Salzbibel · Lesetext · Miszellen
Die Miszellen · S. 925–934
Briefe, Rechnungen, Ratschläge · S. 925–934 · Bl. 461r–465v · Band 2
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Briefe, Rechnungen, Ratschläge
S. 892–1012 · Bl. 444v–505r · Bd. 2 · Zeitleiste: Miszellen
S. 925
Bl. 461rBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea.
im kleb, das das geldt darzu Jnner Sodenn vfgehabenn werde, vnnd nirgennts annders dann hierzu gebraucht solle werdenn, subscribirt durch beide Saltzgreuenn, Jost Berbern, vnnd Valtenn Tholdenn, Johann Bartholmes, Christoff Hombergk, Jacob Schrödern, vnnd darnach durch vnnsernn g.f. vnnd herrnn zu Marpurgk ratificiret. Princeps ipse subscripsit Anno 53. 25 Aprilis Lanndtvogt ann der Werra Sigmundt vonn Boyneburgk schreibt ann Jost Berbern, vberschickt darbenebenn ein Supplication den vnndersassenn im ambt Beylstein, Bittet fur dieselbige mit einwenndung allerley newerung, so sich kurtzlich zugetragenn, das mann Jrer mit dem wege im kleb verschonenn wolle, oder wo solches nicht geschehenn werde, protestiren der Lanndtvogt vnnd vnndersassenn de futuro grauamine Anno 53.
im Kleb, dass das Geld dazu in Sooden erhoben und nirgends anders als hierzu gebraucht werden solle; unterschrieben von beiden Salzgrafen, Jost Becker und Valtin Thold, Johann Bartholomäus, Christoff Homberg, Jakob Schröder, und danach durch unseren gnädigen Fürsten und Herrn zu Marburg bestätigt. Der Fürst selbst hat unterschrieben, Anno 53 den 25. April.
Der Landvogt an der Werra, Sigmund von Boyneburg, schreibt an Jost Becker und übersendet daneben eine Supplikation der Untersassen im Amt Beilstein. Er bittet für diese unter Einwendung allerlei Neuerungen, die sich kürzlich zugetragen haben, dass man sie mit dem Weg im Kleb verschonen wolle; wo das aber nicht geschehe, protestieren der Landvogt und die Untersassen gegen künftige Beschwerung, Anno 53.
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Bl. 461vBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea
Jnn dis schreibenn ist eingelegt, vnnsers g.f. vnnd herrnn ann Renndtmeister zu Eschwege vnnd Lanndtknecht zu Apteroda1[?] schreibenn, ist aber durch Jostenn Berbernn Corrigiret, vnnd der Baurenn protestation vor gut geachttet wordenn, Vnnser g.f. vnnd herr schreibt ann Jost Berbernn, des sterbenns vnnd der Holtzflös halbenn, das sie vf dem kleinenn wasser vorgenommenn werde, anno 53. den 8. Augusti. Christoff Hombergk schreibt Jost Berbernn des sterbenns vnnd annderer sachenn wegenn, zeigt ann das Niedennstein gestorbenn, vnnd Funffzigk mennschenn vff einem tage liegenn bliebenn seindt, anno 53. den 3. Augusti. Hermann vonn Hundelshausenn schreibt an Jost Berbernn der Haubtrechnung wegenn, so Johan Bartholmessenn vnnd Christoffenn Hombergen verrichttet werdenn solle,
In dieses Schreiben ist eingelegt das Schreiben unseres gnädigen Fürsten und Herrn an den Rentmeister zu Eschwege und den Landknecht zu Abterode; es ist aber durch Jost Becker korrigiert und die Protestation der Bauern für gut befunden worden.
Unser gnädiger Fürst und Herr schreibt an Jost Becker wegen des Sterbens und der Holzflöße, dass diese auf dem kleinen Wasser vorgenommen werde; Anno 53 den 8. August.
Christoff Homberg schreibt Jost Becker wegen des Sterbens und anderer Sachen; er zeigt an, dass Niedenstein gestorben und fünfzig Menschen an einem Tag liegengeblieben seien; Anno 53 den 3. August.
Hermann von Hundelshausen schreibt an Jost Becker wegen der Hauptrechnung, die von Johann Bartholomäus und Christoff Homberg verrichtet werden soll.
