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Salzbibel · Lesetext · Einleitung

Die Einleitung · S. 37–47

Die Widmung an den Landgrafen · S. 37–47 · Bl. 16r–21 · Band 1

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Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.

Die Widmung an den Landgrafen

S. 9–41 · Bl. 2–18 · Bd. 1 · Zeitleiste: Einleitung

S. 37

Bl. 16rBd. 1Einleitung · Die Widmung an den LandgrafenFaksimile (ORKA)
1

Inane heisse, zur Gottseligkeit nichts nutze, nur vff1[?] weltliche kurtzweil, die zeit zu vertreibenn gerichttet, als die da redt vonn denenn dingenn, wie sie seindt, aber nicht warumb sie seindt, vnnd wo sie herkommenn: Sonstenn wer Pauli schrifftenn mit vleis lieset, wirdet bekennenn vnnd sagenn, das er in Vera philosophia, sehr fürtreflich gewesenn seye, denn er Je wohl vonn den Metheoris hatt redenn könnenn, vnnd Irenn Vsum vnd finem gewust, vnnd anngezeigt, vnnd lobt nicht, wenn mann in Philosophia annfehet, sie aber zum rechttenn ende nicht bringenn will, Sonndernn wenn die anngefanngene gute gedannckenn vnnd Speculationes, wie ers nenntt verschwindenn, vnnd ehe sie zum ennde kommenn, auffhörenn, solchs misfelt ihme, Aus welchem wohl vnnd fest gesetztenn grundenn volgenn mus, das Philosophia mit Irenn partibus, ob wohl heidenn vnnd ketzer sie studiret habenn, doch keines weges zuverachttenn, Sonndernn vielmehr, das dieselb auch Gottes vnnd heiliger erleuchtter leute studium, auch anndernn heiligenn leutenn, als sonnderlich Prediger sein sollenn, wohl annstehenn

nichtig heißt, zur Gottseligkeit nichts nütze und nur auf weltlichen Zeitvertreib gerichtet ist — eines, das von den Dingen redet, wie sie sind, aber nicht, warum sie sind und woher sie kommen.

Sonst wird jeder, der die Schriften des Paulus mit Fleiß liest, bekennen und sagen, dass er in der wahren Philosophie sehr vortrefflich gewesen ist; denn er hat wohl von den Lufterscheinungen reden können, hat ihren Gebrauch und ihr Ziel gekannt und angezeigt. Er lobt es nicht, wenn man in der Philosophie anfängt, sie aber nicht zum rechten Ende bringen will; sondern wenn die begonnenen guten Gedanken und Betrachtungen, wie er es nennt, verschwinden und aufhören, ehe sie zum Ende kommen, das missfällt ihm.

Aus diesen wohl und fest gesetzten Gründen muss folgen, dass die Philosophie mit ihren Teilen keineswegs zu verachten ist, obwohl Heiden und Ketzer sie studiert haben. Vielmehr ist sie auch ein Studium Gottes und heiliger, erleuchteter Leute, und sie will auch anderen heiligen Leuten, besonders Predigern, wohl anstehen

Unsichere Lesungen

  1. vff — Wort am Zeilenende verwischt (Z. 1)

S. 38

Bl. 16vBd. 1Einleitung · Die Widmung an den LandgrafenFaksimile (ORKA)
1

vnnd gebuerenn wolle, Ja auch die Heylige schrifft, vnnd denn erstenn vnsers glaubenns Articul recht auszulegenn vnnd zupredigenn, vnnd die zuhörer mit furstellung der vnenndtlichenn weisheit, gewalt, gerechtigkeit, vnnd guetigkeitt Gottes, zur furchtte vnnd liebe Gottes, vnnd schuldigenn gehorsamb zuleitenn vnnd zuziehenn, zum hochstenn vonnötenn seye, Vnnd das dem allenn nach Ich indem, wenn anndre die zeit mit schlaffenn, mussig gang oder sonnst ohnne die Bibell zubracht, nebenn dem Predig ampt, mich etwas auf dieses studium salinarium, welches nicht das geringst theil Physices ist, gewenndet, vnnd also denn meinenn Gottes werck, Ja Gott selbst besser bekanndt zumachenn, Ich nichtt allein nichts verweisliches verwircket, Sonndernn vielmehr Gottes beuehl ausgerichtet, mein gewissenn gelediget, der welt mehr als anndere gedienet habe, bill ich vmb meines anngewenndtenn vleisses willenn, vielmehr zulobenn denn zuscheltenn seye, Das auch die Momi, die solcher meiner arbeit hönisch lachenn, vnnd mich leichtfertigk verspottenn werden,

und gebühren. Ja, sie ist aufs Höchste vonnöten, um die Heilige Schrift und den ersten Artikel unseres Glaubens recht auszulegen und zu predigen und um die Zuhörer durch die Darstellung der unendlichen Weisheit, Macht, Gerechtigkeit und Güte Gottes zur Furcht und Liebe Gottes und zum schuldigen Gehorsam zu leiten.

