Salzbibel · Lesetext · 1. Appendix
Der erste Appendix · S. 587–596
Das Bergwerksglossar · S. 587–596 · Bl. 292r–296v · Band 2
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Das Bergwerksglossar
S. 583–622 · Bl. 290r–309v · Bd. 2 · Zeitleiste: 1. Appendix
S. 587
Bl. 292rBd. 21. Appendix · Das BergwerksglossarFaksimile (ORKA)Der Erst Appendix
Der Erst Appendix. B. Bergkhaubtmann Dessenn ampt ist, das er alle Bergkwergk im Lannde in verwaltung vnnd vfsicht hat, vnnd alle rechnung annhörenn vnnd vnnderschreibenn muß, Bergk vogt. Dessen ampt ist, das er auch alle Bergkwergk, benebenn dem Bergkheuptmann in vfsicht, vnnd verwaltung hat, die befahrenn, Rechnung annhören helffen, vnnd mit vnnderschreibenn, auch allenn Sonnabendt am Meißner bey der bezahlung sein, vnnd demnach vf allen Bergkwergken den Zehendenn einbringen vnnd verrechnenn, Bergkschreiber. Dessenn ampt ist, das er alle die Kolenn, was derenn vf den Stolenn außgefürdert, zu seiner Innahme bringt, vnnd dieselbigenn Jedes maß vor — 2½ alb verkauffet, vnnd darüber richtige klare Rechnung thut, was er vor Kolenn vnnd geld [gestrichen: vt[?]]1
Der Erste Appendix. B. Bergkhauptmann. Dessen Amt ist es, dass er alle Bergwerke im Land in Verwaltung und Aufsicht hat und alle Rechnungen anhören und unterschreiben muss.
Bergvogt. Dessen Amt ist es, dass auch er alle Bergwerke neben dem Bergkhauptmann in Aufsicht und Verwaltung hat, sie befährt, die Rechnungen anhören hilft und mit unterschreibt, auch jeden Samstag am Meißner bei der Bezahlung zugegen ist und sodann auf allen Bergwerken den Zehnten einbringt und verrechnet.
Bergschreiber. Dessen Amt ist es, dass er alle Kohlen, die auf den Stollen ausgefördert werden, zu seiner Einnahme bringt und sie, jedes Maß für 2½ Albus, verkauft und darüber richtige, klare Rechnung legt, was er an Kohlen und Geld
Unsichere Lesungen
- [gestrichen: vt[?]] — getilgter Wortansatz unleserlich (Z. 20)
S. 588
Bl. 292vBd. 21. Appendix · Das BergwerksglossarFaksimile (ORKA)Der Erst Appendix
Der Erst Appendix. einnimmet, vnnd was wiederumb er dargegenn außgibt, Muß auch auf die arbeiter sehenn, das sie zu rechter zeit vf vnnd ab fahrenn, Ire Schichtenn arbeitenn, geding vnnd annders Jederzeit verrichtte, das Stoll vnnd Schechte verwahret werdenn, wirdet auch Schichtmeister genennet. Bergkschmidt. Muß alles vom Eisenwergk, was vffm Bergkwergk zumachenn bedürfftigk, verfertigenn, Bergk Hundt Ist in einer vierung wie ein Kastenn vonn Holtz — 3½ schue lanng — 1 schuch 9 zoll weit — 2 schue 1 zoll tieff zusammenn geschlossenn, vnnd mit eisenn werck beschlagenn, Damit mann Kolenn, Schuttl[?]1 vnnd Bergk außfürdert, Borer Braucht der Steyger in legung der Gestennge, Bergk. Ist das Erdtreich, so sich im Berge ereugett. es
Der Erste Appendix. einnimmt und was er dagegen wieder ausgibt. Er muss auch auf die Arbeiter sehen, dass sie zur rechten Zeit ein- und ausfahren, ihre Schichten arbeiten, Gedinge und anderes jederzeit verrichten und dass Stollen und Schächte verwahrt werden. Er wird auch Schichtmeister genannt.
Bergschmied. Muss alles an Eisenwerk anfertigen, was auf dem Bergwerk zu machen nötig ist.
