wohl prooemio); c. 2. in 2. no. (Allegat mit Kuerzeln, Lesung unsicher
S. 231
Bl. 113rBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)Das Annder Bůch
Sed his non obstantibus, contrariam partem puto Veriorem .
Aber ungeachtet dessen halte ich die Gegenseite für richtiger.
Sunt enim Verba priuilegij præsertim Domini Guilielmi præcisa & exploratam principis Voluntatem ostendunt, nempe, quod neque per se neque per hæredes suos neque per alios insuper siue prope fontem Salinarum,
Denn die Worte des Privilegs, besonders des Herrn Wilhelm, sind präzise und zeigen den erforschten Willen des Fürsten, nämlich, dass er weder durch sich selbst noch durch seine Erben noch durch andere auf oder nahe bei der Solequelle
et per distantiam unius miliaris a dictis Salinis computando, quo quomodo1 domiculas ad conficiendum Sal, Vulgo Saltzbode ædificare neque uelit neque debeat .
und im Abstand einer Meile, von den besagten Salinen an gerechnet, auf welche Weise auch immer Häuschen zum Herstellen von Salz, gemeinhin Salzboden, bauen weder wolle noch solle.
Vnde cum priuilegij Verba clara sint, non est opus coniecturis l. continuus §. cum ita ff. de Verbo. obligat . et l. ille aut ille §. cum in uerbis. ff. de lega . 3 .
Da daher die Worte des Privilegs klar sind, bedarf es keiner Mutmaßungen, l. continuus §. cum ita ff. de Verbo. obligat. und l. ille aut ille §. cum in uerbis. ff. de lega. 3.
Vnnd die Zahl der Höltzbodte[?]2, vnnd Pfannenn niemanndt annders zerbrechenn3 soll, sonndernn viertzigk4 vnnd dreij Saltzbodte, vnnd souiel Pfannenn darin,
‚Und die Zahl der Holzboden[?] und Pfannen soll niemand anders zerbrechen, sondern dreiundvierzig Salzboden und so viele Pfannen darin
nicht mehr noch weniger zu ewigenn zeittenn pleibenn sollenn, etiam in minimo p5 intelliguntur, quia uerba neque plures neque pauciores præcisa sunt, l. non plures, ubi Bal.
sollen nicht mehr noch weniger zu ewigen Zeiten bleiben' werden auch im Kleinsten präzise verstanden, weil die Worte ‚weder mehr noch weniger' präzise sind, l. non plures, wo Bal.
Ptor6 ait, ubi Bar. ff. de acq. hered, fat glos. in cle 1, in Verb. earum7 par. de foro compo.
Prætor ait, wo Bar., ff. de acq. hered.; dafür spricht die glos. in cle 1, in Verb. earum par. de foro compo.
Nullatenus siue nullo modo sub quo includuntur quæ alias non includerentur c. ad nostram ut glos. de proba . in Ver . quo quomodo fat glos. in cle . ut hi qui in Ver . nullo modo de æta . et qual . ordi . his adde q sup infi . 2di dubij diximus Secundo principaliter pro hac parte adduco notabile Verbum .Läuft auf der nächsten Seite weiter
‚Nullatenus' oder ‚nullo modo' (auf keine Weise), worunter eingeschlossen wird, was sonst nicht eingeschlossen würde, c. ad nostram, wie die glos. de proba. in Ver. quo quomodo; dafür spricht die glos. in cle. ut hi qui in Ver. nullo modo de æta. et qual. ordi.; hierzu füge hinzu, was wir oben am Ende des zweiten Zweifels gesagt haben. Zweitens führe ich hauptsächlich für diese Seite den bemerkenswerten Ausspruch an
Unsichere Lesungen
- quo quomodo — Wortfolge unsicher, vielleicht quoquomodo
- Höltzbodte[?] — Anfangsbuchstabe H, vergroessert geprueft; sachlich wohl Saltzbodte gemeint (vgl. Z. 14)
- zerbrechenn — erster Buchstabe z/v unsicher, vergroessert geprueft
- viertzigk — Zahlwort, Lesung vierzigk/viertzigk
- p — p mit Kuerzungsstrich, wohl praecise
- Ptor — Kuerzung, wohl Praetor
- earum — als ea-rum-Kuerzel geschrieben; fat glos. wie p0229 unsicher
S. 232
Bl. 113vBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)Das Annder Bůch
Fortsetzung von der vorigen SeiteNullatenus siue nullo modo sub quo includuntur quæ alias non includerentur c. ad nostram ut glos. de proba . in Ver . quo quomodo fat glos.1 in cle . ut hi qui in Ver . nullo modo de æta . et qual . ordi . his adde q sup infi . 2di dubij diximus Secundo principaliter pro hac parte adduco notabile Verbum .