Wenn ich mich demnach — während andere die Zeit mit Schlafen, Müßiggang oder sonst ohne die Bibel zubringen — neben dem Predigtamt etwas auf dieses Studium des Salzwesens gewandt habe, das kein geringer Teil der Naturkunde ist, und wenn ich so den Meinen Gottes Werk, ja Gott selbst, besser bekannt zu machen suche: dann habe ich damit nicht nur nichts Tadelnswertes getan, sondern vielmehr Gottes Befehl ausgerichtet, mein Gewissen entlastet und der Welt mehr als andere gedient. Ich meine, ich sei um meines angewandten Fleißes willen weit eher zu loben als zu schelten.

Und was die Spötter angeht, die über diese meine Arbeit höhnisch lachen und mich leichtfertig verspotten werden —

S. 39

Bl. 17rBd. 1Einleitung · Die Widmung an den LandgrafenFaksimile (ORKA)
1

meine misgönner, die viel taddelnn, aber für sich selbst nichts machenn, oder zuuerbessernn wissenn, enntweder damnando quod nesciunt, vnwissenndt sundigenn, oder de industria, aus bosheitt bewegt, vnrecht thun, vnnd deshalb mit solchenn mehr mitleidenn zuhabenn, denn zu zannckenn seye: Weil sie nur mit solchen verachtungenn, Ire vnweisheitt, grobenn verstanndt vnnd kuhnheitt1[?], damit sie vberschutt seindt, vermeinenn zubedeckenn, Derwegenn Hochgebornner Fürst, gnediger Lanndts vatter vnnd Herr, Hab ich E. F. G. gnedigem begerenn nach, es in Gottes nahmenn gewagt, vnnd dis wergk für die hanndt genommenn, vnnd souiel Gott gnade geben, es so weit bracht, wie E. F. G. hiernebenn gnediglich zusehenn habenn, Bin furnemblich bey vnserm hessischenn Allenndorffischenn Saltzwerck bliebenn, vnd darbenebenn etlicher annderer auswertigenn Saltzwerck, so Ich gesehenn, doch nicht aller, gedacht, vnnd weil perennitas, wie Aristoteles sagt, die dinge dauonn mann schreibt, Commendirt, vnnd lobt, So hab Ich in meinem schreibenn vnnd werck, sonnderlich vff das

meine Missgünstigen, die viel tadeln, aber selbst nichts machen und nichts zu verbessern wissen —, so sündigen sie entweder aus Unwissenheit, indem sie verdammen, was sie nicht kennen, oder sie tun mit Absicht und aus Bosheit unrecht. Mit solchen ist deshalb mehr Mitleid zu haben als zu streiten, weil sie mit derlei Verachtung nur ihre eigene Unweisheit, ihren groben Verstand und ihre Anmaßung zu bedecken meinen, von denen sie überschüttet sind.

Darum, hochgeborener Fürst, gnädiger Landesvater und Herr, habe ich es auf Eurer Fürstlichen Gnaden gnädiges Begehren hin in Gottes Namen gewagt, dieses Werk in die Hand genommen und es, soweit Gott Gnade gegeben hat, so weit gebracht, wie Eure Fürstlichen Gnaden hier gnädig sehen mögen.

Ich bin vornehmlich bei unserem hessischen Allendorfer Salzwerk geblieben und habe daneben etlicher anderer auswärtiger Salzwerke gedacht, die ich gesehen habe — doch nicht aller. Und weil, wie Aristoteles sagt, die Dauer die Dinge empfiehlt und lobt, von denen man schreibt, so habe ich in meinem Schreiben und Werk besonders auf das

Unsichere Lesungen

  1. kuhnheitt — Lesung unsicher (Z. 8)

