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Salzbibel · Lesetext · 2. Buch

Das zweite Buch · S. 406

Verhandlungen und Zwischenfälle · S. 406 · Bl. 200v · Band 1

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Seiten am Stück

Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.

Verhandlungen und Zwischenfälle

S. 362–502 · Bl. 179r–249v · Bd. 1 · Zeitleiste: 2. Buch

S. 406

Bl. 200vBd. 12. Buch · Verhandlungen und ZwischenfälleFaksimile (ORKA)

Das Ander Buch

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteKnechte teglich Ihr saltz, vnnd bleibe Ihnenn das Ihre liegenndt, Derhalbenn Ihr vleissig vnnd dienstlich bitt, das sie vermöge demselbigenn Fürstlichenn vertrage, vnnd der Pfenner beschehenn vertröstung nach, beÿ dem siedenn vnnd ververkauffe des Saltzes möchttenn gehanndthabet werdenn, damit sie Ihre nahrung erwerbenn, Ire güthern bezahlenn möchttenn, vnnd schuldt halbenn nicht endtweichenn durfftenn, Als dann wollenn auch sie ann Ihnenn nichts erwindenn lassenn, sonndernn alzeit Irenn müglichenn vleis vnd dienst trewlichenn Ihnenn vnnd Ihrenn güthernn zum bestenn beweisenn, vnd hierauff günstige antwortt gebettenn, Johann Riedenstein hatt aus bevelch der Pfenner, den Knechttenn, Ires freundtlichenn gethanenn anntragenns, vnnd schlislichenn erbietenns gedannckt, mit erbietung, das die Pfenner in gleichnus der Knechte schadenn vnvorkommenn, soviel Immer müglich geneiget, vnnd bedacht, Mit bitt sich nebenn den güthernn, welcher schade, Gott geklagt, auch nit kleine, ein zeitlanng zugeduldenn, dann es wolttenn die Pfenner,

Knechte täglich ihr Salz, und ihnen bleibe das Ihre liegen. Deshalb sei ihre fleißige und dienstliche Bitte, dass sie vermöge desselben fürstlichen Vertrags und nach der von den Pfännern geschehenen Vertröstung beim Sieden und Verkauf des Salzes gehandhabt werden möchten, damit sie ihre Nahrung erwerben, ihre Gutsherren bezahlen könnten und der Schulden wegen nicht entweichen müssten. Dann wollten auch sie an sich nichts fehlen lassen, sondern allezeit ihren möglichen Fleiß und Dienst ihnen und ihren Gutsherren treulich zum Besten beweisen; und hierauf baten sie um günstige Antwort. Johann Riedenstein hat aus Befehl der Pfänner den Knechten für ihren freundlich getanen Antrag und ihr abschließendes Erbieten gedankt, mit dem Erbieten, dass die Pfänner ebenso geneigt und bedacht seien, dem Schaden der Knechte, soviel immer möglich, vorzukommen, mit der Bitte, sich neben den Gutsherren, deren Schaden, Gott sei es geklagt, auch nicht klein sei, eine Zeit lang zu gedulden, denn die Pfänner wollten

2

der vnnd annder gebrechenn vnnd furgefallenn beschwerung halbenn, ein formliche Supplication ann Irenn gnedigenn Fürstenn vnnd herrnn, durch Ihre gesanndtenn zum forderlichstenn, gelanngenn lassenn, der tröstlichenn zuversicht, Fgl. wurden die Pfenner, sampt Irenn Knechtenn, beÿ dem ver verkauffe des Saltzes, wie verschriebenn, Furstlich vnnd löblich bleibenn lassenn vnnd behalttenn, Damit sie beiderseits schadenns verschonet, vnnd hinfurter benommenn möchten werdenn, Freÿtags nach Exaudi seindt bede Saltzgrevenn,

wegen dieser und anderer Gebrechen und vorgefallener Beschwerung eine förmliche Supplikation an ihren gnädigen Fürsten und Herrn durch ihre Gesandten aufs Förderlichste gelangen lassen, in der tröstlichen Zuversicht, Seine Fürstliche Gnaden würden die Pfänner samt ihren Knechten beim Verkauf des Salzes, wie verschrieben, fürstlich und löblich bleiben lassen und dabei erhalten, damit sie beiderseits des Schadens verschont und hinfort enthoben werden möchten. Am Freitag nach Exaudi (23. Mai) sind beide Salzgrafen

3

sampt dem Stadtschreiber vonn dem ausschos gemeiner Pfenner mit volgennder Supplication, ann vnnsernn Landtsfürstenn vnnd herrnn abgefertiget, vnnd habenn Jtztgemeltte gesanndte nachvolgenndenn Sonnabenndt vmb siebenn vhr Fgl. zur Karthaus anntroffenn, vnd die Supplication Fgl. behenndiget,Läuft auf der nächsten Seite weiter

samt dem Stadtschreiber von dem Ausschuss der gemeinen Pfänner mit folgender Supplikation an unseren Landesfürsten und Herrn abgefertigt worden, und die jetzt genannten Gesandten haben am darauffolgenden Sonnabend (24. Mai) um sieben Uhr Seine Fürstliche Gnaden in der Karthaus angetroffen und Seiner Fürstlichen Gnaden die Supplikation überreicht;

Unsichere Lesungen

  1. vnvor=kommenn — Lesung unsicher); ver verkauffe (Dittographie in Vorlage (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)

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