‚Nullatenus' oder ‚nullo modo' (auf keine Weise), worunter eingeschlossen wird, was sonst nicht eingeschlossen würde, c. ad nostram, wie die glos. de proba. in Ver. quo quomodo; dafür spricht die glos. in cle. ut hi qui in Ver. nullo modo de æta. et qual. ordi.; hierzu füge hinzu, was wir oben am Ende des zweiten Zweifels gesagt haben. Zweitens führe ich hauptsächlich für diese Seite den bemerkenswerten Ausspruch an
Bar . in l. digna VOX C. de legibus . ubi uoluit quod quando princeps facit pactum cum aliqua ciuitate, quia pacta sunt de iure gentium, ut l. ex hoc Jure, ff. de iust. et Jure,
des Bar. in l. digna VOX C. de legibus, wo er gewollt hat, dass, wenn der Fürst einen Vertrag mit irgendeiner Stadt schließt, weil Verträge dem Völkerrecht (ius gentium) angehören, wie l. ex hoc Jure, ff. de iust. et Jure,
et iura gentium sunt immutabilia ut §. sed natia2 Institu. de iure natu. gent. et ciui . sequitur quod etiam talia pacta sunt immutabilia Et ad hoc multum bene se conformat illud quod uoluit Dns Abbas pan . in c. nouit extra de Judi . ubi uoluit quod quamuis priuilegium concessum subdito possit reuocari per cle pastoralis de re Judi. & inno . in c. ura de iniur .
und die Rechte der Völker unveränderlich sind, wie §. sed natia Institu. de iure natu. gent. et ciui., folgt, dass auch solche Verträge unveränderlich sind. Und damit stimmt sehr gut überein, was der Herr Abbas Pan. gewollt hat in c. nouit extra de Judi., wo er gewollt hat, dass, obwohl ein einem Untertan gewährtes Privileg widerrufen werden kann nach cle. pastoralis de re Judi. und Inno. in c. ura de iniur.,
Istud e3 Verum secundum eum, nisi talis concessio transiuerit in Jus gentium, puta quia princeps dedit alicui unam rem, et sic illi acquisitum est dominium quia tunc, secundum eum, reuocari non potest .
dies nach ihm wahr ist, es sei denn, eine solche Bewilligung ist in das Völkerrecht übergegangen, etwa weil der Fürst jemandem eine Sache gegeben hat und so jenem das Eigentum erworben worden ist, weil sie dann nach ihm nicht widerrufen werden kann.
Unsichere Lesungen
- fat glos. — wie p0229, Lesung fat unsicher); q sup infi . 2di (Kuerzel, wohl quae supra in fine secundi
- natia — mit Ueberstrich, wohl naturalia); c. ura (mit Ueberstrich, wohl c. uestra
- e — mit Ueberstrich, wohl est
- qdam — Kuerzel, wohl quaedam
S. 233
Bl. 114rBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)Das Annder Buch
Accedat quod cunctus[?]1 facti cum principe ligant ipsum principem, ita quod de iure princeps ad eorum obseruantiam teneatur.
Hinzu kommt, dass alle[?] mit dem Fürsten geschlossenen Verträge den Fürsten selbst binden, sodass der Fürst von Rechts wegen zu ihrer Beachtung gehalten ist.
Ista est conclusio Doctorum ut Cÿ. bar. bal. & aliorum in d. l. digna vox C. de legib. & in l. donones[?]2 quas diuus per illum tex. c. d dona. inter Vir. & uxor. & est tex. in c. de proba. ubi late Cano.
Das ist die Schlussfolgerung der Doktoren wie Cÿ., Bar., Bal. und anderer in d. l. digna vox C. de legib. und in l. donones[?] quas diuus, aufgrund jenes Textes, C. d dona. inter Vir. & uxor., und es ist der Text in c. de proba., wo ausführlich Cano.