Unsichere Lesungen
- Apteroda — Ortsname, wohl Abterode (Z. 3)
S. 927
Bl. 462rBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea
Darauff verordentenn beide Saltzgreuenn Johann Norderck1[?] vnnd Jost Berckerr Inn Jedes hauß . acht guldenn muntz anno 52 . Vffener patent des Lanndts Oberstenn Stadthalters vnnd Rethenn zu Cassell . die Holtzflöß vom Seulingswaldt Inn die Sodenn belanngenndt , Ist durch beide Schultheißenn zu Allenndorff vnnd Wannfriedt verrichttet . den 11 Aprilis Anno 50 . Christoff Hombergk schreibt ann Jost Berckern , das vonn v. g. f. vnnd herrenn ein schreibenn annkommenn . wie sfgl.2[?] die knechte so damahls vmb Mulhausenn gelegenn , Inn die Stadt vnd dorffer vmb Allenndorff hero etliche zeit zuliegen verordenenn wollenn , sagt solches sey dem Saltzwergk hinderselligk , begert solches zuuerhuetenn , zeigt auch anndere dinge mehr ann . subscripserunt Valtenn Tholde , Johann Bartholmes , Christof Hombergk Anno 52 den 5 . Februarij . Allerley Rathschlage vnnd Bedennkenn so denn
Darauf haben beide Salzgrafen, Johann Nordeck und Jost Becker, in jedes Haus acht Gulden Münze verordnet, Anno 52.
Offenes Patent des Landesobersten, Statthalters und der Räte zu Kassel, betreffend die Holzflöße vom Seulingswald nach Sooden; ist durch beide Schultheißen zu Allendorf und Wanfried ausgerichtet worden, den 11. April Anno 50.
Christoff Homberg schreibt an Jost Becker, dass von unserem gnädigen Fürsten und Herrn ein Schreiben eingekommen sei, wie Seine Fürstlichen Gnaden die Knechte, die damals um Mühlhausen lagen, in der Stadt und den Dörfern um Allendorf herum für einige Zeit einzuquartieren gedächten; er sagt, das sei dem Salzwerk hinderlich, und begehrt, dies zu verhüten; er zeigt auch andere Dinge mehr an. Unterschrieben von Valtin Thold, Johann Bartholomäus und Christoff Homberg, Anno 52 den 5. Februar.
Allerlei Ratschläge und Bedenken, die den
Unsichere Lesungen
- Norderck — Name, Nordeck? (Z. 2)
- sfgl. — Abkuerzung unklar (Z. 11)
S. 928
Bl. 462vBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea
2 . 13 . 14 . Martij , auch den 17 . Maij vorgefallenn , darinnenn gedacht wirdt , das vnnser g. f. vnnd herr Lanndtgraue Wilhelm beuohlenn , Valtenn Tholden offenntlich vor einem Saltzgreuen zuuerkundigenn . Item des Saltzschließ1[?] zu Höper2[?] , der acht abgebrochenenn bodt , vnnd des Sohlgrabenns fassung , das dasselbige Jahr — 120 Bue=[?] tenn erbauet werdenn mochtenn , wirdt vorgeschlagenn , ob nicht gemeine Pfenner , dieweil es ein heuptbau were , den halbenn theil billich erlegtenn . Der Lanndtvogt Sigmundt vonn Boynebergk schreibt ann vnnsernn g. f. vnnd herrnn , das der Saltzbronn zum Sodenn Georgenn Bohmenn kunst wegenn grostenn schadenn genommenn , schlegt vor , das wo nicht wie vor altters die Söder die Sohlen selbst wieder schepfftenn , das als dann das ganntze Saltzwergk dadurch in verderbenn geriethe , bittet das mann in der zeit darzu thun wolle anno 47 . den 5 . Februarij
2., 13. und 14. März, auch den 17. Mai vorgefallen sind; darin wird angeführt, dass unser gnädiger Fürst und Herr Landgraf Wilhelm befohlen habe, Valtin Thold öffentlich als Salzgrafen zu verkünden. Ebenso wegen des Salzabsatzes zu Höper, der acht abgebrochenen Bothe und der Fassung des Solgrabens, dass in demselben Jahr 120 Buten erbaut werden möchten; es wird vorgeschlagen, ob nicht die gemeinen Pfänner, weil es ein Hauptbau wäre, billig die Hälfte erlegen sollten.
