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Salzbibel · Lesetext · 2. Buch

Das zweite Buch · S. 283

Die Rechtsgutachten · S. 283 · Bl. 139r · Band 1

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Seiten am Stück

Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.

Die Rechtsgutachten

S. 210–361 · Bl. 102v–178v · Bd. 1 · Zeitleiste: 2. Buch

S. 283

Bl. 139rBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)

Das Annder Buch

1

Fortsetzung von der vorigen Seitequod tamen nihilominus princeps p̃t ex causa publicæ utilitatis illud reuocare, quando ista reuocatio fit in præiudicium subditi ipsius reuocantis, per tex. in d. c. in nostra. secundum intellectum Innocentij ibidem, ubi iuxta relationem plurimorum Doctorum hanc decisionem tenet et probat d.

…dass der Fürst gleichwohl aus einem Grund des öffentlichen Nutzens jenes widerrufen kann, wenn dieser Widerruf zum Nachteil eines Untertanen des Widerrufenden selbst geschieht, nach dem Text in dem genannten c. in nostra, gemäß dem Verständnis des Innocentius ebendort, wo er nach dem Bericht sehr vieler Doktoren diese Entscheidung vertritt und beweist, [ebenso] der genannte

2

Anth. de Butr.

Antonius de Butrio.

3

Qui opinatur quod omnia iura dicentia, Principem non posse reuocare statutum Vel priuilegium quod transiuit in contractum debeant intelligi in non subdito Principis reuocantis, secus autem in subdito, quia tunc potest. idem tenet dict.

Der meint, dass alle Rechtssätze, die sagen, der Fürst könne ein Statut oder Privileg, das in einen Vertrag übergegangen ist, nicht widerrufen, auf einen Nicht-Untertanen des widerrufenden Fürsten zu beziehen seien, anders aber bei einem Untertanen, denn dann kann er es. Dasselbe vertritt der genannte

4

Anth. de Butr. et Joann. de Imol. in c. nouit, de Juditij approbat. hoc dictum Ludouic.

Antonius de Butrio und Johannes de Imola in c. novit, de iudiciis; diesen Ausspruch billigt Ludovicus

5

Roman. consil. 4361. sũ XVI. et in cons. 352. in fin.

Romanus, consil. 436, Summarium XVI, und in cons. 352 am Ende.

6

Et istud est firmissimum fundamentum inter omnia quæ mihi occurrunt, pro parte Illustrissimi Principis Hassiæ Zum Sechstenn, möchtte gesagt werdenn, das die verstorbene Landtgrauenn hochlöblicher gedechtnus, mitt Ihrenn priuilegien, auch vertregenn, so Weylanndt Ire f. gl. den gemeinenn Pfennernn gegebenn, vnnd mitt Inenn auffgericht, dem Itzt regierenden Furstenn, tanquam successori ann s. f. gl. gerechttigkeit,

Und dies ist unter allem, was mir begegnet, das festeste Fundament für die Partei des durchlauchtigsten Fürsten von Hessen (Et istud est firmissimum fundamentum inter omnia quæ mihi occurrunt, pro parte Illustrissimi Principis Hassiæ). Zum Sechsten könnte gesagt werden, dass die verstorbenen Landgrafen hochlöblichen Gedächtnisses mit ihren Privilegien und auch Verträgen, die weiland Ihre Fürstlichen Gnaden den gemeinen Pfännern gegeben und mit ihnen aufgerichtet haben, dem jetzt regierenden Fürsten als Nachfolger (tanquam successori) an Seiner Fürstlichen Gnaden Gerechtigkeit

7

vnnd derselbenn Landt vnnd leutenn frommenn, gedeyen vnnd zunehmenn nicht habenn, könnenn præiudiciren, derwegenn auch vngeachttet derselbenn vertrege vnnd priuilegien, der hochberumbte Itzt regirennde Furst,

und an dem Frommen, Gedeihen und Zunehmen derselben Lande und Leute nicht haben präjudizieren (vorgreifen) können, weswegen auch ungeachtet derselben Verträge und Privilegien der hochberühmte, jetzt regierende Fürst

8

s. f. gl. vnnd derselbenn Lannde nuz vnnd bestes suchenn möchte, Probantur hæc per textum in L. digna vox in fin. ibi, alijs ~ successoribus indicamus.Läuft auf der nächsten Seite weiter

Seiner Fürstlichen Gnaden und derselben Lande Nutzen und Bestes suchen möge. Dies wird bewiesen durch den Text in L. digna vox am Ende, dort: „den Nachfolgern zeigen wir es an“ (alijs ~ successoribus indicamus),

Unsichere Lesungen

  1. 436 — Consiliennummer, Ziffern gepruft.); sũ XVI (Kuerzung, wohl 'sub' Nummer.); s. f. gl. (Kuerzel ohne Punkte geschrieben.

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