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Salzbibel · Lesetext · Einleitung

Die Einleitung · S. 28

Die Widmung an den Landgrafen · S. 28 · Bl. 11v · Band 1

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Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.

Die Widmung an den Landgrafen

S. 9–41 · Bl. 2–18 · Bd. 1 · Zeitleiste: Einleitung

S. 28

Bl. 11vBd. 1Einleitung · Die Widmung an den LandgrafenFaksimile (ORKA)
1

dieser zeitt gnediglich begeret, Ich auch ein sonnderlich neigung durch Gottes milde guete hierzu habe, vnnd ohnne des schuldigk mich erkenne, zum Tabernacul Gottes meine gabenn einzubringenn, Welches, wo es nicht Silber, Goltt, Sammet oder Seydenn, doch nach meinem vermugenn, ziegennhar, Dachsfelle, Saltz, vnnd geringer Materien sein könnenn, Damit Gottes Herligkeit auch am Saltz alhier zun Sodenn desto reicher vnnd mechtiger herfür vnnd am tagk komme, als habe Ich als ein beruffener diener Gottes, dieser kirchenn Inn Sodenn, nicht allein ampts wegenn, sonndernn auch, weil Ich des Hochlöblichenn Furstenthumbs zu Hessenn, meines geliebtenn vatterlanndts Einwöhner, desgleichenn bestelter Saltzgreue bin, vnnd vonn dem theurenn vnnd Christlichenn Heldenn, dem durchleuchttigenn vnnd hochgebornenn Furstenn vnd Herrn Herrn Philipsenn dem Elttern, Weylanndt Lanndtgrauen zu Hessenn, E. F. G. Herrnn Vatternn, Meynem gnedigenn furstenn vnnd herrnn, Hochlöblicher Christmilder vnnd seliger gedechtnus, Wie auch nicht weniger vonn E. F. G. selbst, mir dieses werck, vielfelttigk benohlenn wordenn, vnnd beide vonn Hochge=

zu dieser Zeit gnädig begehrt haben, ich auch durch Gottes milde Güte eine besondere Neigung dazu habe und mich ohnehin schuldig erkenne, meine Gaben in das Zelt Gottes einzubringen — und wenn es nicht Silber, Gold, Samt oder Seide sein kann, so doch nach meinem Vermögen Ziegenhaar, Dachsfelle, Salz und geringe Stoffe —, damit Gottes Herrlichkeit auch am Salz hier zu Sooden umso reicher und mächtiger zutage trete:

darum habe ich als ein berufener Diener Gottes an dieser Kirche in Sooden nicht nur von Amts wegen, sondern auch, weil ich Einwohner des hochlöblichen Fürstentums Hessen, meines geliebten Vaterlandes, und dazu bestellter Salzgraf bin, diese Arbeit unternommen. Denn dieses Werk ist mir vielfach aufgetragen worden: von dem teuren und christlichen Helden, dem durchlauchtigen und hochgeborenen Fürsten und Herrn, Herrn Philipp dem Älteren, weiland Landgrafen zu Hessen, Eurer Fürstlichen Gnaden Herrn Vater, meinem gnädigen Fürsten und Herrn hochlöblichen, christmilden und seligen Angedenkens, nicht weniger aber auch von Euren Fürstlichen Gnaden selbst. Und weil mir von beiden, dem hochge-

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