Salzbibel · Lesetext · 2. Buch
Das zweite Buch · S. 235–244
Die Rechtsgutachten · S. 235–244 · Bl. 115r–119v · Band 1
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Die Rechtsgutachten
S. 210–361 · Bl. 102v–178v · Bd. 1 · Zeitleiste: 2. Buch
S. 235
Bl. 115rBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)Das Annder Buch
Et propterea secundum eum bona fides debet à principe in suis contractibus obseruari: cui bonæ fidei non congruit de iuris apicib. disputare ut l. si fideiussor §. quædam ff. manda.
Und deshalb muss nach ihm der gute Glaube vom Fürsten in seinen Verträgen beachtet werden; mit diesem guten Glauben verträgt es sich nicht, über Rechtsspitzfindigkeiten (de iuris apicibus) zu disputieren, wie l. si fideiussor §. quædam ff. manda.
Quinimo et nedum ipsi, sed etiam successores obseruare compelluntur ea q1 per ipsos dominos & principes iuste celebrata sunt ut ex tex. in c.
Ja, und nicht nur sie selbst, sondern auch die Nachfolger werden gezwungen, das zu beachten, was durch die Herren und Fürsten selbst rechtmäßig abgeschlossen worden ist, wie aus dem Text in c.
Abbate Sane, d re Judi. lb VI. et in c. ij Juncta glos in Ver. graues extra d dona. & in c. 1. de solu. & no bar. in l. prohibere §. plane ff. quod vi aut clam. & Cÿ. in l. digna vox C. de legib. et bal. in l. 1. ff. de consti. prin.
Abbate Sane, d re Judi. lb VI., und in c. ij zusammen mit der glos. in Ver. graues extra d dona., und in c. 1. de solu., und angemerkt von Bar. in l. prohibere §. plane ff. quod vi aut clam., und Cÿ. in l. digna vox C. de legib., und Bal. in l. 1. ff. de consti. prin.
Per illa ergo clarissime concludo quod conuentiones, priuilegia et confirmationes maiorum suorum ligant ipsum principem et ad earundem inviolabilem obseruantiam obligant.
Aus diesem allem schließe ich also aufs Klarste, dass die Vereinbarungen, Privilegien und Bestätigungen seiner Vorfahren den Fürsten selbst binden und zu deren unverletzlicher Beachtung verpflichten.
Porro pro illa parte, nimirum quod princeps easdem tollere uel reuocare non possit, adduco qdam2 pulcra Verba Bal. hunc casum nostrum decidentia in l. qui se patris C. unde libe.
Ferner führe ich für jene Seite, nämlich dass der Fürst dieselben nicht aufheben oder widerrufen könne, gewisse schöne Worte des Bal. an, die diesen unseren Fall entscheiden, in l. qui se patris C. unde libe.
Vbi inter cætera inqt, quod etiam imperator non potest mihi aufferre frudum[?]3 sine causa, prout etiam est tex. in c. 1. et ibi etiam Bal. de natu. feu. nisi sit feudum ptario concessum arg. l.Läuft auf der nächsten Seite weiter
Wo er unter anderem sagt, dass auch der Kaiser mir das Lehen[?] nicht ohne Grund wegnehmen kann, wie auch der Text ist in c. 1. und dort auch Bal. de natu. feu., es sei denn, das Lehen ist auf Widerruf (precario) gewährt, arg. l.
Unsichere Lesungen
- ea q — q mit Kuerzungsstrich, wohl quae); lb VI (lb mit hochgestelltem o, Abbreviatur wohl libro VI (Liber Sextus)
- qdam — q mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer quaedam
- frudum[?] — so geschrieben, dem Sinn nach feudum
S. 236
Bl. 115vBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)Das Annder Buch
Fortsetzung von der vorigen SeiteVbi inter cætera inqt, quod etiam imperator non potest mihi aufferre frudum[?] sine causa, prout etiam est tex. in c. 1. et ibi etiam Bal. de natu. feu. nisi sit feudum ptario1 concessum arg. l.
Wo er unter anderem sagt, dass auch der Kaiser mir das Lehen[?] nicht ohne Grund wegnehmen kann, wie auch der Text ist in c. 1. und dort auch Bal. de natu. feu., es sei denn, das Lehen ist auf Widerruf (precario) gewährt, arg. l.
Lutius ff. de euict.[?]2 seu per priuilegium, quia speciale ius est in principe ut possit reuocare suum priuilegium, etiam ex quo est alteri ius quæsitum etiam sine causa ut l. qui fundos C. d om agr. de ser. lb.
