Salzbibel · Lesetext · 2. Buch
Das zweite Buch · S. 388
Verhandlungen und Zwischenfälle · S. 388 · Bl. 191v · Band 1
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Verhandlungen und Zwischenfälle
S. 362–502 · Bl. 179r–249v · Bd. 1 · Zeitleiste: 2. Buch
S. 388
Bl. 191vBd. 12. Buch · Verhandlungen und ZwischenfälleFaksimile (ORKA)Das Annder Buch
Fortsetzung von der vorigen SeiteDas Georgk Sauchler senior anngezeigt, Nachdem augennscheinlich, das gemeine Pfenner ein zeitlang des Saltzabwerdenns halben grossenn schadenn erlitten, So wüste er doch vor sein Personn, souiel Ime Saltz gesottenn werdenn möchtte, wohl abzuwerdenn, derowegenn er auch seinenn mitgesellenn, sich mit Ime des Siedenns halbenn zuvergleichenn, etliche wege furgeschlagenn, aber nichts enndtlichs bey Ihnenn ausrichtenn könnenn, Welches er sich beschwert, vnnd meint, wenn er gleich sein saltz selbst nehmen, auch bessernn kauff, dann ein annder gibet, geben soltte, So were Je besser etwas dann gar nichts bekommen, verhofft auch, es soltte dem furstlichen vertrage nitt zu Jegenn sein, das enndtweder seine mitgesellenn Ime das Irte1[?] absödenn, oder Ime das seine nach anzahl des Jars abzusiedenn gestattetenn, Darinne er Irenn Rath,
Dass Georg Sauchler der Ältere angezeigt hat: Nachdem augenscheinlich sei, dass die gemeinen Pfänner eine Zeit lang wegen des Salzabsatzes großen Schaden erlitten hätten, so wüsste er doch für seine Person, so viel Salz ihm gesotten werden könnte, wohl abzusetzen; deswegen habe er auch seinen Mitgesellen, sich mit ihm wegen des Siedens zu vergleichen, etliche Wege vorgeschlagen, aber nichts Endgültiges bei ihnen ausrichten können. Darüber beschwere er sich und meine, wenn er gleich sein Salz selbst nehmen und es auch zu besserem Kauf, als ein anderer gibt, geben sollte, so wäre es doch besser, etwas als gar nichts zu bekommen; er hoffe auch, es sollte dem fürstlichen Vertrag nicht entgegen sein, dass entweder seine Mitgesellen ihm das Ihre[?] absieden oder ihm gestatten, das Seine nach der Zahl des Jahres abzusieden. Darin habe er ihren Rat,
wes er sich in dem zuhalttenn mitzutheilenn, freundtlich gebettenn habenn wölle, Darauff die Räthe sampt dem verordenntenn ausschos eintrechttig beschlossenn, Dieweil solches bishero nit gebreuchlich gewesenn, dem furstlichenn vertrage auch nicht gemes, so sey dennach kein newerung vorzunehmenn noch zugestattenn, Sonnder nach dem gemeine Pfenner vormahls eintrechtig beschlossen, das sie solchenn schadenn, das siedenn belanngendt, samptlich vnnd alle gleich tragenn,
wie er sich darin zu verhalten habe, freundlich erbeten. Darauf haben die Räte samt dem verordneten Ausschuss einträchtig beschlossen: Weil solches bisher nicht gebräuchlich gewesen und auch dem fürstlichen Vertrag nicht gemäß sei, so sei demnach keine Neuerung vorzunehmen noch zu gestatten; sondern nachdem die gemeinen Pfänner vormals einträchtig beschlossen hätten, dass sie solchen Schaden, das Sieden betreffend, sämtlich und alle gleich tragen
vnnd sich darumb vff die Rechnung vergleichenn wollenn, So bittenn sie das Jörge Sauchler vonn solchem furnehmenn abstehenn, vollent sich noch ein zeitlanng wie anndere gemeine Pfenner thun müssenn,
und sich darüber bei der Rechnung vergleichen wollten, so bitten sie, dass Jörg Sauchler von solchem Vorhaben abstehe und sich vollends noch eine Zeit lang, wie es andere gemeine Pfänner tun müssen,
gedüldenn wolle, Hatt er geantwort im Nahmenn Gotts, Wenns Je nit anders gesein kann, müsse er auch wie ein annder der besserung hoffenn, Durchleuchtiger Hochgebornner Furst gnediger Herr, E.Läuft auf der nächsten Seite weiter
gedulden wolle. Er hat geantwortet, im Namen Gottes, wenn es je nicht anders sein könne, müsse er auch wie ein anderer auf die Besserung hoffen. Durchlauchtiger, hochgeborener Fürst, gnädiger Herr, Euer
Unsichere Lesungen
- Irte — evtl. Ire