Der Landvogt Sigmund von Boyneburg schreibt an unseren gnädigen Fürsten und Herrn, dass der Salzbrunnen zu Sooden wegen Georg Behms Kunst großen Schaden genommen habe; er schlägt vor, dass, wenn nicht wie vor alters die Sieder die Sole selbst wieder schöpften, das ganze Salzwerk dadurch ins Verderben geriete, und bittet, dass man beizeiten etwas dagegen tun wolle, Anno 47 den 5. Februar.
Unsichere Lesungen
- Saltzschließ — Wort unklar (Z. 5)
- Höper — Ortsname unklar (Z. 5)
- Bue=tenn — B/V unklar, Buetten? (Z. 7) (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)
S. 929
Bl. 463rBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea.
Copia desselbigenn schreibenn ligtt darbenebenn . Der Pfenner anntwort dem Stadthalter vnd Rethenn , vf siebenn vorgeschlagene articull des Saltzwergks vnnd Bronnenn halbenn , seindt mit der Roßkunst vfm Bronnenn gar nicht zufriedenn , sagenn sey wieder Jrenn willenn auffgericht , Rathenn das manns mit mennschenn wieder schöpffen lassenn , wollenn nicht gleubenn , das das alte Bronnenn gebeu schadenn genommenn , Wollen auch , wann ein neuer bau anngefanngenn wurde , nichts darzu gebenn , Acta vnnd annotata Anno 45 Montags post Misericordias Domini in sachenn betrefenndt Georgenn Bestallung . Item die Holtz , Saltz vnnd Eseltreiber . Contra . die Söder . Notell darinnenn Stadthalter vnd Rethe vorgeschlagenn , das vf beuelch vnnsers g. f. vnnd herrn , Georgenn Bohmenn Roßkunst abgeschaffett .
Die Abschrift dieses Schreibens liegt daneben.
Antwort der Pfänner an den Statthalter und die Räte auf sieben vorgeschlagene Artikel wegen des Salzwerks und des Brunnens: sie sind mit der Rosskunst auf dem Brunnen gar nicht zufrieden, sagen, sie sei gegen ihren Willen errichtet worden, raten, dass man sie wieder mit Menschen schöpfen lasse, wollen nicht glauben, dass der alte Brunnenbau Schaden genommen habe, und wollen auch, wenn ein neuer Bau angefangen würde, nichts dazu geben.
Akten und Aufzeichnungen Anno 45, Montag nach Misericordias Domini, in Sachen betreffend Georgs Bestallung; ebenso die Holz-, Salz- und Eseltreiber gegen die Sieder.
Formular, worin Statthalter und Räte vorgeschlagen haben, dass auf Befehl unseres gnädigen Fürsten und Herrn Georg Behms Rosskunst abgeschafft
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Bl. 463vBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea
vnnd Christoff Hombergenn ein neue kunst , so mit mennschenn getriebenn werdenn könntte , zubauenn verstattet werdenn solte , anno 49 . den 27 Julij Vhrphede Georgenn Bohmenn , so er vonn sich geben , als er ohnn wissenn vnnd willenn v. g. f. vnnd hern , sich in annder Furstennthumb begebenn , vnnd v. g. f. vnnd herrnn seine Pfannenschmidt vnd Söderknecht abwenndigk gemacht . anno 42 . Supplication Georgenn Bohmenn , darinnenn er sich vber allerley beschwerung beclagtt , begerett die harte Clausulenn aus der Vhrphede zuuerschaffen , vnnd wenndet vor , er habe der kunst großenn schadenn gelittenn , Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell , auch Heinrich Muldener Saltzgreue , begerenn vonn dem Rendtmeister Johann Bartholmes Georgenn Bohmenn zubeuhrlaubenn , anno 49 . Annschlagk Georgenn Bohmenn vf gehabtenn
und Christoff Homberg gestattet werden solle, eine neue Kunst zu bauen, die mit Menschen getrieben werden könnte, Anno 49 den 27. Juli.
Urfehde Georg Behms, die er von sich gegeben hat, als er sich ohne Wissen und Willen unseres gnädigen Fürsten und Herrn in ein anderes Fürstentum begeben und unseres gnädigen Fürsten und Herrn Pfannenschmiede und Siederknechte abwendig gemacht hatte, Anno 42.
Supplikation Georg Behms, worin er sich über allerlei Beschwerung beklagt und begehrt, die harten Klauseln aus der Urfehde zu beseitigen; und er wendet vor, er habe an der Kunst großen Schaden gelitten.
Statthalter und Räte zu Kassel, auch Heinrich Muldener, Salzgraf, begehren vom Rentmeister Johann Bartholomäus, Georg Behm zu beurlauben, Anno 49.