Lutius ff. de euict.[?], oder durch Privileg, weil es ein besonderes Recht beim Fürsten ist, dass er sein Privileg widerrufen kann, auch nachdem einem anderen daraus ein Recht erworben ist, auch ohne Grund, wie l. qui fundos C. d om agr. de ser. lb.
Sed si nam[?]3 est priuilegium sed conuentio, prout est formaliter in terminis nostris, tunc non potest reuocare, nisi secundum ipsius rei naturam, ut l. fundi C. de fun. patrio lib.
Aber wenn es nicht[?] ein Privileg, sondern eine Vereinbarung ist, wie es förmlich in unserem Fall vorliegt, dann kann er sie nicht widerrufen, es sei denn nach der Natur der Sache selbst, wie l. fundi C. de fun. patrio lib.
Nam et ille ait; Si princeps recipit pecuniam (ut in casu nostro contigit) significat Venditionem etiam si uteretur Verbo indulgemus siue concedimus uel simili Verbo itaq, esset reuocabilis contractus et non priuilegiu4 arg. l. fi.
Denn auch jener sagt: Wenn der Fürst Geld empfängt (wie es in unserem Fall geschehen ist), bedeutet das einen Verkauf, auch wenn er das Wort ‚wir gewähren' (indulgemus) oder ‚wir bewilligen' (concedimus) oder ein ähnliches Wort gebrauchte; daher wäre es ein widerruflicher Vertrag und kein Privileg, arg. l. fi.
Quin etiam ut Guidonis Suzarij ht5 sententia C. de Justini.
Ja, es ist sogar, wie Guido de Suzaria die Meinung vertritt, C. de Justini.
Imperator non potest reuocare priuilegium antecesoris, nec proprium ex quo est efficaciter quæsitum ius, dicens quod per reuocationem fieret alÿs iniuria, quæ maxime à principe debet esse remota,
Der Kaiser kann das Privileg seines Vorgängers nicht widerrufen, und auch nicht sein eigenes, aus dem ein Recht wirksam erworben ist, indem er sagt, dass durch den Widerruf anderen ein Unrecht geschähe, das vom Fürsten am meisten fern sein muss,
arg. l. ex facto ff. de Vulg. et pupil. sub. & l. 1. §. permittitur ff. de aqua quotid. et astiua et l. meminerunt.
arg. l. ex facto ff. de Vulg. et pupil. sub., und l. 1. §. permittitur ff. de aqua quotid. et astiua, und l. meminerunt.
Accedat quod retro principes concedentes & confirmantes huiusmodi priuilegia, et consuetudines lucrati sunt ingentem pecuniarum summam, et hodierno die perpetuos redditus annuatim lucratur ditionis princeps, ut ex literis constat Domini Guilielmi à pfato collegio Salinarum,Läuft auf der nächsten Seite weiter
Hinzu kommt, dass die früheren Fürsten, die solche Privilegien und Gewohnheiten gewährt und bestätigt haben, eine gewaltige Geldsumme gewonnen haben, und noch am heutigen Tag gewinnt der Fürst des Landes jährlich immerwährende Einkünfte, wie aus den Briefen des Herrn Wilhelm feststeht, von dem vorgenannten Kollegium der Salinen,
Unsichere Lesungen
- ptario — p mit Kuerzungsschleife, Abbreviatur wohl precario
- euict.[?] — r/u mehrdeutig, dem Zitat nach ff. de euict(ionibus)); C. d om agr. de ser. lb. XI. (stark abgekuerztes Zitat, d mit Strich = de, lb mit hochgestelltem o = libro; wohl C. de omni agro deserto libro XI
- nam[?] — so geschrieben, dem Sinn nach non zu erwarten
- priuilegiu — mit Kuerzungsstrich ueber dem letzten u (-um)
- ht — mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer habet
S. 237
Bl. 116rBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)Das Annder Buch
Fortsetzung von der vorigen SeiteAccedat quod retro principes concedentes & confirmantes huiusmodi priuilegia, et consuetudines lucrati sunt ingentem pecuniarum summam, et hodierno die perpetuos redditus annuatim lucratur ditionis princeps, ut ex literis constat Domini Guilielmi à pfato1 collegio Salinarum,
Hinzu kommt, dass die früheren Fürsten, die derartige Privilegien und Gewohnheiten gewährt und bestätigt haben, eine gewaltige Geldsumme gewonnen haben, und dass der Landesfürst noch heutigen Tages jährlich immerwährende Einkünfte von der vorgenannten Gemeinschaft der Salinen (collegium Salinarum) gewinnt, wie aus den Briefen des Herrn Wilhelm feststeht,
qui profecto redditus perpetuam habent commensurationem cum re concessa, quapropter reuocari non potest, quia reuocans committeret dolum, ut l. si cum mihi ff. de dolo.
welche Einkünfte in der Tat ein immerwährendes Gegenmaß zu der gewährten Sache bilden; deshalb kann sie nicht widerrufen werden, weil der Widerrufende eine Arglist (dolus) beginge, wie l. si cum mihi ff. de dolo.