Berghund. Ist ein im Geviert wie ein Kasten aus Holz zusammengefügter Behälter, 3½ Schuh lang, 1 Schuh 9 Zoll weit, 2 Schuh 1 Zoll tief, und mit Eisenwerk beschlagen; damit fördert man Kohlen, Schutt und Berge aus.
Bohrer. Braucht der Steiger beim Legen des Gestänges.
Berge. Ist das Erdreich, das sich im Berg zeigt; es
Unsichere Lesungen
- Schuttl[?] — Wortende unklar (Z. 16)
S. 589
Bl. 293rBd. 21. Appendix · Das BergwerksglossarFaksimile (ORKA)Der Erst Appendix
Der Erst Appendix. sey Thonn oder anndere Materie, Bergk kappenn. Werdenn gebraucht in befahrung der Bergkwerge, das mann sie annthut, anndere Kleider damit zuverschonenn, Belge. Braucht der Schmidt zu seiner arbeit, werdenn auch bisweilenn Wetter in die Berge zu bringenn, gebraucht Bergk Compas. such[?]1 L Bergkhawer. Welcher vorm ort arbeitet, vnnd die Kolenn langen thut, Bergktrogk. Ist ein Mollenn, vnnd braucht sie zu einfaßung der Kohlenn, Brechstanngenn. Ist ein grosser eysernn stab, vnnd mann braucht Ihnen, wann grosse klufftige wennde verfallenn,
Der Erste Appendix. sei Ton oder anderes Material.
Bergkappen. Werden beim Befahren der Bergwerke gebraucht; man zieht sie an, um die anderen Kleider zu schonen.
Bälge. Braucht der Schmied zu seiner Arbeit; sie werden auch bisweilen gebraucht, um Wetter in die Berge zu bringen.
Bergkompass — siehe L.
Berghauer. Der vor Ort arbeitet und die Kohlen holt.
Bergtrog. Ist eine Mulde; man braucht sie zum Einfassen der Kohlen.
Brechstangen. Ist ein großer eiserner Stab, und man braucht ihn, wenn große klüftige Wände verfallen.
Unsichere Lesungen
- such[?] — Verweiswort undeutlich, sucs/such (Z. 10)
S. 590
Bl. 293vBd. 21. Appendix · Das BergwerksglossarFaksimile (ORKA)Der Erst Appendix
Der Erst Appendix. Bergk zurückstürtzenn. Ist wenn etwas im Berge eingehet, das mann solchs ann die wüstenn orter bringet, vnnd Bergkfestung darauß macht, Braune Kohlenn. Seindt nicht so gut als die schwartzenn, sein wohl voller schweffell, treibenn aber nicht so starck vnnd wohl, als die gutenn schwartzenn Kohlenn, vnnd liegenn vnnter den schwartzen koln, des weißen liegentes, Beckkolenn. Sein auch etwas schwartz, doch mit brauner vermengt, seindt auch nicht so gut, als die rechtenn schwartzen Kolen, seindt auch etwas leichter, doch kann mann sie im Saltzwerck mit brauchenn, Bergkseill. Braucht mann zu ein vnnd außfürderung in den Schechten, Bergk oder setzeisenn Braucht mann zu denn Festungenn,
Der Erste Appendix. Berge zurückstürzen. Ist es, wenn im Berg etwas einbricht, dass man dies an die wüsten Orte bringt und eine Bergfestung daraus macht.
Braunkohlen. Sind nicht so gut wie die schwarzen; sie sind wohl voller Schwefel, treiben aber nicht so stark und gut wie die guten schwarzen Kohlen und liegen unter den schwarzen Kohlen, über dem weißen Liegenden.
Beckkohlen. Sind auch etwas schwarz, doch mit brauner vermengt; sie sind ebenfalls nicht so gut wie die rechten schwarzen Kohlen und auch etwas leichter, doch kann man sie im Salzwerk mitgebrauchen.
Bergseil. Braucht man zum Ein- und Ausfördern in den Schächten.
Berg- oder Setzeisen. Braucht man zu den Festungen.