S. 40

Bl. 17vBd. 1Einleitung · Die Widmung an den LandgrafenFaksimile (ORKA)
1

Vhraltte herkommenn, dieses vnsers AllendorffischSaltzbronnenn gesehenn, darnach wahrgenommenn vnnd obseruirt, was sich nach der hanndt zugetragen, vnnd wie durch die hochlöblichen Furstenn zu Hessen, diesem löblichenn vnnd nutzlichenn werck Gottes, durch allerley mittell geholffenn wordenn, das es wie heut für augenn, in solchenn wolstanndt kommen, vnnd gehalttenn wirdt, Was ich aber weitters in diesem werck gehanndelt, habenn E. F. G. auff dem vmbgeschlagenenn blat gnediglich zusehenn, Will aber solches mein geringschetzig werck, E. F. Gl. als meinem gnedigenn Lanndtsfurstenn vnnd nechst Gott hochstenn beschutzer, vnnderthenniglich, mitt gebuerennder vnnd demutiger Reuerentz vnnd ehrerbietung gnediglich zubeschutzenn vnnderthenigst vnndergebenn, dediciren vnnd zuschreibenn, Demutig bittennde, E. F. G. wolttenn diese meine arbeit, lassen meine arbeit sein vnnd pleibenn, Wer etwas für sich bessers machenn kann, soll vonn mir zwar vnuerhindert pleibenn, Wollenn auch mein vnnd meiner kinder gnediger Herr sein, vnnd solches werck mehr

uralte Herkommen dieses unseres Allendorfer Salzbrunnens gesehen. Danach habe ich beobachtet und aufgezeichnet, was sich in der Folge zugetragen hat und wie durch die hochlöblichen Fürsten zu Hessen diesem löblichen und nützlichen Werk Gottes mit allerlei Mitteln geholfen worden ist, sodass es, wie es heute vor Augen steht, in solchen Wohlstand gekommen ist und darin gehalten wird.

Was ich sonst noch in diesem Werk behandelt habe, können Eure Fürstlichen Gnaden auf dem umgeschlagenen Blatt gnädig sehen.

Dieses mein geringes Werk aber will ich Euren Fürstlichen Gnaden als meinem gnädigen Landesfürsten und — nächst Gott — höchstem Beschützer untertänigst mit gebührender und demütiger Ehrerbietung zueignen und widmen, mit der Bitte um gnädigen Schutz. Ich bitte demütig, Eure Fürstlichen Gnaden wollten diese meine Arbeit meine Arbeit sein und bleiben lassen. Wer etwas Besseres zu machen weiß, dem soll es von mir unbenommen sein.

Wollten Sie auch mein und meiner Kinder gnädiger Herr sein und dieses Werk mehr

S. 41

Bl. 18rBd. 1Einleitung · Die Widmung an den LandgrafenFaksimile (ORKA)
1

vmb meines vnnderthenigenn gehorsambs vnnd gutter wohlmeinung, dann ausfurlicher grosser kunst weillenn, Wie es billich sein soltte, in gnadenn vonn mir auffnehmenn, vnnd demselbigenn gefallen lassen, So will ich hinforter mit allem meinem leibs vnnd lebenns vermögenn E. F. G. zu vnnderthenigem gefallenn zu tag, so nacht, zudienenn, vnnd bey Gott E. F. G. vnnd derselbenn Jungenn Herrnn vnnd Freuwlein, leibs gesundtheit vnnd friedtliches Regimentt, mitt meinem Vatter vnser, bey dem Herrnn zuerwerbenn, mich befleissenn, Dieselbige in des almechtigenn gnade, vnnd mich Irenn gnedigenn schutz vnnderthenniglich beuehlennde E. F. Gl.1[?] Vnnderthenniger, Gehorsamer vnnd treuw vleissiger. Johannes Rhenanus Pfarher vnnd Saltzgreue zum Sodenn

um meines untertänigen Gehorsams und meiner guten Absicht willen als um ausführlicher großer Kunst willen — wie es billigerweise sein sollte — in Gnaden von mir aufnehmen und sich daran genügen lassen.

So will ich fortan mit allem Vermögen meines Leibes und Lebens Euren Fürstlichen Gnaden zu untertänigem Gefallen bei Tag und Nacht dienen und mich befleißigen, bei Gott mit meinem Vaterunser für Eure Fürstlichen Gnaden und für deren junge Herren und Fräulein leibliche Gesundheit und ein friedliches Regiment zu erbitten.

Dieselben der Gnade des Allmächtigen und mich Ihrem gnädigen Schutz untertänigst befehlend,

Eurer Fürstlichen Gnaden untertäniger, gehorsamer und treuer, fleißiger

Johannes Rhenanus,
Pfarrer und Salzgraf zum Sooden.