Ista sunt formaliter dicta bal. in d. l. qui se patris, quæ ita clare decidunt casum nostrum ut alia inductione non egeant.
Das sind förmlich die Worte des Baldus in d. l. qui se patris, die unseren Fall so klar entscheiden, dass sie keiner weiteren Herleitung bedürfen.
A qb. regulus ff. de dona. ubi dr, q donatio facta ob certa remunerabilia merita non potest reuocari concor. l. si pater. §. si quis aliquam eodem titu.
A quibus regulus ff. de dona., wo gesagt wird, dass eine Schenkung, die wegen bestimmter belohnungswürdiger Verdienste gemacht wurde, nicht widerrufen werden kann; übereinstimmend l. si pater. §. si quis aliquam eodem titu.
Dicit .u.2 ibidem bal. in d. l. si cum mihi ff. de dolo in fin. illam legem esse notandam pro Comitatensibus qui si pro consequendo beneficio aliquid præstiterunt, certe illud beneficium non potest postea tolli, quia ex hoc magis resultat contractus quam gratia simplex.
Denn Baldus sagt ebendort in d. l. si cum mihi ff. de dolo in fin., jenes Gesetz sei für die Comitatenser zu merken: Wenn diese zur Erlangung einer Wohltat etwas geleistet haben, so kann ihnen jene Wohltat gewiss nachher nicht mehr entzogen werden, weil daraus eher ein Vertrag (contractus) als eine bloße Gnade (gratia simplex) entsteht.
Septima principalis ratio, Cum ergo istud idem sit in casu nostro, ut per discursum omnium literarum perpenditur.
Septima principalis ratio (siebter Hauptgrund): Da also ebendies in unserem Fall zutrifft, wie sich aus dem Durchgang aller Briefe erwägen lässt.
Ergo talis conuentio et priuilegiorum concessio debet esse perpetuo irreuocabilis, nec debet posse tolli per successorem.Läuft auf der nächsten Seite weiter
Folglich muss eine solche Vereinbarung und Gewährung von Privilegien auf immer unwiderruflich sein, und sie darf durch den Nachfolger nicht aufgehoben werden können.
Unsichere Lesungen
- pfato — p mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer praefato); pcedentia p l. A qb. regulus (stark abgekuerzt; wohl praecedentia per l. Aquilius(?) Regulus ff. de donationibus, Lesung A qb. unsicher); ubi dr, q (dr mit Kuerzungsstrich = dicitur, q mit Strich = quod
- .u. — Abbreviatur zwischen Punkten, wohl enim (.n.) oder uero; Buchstabe wie u geschrieben
S. 238
Bl. 116vBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)Das Annder Buch
Fortsetzung von der vorigen SeiteErgo talis conuentio et priuilegiorum concessio debet esse perpetuo irreuocabilis, nec debet posse tolli per successorem.
Folglich muss eine solche Vereinbarung und Gewährung von Privilegien auf immer unwiderruflich sein, und sie darf durch den Nachfolger nicht aufgehoben werden können.
Nec obstat, si dicatur quod de talib. meritis constare aliter debeat quam per illam simplicem assertionem, d1 qua in Instrumentis siue literis.
Es steht auch nicht entgegen, wenn gesagt wird, dass solche Verdienste anders feststehen müssten als durch jene einfache Behauptung, von der in den Urkunden oder Briefen die Rede ist.
Constat siquidem etsi non alias certe ex literis D.
Denn sie stehen, wenn schon nicht anderswoher, so doch gewiss aus den Briefen des Herrn
Guilielmi de huiusmodi benemeritis uel luculentissime.
Wilhelm über derartige Wohlverdienste aufs Allerdeutlichste fest.
Accedat quod dicit bal. in c. 1. §. fin. qui feu. dare pos. ubi post glos. dicit quod Imperator non potest disuestire Vasallum, sine conuicta culpa, quia potentius est ius naturale quam principatus ut sup. diximus.
Hinzu kommt, was Baldus in c. 1. §. fin. qui feu. dare pos. sagt, wo er nach der Glosse sagt, dass der Kaiser einen Vasallen ohne erwiesene Schuld nicht entsetzen kann, weil das Naturrecht (ius naturale) mächtiger ist als die Fürstengewalt (principatus), wie wir oben gesagt haben.
Item quia non decet principem suum beneficium reuocare ut dicit notari p Jo. and. in c. quod dilectio de consang. & affin. in nouel.
