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Salzbibel · Lesetext · Miszellen

Die Miszellen · S. 921–930

Briefe, Rechnungen, Ratschläge · S. 921–930 · Bl. 459r–463v · Band 2

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Briefe, Rechnungen, Ratschläge

S. 892–1012 · Bl. 444v–505r · Bd. 2 · Zeitleiste: Miszellen

S. 921

Bl. 459rBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)

Miscellanea.

1

Inuocauit ist gesottenn wordenn. Examen der Söder Wieuiel sie achtenn mehr Holtz gesottenn müste werdenn, wann sie ohnne beisse siedenn anno 58. Drey Probwergk, so gleicher massenn balde darauf, auf beuelch vnnsers g.f. vnnd herrnn gesottenn wordenn, Schreibenn der Stadt Allenndorff vnnd der Pfenner zun Sodenn, so sie benebenn vbersenndung Jrer Priuilegien gethann, Donnerstags nach Julianæ Virginis. Rathschlagk gehalttenn des Bronnenbaws wegenn anno 48. den 20. Januarij. Acta zwischenn Hanns Georgenn vonn Eschwech, vnnd den Heinernn, betreffenndt die Hude zum Hain, darbey ein Extract, was die vonn Eschwech vnnd Kolmitzsch1[?] zum Hain zu Lehenn haben, Jost Berbers hanndt. Copey eines ernnstenn schreibenn ann Burgermei=

Invocavit gesotten worden ist.

Befragung der Sieder, wie viel mehr Holz ihrer Meinung nach versotten werden müsste, wenn sie ohne Beiße sieden, Anno 58.

Drei Probewerke, die gleichermaßen bald darauf auf Befehl unseres gnädigen Fürsten und Herrn gesotten worden sind.

Schreiben der Stadt Allendorf und der Pfänner zu Sooden, das sie neben der Übersendung ihrer Privilegien getan haben, Donnerstag nach Julianae Virginis.

Ratschlag, wegen des Brunnenbaus gehalten, Anno 48 den 20. Januar.

Akten zwischen Hans Georg von Eschwege und den Hainern, betreffend die Hutung zum Hain; dabei ein Auszug, was die von Eschwege und Kolmitzsch zum Hain zu Lehen haben, von Jost Beckers Hand.

Abschrift eines ernsten Schreibens an Bürgermei-

Unsichere Lesungen

  1. Kolmitzsch — Ortsname unsicher (Z. 17)

S. 922

Bl. 459vBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)

Miscellanea

1

ster vnnd Rath zu Allenndorff gethann, das sie sich der gehöltz nach ausweisung der Ordenung mit Jrem viehe enndthaltenn, darzu Hanns Georgenn vonn Eschwech nicht gestattenn, das er sich der eigenn hude zum Hain brauche, Interlocut vnnd abscheidt, darinnenn Hanns Georgenn gedachter brauch wirdt abgeschnitten, Copien etlicher schreibenn, vnnd darin verwaretenn Jnnlagenn mit A. B. C. D. verzeichnet, gedachttenn hanndell belanngenndt, Prob dreyer Karnn Saltzes so zu Allenndorff gemessenn, vnd nach Mühlhausenn gefurt wordenn, wieuiel daraus wieder gelieffert, vnnd was daraus vor gewinst oder verlust gewesenn anno 48. Copia eines schreibenns so anno 60 beschehenn, in welchem Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell, in abwesenn v.g.f. vnnd herrenn /: damahls in Custodia :/ ann alle amptleute, Stedte vnnd ampter schreibenn, das sie kein frembdt Saltz

ster und Rat zu Allendorf, dass sie sich der Gehölze nach dem Wortlaut der Ordnung mit ihrem Vieh enthalten und dazu Hans Georg von Eschwege nicht gestatten, dass er sich der eigenen Hutung zum Hain bediene.

Zwischenbescheid und Abschied, worin Hans Georg dieser Gebrauch abgeschnitten wird.

Abschriften etlicher Schreiben und der darin verwahrten Einlagen, mit A, B, C, D bezeichnet, die genannte Verhandlung betreffend.

Probe dreier Karren Salz, die zu Allendorf gemessen und nach Mühlhausen geführt worden sind: wie viel daraus wieder geliefert wurde und was daraus für Gewinn oder Verlust entstanden ist, Anno 48.