S. 591
Bl. 294rBd. 21. Appendix · Das BergwerksglossarFaksimile (ORKA)Der Erst Appendix
Der Erst Appendix. Backöffe. Ist der ortt, do sich vnversichtlich die Kolenn selbst anngezündet vnnd gebrennet. C. Compaß. Wirdt Inner vnnd außerhalb dem gebirge in abziehung vnnd vffahrung, auch zusammenbringung der Stoll vnnd Lenngorter der durchschlege gebraucht, D. Dach. Ist der Zechstein so vber dem Kolenn steget, vnnd ist ein fest wackenn[?]1 gebirge. Donnenn Bretter Seindt lannge Stanngenn, braucht mann in den Schechtenn, das die Kübell vnnd wasser thonnenn daran vf vnnd abgehenn, vnnd nit annstreichenn, Dörlein Ist das gezimmer, so der Steyger in vffarung der Stollenn setzt, damit das gebirge nicht Inngehet,
Der Erste Appendix. Backofen. Ist der Ort, wo sich die Kohlen unversehens selbst entzündet haben und gebrannt haben.
C. Kompass. Wird innerhalb und außerhalb des Gebirges beim Abziehen und Auffahren, auch beim Zusammenbringen der Stollen und Längenorte der Durchschläge gebraucht.
D. Dach. Ist der Zechstein, der über den Kohlen steht; und es ist ein festes Wackengebirge.
Tonnenbretter. Sind lange Stangen; man braucht sie in den Schächten, damit die Kübel und Wassertonnen daran auf- und abgehen und nicht anstreichen.
Türlein. Ist das Gezimmer, das der Steiger beim Auffahren der Stollen setzt, damit das Gebirge nicht einbricht.
Unsichere Lesungen
- wackenn[?] — ck/rk unklar (Z. 13)
S. 592
Bl. 294vBd. 21. Appendix · Das BergwerksglossarFaksimile (ORKA)Der Erst Appendix
Der Erst Appendix. Dunckhöltzer. Werdenn in flachenn schechtenn geschlagenn, das die thonnenn sich darann abstoßenn, oder abweisenn könnenn, gleich wie die thonnen bretter, Durchschlagk. Heist, wann mann mit den Lengorttern oder Querschlagk zusammenn kömpt, Durchschlagk. Ist wie ein halbe sanckl1 axt, welche der Steyger zum gezimmer gebraucht, vnnd die Löcher in die grundtladenn, darinnenn die Zapffenn ann den thürlein gesetzt, machet, darumb es ein Durchschlag genenndt wirdt. E. Einfahrenn Ist vnnd heist, wann die arbeiter ann Ire Schichten, in den Bergk fahrenn, auch wann anndere das Bergkwergk besehenn wollenn,
Der Erste Appendix. Dunkhölzer. Werden in flachen Schächten geschlagen, damit die Tonnen sich daran abstoßen oder abweisen können, gleich wie die Tonnenbretter.
Durchschlag. Heißt es, wenn man mit den Längenorten oder dem Querschlag zusammenkommt.
Durchschlag. Ist wie eine halbe Senkaxt, die der Steiger zum Gezimmer gebraucht und mit der er die Löcher in die Grundladen macht, in denen die Zapfen an den Türlein gesetzt werden; darum wird es ein Durchschlag genannt.
E. Einfahren. Ist es und heißt es, wenn die Arbeiter zu ihren Schichten in den Berg fahren, auch wenn andere das Bergwerk besehen wollen.
Unsichere Lesungen
- sanckl — Lesung sanckl/sauckl unsicher (Z. 10)
S. 593
Bl. 295rBd. 21. Appendix · Das BergwerksglossarFaksimile (ORKA)Der Erst Appendix
Eue strich1[?], Jst ein holtz, wirdet quer im Schacht, den die Wandtrutenn Zungestrichenn2[?], darmit der Schacht nit zusammenn gehet, wirdt auch spreutze genanndt. Eisernn Schlegell. Werdenn gebraucht zu ergentzung oder zerschlagung, auch wohl zu erschellung der grossenn wenndenn, F. Feustell. Jst wie ein Eysernn hanndthamer mit zweyenn Bahnenn, so der hewer vorm ort benebenn dem Bergkeisenn, vf den verfallendenn Vestungenn zugebrauch3[?], Flötz. Seindt [übergeschrieben: +] die[?] Bolenn, welche zwischenn dem hanngendenn vnnd liegendenn stehe[gestrichen: t]5, vnnd darmit Inns gebirge streiche[gestrichen: t]6, Fündtgrubenn. Jst da erstlichenn eine Neues7[?] vnverwandts felt,
Ehestrich. Ist ein Holz; es wird quer im Schacht an die Wandruten gestrichen, damit der Schacht nicht zusammengeht; wird auch Spreize genannt.
