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Salzbibel · Lesetext · 2. Buch

Das zweite Buch · S. 468

Verhandlungen und Zwischenfälle · S. 468 · Bl. 231v · Band 1

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Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.

Verhandlungen und Zwischenfälle

S. 362–502 · Bl. 179r–249v · Bd. 1 · Zeitleiste: 2. Buch

S. 468

Bl. 231vBd. 12. Buch · Verhandlungen und ZwischenfälleFaksimile (ORKA)

Das Ander Buch

1

Fortsetzung von der vorigen SeiteGemeine Pfenner zu Allendorff ssbt[?] Vent1[?] Donnerstags nach Matthæi Anno ꝛc. 39. seindt Salzgrebenn, Marttenn, sampt beidenn Räthenn, vnnd dem ausschos gemeiner pfenner auff dem Rathause beyeinannder versamblet gewesenn, Vnnd habenn gedachte Salzgreben vnnd Marttenn, auff anngebenn vnnsers gnedigenn herrn Baumeisters Heinrich Muldeners gemeinen pfennernn anngezeigt, Was gestalt gedachter Muldener mit Ihnenn des Gebaues halbenn vor dem Gewelbe geredt, Nemblich das vnnser gnediger furst vnnd herr ein kunst dahin sezenn wolle, die das wilde wasser vnns den Born, wenn mann seudet, abösenn solle, vnnd darauf gemeiner pfenner Rath vnnd bedenckenn begeret, Was sie desselbigenn bawes halbenn bedacht, Hierauff habenn beide Rethe sampt dem ausschos vnnd gemeinenn pfennernn gerathschlaget, vnnd einmutiglich geschlossenn, das Ine keines wegs zurathenn, oder möglich, In einichenn gebaw zubewilligenn, vor der zeit das sie sehenn, ob Inenn der obgerurte vertragk gehalten, vnnd sie wiederumb zum siedenn kommenn möchttenn, vnnd Salzgrebenn vnnd Marttenn gedachtenn Heinrichenn Muldenernn, dieselbige anntwort wiederumb annzusagenn beuohlenn, Vent[?] Sonnabendts am abendt Sancti Micha: des morgens vor tage ist diese nachuolgende schrifft annkommen,

Gemeine Pfänner zu Allendorf ssbt[?] Vent[?] Am Donnerstag nach Matthäi (25. September) im Jahr 1539 sind die Salzgrafen, die Marten, samt beiden Räten und dem Ausschuss der gemeinen Pfänner auf dem Rathaus beieinander versammelt gewesen, und die genannten Salzgrafen und Marten haben auf Angabe des Baumeisters unseres gnädigen Herrn, Heinrich Muldener, den gemeinen Pfännern angezeigt, in welcher Weise der genannte Muldener mit ihnen wegen des Baues vor dem Gewölbe geredet hat, nämlich dass unser gnädiger Fürst und Herr eine Kunst (ein Hebewerk) dorthin setzen wolle, die das wilde Wasser uns von dem Born, wenn man siedet, ablösen[?] solle, und darauf der gemeinen Pfänner Rat und Bedenken begehrt, was sie wegen desselben Baues bedacht hätten; hierauf haben beide Räte samt dem Ausschuss und den gemeinen Pfännern beratschlagt und einmütig beschlossen, dass ihnen keineswegs zu raten oder möglich sei, in irgendeinen Bau zu willigen, vor der Zeit, dass sie sehen, ob ihnen der oben berührte Vertrag gehalten werde und sie wieder zum Sieden kommen könnten, und die Salzgrafen und Marten wurden beauftragt, dem genannten Heinrich Muldener dieselbe Antwort wiederum anzusagen. Vent[?] Am Samstag, am Vorabend Sankt Michaelis (Ende September), des Morgens vor Tag ist diese nachfolgende Schrift angekommen:

2

Philips vonn Gotts gnadenn Landtgraff zu Hessenn Graff zu Cazenelnpogen ꝛc Vnsernn liebenn Getrewenn N. den gemeinenn pfennernn zu Allendorff ann der Werra ꝛc Liebenn Getrewenn, Wir habenn ewer schreibenn am Abendt Sancti Mathæi nechstuergangenn gegeben, verstanndenn, Vnnd wiewohl wir euch nicht minder dann vnns zu gutem gernne gesehenn hettenn, das wir zu beiden theilnn, solche erorterung hettenn mugenn vberigk sein, So wollenn wir doch, dieweil wir vermerckenn, das euch die sachenn so hoch anngelegenn sein, dem auch nachuolgender gestalt nit zuwieder sein,Läuft auf der nächsten Seite weiter

Philipp, von Gottes Gnaden Landgraf zu Hessen, Graf zu Katzenelnbogen etc. Unseren lieben Getreuen N., den gemeinen Pfännern zu Allendorf an der Werra etc. Liebe Getreue, wir haben euer Schreiben, gegeben am Vorabend Sankt Matthäi (20. September) nächstvergangen, verstanden; und wiewohl wir es euch nicht minder als uns zum Guten gern gesehen hätten, dass wir auf beiden Seiten solcher Erörterung hätten überhoben sein können, so wollen wir doch, weil wir merken, dass euch die Sachen so hoch angelegen sind, dem auch in nachfolgender Weise nicht zuwider sein,

Unsichere Lesungen

  1. Vent — Kürzel wie oben, wohl Vnnd

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