Et propterea dicit bal. in l. princeps ff. de legib. post Cÿ. in d. l. digna uox, quod princeps potest contrahere cum suis fidelibus & tenetur eis de iure gentium et ciuili, quia ciuili rationi naturalis ratio operatur l. bona fides ff. de posi.
Und deshalb sagt Bal. in l. princeps ff. de legib., nach Cÿ. in d. l. digna uox, dass der Fürst mit seinen Getreuen Verträge schließen kann und ihnen nach Völkerrecht und Zivilrecht verpflichtet ist, weil die natürliche Vernunft auf die zivile Vernunft einwirkt, l. bona fides ff. de posi.
Alias si princeps ex pacto uel contractu non obligaretur alÿ, certe nec alius obligaretur principi ex respectu correlatiuorum & sic esset principi interdictum commercium, & esset tanquam exul. qui est omnium præsul.
Andernfalls, wenn der Fürst aus Vertrag oder Kontrakt einem anderen nicht verpflichtet wäre, wäre gewiss auch kein anderer dem Fürsten verpflichtet, wegen der Wechselbeziehung der Korrelate, und so wäre dem Fürsten der Rechtsverkehr untersagt, und er wäre gleichsam ein Verbannter, der doch aller Vorsteher ist.
Præterea ultra decisiones Doctorum, qd est secundum rationem naturalem quod magis congruat humanæ fidei quam ea quæ placauerunt et in pactiones venerunt seruare. ut inquit iurisconsul. in l. 1. in princi. ff. de constitu. pecu.
Außerdem, über die Entscheidungen der Doktoren hinaus: Es entspricht der natürlichen Vernunft, dass nichts der menschlichen Treue mehr entspricht, als das zu halten, was man vereinbart hat und worüber man zu Abmachungen gekommen ist, wie der Rechtsgelehrte sagt in l. 1. in princi. ff. de constitu. pecu.
Si ergo istud est secundum rationem naturalem, quod quilibet teneatur pacta seruare tunc succedit illud quod eleganter inqt bal. in repe. l. 2. in con col.Läuft auf der nächsten Seite weiter
Wenn also dies der natürlichen Vernunft entspricht, dass jeder gehalten ist, Verträge zu halten, dann folgt das, was Bal. treffend sagt in repe. l. 2. in con col.
Unsichere Lesungen
- cunctus[?] — so geschrieben mit u-Bogen; grammatisch waere contractus zu erwarten (ligant, eorum)
- donones[?] — mit langem Kuerzungsstrich ueber dem Wort, wohl Abbreviatur fuer donationes (l. donationes quas)); c. d dona. (d mit Kuerzungsstrich, wohl de; Zitat C. de donationibus inter virum et uxorem
S. 234
Bl. 114vBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)Das Annder Buch
Fortsetzung von der vorigen SeiteSi ergo istud est secundum rationem naturalem, quod quilibet teneatur pacta seruare tunc succedit illud quod eleganter inqt bal. in repe. l. 2. in con col.1
Wenn also dies der natürlichen Vernunft entspricht, dass jeder gehalten ist, Verträge zu halten, dann folgt das, was Bal. treffend sagt in repe. l. 2. in con col.
Vbi inquit, quod licet princeps sit solutus lege positiua, non tamen est solutus dictamine rationis naturalis, nec à lege nostra. quia est aial2 rationale.
Wo er sagt, dass der Fürst zwar vom positiven Gesetz gelöst ist, aber nicht vom Gebot der natürlichen Vernunft noch von unserem Gesetz, weil er ein vernunftbegabtes Lebewesen (animal rationale) ist.
Et alibi inquit bal. non minus Vere quam eleganter in c. 1. §. fin. qui feu. dare pos. quod bona et naturales consuetudines ligant principem, quia potentius est ius naturale quam principatus.
Und anderswo sagt Bal., nicht weniger wahr als treffend, in c. 1. §. fin. qui feu. dare pos., dass gute und natürliche Gewohnheiten den Fürsten binden, weil das Naturrecht mächtiger ist als die Fürstengewalt.
Accedat illud quod dicit tex. in Epistola inter claras C. de summa trin. & fide cathol.
Hinzu kommt, was der Text sagt in Epistola inter claras C. de summa trin. & fide cathol.:
Nihil esse quod lumine clariore pfulgeat quam recta fides in principe.
