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Salzbibel · Lesetext · 2. Buch

Das zweite Buch · S. 346

Die Rechtsgutachten · S. 346 · Bl. 170v · Band 1

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Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.

Die Rechtsgutachten

S. 210–361 · Bl. 102v–178v · Bd. 1 · Zeitleiste: 2. Buch

S. 346

Bl. 170vBd. 12. Buch · Die RechtsgutachtenFaksimile (ORKA)

Das Annder Buch

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteNam ista vtilitas publica, quæ affert vtilitatem suam in communi et non in particulari, qualis est vtilitas Came ræ fiscalis, siue principis in iuribus de nouo quærendis non præfertur vtilitati priuatæ ita concludit Bart. in spē1 in L. 1.

Denn jener öffentliche Nutzen, der seinen Vorteil im Allgemeinen und nicht im Besonderen bringt — wie es der Nutzen der fiskalischen Kammer oder des Fürsten beim Erwerb neuer Rechte ist —, wird dem privaten Nutzen nicht vorgezogen; so schließt Bartolus im Besonderen (in specie) zu L. 1,

2

XXV. sum. ff. sol. matrimo. vbi dicit principem solere vtilitatem priuatam subditorum p̄ferre vtilitati Cameræ suæ ne Videatur auarus, st̄ verba Bart. pro quibꝰ allegat L. ij sed corrupte, est enim L. 1 § namq; hæc omnia.

Summarium XXV, ff. soluto matrimonio, wo er sagt, der Fürst pflege den privaten Nutzen der Untertanen dem Nutzen seiner Kammer vorzuziehen, damit er nicht habgierig erscheine; das sind die Worte des Bartolus, für die er L. ij anführt, aber fehlerhaft, denn es ist L. 1 § namque haec omnia,

3

C. de 2dis2 nup. vbi Imp̄ator iubet omnia q̄ perdit mulier, infra tempus luctus nubens, dari hæredibus mulieris ab intestato Venientib. et non fisco suo.

C. de secundis nuptiis, wo der Kaiser befiehlt, dass alles, was eine Frau verliert, die innerhalb der Trauerzeit heiratet, den Erben der Frau, die ab intestato kommen, gegeben werde und nicht seinem Fiskus.

4

Ne (: inquit ipse :) in his in quibus correctionem morum induximus, fisci Videamur habere rationem. tex. est in L. 1. et fin.

„Damit wir nicht“ (sagt er selbst) „in dem, worin wir eine Besserung der Sitten eingeführt haben, auf den Fiskus Rücksicht zu nehmen scheinen.“ Der Text ist in L. 1 und fin.,

5

C. de caduc. toll.

C. de caducis tollendis.

6

Priuatam Subditorum nostrorum vtilitatem, nostræ vtilitati (: inquit Imperator :) præferendam esse censemus.

„Den privaten Nutzen unserer Untertanen“ (sagt der Kaiser) „halten wir für unserem Nutzen vorzuziehen.“

7

Nostrum esse proprium subiectorum commodum Imperialiter existimantes.

„Indem wir in kaiserlicher Weise den Vorteil der Untertanen für unseren eigenen erachten.“

8

Atq; ideo ne Viderentur Imperatores, proprium compendium subditorum vtilitati p̄ponere, statuerunt magis priuato quam fisco fauendum, et ideo in dubio contra fiscum pronunciandum esse, ita dicit iuris consult. in L. non puto. ff. de iure fisci, vbi de hoc latius per Doctores.

Und damit die Kaiser nicht den Anschein hätten, ihren eigenen Gewinn dem Nutzen der Untertanen voranzustellen, haben sie deshalb festgesetzt, dass eher der Private als der Fiskus zu begünstigen und daher im Zweifel gegen den Fiskus zu entscheiden sei; so sagt der Jurist in L. non puto, ff. de iure fisci, wo davon ausführlicher bei den Doktoren.

Unsichere Lesungen

  1. spē — Abkürzung, wohl specie); L. 1. XXV. sum. (Allegation, Zeichen unsicher
  2. 2dis — Kürzel für secundis

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