Ebenso, weil es sich für einen Fürsten nicht ziemt, seine Wohltat zu widerrufen, wie er sagt, dass es von Johannes Andreae in c. quod dilectio de consang. & affin. in nouel. angemerkt wird.
Item quia in ore principis secundum eum, firmiter debet esse veritas, ut secundum eum legitur in libro Exodi.
Ebenso, weil ihm zufolge im Munde des Fürsten die Wahrheit fest sein muss, wie ihm zufolge im Buch Exodus zu lesen ist.
Hessorum principem Philippum, non posse tollere uel reuocare Conuentiones priuilegia & confirmationes eorundem per maiores suos dictæ societati Salinarum concessas.
Der Fürst der Hessen, Philipp, kann die Vereinbarungen, Privilegien und deren Bestätigungen, die durch seine Vorfahren der genannten Gesellschaft der Salinen gewährt worden sind, nicht aufheben oder widerrufen.
Non obstat primum fundamentum adductum in contra rium dirui, dicebatur quod subsistente causa potest tolli priuilegium quod transiuit in contractum.Läuft auf der nächsten Seite weiter
Die erste zum Gegenteil angeführte Grundlage steht nicht entgegen, sondern ist niederzureißen; es wurde gesagt, dass bei fortbestehendem Grund ein Privileg, das in einen Vertrag übergegangen ist, aufgehoben werden könne.
Unsichere Lesungen
- , d — d mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer de); p Jo. and. (p mit Unterstrich = per; Jo. and. wohl Johannes Andreae, erster Buchstabe J/langes s mehrdeutig
S. 239
Bl. 117rBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)Das Annder Buch
Fortsetzung von der vorigen SeiteNon obstat primum fundamentum adductum in contra rium dirui, dicebatur quod subsistente causa potest tolli priuilegium quod transiuit in contractum.
Die erste zum Gegenteil angeführte Grundlage steht nicht entgegen, sondern ist niederzureißen; es wurde gesagt, dass bei fortbestehendem Grund ein Privileg, das in einen Vertrag übergegangen ist, aufgehoben werden könne.
Sed dum dicebatur, quod hic suberat justa causa, Respondeo et dico, quod Immo. quantum ad terminos nostros particulares non est Verum quod fuerit uera et iusta & sufficiens causa per quam possent reuocari aut tolli prius concessa, per maiores principis Via contractus.
Aber wenn gesagt wurde, dass hier ein gerechter Grund (iusta causa) zugrunde lag, so antworte ich und sage: Im Gegenteil, was unsere besonderen Umstände betrifft, ist es nicht wahr, dass ein wahrer, gerechter und hinreichender Grund vorgelegen hätte, durch den das zuvor von den Vorfahren des Fürsten auf dem Wege des Vertrags Gewährte widerrufen oder aufgehoben werden könnte.
Nam adhoc ut dicatur iusta et sufficiens causa, requiritur quod illa sit noua causa, uel etiam antiqua, quam tamen princeps ignoraret tempore statuti confecti uel tempore factæ concessionis,
Denn damit von einem gerechten und hinreichenden Grund gesprochen werden kann, ist erforderlich, dass es ein neuer Grund sei oder auch ein alter, den der Fürst jedoch zur Zeit der Abfassung des Statuts oder zur Zeit der erfolgten Gewährung nicht kannte;
tex. est. de hoc singularis & multum signandus in l. si hominem ff. manda, quem adhoc ibi multum no1 bar. & idem bar. in §. quibus in l. consti.
ein einzigartiger und sehr zu merkender Text hierzu ist l. si hominem ff. manda., den Bartolus dort hierzu ausführlich anmerkt, und derselbe Bartolus in §. quibus in l. consti.
Vbi dicit quod requiritur quod sit noua causa uel etiam antiqua quam princeps ignoraret conditi statuti tempore, q3 nunc sit nouiter detecta, et sit talis quam si princeps sciuisset tempore concessionis, Verisimiliter non fuisset concessurus.
Dort sagt er, dass erforderlich sei, dass es ein neuer Grund sei oder auch ein alter, den der Fürst zur Zeit des Erlasses des Statuts nicht kannte, der jetzt neu entdeckt worden ist und so beschaffen ist, dass der Fürst, hätte er ihn zur Zeit der Gewährung gekannt, wahrscheinlich nicht gewährt hätte.
Cum ergo in casu nostro, netrum[?]4 ex istis contingat, prout liquidissime apparet et latius circa quartam quæstionem dicetur, Ergo sequitur quod non fuit aliqua iusta & sufficiens causa, per quam posset princeps concessionem certi numeri domicularum et caldariorum prius factam reuocare de iure.Läuft auf der nächsten Seite weiter
Da nun in unserem Fall keines[?] von beiden zutrifft, wie aufs Klarste erhellt und bei der vierten Frage ausführlicher gesagt werden wird, so folgt, dass es keinen gerechten und hinreichenden Grund gab, durch den der Fürst die zuvor erfolgte Gewährung einer bestimmten Zahl von Koten (domicularum) und Pfannen (caldariorum) von Rechts wegen widerrufen könnte.