Es gebe nichts, was in hellerem Licht erstrahle als der rechte Glaube (die rechte Treue) im Fürsten.
Et dicit bal. in preal. c. 1. §. fin q feu. dare poss. quod in ore principum firmior debet esse Veritas quam priuatorum.
Und Bal. sagt in dem vorangeführten c. 1. §. fin. q feu. dare poss., dass im Mund der Fürsten die Wahrheit fester sein muss als bei Privatleuten.
Et quod illa in principe potissimum sint attendenda & magis quam in priuato quod princeps ex suis conuentionib. oio obligetur, fat illud, quod singulariter dicit bal. in extremus[?] d pace constan. in Ver.
Und dass dies beim Fürsten am meisten zu beachten sei, und mehr als bei einem Privatmann, dass der Fürst aus seinen Vereinbarungen gänzlich verpflichtet wird, dafür spricht das, was Bal. eigens sagt in extremus[?] d pace constan. in Ver.
Si qua Vero, ubi arg. illius tex in Ver. bona fide no ubi omnes contractus, qui fiunt cum principe habent naturam bonæ fidei contractuum.
Si qua Vero, wo aus jenem Text in Ver. bona fide argumentiert und angemerkt wird, dass alle Verträge, die mit dem Fürsten geschlossen werden, die Natur von Verträgen guten Glaubens (bonae fidei contractus) haben.
Unsichere Lesungen
- in con col. — Zitatabbreviatur, Lesung der Buchstaben klar, Aufloesung unklar
- aial — mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer animal); conuentionib. oio ... fat (conuentionib. mit Kuerzungsstrich (-bus), oio = omnino, fat wohl fiat/facit abgekuerzt); in extremus[?] d pace con=stan. (wohl Abbreviatur fuer in extrauag. de pace constantiae; d mit Kuerzungsstrich = de
S. 235
Bl. 115rBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)Das Annder Buch
Et propterea secundum eum bona fides debet à principe in suis contractibus obseruari: cui bonæ fidei non congruit de iuris apicib. disputare ut l. si fideiussor §. quædam ff. manda.
Und deshalb muss nach ihm der gute Glaube vom Fürsten in seinen Verträgen beachtet werden; mit diesem guten Glauben verträgt es sich nicht, über Rechtsspitzfindigkeiten (de iuris apicibus) zu disputieren, wie l. si fideiussor §. quædam ff. manda.
Quinimo et nedum ipsi, sed etiam successores obseruare compelluntur ea q1 per ipsos dominos & principes iuste celebrata sunt ut ex tex. in c.
Ja, und nicht nur sie selbst, sondern auch die Nachfolger werden gezwungen, das zu beachten, was durch die Herren und Fürsten selbst rechtmäßig abgeschlossen worden ist, wie aus dem Text in c.
Abbate Sane, d re Judi. lb VI. et in c. ij Juncta glos in Ver. graues extra d dona. & in c. 1. de solu. & no bar. in l. prohibere §. plane ff. quod vi aut clam. & Cÿ. in l. digna vox C. de legib. et bal. in l. 1. ff. de consti. prin.
Abbate Sane, d re Judi. lb VI., und in c. ij zusammen mit der glos. in Ver. graues extra d dona., und in c. 1. de solu., und angemerkt von Bar. in l. prohibere §. plane ff. quod vi aut clam., und Cÿ. in l. digna vox C. de legib., und Bal. in l. 1. ff. de consti. prin.
Per illa ergo clarissime concludo quod conuentiones, priuilegia et confirmationes maiorum suorum ligant ipsum principem et ad earundem inviolabilem obseruantiam obligant.
Aus diesem allem schließe ich also aufs Klarste, dass die Vereinbarungen, Privilegien und Bestätigungen seiner Vorfahren den Fürsten selbst binden und zu deren unverletzlicher Beachtung verpflichten.
Porro pro illa parte, nimirum quod princeps easdem tollere uel reuocare non possit, adduco qdam2 pulcra Verba Bal. hunc casum nostrum decidentia in l. qui se patris C. unde libe.
Ferner führe ich für jene Seite, nämlich dass der Fürst dieselben nicht aufheben oder widerrufen könne, gewisse schöne Worte des Bal. an, die diesen unseren Fall entscheiden, in l. qui se patris C. unde libe.