Unsichere Lesungen

  1. E. F. Gl. — kalligraphische Kürzel, Lesung unsicher (Z. 14)

„Innhalt des ganntzen wercks“ — heute: Inhalt des gesamten Werks

S. 43–47 · Bl. 19–21 · Bd. 1 · Zeitleiste: Einleitung

S. 43

Bl. 19Bd. 1Einleitung · „Innhalt des ganntzen wercks“ — heute: Inhalt des gesamten WerksFaksimile (ORKA)

Innhalt des ganntzen wercks

1

Innhalt des ganntzen wercks

Inhalt des gesamten Werks

2

Das Erste Buch

Das erste Buch

3

Vonn Erster Annkunfft des Saltzwercks Sodenn, darin mit bestenndigenn Argumenten ex veris historijs bewiesenn wurdet, das dieses Saltzwerck vor Christi geburt, zu Cornelij Taciti, Caroli Magni, vnnd D. Bonifacij Zeittenn gewesenn, bis vff diese Zeitt pliebenn, sampt der Pfenner Priuilegien,

Vom ersten Ursprung des Salzwerks Sooden; darin wird mit stichhaltigen Argumenten aus wahren Geschichtsquellen (ex veris historiis) bewiesen, dass dieses Salzwerk schon vor Christi Geburt, zu den Zeiten des Cornelius Tacitus, Karls des Großen und des heiligen Bonifatius bestanden hat und bis auf diese Zeit geblieben ist; samt den Privilegien der Pfänner.

4

Das ander Buch

Das zweite Buch

5

Darinnenn allerley schreibenn Rathschlege vnnd bedennckenn, was vnnsernn gnedigenn fürsten vnnd herrnn Hochlöblicher gedechtnus bewogenn, wie auch S. Fgl.1 darzu kommenn, vber die — 42. Pfenner Bote2 noch mehr zubawenn, Vnnd was desthalb allerseits verlauffenn,

Darin allerlei Schreiben, Ratschläge und Bedenken: was unseren gnädigen Fürsten und Herrn hochlöblichen Gedächtnisses bewogen hat und wie Seine Fürstlichen Gnaden dazu gekommen sind, über die 42 Pfännerböden (Siedehäuser) hinaus noch mehr zu bauen, und was deshalb auf allen Seiten vorgefallen ist.

Aufnahme der Handschriftenseite Bd. 1, S. 43 (Bl. 19)
Das Inhaltsverzeichnis: „Innhalt des ganntzen wercks“ — heute: Inhalt des gesamten Werks Johannes Rhenanus, New Saltzbuch · Universitätsbibliothek Kassel — Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. Hass. 186, Bd. 1, S. 43 · Digitalisat · Public Domain Mark 1.0

Unsichere Lesungen

  1. S. Fgl. — Abkuerzung fuer Seine Fuerstliche Gnaden; genaue Buchstabenfolge der Abbreviatur nicht ganz sicher
  2. 42. Pfenner Bote — Zahl 42 durch Zoom geprueft; Bote = Boden/Bothen (Siedehaeuser) (42 Pfaennerboeden)

S. 44

Bd. 1Einleitung · „Innhalt des ganntzen wercks“ — heute: Inhalt des gesamten WerksFaksimile (ORKA)

Innhalt des ganntzen wercks

1

Das dritte Buch

Das dritte Buch

2

Hierauff eruolgter vertragk auch etliche Inmittelst verlauffene benebenn hanndtlung, durch welche vnnser gnediger fürst vnnd herr etc. zur zweymahl wiederholetenn Location vervhrsacht sich einzulassenn,

Der daraufhin erfolgte Vertrag, dazu etliche inzwischen ergangene Nebenverhandlungen, durch die unser gnädiger Fürst und Herr etc. veranlasst wurde, sich auf die zweimal wiederholte Location (Verpachtung) einzulassen.

3

Das Vierdte Buch

Das vierte Buch

4

Darin allerley Ordnungenn des Saltzwercks Erstlich der Pfenner, darnach vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn vnnd der Pfenner zugleich,

Darin allerlei Ordnungen des Salzwerks: erstlich die der Pfänner, danach die unseres gnädigen Fürsten und Herrn und der Pfänner gemeinsam,

5

Darauff Ordenung so Jost Becker1 vorgeschlagenn, vnnd dann die Ordenung so Ich Rhenanus zusammenn gezogenn, vnnd enndtlich etzliche holtzordenung mit denen von Allenndorff vnnd anndernn vffgerichtet.

darauf die Ordnung, die Jost Becker vorgeschlagen hat, dann die Ordnung, die ich, Rhenanus, zusammengezogen habe, und endlich etliche Holzordnungen, die mit denen von Allendorf und anderen aufgerichtet worden sind.