Unsichere Lesungen
- no — mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer notat
- igr — mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer igitur); no Dns Abb. Panor. (no mit Strich = notat, Dns = Dominus, Abbas Panormitanus
- q — q mit Kuerzungsstrich, wohl quae
- netrum[?] — so geschrieben, dem Sinn nach neutrum
S. 240
Bl. 117vBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)Das Annder Buch
Fortsetzung von der vorigen SeiteCum ergo in casu nostro, netrum[?] ex istis contingat, prout liquidissime apparet et latius circa quartam quæstionem dicetur, Ergo sequitur quod non fuit aliqua iusta & sufficiens causa, per quam posset princeps concessionem certi numeri domicularum et caldariorum prius factam reuocare de iure.
Da nun in unserem Fall keines[?] von beiden zutrifft, wie aufs Klarste erhellt und bei der vierten Frage ausführlicher gesagt werden wird, so folgt, dass es keinen gerechten und hinreichenden Grund gab, durch den der Fürst die zuvor erfolgte Gewährung einer bestimmten Zahl von Koten (domicularum) und Pfannen (caldariorum) von Rechts wegen widerrufen könnte.
Et ista apparet mihi clara et indubitata responsio.
Und das erscheint mir als klare und unzweifelhafte Antwort.
Fateor equidem Verum esse priuilegium zdm1 petitionis formam declarari, Sed cum narratio pfati2 priuilegij siue confirmationis Dni3 Guilielmi fuerit Verissima, ut ex multis antiquis imo antiquissimis literis perpenditur constat, principi nihil esse neq obreptum neq subreptum.
Ich gestehe zwar zu, dass es wahr ist, dass ein Privileg nach der Form der Bitte (secundum petitionis formam) ausgelegt wird; da aber die Erzählung des vorgenannten Privilegs oder der Bestätigung des Herrn Wilhelm völlig wahr gewesen ist, wie sich aus vielen alten, ja ältesten Briefen erwägen lässt, steht fest, dass dem Fürsten nichts erschlichen (obreptum) noch verschwiegen (subreptum) worden ist.
Decet igr principis beneficium esse mansurum.
Es ziemt sich also, dass die Wohltat des Fürsten Bestand hat.
Præterea a Vero alienissimum est præfatum principem Dnm Guilielmum tempore concessi priuilegij, in pupillari ætate fuisse constitutum.
Außerdem ist es der Wahrheit völlig fremd, dass der vorgenannte Fürst, Herr Wilhelm, zur Zeit der Gewährung des Privilegs im Mündelalter (in pupillari ætate) gestanden habe.
Nam ut ipsomet in literis asserit, assumpsit iam pridem prouinciæ et ditionis suæ regimen et gubernationem cui assertioni in hoc standum.
Denn wie er selbst in den Briefen versichert, hatte er schon lange zuvor das Regiment und die Regierung seines Landes und seiner Herrschaft übernommen, bei welcher Versicherung es hierin zu bleiben hat.
Creditur .n.4 graui & digno Viro, l. si à bonæ fidei, ff. de rei Vendi. ubi Ange. refert quandam facti contingentiam quanto magis Landgrauio Guilielmo principi integerrimo, et omnibus modis grauissimo.
Denn man glaubt einem ernsten und würdigen Mann, l. si à bonæ fidei, ff. de rei Vendi., wo Angelus einen gewissen Fall berichtet; um wie viel mehr dem Landgrafen Wilhelm, einem höchst unbescholtenen und in jeder Hinsicht höchst gewichtigen Fürsten.
Unsichere Lesungen
- zdm — mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer secundum
- pfati — p mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer praefati
- Dni — mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer Domini; ebenso Zeile 13 Dnm = Dominum
- .n. — Abbreviatur fuer enim
S. 241
Bl. 118rBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)Das Ander Buch.
Nempe, An sit contra publicam utilitatem et necessitatem communem, certum esse numerum domicularum1[?] & caldariorum?
Nämlich: Ist es gegen den öffentlichen Nutzen und die gemeine Notdurft, dass die Zahl der Koten[?] und Pfannen bestimmt ist?
Quanquam ad resolutionem istius dubij, iam pridem in secunda quæstione satis multa adduximus, adeo ut repetitione opus non esset, tamen ut quærentibus mos geratur hanc quæstionem latius explicandum duximus.