Anschlag Georg Behms über den gehabten
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Bl. 464rBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea
nutzenn de Annis 41 . 42 . 43 . 44 . 45 . 46 . 47 . 48 . vnnd 49 . leufft alle Jnnahm vff — 3815 fl 12 alb . 4 d.1[?] vonn Jedem werck — 2½ alb . Nun hat mann Ihme Jerlichenn — 500 fl . Jedenn zu 25 alb . zuerlegenn zugesagt , also woltenn ihm — 142 fl . 20 alb . manngelnn . Christoff Hombergk schreibt ann Henrichenn Muldenern vnnd Jostenn Berckern , Georgenn Bohmen wegenn , zeigt ann . das die vonn Ascherslebenn Jorgenn Bohmenn kunst halbenn geschriebenn anno 49 . den 18 . Februarij . Gemeiner Pfenner Saltzgreuenn sampt dem Ausschos schreibenn vnnd antwortenn vf v.g.f. vnnd herrnn , Ihnenn durch Heinrich Muldenernn vnnd Jostenn Berckernn vorgeschlagenen beuelch , Georgenn Bohmenn vnnd Christoff Hombergks Kunste wegenn , wissenn keine zulobenn . wollenn bey den Eimern bleibenn .
Nutzen von den Jahren 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48 und 49: es läuft die ganze Einnahme auf 3815 Gulden 12 Albus 4 Pfennig, von jedem Werk 2½ Albus. Nun hat man ihm jährlich 500 Gulden zu je 25 Albus zu erlegen zugesagt; so würden ihm 142 Gulden 20 Albus fehlen.
Christoff Homberg schreibt an Heinrich Muldener und Jost Becker wegen Georg Behm; er zeigt an, dass die von Aschersleben wegen Georg Behms Kunst geschrieben haben, Anno 49 den 18. Februar.
Die Salzgrafen der gemeinen Pfänner samt dem Ausschuss schreiben und antworten auf den ihnen durch Heinrich Muldener und Jost Becker vorgetragenen Befehl unseres gnädigen Fürsten und Herrn wegen Georg Behms und Christoff Hombergs Künsten: sie wissen keine zu loben und wollen bei den Eimern bleiben.
Unsichere Lesungen
- 4 d. — Muenzzeichen, Heller? (Z. 3)
S. 932
Bl. 464vBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea.
Christoff Hombergks Bronnenmeisters ampts bestellung , darinnenn verleibet wirdt , das er dieselbige Kunst vf seinenn kostenn annstellenn , mit leutenn fort treibenn , vnnd Jederzeit gnugsamb Sohle verschaffenn solle . Christoff Hombergk bericht , als er beuelch emndt=1[?] pfanngenn den Bronnenn auszulösenn , vnnd nach dem zugefugtenn schadenn zusehenn , zeigt allerley vnnrath ann , berichttet das die woche — 41 Pfannenn saltzes nach Höper2[?] abganngenn seyenn anno 46 . Sonntagk post And: Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell schreibenn vnntbenn Inngelegter Supplication der Stadt Vacha , das mann Ihnenn enndtweder Saltz zu ordenenn , oder das frembt nicht verbietenn wolle , anno 49 . Christoff Hombergk berichttet Heinrich Muldenernn vnnd Jost Berckern , wie das Stoßwergk , vnnter dem neuenn Sohlkumpff sich annlasse . anno 48 . den 8 . Junij .
Christoff Hombergs Bestallung zum Amt des Bornmeisters, worin einverleibt wird, dass er diese Kunst auf seine Kosten einrichten, mit Leuten forttreiben und jederzeit genügend Sole verschaffen solle.
Christoff Hombergs Bericht, als er Befehl empfangen hatte, den Brunnen auszuschöpfen und nach dem zugefügten Schaden zu sehen; er zeigt allerlei Unrat an und berichtet, dass in der Woche 41 Pfannen Salz nach Höper abgegangen seien, Anno 46, Sonntag nach Andreae.
Statthalter und Räte zu Kassel schreiben unter Beilage einer Supplikation der Stadt Vacha, dass man ihnen entweder Salz anweisen oder das fremde nicht verbieten wolle, Anno 49.
Christoff Homberg berichtet Heinrich Muldener und Jost Becker, wie sich das Stoßwerk unter dem neuen Solkumpf anlässt, Anno 48 den 8. Juni.