Abschrift eines Schreibens, das Anno 60 ergangen ist, in dem Statthalter und Räte zu Kassel in Abwesenheit unseres gnädigen Fürsten und Herrn — damals in Gefangenschaft — an alle Amtleute, Städte und Ämter schreiben, dass sie kein fremdes Salz

S. 923

Bl. 460rBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)

Miscellanea.

1

keuffenn, oder zuuerkeuffenn, ann Jrenn orten gestattenn sollenn, dann mann sie aus dem Saltzwergk Sodenn mit gnugsamb Saltz versehenn könntte vnnd wolte, anno 60. den 18. Octobris. Copia eines schreibenns ann Gemeine Pfenner vnnd Saltzgreuenn, belanngenndt den Bronnennbaw anno 48. darinnenn ein erinnerungs schreibenn Christoff Hombergs, belanngenndt Georgenn Behmenn den 17 Nouembris Saltzrechnung zu Mülhausenn de Anno 46. Beschwerungs articul, welche die vom Mülhausenn des newenn vfgerichttetenn Saltzschliß wegenn einwenndenn, darauf vnntter anndernn Jost Berber zusagt, das vnnser g.f. vnnd herr, bey des Churfurstenn zu Sachssenn Rethenn, so darbey gewesenn zuwegenn bracht, das der Saltzschlis in der vogtey vnnd nahenn dorffernn solte verstattete werdenn, dieser stuck seindt vier vnnd zwanntzigk.

zu kaufen oder zu verkaufen an ihren Orten gestatten sollen, denn man könne und wolle sie aus dem Salzwerk Sooden mit genügend Salz versehen; Anno 60 den 18. Oktober.

Abschrift eines Schreibens an die gemeinen Pfänner und Salzgrafen, betreffend den Brunnenbau, Anno 48; darin ein Erinnerungsschreiben Christoff Hombergs, betreffend Georg Behm, den 17. November.

Salzrechnung zu Mühlhausen von Anno 46.

Beschwerdeartikel, die die von Mühlhausen wegen des neu errichteten Salzabsatzes einwenden; worauf unter anderem Jost Becker zusagt, dass unser gnädiger Fürst und Herr bei den Räten des Kurfürsten zu Sachsen, die dabei gewesen sind, zuwege gebracht habe, dass der Salzabsatz in der Vogtei und den nahen Dörfern gestattet werden solle. Dieser Stücke sind vierundzwanzig.

S. 924

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Miscellanea.

1

Conuolut, Christoff Hombergk, Valtin Solde1[?], vnnd der Berntmeister2[?] zun Sodenn schreibenn ann Jostenn Berbernn des vorschlags wegenn, das mann in Bleyernn Pfannenn siedenn solle, zeigenn ann Jre vrsach, warumb solchs nit beschehen könne, schlagenn vor, das wo es Je sein solte, man darin Herrnn Johann Norderkenn3[?] rath brauchen, vnnd ein Lüneburger Saltzknecht zu wegenn bringenn anno 52. den 3. Februarij Copia des vorschlags so deshalb Jost Berber gethan, ligtt im selbenn schreibenn, Johann Merckbach schreibt ann Jost Berbernn das vnnsers g.f. vnnd herrnn Stadthalter, Cammermeister vnnd Cammerschreiber, laut Jnngelegter Copia geschriebenn, ein Ordenung zumachen, das das Saltz in gutem Schlis abgehe anno 53. den 17. Nouembris Verordenung der Gebeur ann der Lanndtstrasse

Konvolut: Christoff Homberg, Valtin Thold und der Bornmeister zu Sooden schreiben an Jost Becker wegen des Vorschlags, dass man in bleiernen Pfannen sieden solle; sie zeigen ihre Gründe an, warum das nicht geschehen könne, und schlagen vor, dass man, wenn es denn sein solle, darin Herrn Johann Nordecks Rat gebrauche und einen Lüneburger Salzknecht zuwege bringe; Anno 52 den 3. Februar.

Abschrift des Vorschlags, den Jost Becker deshalb getan hat; liegt im selben Schreiben.

Johann Merkbach schreibt an Jost Becker, dass unseres gnädigen Fürsten und Herrn Statthalter, Kammermeister und Kammerschreiber laut eingelegter Abschrift geschrieben haben, eine Ordnung zu machen, damit das Salz in gutem Absatz abgehe; Anno 53 den 17. November.