Obwohl wir zur Auflösung dieses Zweifels schon längst in der zweiten Frage genug angeführt haben, sodass eine Wiederholung nicht nötig wäre, haben wir es dennoch, um den Fragenden zu Willen zu sein, für gut befunden, diese Frage ausführlicher zu erläutern.
Nam cum uberrimæ sint Salinarum Venæ, adeo ut Salinarum aqua pluribus sufficiat, possitq; inde copia Salis uberrima confici, quæ non solum prouincialibus sed et exteris regionibus commodari posset, hæc publica utilitas præferenda est priuati commodati l.1. in fi.
Denn da die Adern der Salinen überaus reich sind, sodass das Salinenwasser für mehrere ausreicht und daraus eine überaus reiche Menge Salz hergestellt werden könnte, die nicht nur den Landeskindern, sondern auch auswärtigen Gegenden zugutekommen könnte, ist dieser öffentliche Nutzen dem privaten Vorteil vorzuziehen, l. 1. in fi.
Nam tametsi statutum sit per Collegium Canonicorum3 alicuius Ecclesiæ, et à summo pontifice confirmatum, ut certus et determinatus sit numerus Canonicorum tamen si augmentantur redditus Ecclesiæ,
Denn wenn auch durch das Kapitel der Kanoniker irgendeiner Kirche festgesetzt und vom Papst bestätigt ist, dass die Zahl der Kanoniker gewiss und bestimmt sei, so wird dennoch, wenn die Einkünfte der Kirche vermehrt werden,
augmentabitur et numerus Clericorum l. in Ecclesijs C. de Epis. & Cleri. c. cum M. de consti. c. qm d uita & honest.Läuft auf der nächsten Seite weiter
auch die Zahl der Kleriker vermehrt werden, l. in Ecclesijs C. de Epis. & Cleri., c. cum M. de consti., c. quoniam de uita & honest.
Unsichere Lesungen
- domicularum — Wortbild eher domicularum als domuncularum; gemeint sind die Siedehaeuser (domunculae)
- coia — mit Ueberstrich, wohl Abkuerzung fuer communia (C. communia de legatis)
- Canonicorum — in der Vorlage mit -rum-Kuerzel (Canonicoꝝ) geschrieben, hier aufgeloest
S. 242
Bl. 118vBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)Das Ander Buch.
Fortsetzung von der vorigen Seiteaugmentabitur et numerus Clericorum l. in Ecclesijs C. de Epis. & Cleri. c. cum M. de consti. c. qm d uita1 & honest.
auch die Zahl der Kleriker vermehrt werden, l. in Ecclesijs C. de Epis. & Cleri., c. cum M. de consti., c. quoniam de uita & honest.
Cleri. c. quanto de censi. cum similibus ubi uolunt Canonistæ quod accrescentibus fructibus nouæ creari debeant Præbendæ pares cum antiquis.
Cleri., c. quanto de censi. samt ähnlichen, wo die Kanonisten wollen, dass bei anwachsenden Früchten neue Pfründen geschaffen werden müssen, die den alten gleich sind.
Et ubi messis multa est et operarij pauci alij admittendi sunt. c. minouo[?]. 21. dist. glos. c. fi. de Verbo. signif.
Und wo die Ernte groß ist und der Arbeiter wenige sind, sind andere zuzulassen, c. minouo[?]. 21. dist., glos. c. fi. de Verbo. signif.
Sic in casu nostro à simili, Cum augeantur Venæ Salinarum augmentari etiam3 debet numerus Caldariorum.
So muss in unserem Fall nach Ähnlichkeit (à simili), da die Adern der Salinen zunehmen, auch die Zahl der Pfannen vermehrt werden.
Tertia est in Jure Regula, nempe, quod illud quod nemini nocet et mihi prodest, de facili concedendum est, Doct. in l.
Drittens gibt es im Recht die Regel, nämlich, dass das, was niemandem schadet und mir nützt, leicht zu gewähren ist, Doct. in l.
Imperi. offer. concordat tex. in l. 1. §. ijdem aiunt aquam ff. de aq. pluo. arcen. glos. in l. 2. ff. solu. matr. ubi bar.
Imperi. offer.; damit stimmt überein der Text in l. 1. §. ijdem aiunt aquam ff. de aq. pluo. arcen., glos. in l. 2. ff. solu. matr., wo Bartolus.
Sed cum Intentio & propositio eo tendat ut publicæ utilitati & necessitati, atq; ærario suo prosit et societati Salinarum non obsit, cum Salinarum aqua utriq; sufficiat, ædificandi facultas ei facile concedenda est.