Vbi inter cætera inqt, quod etiam imperator non potest mihi aufferre frudum[?]3 sine causa, prout etiam est tex. in c. 1. et ibi etiam Bal. de natu. feu. nisi sit feudum ptario concessum arg. l.Läuft auf der nächsten Seite weiter
Wo er unter anderem sagt, dass auch der Kaiser mir das Lehen[?] nicht ohne Grund wegnehmen kann, wie auch der Text ist in c. 1. und dort auch Bal. de natu. feu., es sei denn, das Lehen ist auf Widerruf (precario) gewährt, arg. l.
Unsichere Lesungen
- ea q — q mit Kuerzungsstrich, wohl quae); lb VI (lb mit hochgestelltem o, Abbreviatur wohl libro VI (Liber Sextus)
- qdam — q mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer quaedam
- frudum[?] — so geschrieben, dem Sinn nach feudum
S. 236
Bl. 115vBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)Das Annder Buch
Fortsetzung von der vorigen SeiteVbi inter cætera inqt, quod etiam imperator non potest mihi aufferre frudum[?] sine causa, prout etiam est tex. in c. 1. et ibi etiam Bal. de natu. feu. nisi sit feudum ptario1 concessum arg. l.
Wo er unter anderem sagt, dass auch der Kaiser mir das Lehen[?] nicht ohne Grund wegnehmen kann, wie auch der Text ist in c. 1. und dort auch Bal. de natu. feu., es sei denn, das Lehen ist auf Widerruf (precario) gewährt, arg. l.
Lutius ff. de euict.[?]2 seu per priuilegium, quia speciale ius est in principe ut possit reuocare suum priuilegium, etiam ex quo est alteri ius quæsitum etiam sine causa ut l. qui fundos C. d om agr. de ser. lb.
Lutius ff. de euict.[?], oder durch Privileg, weil es ein besonderes Recht beim Fürsten ist, dass er sein Privileg widerrufen kann, auch nachdem einem anderen daraus ein Recht erworben ist, auch ohne Grund, wie l. qui fundos C. d om agr. de ser. lb.
Sed si nam[?]3 est priuilegium sed conuentio, prout est formaliter in terminis nostris, tunc non potest reuocare, nisi secundum ipsius rei naturam, ut l. fundi C. de fun. patrio lib.
Aber wenn es nicht[?] ein Privileg, sondern eine Vereinbarung ist, wie es förmlich in unserem Fall vorliegt, dann kann er sie nicht widerrufen, es sei denn nach der Natur der Sache selbst, wie l. fundi C. de fun. patrio lib.
Nam et ille ait; Si princeps recipit pecuniam (ut in casu nostro contigit) significat Venditionem etiam si uteretur Verbo indulgemus siue concedimus uel simili Verbo itaq, esset reuocabilis contractus et non priuilegiu4 arg. l. fi.
Denn auch jener sagt: Wenn der Fürst Geld empfängt (wie es in unserem Fall geschehen ist), bedeutet das einen Verkauf, auch wenn er das Wort ‚wir gewähren' (indulgemus) oder ‚wir bewilligen' (concedimus) oder ein ähnliches Wort gebrauchte; daher wäre es ein widerruflicher Vertrag und kein Privileg, arg. l. fi.
Quin etiam ut Guidonis Suzarij ht5 sententia C. de Justini.
Ja, es ist sogar, wie Guido de Suzaria die Meinung vertritt, C. de Justini.
Imperator non potest reuocare priuilegium antecesoris, nec proprium ex quo est efficaciter quæsitum ius, dicens quod per reuocationem fieret alÿs iniuria, quæ maxime à principe debet esse remota,
Der Kaiser kann das Privileg seines Vorgängers nicht widerrufen, und auch nicht sein eigenes, aus dem ein Recht wirksam erworben ist, indem er sagt, dass durch den Widerruf anderen ein Unrecht geschähe, das vom Fürsten am meisten fern sein muss,
arg. l. ex facto ff. de Vulg. et pupil. sub. & l. 1. §. permittitur ff. de aqua quotid. et astiua et l. meminerunt.
arg. l. ex facto ff. de Vulg. et pupil. sub., und l. 1. §. permittitur ff. de aqua quotid. et astiua, und l. meminerunt.