Verordnung der Bauarbeiten an der Landstraße

Unsichere Lesungen

  1. Solde — Name, evtl. Tholde (Z. 1)
  2. Berntmeister — wohl Bornmeister (Z. 2)
  3. Norderkenn — Name unsicher (Z. 7)

S. 925

Bl. 461rBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)

Miscellanea.

1

im kleb, das das geldt darzu Jnner Sodenn vfgehabenn werde, vnnd nirgennts annders dann hierzu gebraucht solle werdenn, subscribirt durch beide Saltzgreuenn, Jost Berbern, vnnd Valtenn Tholdenn, Johann Bartholmes, Christoff Hombergk, Jacob Schrödern, vnnd darnach durch vnnsernn g.f. vnnd herrnn zu Marpurgk ratificiret. Princeps ipse subscripsit Anno 53. 25 Aprilis Lanndtvogt ann der Werra Sigmundt vonn Boyneburgk schreibt ann Jost Berbern, vberschickt darbenebenn ein Supplication den vnndersassenn im ambt Beylstein, Bittet fur dieselbige mit einwenndung allerley newerung, so sich kurtzlich zugetragenn, das mann Jrer mit dem wege im kleb verschonenn wolle, oder wo solches nicht geschehenn werde, protestiren der Lanndtvogt vnnd vnndersassenn de futuro grauamine Anno 53.

im Kleb, dass das Geld dazu in Sooden erhoben und nirgends anders als hierzu gebraucht werden solle; unterschrieben von beiden Salzgrafen, Jost Becker und Valtin Thold, Johann Bartholomäus, Christoff Homberg, Jakob Schröder, und danach durch unseren gnädigen Fürsten und Herrn zu Marburg bestätigt. Der Fürst selbst hat unterschrieben, Anno 53 den 25. April.

Der Landvogt an der Werra, Sigmund von Boyneburg, schreibt an Jost Becker und übersendet daneben eine Supplikation der Untersassen im Amt Beilstein. Er bittet für diese unter Einwendung allerlei Neuerungen, die sich kürzlich zugetragen haben, dass man sie mit dem Weg im Kleb verschonen wolle; wo das aber nicht geschehe, protestieren der Landvogt und die Untersassen gegen künftige Beschwerung, Anno 53.

S. 926

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Miscellanea

1

Jnn dis schreibenn ist eingelegt, vnnsers g.f. vnnd herrnn ann Renndtmeister zu Eschwege vnnd Lanndtknecht zu Apteroda1[?] schreibenn, ist aber durch Jostenn Berbernn Corrigiret, vnnd der Baurenn protestation vor gut geachttet wordenn, Vnnser g.f. vnnd herr schreibt ann Jost Berbernn, des sterbenns vnnd der Holtzflös halbenn, das sie vf dem kleinenn wasser vorgenommenn werde, anno 53. den 8. Augusti. Christoff Hombergk schreibt Jost Berbernn des sterbenns vnnd annderer sachenn wegenn, zeigt ann das Niedennstein gestorbenn, vnnd Funffzigk mennschenn vff einem tage liegenn bliebenn seindt, anno 53. den 3. Augusti. Hermann vonn Hundelshausenn schreibt an Jost Berbernn der Haubtrechnung wegenn, so Johan Bartholmessenn vnnd Christoffenn Hombergen verrichttet werdenn solle,

In dieses Schreiben ist eingelegt das Schreiben unseres gnädigen Fürsten und Herrn an den Rentmeister zu Eschwege und den Landknecht zu Abterode; es ist aber durch Jost Becker korrigiert und die Protestation der Bauern für gut befunden worden.

Unser gnädiger Fürst und Herr schreibt an Jost Becker wegen des Sterbens und der Holzflöße, dass diese auf dem kleinen Wasser vorgenommen werde; Anno 53 den 8. August.

Christoff Homberg schreibt Jost Becker wegen des Sterbens und anderer Sachen; er zeigt an, dass Niedenstein gestorben und fünfzig Menschen an einem Tag liegengeblieben seien; Anno 53 den 3. August.

Hermann von Hundelshausen schreibt an Jost Becker wegen der Hauptrechnung, die von Johann Bartholomäus und Christoff Homberg verrichtet werden soll.