Da aber die Absicht und das Vorhaben dahin zielt, dem öffentlichen Nutzen und der Notdurft sowie seiner Kammer zu nützen und der Gesellschaft der Salinen nicht zu schaden, da das Salinenwasser für beide ausreicht, ist ihm die Befugnis zu bauen leicht zu gewähren.
Adhæc, licet collegia à iure approbata possint facere statuta, super his quæ ad artem suam pertinent. l. fi.
Hierzu: Obwohl vom Recht gebilligte Körperschaften (collegia) Satzungen über das, was zu ihrem Gewerbe gehört, machen können, l. fi.
Unsichere Lesungen
- c. qm d uita — Abkuerzungen: qm mit Kuerzungsstrich (quoniam?), d mit Strich (de); Zitatkette kanonistisch
- mino=uo — Zeilenuebergang 5/6; Wortbild mino=uo, moeglicherweise c. in nouo, 21. dist. (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)
- etiam — Wort wirkt nachgezogen/korrigiert, moeglicherweise ueber Gestrichenem); C. d præci. (d mit Kuerzungsstrich, wohl C. de preci(bus) Imperatori offer(endis)
S. 243
Bl. 119rBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)Das Annder Buch
C. de iuris omnium jud. et l. f. ff. de colle. illi.1 hactenus tantum conceditur hoc, quatenus publ. sanctionibus non contradicant uel alijs præiudicent.
C. de iuris omnium jud. und l. f. ff. de colle. illi., so wird dies nur insoweit zugestanden, als sie den öffentlichen Satzungen nicht widersprechen oder anderen nicht zum Nachteil gereichen.
Quapropter si faciant legem ut certe personæ possent tantum artem illam exercere et non alij uel similes.
Wenn sie deshalb ein Gesetz machen, dass nur bestimmte Personen jenes Gewerbe ausüben können und nicht andere oder ähnliche,
Sed leges et Statuta huius collegij Salinarum sunt huiusmodi.
Aber die Gesetze und Satzungen dieser Gemeinschaft der Salinen sind von dieser Art.
His adde quod secundum diuersitatem temporum et Varietatem rerum priuilegia sunt Varianda c. non debet de con sang. et affi. glos. in c. constitutus de reg. domi. quandoquidem tempori debet conueniri lex c. deniq; 4 dist.
Füge dem hinzu, dass nach der Verschiedenheit der Zeiten und dem Wechsel der Dinge die Privilegien zu ändern sind, c. non debet de consang. et affi., glos. in c. constitutus de reg. domi., da ja das Gesetz der Zeit angepasst sein muss, c. denique 4 dist.
Facit elegans dictum bar. in l. quod ad præsens.
Hierzu dient der treffliche Ausspruch des Bartolus in l. quod ad præsens.
Quod si ex forma statuti tenentes lacum Perusinum teneantur ad certam quantitatem piscium singulis diebus: tantum si ex causa multitudo gentium superuenit, poterunt tenentes lacum cogi ad portandum tantum piscium quod multitudini sufficiat.
Dass nämlich, wenn nach der Form des Statuts die Pächter des Sees von Perugia zu einer bestimmten Menge Fische an jedem einzelnen Tag verpflichtet sind, dann, wenn aus einem Anlass eine Menge Volks hinzukommt, die Pächter des Sees gezwungen werden können, so viele Fische zu bringen, wie der Menge genügt.
Vnde si tempore Statuti huiusmodi de certo numero domicularum et caldariorum, eiusq; confirmationis paucitas non refragabatur, tamen hodiernis temporibus tanto hominum excreuit multitudo et prouincialium frequentia,
Wenn daher auch zur Zeit eines derartigen Statuts über die bestimmte Zahl der Koten und Pfannen und seiner Bestätigung die geringe Zahl nicht entgegenstand, so ist doch in heutigen Zeiten die Menge der Menschen und die Zahl der Landeskinder so sehr angewachsen,
ut propter necessitatem2 urgentem & utilitatem euidentem, recedendum sit ab huiusmodi dispositione, cum finis legis concernere debeat necessitatem uel utilitatem subiectorum.Läuft auf der nächsten Seite weiter
dass wegen dringender Notdurft und offenkundigen Nutzens von einer derartigen Anordnung abzugehen ist, da der Zweck des Gesetzes die Notdurft oder den Nutzen der Untertanen betreffen muss.
