Salzbibel · Lesetext · 2. Buch
Das zweite Buch · S. 461
Verhandlungen und Zwischenfälle · S. 461 · Bl. 228r · Band 1
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Verhandlungen und Zwischenfälle
S. 362–502 · Bl. 179r–249v · Bd. 1 · Zeitleiste: 2. Buch
S. 461
Bl. 228rBd. 12. Buch · Verhandlungen und ZwischenfälleFaksimile (ORKA)Das Annder Buch
Fortsetzung von der vorigen Seitewohl ziehenn vnnd siedenn können, sonnderlich wann sfgl. wie anngefanngenn, mit dem Sohlennkastenn fortfarenn lasse, Hierauff sfgl. gesagt, Ja Jch kenne sie wohl, das sie gerne mich vnnd euch zwingenn wolttenn, Jch will Jme aber ferner nachdenncken, dann Jch bin nicht geneigt, ewernn schadenn zusuchenn, sonnder alwege mein Saltz dermassenn anzuwerdenn[?], das es euch ohne schadenn sey,
…wohl ziehen und sieden könnten, besonders wenn Seine Fürstlichen Gnaden, wie angefangen, mit dem Solekasten fortfahren ließen. Hierauf haben Seine Fürstlichen Gnaden gesagt: Ja, ich kenne sie wohl, dass sie gern mich und euch zwingen wollten. Ich will dem aber ferner nachdenken, denn ich bin nicht geneigt, euren Schaden zu suchen, sondern allewege mein Salz dermaßen abzusetzen[?], dass es euch ohne Schaden sei,
vnnd habe derhalbenn kundtschafft vfgelegt, vnnd wege gesucht, das ich mein Saltz souiel Jch dessenn gesiedenn kann, vf dem wasser hinab wohl weis abzuwerdenn,
und habe deshalb Kundschaft aufgelegt und Wege gesucht, dass ich mein Salz, soviel ich dessen sieden kann, auf dem Wasser hinab wohl abzusetzen weiß.
So will ich auch dem kauffgelde mitt den — 4 thalernn vnnd — 2 fl. weitter nachdenncken, Darauff Johann Nydennstein schlieslich geantwort, das die pfenner Je nicht annders vonn sfgl. vertröstet, dann das sfgl.
So will ich auch dem Kaufgeld mit den 4 Talern und 2 Gulden weiter nachdenken. Darauf hat Johann Nydennstein schließlich geantwortet, dass die Pfänner ja nicht anders von Seiner Fürstlichen Gnaden vertröstet worden seien, als dass Seine Fürstlichen Gnaden
Jhrenn schadenn in alwege zuuerkommenn geneigt, Vndertheniglich bittennde, sfgl. wolttenn dem auch also nachkommenn, Es werdenn auch sfgl. souiel das kauffgeldt belanngt bey der Lanndtschafft liederlich rath findenn, aus vhrsachenn,
ihrem Schaden in jeder Weise zuvorzukommen geneigt seien; untertänig bittend, Seine Fürstlichen Gnaden wollten dem auch so nachkommen. Es würden auch Seine Fürstlichen Gnaden, soviel das Kaufgeld anlangt, bei der Landschaft leicht Rat finden, aus der Ursache,
Dieweil der fuhrmann nicht des kauffgeldes des Saltzes sonnder der Zehrung halbenn das Saltz dieser theurenn zeit, neher nit gebenn kann, abermahls vndertheniglich bittennde, sfgl. woltte dem hanndell aufs furderlichst doch nach sfgl. gelegenheit, nachdenncken, vnnd sfgl. dieses gnedigenn abschiedts vnderthenig gedannckt.
weil der Fuhrmann nicht wegen des Kaufgeldes des Salzes, sondern wegen der Zehrung das Salz in dieser teuren Zeit nicht billiger geben kann; abermals untertänig bittend, Seine Fürstlichen Gnaden wollten dem Handel aufs Förderlichste, doch nach Seiner Fürstlichen Gnaden Gelegenheit, nachdenken, und haben Seiner Fürstlichen Gnaden für diesen gnädigen Abschied untertänig gedankt.