Unsichere Lesungen

  1. Apteroda — Ortsname, wohl Abterode (Z. 3)

S. 927

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Miscellanea

1

Darauff verordentenn beide Saltzgreuenn Johann Norderck1[?] vnnd Jost Berckerr Inn Jedes hauß . acht guldenn muntz anno 52 . Vffener patent des Lanndts Oberstenn Stadthalters vnnd Rethenn zu Cassell . die Holtzflöß vom Seulingswaldt Inn die Sodenn belanngenndt , Ist durch beide Schultheißenn zu Allenndorff vnnd Wannfriedt verrichttet . den 11 Aprilis Anno 50 . Christoff Hombergk schreibt ann Jost Berckern , das vonn v. g. f. vnnd herrenn ein schreibenn annkommenn . wie sfgl.2[?] die knechte so damahls vmb Mulhausenn gelegenn , Inn die Stadt vnd dorffer vmb Allenndorff hero etliche zeit zuliegen verordenenn wollenn , sagt solches sey dem Saltzwergk hinderselligk , begert solches zuuerhuetenn , zeigt auch anndere dinge mehr ann . subscripserunt Valtenn Tholde , Johann Bartholmes , Christof Hombergk Anno 52 den 5 . Februarij . Allerley Rathschlage vnnd Bedennkenn so denn

Darauf haben beide Salzgrafen, Johann Nordeck und Jost Becker, in jedes Haus acht Gulden Münze verordnet, Anno 52.

Offenes Patent des Landesobersten, Statthalters und der Räte zu Kassel, betreffend die Holzflöße vom Seulingswald nach Sooden; ist durch beide Schultheißen zu Allendorf und Wanfried ausgerichtet worden, den 11. April Anno 50.

Christoff Homberg schreibt an Jost Becker, dass von unserem gnädigen Fürsten und Herrn ein Schreiben eingekommen sei, wie Seine Fürstlichen Gnaden die Knechte, die damals um Mühlhausen lagen, in der Stadt und den Dörfern um Allendorf herum für einige Zeit einzuquartieren gedächten; er sagt, das sei dem Salzwerk hinderlich, und begehrt, dies zu verhüten; er zeigt auch andere Dinge mehr an. Unterschrieben von Valtin Thold, Johann Bartholomäus und Christoff Homberg, Anno 52 den 5. Februar.

Allerlei Ratschläge und Bedenken, die den

Unsichere Lesungen

  1. Norderck — Name, Nordeck? (Z. 2)
  2. sfgl. — Abkuerzung unklar (Z. 11)

S. 928

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Miscellanea

1

2 . 13 . 14 . Martij , auch den 17 . Maij vorgefallenn , darinnenn gedacht wirdt , das vnnser g. f. vnnd herr Lanndtgraue Wilhelm beuohlenn , Valtenn Tholden offenntlich vor einem Saltzgreuen zuuerkundigenn . Item des Saltzschließ1[?] zu Höper2[?] , der acht abgebrochenenn bodt , vnnd des Sohlgrabenns fassung , das dasselbige Jahr — 120 Bue=[?] tenn erbauet werdenn mochtenn , wirdt vorgeschlagenn , ob nicht gemeine Pfenner , dieweil es ein heuptbau were , den halbenn theil billich erlegtenn . Der Lanndtvogt Sigmundt vonn Boynebergk schreibt ann vnnsernn g. f. vnnd herrnn , das der Saltzbronn zum Sodenn Georgenn Bohmenn kunst wegenn grostenn schadenn genommenn , schlegt vor , das wo nicht wie vor altters die Söder die Sohlen selbst wieder schepfftenn , das als dann das ganntze Saltzwergk dadurch in verderbenn geriethe , bittet das mann in der zeit darzu thun wolle anno 47 . den 5 . Februarij

2., 13. und 14. März, auch den 17. Mai vorgefallen sind; darin wird angeführt, dass unser gnädiger Fürst und Herr Landgraf Wilhelm befohlen habe, Valtin Thold öffentlich als Salzgrafen zu verkünden. Ebenso wegen des Salzabsatzes zu Höper, der acht abgebrochenen Bothe und der Fassung des Solgrabens, dass in demselben Jahr 120 Buten erbaut werden möchten; es wird vorgeschlagen, ob nicht die gemeinen Pfänner, weil es ein Hauptbau wäre, billig die Hälfte erlegen sollten.

Der Landvogt Sigmund von Boyneburg schreibt an unseren gnädigen Fürsten und Herrn, dass der Salzbrunnen zu Sooden wegen Georg Behms Kunst großen Schaden genommen habe; er schlägt vor, dass, wenn nicht wie vor alters die Sieder die Sole selbst wieder schöpften, das ganze Salzwerk dadurch ins Verderben geriete, und bittet, dass man beizeiten etwas dagegen tun wolle, Anno 47 den 5. Februar.