6

Das fünffte Buch

Das fünfte Buch

7

Darin der Eltteste Brunnenbaw so dieLäuft auf der nächsten Seite weiter

Darin [wird] der älteste Brunnenbau, den die …

Unsichere Lesungen

  1. Jost Becker — Name mit Zierstrich durch die Mittelbuchstaben (ck); Lesung Becker, auch Vecker moeglich; auf Bl. 20r als Beckernn wiederholt

S. 45

Bl. 20Bd. 1Einleitung · „Innhalt des ganntzen wercks“ — heute: Inhalt des gesamten WerksFaksimile (ORKA)

Innhalt des ganntzen wercks

1

Fortsetzung von der vorigen SeitePfenner vor dem letztenn Bronnenbaw vffgerichtet, darnach der annder Bronnenbaw, so bey vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn beschehenn, vnd vom Jost Beckernn1 seligenn beschriebenn, Vnnd dann auch anmeldung des Stollenbaws, so nach der hanndt vorgenommenn werdenn, beschriebenn werdenn,

… Pfänner vor dem letzten Brunnenbau errichtet haben, [darin werden] danach der andere (zweite) Brunnenbau, der unter unserem gnädigen Fürsten und Herrn geschehen und vom seligen Jost Becker beschrieben worden ist, und dann auch die Ankündigung des Stollenbaus, der hernach vorgenommen werden soll, beschrieben.

2

Der Erst Appendix

Der erste Appendix

3

Ein Gemein Resoluirbuch vff alle Terminos nahmenn vnnd wörtter, so in obgesatztenn büchernn verlauffenn, Hat der Holtzvogt Hanns Wagener bereitet.

Ein allgemeines Resolvier-Buch (Erklärungsbuch) über alle Fachausdrücke (Terminos), Namen und Wörter, die in den oben genannten Büchern vorkommen; es hat der Holzvogt Hans Wagener angefertigt.

Unsichere Lesungen

  1. Jost Beckernn — Name mit Zierstrich durch ck; Lesung Becker nicht voellig sicher (auch Vecker denkbar)

S. 46

Bd. 1Einleitung · „Innhalt des ganntzen wercks“ — heute: Inhalt des gesamten WerksFaksimile (ORKA)

Innhalt des ganntzen wercks

1

Der Annder Appendix.

Der zweite Appendix.

2

Vniuersal Probierbuch, so dem Churfurstenn zu Sachssenn Ich Rhenanus abgerechnet1 habe

Universal-Probierbuch, das ich, Rhenanus, für den Kurfürsten von Sachsen durchgerechnet (ausgearbeitet) habe.

3

Der dritte Appendix.

Der dritte Appendix.

4

Special Probirbuch vffs Saltzwerck Sodenn durch Christoff Hombergenn angefanngenn, vnnd volgenndts perpetuirt bis vff diese Zeitt.

Spezial-Probierbuch für das Salzwerk Sooden, durch Christoph Homberg angefangen und in der Folge fortgeführt (perpetuiert) bis auf diese Zeit.

Unsichere Lesungen

  1. abgerechnet — Lesung abgerech=net gesichert; gemeint wohl: fuer den Kurfuersten berechnet/ausgearbeitet

S. 47

Bl. 21Bd. 1Einleitung · „Innhalt des ganntzen wercks“ — heute: Inhalt des gesamten WerksFaksimile (ORKA)

Innhalt des ganntzen wercks

1

Der Vierdte Appendix.

Der vierte Appendix.

2

Mein Johannis Rhenani Reisebuch vnd bericht vonn allerley Saltzwerckenn vnnd Saltzbrunnen, so Ich hin vnnd wieder gesehenn,

Mein, Johannes Rhenanus', Reisebuch und Bericht von allerlei Salzwerken und Salzbrunnen, die ich hier und dort gesehen habe.

3

Hierin soll inserirt werdenn, Was Ich in sonndernn1 gehanndelt vnnd erfahrenn,

Hierin soll eingefügt werden, was ich im Einzelnen verhandelt und erfahren habe.

4

Miscellanea.

Miscellanea (Vermischtes).

5

Extract aller bey mir verwartenn Bücher vnnd brieffenn, daraus ich dieses alles extrahiret, aus welchem mann, Wo vnnd in welchem Buch oder Conuolut, mann Jede sachenn suchenn vnnd findenn soll, vnnd dann, anngezeigt wurdet etc.

Auszug (Extract) aus allen bei mir verwahrten Büchern und Briefen, aus denen ich dies alles exzerpiert habe; darin wird angezeigt, wo und in welchem Buch oder Konvolut man jede Sache suchen und finden soll, etc.

Unsichere Lesungen

  1. in sonndernn — Lesung nicht ganz sicher; Sinn: insonderheit, im Einzelnen
  2. Faszikel A-F, H und AA — Bleistiftvermerk moderner Hand, erstes Wort schwer lesbar (Faszikel?) (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)

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