Accedat quod retro principes concedentes & confirmantes huiusmodi priuilegia, et consuetudines lucrati sunt ingentem pecuniarum summam, et hodierno die perpetuos redditus annuatim lucratur ditionis princeps, ut ex literis constat Domini Guilielmi à pfato collegio Salinarum,Läuft auf der nächsten Seite weiter
Hinzu kommt, dass die früheren Fürsten, die solche Privilegien und Gewohnheiten gewährt und bestätigt haben, eine gewaltige Geldsumme gewonnen haben, und noch am heutigen Tag gewinnt der Fürst des Landes jährlich immerwährende Einkünfte, wie aus den Briefen des Herrn Wilhelm feststeht, von dem vorgenannten Kollegium der Salinen,
Unsichere Lesungen
- ptario — p mit Kuerzungsschleife, Abbreviatur wohl precario
- euict.[?] — r/u mehrdeutig, dem Zitat nach ff. de euict(ionibus)); C. d om agr. de ser. lb. XI. (stark abgekuerztes Zitat, d mit Strich = de, lb mit hochgestelltem o = libro; wohl C. de omni agro deserto libro XI
- nam[?] — so geschrieben, dem Sinn nach non zu erwarten
- priuilegiu — mit Kuerzungsstrich ueber dem letzten u (-um)
- ht — mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer habet
S. 237
Bl. 116rBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)Das Annder Buch
Fortsetzung von der vorigen SeiteAccedat quod retro principes concedentes & confirmantes huiusmodi priuilegia, et consuetudines lucrati sunt ingentem pecuniarum summam, et hodierno die perpetuos redditus annuatim lucratur ditionis princeps, ut ex literis constat Domini Guilielmi à pfato1 collegio Salinarum,
Hinzu kommt, dass die früheren Fürsten, die derartige Privilegien und Gewohnheiten gewährt und bestätigt haben, eine gewaltige Geldsumme gewonnen haben, und dass der Landesfürst noch heutigen Tages jährlich immerwährende Einkünfte von der vorgenannten Gemeinschaft der Salinen (collegium Salinarum) gewinnt, wie aus den Briefen des Herrn Wilhelm feststeht,
qui profecto redditus perpetuam habent commensurationem cum re concessa, quapropter reuocari non potest, quia reuocans committeret dolum, ut l. si cum mihi ff. de dolo.
welche Einkünfte in der Tat ein immerwährendes Gegenmaß zu der gewährten Sache bilden; deshalb kann sie nicht widerrufen werden, weil der Widerrufende eine Arglist (dolus) beginge, wie l. si cum mihi ff. de dolo.
Ista sunt formaliter dicta bal. in d. l. qui se patris, quæ ita clare decidunt casum nostrum ut alia inductione non egeant.
Das sind förmlich die Worte des Baldus in d. l. qui se patris, die unseren Fall so klar entscheiden, dass sie keiner weiteren Herleitung bedürfen.
A qb. regulus ff. de dona. ubi dr, q donatio facta ob certa remunerabilia merita non potest reuocari concor. l. si pater. §. si quis aliquam eodem titu.
A quibus regulus ff. de dona., wo gesagt wird, dass eine Schenkung, die wegen bestimmter belohnungswürdiger Verdienste gemacht wurde, nicht widerrufen werden kann; übereinstimmend l. si pater. §. si quis aliquam eodem titu.
Dicit .u.2 ibidem bal. in d. l. si cum mihi ff. de dolo in fin. illam legem esse notandam pro Comitatensibus qui si pro consequendo beneficio aliquid præstiterunt, certe illud beneficium non potest postea tolli, quia ex hoc magis resultat contractus quam gratia simplex.
Denn Baldus sagt ebendort in d. l. si cum mihi ff. de dolo in fin., jenes Gesetz sei für die Comitatenser zu merken: Wenn diese zur Erlangung einer Wohltat etwas geleistet haben, so kann ihnen jene Wohltat gewiss nachher nicht mehr entzogen werden, weil daraus eher ein Vertrag (contractus) als eine bloße Gnade (gratia simplex) entsteht.
Septima principalis ratio, Cum ergo istud idem sit in casu nostro, ut per discursum omnium literarum perpenditur.