Unsichere Lesungen

  1. Saltzschließ — Wort unklar (Z. 5)
  2. Höper — Ortsname unklar (Z. 5)
  3. Bue=tenn — B/V unklar, Buetten? (Z. 7) (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)

S. 929

Bl. 463rBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)

Miscellanea.

1

Copia desselbigenn schreibenn ligtt darbenebenn . Der Pfenner anntwort dem Stadthalter vnd Rethenn , vf siebenn vorgeschlagene articull des Saltzwergks vnnd Bronnenn halbenn , seindt mit der Roßkunst vfm Bronnenn gar nicht zufriedenn , sagenn sey wieder Jrenn willenn auffgericht , Rathenn das manns mit mennschenn wieder schöpffen lassenn , wollenn nicht gleubenn , das das alte Bronnenn gebeu schadenn genommenn , Wollen auch , wann ein neuer bau anngefanngenn wurde , nichts darzu gebenn , Acta vnnd annotata Anno 45 Montags post Misericordias Domini in sachenn betrefenndt Georgenn Bestallung . Item die Holtz , Saltz vnnd Eseltreiber . Contra . die Söder . Notell darinnenn Stadthalter vnd Rethe vorgeschlagenn , das vf beuelch vnnsers g. f. vnnd herrn , Georgenn Bohmenn Roßkunst abgeschaffett .

Die Abschrift dieses Schreibens liegt daneben.

Antwort der Pfänner an den Statthalter und die Räte auf sieben vorgeschlagene Artikel wegen des Salzwerks und des Brunnens: sie sind mit der Rosskunst auf dem Brunnen gar nicht zufrieden, sagen, sie sei gegen ihren Willen errichtet worden, raten, dass man sie wieder mit Menschen schöpfen lasse, wollen nicht glauben, dass der alte Brunnenbau Schaden genommen habe, und wollen auch, wenn ein neuer Bau angefangen würde, nichts dazu geben.

Akten und Aufzeichnungen Anno 45, Montag nach Misericordias Domini, in Sachen betreffend Georgs Bestallung; ebenso die Holz-, Salz- und Eseltreiber gegen die Sieder.

Formular, worin Statthalter und Räte vorgeschlagen haben, dass auf Befehl unseres gnädigen Fürsten und Herrn Georg Behms Rosskunst abgeschafft

S. 930

Bl. 463vBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)

Miscellanea

1

vnnd Christoff Hombergenn ein neue kunst , so mit mennschenn getriebenn werdenn könntte , zubauenn verstattet werdenn solte , anno 49 . den 27 Julij Vhrphede Georgenn Bohmenn , so er vonn sich geben , als er ohnn wissenn vnnd willenn v. g. f. vnnd hern , sich in annder Furstennthumb begebenn , vnnd v. g. f. vnnd herrnn seine Pfannenschmidt vnd Söderknecht abwenndigk gemacht . anno 42 . Supplication Georgenn Bohmenn , darinnenn er sich vber allerley beschwerung beclagtt , begerett die harte Clausulenn aus der Vhrphede zuuerschaffen , vnnd wenndet vor , er habe der kunst großenn schadenn gelittenn , Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell , auch Heinrich Muldener Saltzgreue , begerenn vonn dem Rendtmeister Johann Bartholmes Georgenn Bohmenn zubeuhrlaubenn , anno 49 . Annschlagk Georgenn Bohmenn vf gehabtenn

und Christoff Homberg gestattet werden solle, eine neue Kunst zu bauen, die mit Menschen getrieben werden könnte, Anno 49 den 27. Juli.

Urfehde Georg Behms, die er von sich gegeben hat, als er sich ohne Wissen und Willen unseres gnädigen Fürsten und Herrn in ein anderes Fürstentum begeben und unseres gnädigen Fürsten und Herrn Pfannenschmiede und Siederknechte abwendig gemacht hatte, Anno 42.

Supplikation Georg Behms, worin er sich über allerlei Beschwerung beklagt und begehrt, die harten Klauseln aus der Urfehde zu beseitigen; und er wendet vor, er habe an der Kunst großen Schaden gelitten.

Statthalter und Räte zu Kassel, auch Heinrich Muldener, Salzgraf, begehren vom Rentmeister Johann Bartholomäus, Georg Behm zu beurlauben, Anno 49.

Anschlag Georg Behms über den gehabten

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