Unsichere Lesungen
- emndt= — wohl emp(fanngenn), Schreibung unklar (Z. 6)
- Höper — Ortsname unklar (Z. 10)
S. 933
Bl. 465rBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea.
Christoff Hombergk schreibt ann Jtzgedachte , begeret , das sie sich enndtlich erklerenn wollenn , ob er mit seinenn vornehmenn fortfahrenn solle , vermeldet , ob es schonn vf sein vnncostenn geschehe , sey er doch desto minder zufriedenn , so es vor gut anngesehenn wurde , die Söder mit eymern zuschöpffenn lassenn , anno 49 . dinstags post Natiuitatis Mariæ . Desgleichenn schreibt er auch vnnd reget ann Freytagk post Cyriaci Dergleichenn auch sechs anndere schreibenn eodem Anno gleichs Innhalts , hat ann obgedachte Christof Hombergk geschriebenn , darinnenn vleißigk anngehaltenn , das sie sich nit Irre machenn lassenn , sonndernn seine sachenn befordernn woltenn , Ein sonnderlicher kleiner zettell , darinnenn von v.g.f. vnnd herrnn wegenn beuohlenn , vnnd gantz ernnstlich den Saltzgreuenn eingebundenn wirdt , das sie zum vleißigstenn zusehenn soltenn , das das
Christoff Homberg schreibt an die eben Genannten und begehrt, dass sie sich endgültig erklären wollen, ob er mit seinem Vorhaben fortfahren solle; er meldet, dass es ihm, obwohl es auf seine Kosten geschehe, doch nicht recht sei, wenn es für gut befunden würde, die Sieder mit Eimern schöpfen zu lassen, Anno 49, Dienstag nach Nativitatis Mariae.
Desgleichen schreibt und mahnt er auch am Freitag nach Cyriaci.
Dergleichen auch sechs andere Schreiben desselben Jahres gleichen Inhalts, die Christoff Homberg an die Obengenannten geschrieben hat, worin er fleißig angehalten hat, dass sie sich nicht irremachen lassen, sondern seine Sachen fördern wollten.
Ein besonderer kleiner Zettel, worin von wegen unseres gnädigen Fürsten und Herrn befohlen und den Salzgrafen ganz ernstlich eingebunden wird, dass sie aufs fleißigste zusehen sollten, dass das
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Bl. 465vBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea.
Saltzwergk nicht in abnehmenn , vnnd verderben keme , vnnd sie vbell erger machtenn , Supplication Georgenn Bohmenn ann v.g.f. vnnd herrn , darauf beuohlenn wordenn , das Heinrich Muldener hierauf anntwort gebenn solte , anno 44 . den 15 . Junij . Vorschlagk vnnd abreissenn Henrich Muldeners , darinnen er berichttet , das in Anno 41 ein Loch gegrabenn sey wordenn . in welchem mann das wilde wasser abösenn möchte , enntdecket darbenebenn , was mann vor bergk art im sinckenn anntroffenn . Christoff Hombergk schreibt Heinrich Muldenern vnnd Jost Berckern beidenn Saltzgreuenn , klagtt , das die Sohl gar gering , gibt der trockenenn zeitt schuldt . Begert das sie sich nach Allenndorff verfugenn , vnnd darvonn Consultiren wollenn , Anno 46 . Donnerstagk Martini Georg Bohm begert vonn Stadthaltern vnd Rethenn vier stemme Holtzes anno 47 .
Salzwerk nicht in Abnahme und Verderben komme und sie es nicht noch verschlimmerten.
Supplikation Georg Behms an unseren gnädigen Fürsten und Herrn, worauf befohlen worden ist, dass Heinrich Muldener hierauf Antwort geben solle, Anno 44 den 15. Juni.
Vorschlag und Zeichnung Heinrich Muldeners, worin er berichtet, dass im Jahr 41 ein Loch gegraben worden sei, in dem man das wilde Wasser abschöpfen könnte; er entdeckt daneben, was man beim Senken für Bergart angetroffen hat.
Christoff Homberg schreibt Heinrich Muldener und Jost Becker, beiden Salzgrafen, und klagt, dass die Sole gar gering sei; er gibt der trockenen Zeit die Schuld und begehrt, dass sie sich nach Allendorf verfügen und darüber beraten wollen, Anno 46, Donnerstag Martini.
Georg Behm begehrt von Statthalter und Räten vier Stämme Holz, Anno 47.