Septima principalis ratio (siebter Hauptgrund): Da also ebendies in unserem Fall zutrifft, wie sich aus dem Durchgang aller Briefe erwägen lässt.
Ergo talis conuentio et priuilegiorum concessio debet esse perpetuo irreuocabilis, nec debet posse tolli per successorem.Läuft auf der nächsten Seite weiter
Folglich muss eine solche Vereinbarung und Gewährung von Privilegien auf immer unwiderruflich sein, und sie darf durch den Nachfolger nicht aufgehoben werden können.
Unsichere Lesungen
- pfato — p mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer praefato); pcedentia p l. A qb. regulus (stark abgekuerzt; wohl praecedentia per l. Aquilius(?) Regulus ff. de donationibus, Lesung A qb. unsicher); ubi dr, q (dr mit Kuerzungsstrich = dicitur, q mit Strich = quod
- .u. — Abbreviatur zwischen Punkten, wohl enim (.n.) oder uero; Buchstabe wie u geschrieben
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Bl. 116vBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)Das Annder Buch
Fortsetzung von der vorigen SeiteErgo talis conuentio et priuilegiorum concessio debet esse perpetuo irreuocabilis, nec debet posse tolli per successorem.
Folglich muss eine solche Vereinbarung und Gewährung von Privilegien auf immer unwiderruflich sein, und sie darf durch den Nachfolger nicht aufgehoben werden können.
Nec obstat, si dicatur quod de talib. meritis constare aliter debeat quam per illam simplicem assertionem, d1 qua in Instrumentis siue literis.
Es steht auch nicht entgegen, wenn gesagt wird, dass solche Verdienste anders feststehen müssten als durch jene einfache Behauptung, von der in den Urkunden oder Briefen die Rede ist.
Constat siquidem etsi non alias certe ex literis D.
Denn sie stehen, wenn schon nicht anderswoher, so doch gewiss aus den Briefen des Herrn
Guilielmi de huiusmodi benemeritis uel luculentissime.
Wilhelm über derartige Wohlverdienste aufs Allerdeutlichste fest.
Accedat quod dicit bal. in c. 1. §. fin. qui feu. dare pos. ubi post glos. dicit quod Imperator non potest disuestire Vasallum, sine conuicta culpa, quia potentius est ius naturale quam principatus ut sup. diximus.
Hinzu kommt, was Baldus in c. 1. §. fin. qui feu. dare pos. sagt, wo er nach der Glosse sagt, dass der Kaiser einen Vasallen ohne erwiesene Schuld nicht entsetzen kann, weil das Naturrecht (ius naturale) mächtiger ist als die Fürstengewalt (principatus), wie wir oben gesagt haben.
Item quia non decet principem suum beneficium reuocare ut dicit notari p Jo. and. in c. quod dilectio de consang. & affin. in nouel.
Ebenso, weil es sich für einen Fürsten nicht ziemt, seine Wohltat zu widerrufen, wie er sagt, dass es von Johannes Andreae in c. quod dilectio de consang. & affin. in nouel. angemerkt wird.
Item quia in ore principis secundum eum, firmiter debet esse veritas, ut secundum eum legitur in libro Exodi.
Ebenso, weil ihm zufolge im Munde des Fürsten die Wahrheit fest sein muss, wie ihm zufolge im Buch Exodus zu lesen ist.
Hessorum principem Philippum, non posse tollere uel reuocare Conuentiones priuilegia & confirmationes eorundem per maiores suos dictæ societati Salinarum concessas.
Der Fürst der Hessen, Philipp, kann die Vereinbarungen, Privilegien und deren Bestätigungen, die durch seine Vorfahren der genannten Gesellschaft der Salinen gewährt worden sind, nicht aufheben oder widerrufen.
Non obstat primum fundamentum adductum in contra rium dirui, dicebatur quod subsistente causa potest tolli priuilegium quod transiuit in contractum.Läuft auf der nächsten Seite weiter
Die erste zum Gegenteil angeführte Grundlage steht nicht entgegen, sondern ist niederzureißen; es wurde gesagt, dass bei fortbestehendem Grund ein Privileg, das in einen Vertrag übergegangen ist, aufgehoben werden könne.
Unsichere Lesungen
- , d — d mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer de); p Jo. and. (p mit Unterstrich = per; Jo. and. wohl Johannes Andreae, erster Buchstabe J/langes s mehrdeutig