Salzbibel · Lesetext · 2. Buch
Das zweite Buch · S. 304
Die Rechtsgutachten · S. 304 · Bl. 149v · Band 1
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Die Rechtsgutachten
S. 210–361 · Bl. 102v–178v · Bd. 1 · Zeitleiste: 2. Buch
S. 304
Bl. 149vBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)Das Annder Buch
Fortsetzung von der vorigen SeitePer quæ patet R̄x ad text. in L. unica C. de monopolijs, ibi ad Victum pertinentis, ubi prohibentur huiusmodi monopolia, quia procedit re integra, secus est si fuerit præscriptum tanto tempore cuius initij memoria non est, in contrarium.
Woraus die Antwort (responsio) auf den Text in L. unica, C. de monopoliis, dort: „was zum Lebensunterhalt gehört“, klar wird, wo derartige Monopole verboten werden; denn das gilt bei unberührter Sache (re integra), anders ist es, wenn es so lange Zeit, an deren Anfang keine Erinnerung besteht, im Gegenteil verjährt worden ist.
Et generaliter habet locum hæc præscriptio etiam in his, quæ alias sunt inperscriptibilia, ut opt̄ Alexander dicit, cons.
Und allgemein findet diese Verjährung auch bei denjenigen Dingen statt, die sonst unverjährbar sind, wie Alexander aufs Beste sagt, cons.
VI Balb. in tractatu suo præscriptionum in loco p̄allegato, ad quem breuitatis causa remitto.
VI; Balbus in seinem Traktat über die Verjährungen an der vorher angeführten Stelle, auf den ich der Kürze halber verweise.
Möchtte aber einer sagenn, Es ist den Lanndtgrauenn wilkürlich gewesenn, des orts nach Irer fl. gl. gelegenheit Salzbode vnnd Pfannenn zu bauenn, vnnd darumb, wann auch gleich Ihre f. gl. vnnd Ire vorfahrenn, vergangener zeit des ortts nicht gebawet hettenn,
Es könnte aber einer sagen: Es ist den Landgrafen freigestellt gewesen, des Orts nach Ihrer Fürstlichen Gnaden Gelegenheit Salzböden und Pfannen zu bauen, und darum, auch wenn Ihre Fürstlichen Gnaden und ihre Vorfahren in vergangener Zeit des Orts nicht gebaut hätten,
dadurch köntenn Ire f. gl. nunmahls aus diesem Itzterzahlten eynigenn grunde in Ihrem Furstennthumb zubauen nicht verhindert werdenn, Vrsach das sich die dinge so wilkürlich zu keiner zeit wie die benannt werdenn mögl.2, mit verjahrenn, Ea enim quæ sunt meræ facultatis præscribi non possunt, L.
könnten dadurch Ihre Fürstlichen Gnaden nunmehr aus diesem jetzt erzählten einzigen Grund nicht gehindert werden, in ihrem Fürstentum zu bauen; Ursache: dass sich die Dinge, die freigestellt sind, zu keiner Zeit, wie sie auch benannt werden mögen, verjähren. Denn was bloßer Befugnis ist, kann nicht verjährt werden (ea enim quæ sunt meræ facultatis præscribi non possunt), L.
Viam publicam ff de Via publica et itin. publ. refic. et ibi gloss.
Viam publicam, ff. de via publica et itin. publ. refic., und dort die Glosse,
Bart. et doctor Felin. in c. cum accessissent, de constit.
Bartolus und der Doktor Felinus in c. cum accessissent, de constit.,
Unsichere Lesungen
- lb̄ I. — Kürzel, wohl lib.
- mögl. — Kürzung, wohl möglich