Eiserne Schlegel. Werden zum Zerkleinern oder Zerschlagen, auch wohl zum Erschüttern der großen Wände gebraucht.
F. Fäustel. Ist wie ein eiserner Handhammer mit zwei Bahnen, den der Häuer vor Ort neben dem Bergeisen an den verfallenden Festungen gebraucht.
Flöz. Sind die Bohlen, die zwischen dem Hangenden und dem Liegenden stehen und damit ins Gebirge streichen.
Fundgrube. Ist es, wo zuerst ein neues, unverliehenes Feld
Unsichere Lesungen
- Eue strich — wohl Einstrich; Schreibung unklar (Z. 1)
- Zungestrichenn — wohl eingestrichenn (Z. 3)
- zugebrauch — Endung undeutlich (Z. 12)
- die Bolenn — Artikel unklar (Z. 14) (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)
- stehe[gestrichen: t] — Umfang der Streichung unklar (Z. 15)
- streiche[gestrichen: t] — Umfang der Streichung unklar (Z. 16)
- Neues — Lesung unsicher (Z. 18)
S. 594
Bl. 295vBd. 21. Appendix · Das BergwerksglossarFaksimile (ORKA)Der Erst Appendix
nach Ertz oder anndere Materien entblöst werdet, Fiemell1. Jst ein lannger Eysernn keyl, welchen mann Jn die klüffte setzt, vnnd darmit die grossenn wennde vonn annder hebet, Wirdt auch vnnter weilenn, Wann die kolenn vorm ort feste stehenn, in verschremenn, gleichfals gebraucht, vnnd in die Ritze oder Schrammenn gesetzt, vnnd mit einem grosen feüstell rein getriebenn, das grosse stuck brechenn müssen, Först. Jst ein feste Steiner warkenn2[?] gebirge, welches vber den kohlenn stehet, wirdt auch wohl der Zechstein oder dach genenndt. Fallenndts des gebirgs. Jst wann die först des Zechsteins obenn ründer3 vorm ort sich in die Sohl stürtzet, vnnd keine kolenn vorm ortt mehr stehenn, oder lanngenn kann. Farttenn. Seindt Leytter, welche mann in Schechttenn Zum4[?]
nach Erz oder anderen Materialien entblößt wird.
Fimmel. Ist ein langer eiserner Keil, den man in die Klüfte setzt und damit die großen Wände auseinanderhebt. Wird auch bisweilen, wenn die Kohlen vor Ort fest stehen, beim Schrämen gleichfalls gebraucht und in den Ritz oder die Schramme gesetzt und mit einem großen Fäustel hineingetrieben, so dass große Stücke brechen müssen.
First. Ist ein festes steinernes Wackengebirge, das über den Kohlen steht; wird auch wohl der Zechstein oder das Dach genannt.
Fallen des Gebirges. Ist es, wenn die First des Zechsteins oben rundum vor Ort sich in die Sohle stürzt und keine Kohlen mehr vor Ort stehen oder zu erlangen sind.