Unsichere Lesungen
- l. f. ff. de colle. illi. — Zitatkette schwer aufloesbar; l. f. wohl l. fi(nalis), de colle(giis) illi(citis)); p. l. 1. (p mit Unterstrich, wohl per l. 1. C. de monop(oliis)); tb. XI (Kuerzel wohl lib. XI (C. de murilegulis, lib. XI)
- necessitatem — in der Vorlage abgekuerzt geschrieben (necessatem mit Kuerzungszeichen)
S. 244
Bl. 119vBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)Das Ander Buch
Fortsetzung von der vorigen Seiteut propter necessitatem urgentem & utilitatem euidentem, recedendum sit ab huiusmodi dispositione, cum finis legis concernere debeat necessitatem uel utilitatem subiectorum.
dass wegen dringender Notdurft und offenkundigen Nutzens von einer derartigen Anordnung abzugehen ist, da der Zweck des Gesetzes die Notdurft oder den Nutzen der Untertanen betreffen muss.
Sed pmissis non obstantib. contrariam sententiam de iure puto Veriorem.
Ungeachtet des Vorausgeschickten halte ich jedoch die gegenteilige Meinung von Rechts wegen für die richtigere.
Pro cuius clariori euidentia, pmitto primum quod Salinarum socijs permissum est habere corpus siue collegium l. 1. in prin.[?] ff. quod cuiusq; uniuer. no.
Zu deren klarerer Offenkundigkeit schicke ich erstens voraus, dass den Genossen der Salinen erlaubt ist, eine Körperschaft oder ein Kollegium zu haben, l. 1. in prin.[?] ff. quod cuiusque uniuer. no.
Et per consequens, Res communes et arcam communem eal.[?] §. 1.
Und folglich gemeinsame Sachen und eine gemeinsame Kasse, ea l.[?] §. 1.
Porro qui eiusdem collegij, sodales sunt, quibus lex potestatem facit pactionem quam Voluit sibi ferre, dum ne quid ex publica lege corrumpant l.
Ferner sind die, die demselben Kollegium angehören, Genossen (sodales), denen das Gesetz die Befugnis gibt, sich die Vereinbarung zu setzen, die sie wollen, sofern sie nichts vom öffentlichen Gesetz verletzen, l.
Sodales ff. de colle. illici. quiq; huic collegio psunt, corporis curatores dicuntur. l.
Sodales ff. de colle. illici.; und die diesem Kollegium vorstehen, werden Pfleger der Körperschaft (corporis curatores) genannt, l.
Iam Vero certum et determinatum esse numerum domicularum et caldariorum Vulgo der Bothenn vnnd Pfannen, neq; Juri neq; publicæ utilitati refragatur.
Dass nun aber die Zahl der Koten und Pfannen, gemeinhin „der Boten und Pfannen“ genannt, gewiss und bestimmt ist, widerstreitet weder dem Recht noch dem öffentlichen Nutzen.
Quandoquidem bonum non est quod immensum est, Et omne quod est nimium Vertitur in Vitium.
Denn was unermesslich ist, ist nicht gut, und alles, was zu viel ist, verkehrt sich in ein Laster.
Et (ut dici consueuit:) multitudo parit confusionem in auth:
Und (wie man zu sagen pflegt) die Menge gebiert Verwirrung, in auth.
Et infinitas iure reprobatur c. fin. de ætat. & qual. ord. et c. cum in multis de rescrip. in VI. & utrobiq; glos.
Und Unbegrenztheit wird vom Recht verworfen, c. fin. de ætat. & qual. ord. und c. cum in multis de rescrip. in VI., und an beiden Stellen die Glosse.
Quapropter laudabile est, tantum abest, ut iuri uel publicæ utilitati contrarium certum et determinatum esse præben darum et Canonicorum esse numerum c. constitutus de rescrip. c. qm de vita & honesta cle. c. fin. de Verb. significationibus l. non plures C. de sacro sancta Ecclesia l. in Ecclesijs C. de Episc. et cleri cum multis simil.Läuft auf der nächsten Seite weiter
Deshalb ist es lobenswert – so weit ist es davon entfernt, dem Recht oder dem öffentlichen Nutzen zuwider zu sein –, dass die Zahl der Pfründen und Kanoniker gewiss und bestimmt ist, c. constitutus de rescrip., c. quoniam de vita & honesta cle., c. fin. de Verb. significationibus, l. non plures C. de sacro sancta Ecclesia, l. in Ecclesijs C. de Episc. et cleri., mit vielen ähnlichen.
Unsichere Lesungen
- pmissis / obstantib. — p mit Kuerzungsstrich = praemissis; obstantib. mit Kuerzel = obstantibus; ebenso Zeile 4 pmitto = praemitto, Zeile 11 psunt = praesunt); in prin. (Wortbild eher prim als prin; gemeint l. 1 in principio); eal. §. 1. (Wortbild eal, wohl ead. (eadem lege) § 1); der Bothenn vnnd Pfannen (deutsche Woerter in Kurrent mit durchgehenden Querstrichen (Zierstriche durch th/nn/ff, keine Tilgung); Endung von Bothenn nicht eindeutig (-em/-enn) (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)