Fahrten. Sind Leitern, die man in Schächten zum
Unsichere Lesungen
- Fiemell — Schreibung unklar (Z. 2)
- warkenn — Lesung unsicher (Z. 11)
- ründer — Lesung unsicher (Z. 15)
- Zum — abgekürzt, Zeilenende (Z. 19)
S. 595
Bl. 296rBd. 21. Appendix · Das BergwerksglossarFaksimile (ORKA)Der Erst Appendix
ein vnnd ausfahrenn zugebrauchenn, desgleichenn vor den kohlorttern, den Schweel1[?] vnnd kolenn hernach zuhauenn, G. Ganngk2. Seindt vielerley im gebirge, einer mechtiger als der annder, darinnenn sich der Bergkmann des gebirgs vnnd gelegennheit, mit Stoll vnnd Schechte anzusetzenn, zurichtenn, wo dieselbenn Jr streichenns, steigenns oder fallenns habenn, Geschiebe Jst Jederzeit ein klein vnnstanndigs gebirge, Welchs die Sündtfludt Jederzeit am ganntzenn gebirge abgeschobenn, vnnd nicht stehet, das mann mit Schechten oder Stollenn kann einkommenn, Sonnder mus zuuor verbauet werdenn, damit mann sich dann ersehenn kann wie Jederzeit dem dringenn vorzukommenn, Geschicke. Jst da sich erstlichenn ein gut enntspreussenn3[?] will,
Ein- und Ausfahren gebraucht, desgleichen vor den Kohlenorten, um dem Schwel und den Kohlen nachzuhauen.
G. Gang. Es sind vielerlei im Gebirge, einer mächtiger als der andere. Darin hat sich der Bergmann nach Gebirge und Gelegenheit zu richten, um Stollen und Schächte anzusetzen, wo diese ihr Streichen, Steigen oder Fallen haben.
Geschiebe. Ist jeweils ein kleines, unbeständiges Gebirge, das die Sintflut jeweils am ganzen Gebirge abgeschoben hat und das nicht steht, so dass man mit Schächten oder Stollen hineinkommen könnte, sondern es muss zuvor verbaut werden, damit man dann ersehen kann, wie dem Drängen jeweils vorzukommen ist.
Geschicke. Ist es, wo sich zuerst etwas Gutes anzuzeigen scheint,
Unsichere Lesungen
- Schweel — Lesung unsicher (Z. 2)
- Ganngk — Stichwort, Schreibung unklar (Z. 5)
- enntspreussenn — Lesung unsicher (Z. 19)
S. 596
Bl. 296vBd. 21. Appendix · Das BergwerksglossarFaksimile (ORKA)Der Erst Appendix
das mann eines guts im bawenn zuuermutenn, vnnd in hoffnung stehet, des orts wo die geschicke oder gelegennheit vorfallenn, etwas annzutreffenn Gestennge. Seindt lannge breite büchenn Bohlenn, welche mann vf die grundtladenn der Sohlenn leget, darauff die Bergkhunde gehenn, Gestuebe Jst klein schwartz Mulechtigk1 gestüebe der kohlen, welche mann zu annfanng, ehe vnnd zuuor mann ann die grobenn Braunenn kolenn kömpt, durchfahrenn müssenn, Welches Jederzeit die Sündtflut vom ganntzenn gebürge der kohlenn abgeschobenn. Grundtladenn. Jst ein lanng holtz vf allenn seittenn beschlagenn, vnd fornnenn vnnd hindenn ausgelocht, Welches mann Jnn die Sohl legt, darinnenn zwenn thüer storke2[?] gesetzt werdenn, so den Stollenn vnntenn von einannder hellet, das er nicht zusammen gehen kan,
so dass man beim Bauen etwas Gutes vermuten und die Hoffnung haben kann, an dem Ort, wo die Geschicke oder die Gelegenheit vorkommen, etwas anzutreffen.
Gestänge. Sind lange, breite buchene Bohlen, die man auf die Grundladen der Sohle legt, auf denen die Berghunde gehen.
Gestübe. Ist der kleine schwarze, mullige Staub der Kohlen, den man zu Anfang, ehe und bevor man an die groben Braunkohlen kommt, durchfahren muss; den hat jeweils die Sintflut vom ganzen Kohlengebirge abgeschoben.
Grundladen. Ist ein langes Holz, auf allen Seiten beschlagen und vorn und hinten ausgelocht, das man in die Sohle legt; darin werden zwei Türstöcke gesetzt, die den Stollen unten auseinanderhalten, damit er nicht zusammengehen kann.
Unsichere Lesungen
- Mulechtigk — Lesung unsicher (Z. 9)
- storke — wohl stocke (Z. 18)