Salzbibel · Lesetext · Miszellen
Die Miszellen · S. 931–940
Briefe, Rechnungen, Ratschläge · S. 931–940 · Bl. 464r–468v · Band 2
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Briefe, Rechnungen, Ratschläge
S. 892–1012 · Bl. 444v–505r · Bd. 2 · Zeitleiste: Miszellen
S. 931
Bl. 464rBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea
nutzenn de Annis 41 . 42 . 43 . 44 . 45 . 46 . 47 . 48 . vnnd 49 . leufft alle Jnnahm vff — 3815 fl 12 alb . 4 d.1[?] vonn Jedem werck — 2½ alb . Nun hat mann Ihme Jerlichenn — 500 fl . Jedenn zu 25 alb . zuerlegenn zugesagt , also woltenn ihm — 142 fl . 20 alb . manngelnn . Christoff Hombergk schreibt ann Henrichenn Muldenern vnnd Jostenn Berckern , Georgenn Bohmen wegenn , zeigt ann . das die vonn Ascherslebenn Jorgenn Bohmenn kunst halbenn geschriebenn anno 49 . den 18 . Februarij . Gemeiner Pfenner Saltzgreuenn sampt dem Ausschos schreibenn vnnd antwortenn vf v.g.f. vnnd herrnn , Ihnenn durch Heinrich Muldenernn vnnd Jostenn Berckernn vorgeschlagenen beuelch , Georgenn Bohmenn vnnd Christoff Hombergks Kunste wegenn , wissenn keine zulobenn . wollenn bey den Eimern bleibenn .
Nutzen von den Jahren 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48 und 49: es läuft die ganze Einnahme auf 3815 Gulden 12 Albus 4 Pfennig, von jedem Werk 2½ Albus. Nun hat man ihm jährlich 500 Gulden zu je 25 Albus zu erlegen zugesagt; so würden ihm 142 Gulden 20 Albus fehlen.
Christoff Homberg schreibt an Heinrich Muldener und Jost Becker wegen Georg Behm; er zeigt an, dass die von Aschersleben wegen Georg Behms Kunst geschrieben haben, Anno 49 den 18. Februar.
Die Salzgrafen der gemeinen Pfänner samt dem Ausschuss schreiben und antworten auf den ihnen durch Heinrich Muldener und Jost Becker vorgetragenen Befehl unseres gnädigen Fürsten und Herrn wegen Georg Behms und Christoff Hombergs Künsten: sie wissen keine zu loben und wollen bei den Eimern bleiben.
Unsichere Lesungen
- 4 d. — Muenzzeichen, Heller? (Z. 3)
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Bl. 464vBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea.
Christoff Hombergks Bronnenmeisters ampts bestellung , darinnenn verleibet wirdt , das er dieselbige Kunst vf seinenn kostenn annstellenn , mit leutenn fort treibenn , vnnd Jederzeit gnugsamb Sohle verschaffenn solle . Christoff Hombergk bericht , als er beuelch emndt=1[?] pfanngenn den Bronnenn auszulösenn , vnnd nach dem zugefugtenn schadenn zusehenn , zeigt allerley vnnrath ann , berichttet das die woche — 41 Pfannenn saltzes nach Höper2[?] abganngenn seyenn anno 46 . Sonntagk post And: Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell schreibenn vnntbenn Inngelegter Supplication der Stadt Vacha , das mann Ihnenn enndtweder Saltz zu ordenenn , oder das frembt nicht verbietenn wolle , anno 49 . Christoff Hombergk berichttet Heinrich Muldenernn vnnd Jost Berckern , wie das Stoßwergk , vnnter dem neuenn Sohlkumpff sich annlasse . anno 48 . den 8 . Junij .
Christoff Hombergs Bestallung zum Amt des Bornmeisters, worin einverleibt wird, dass er diese Kunst auf seine Kosten einrichten, mit Leuten forttreiben und jederzeit genügend Sole verschaffen solle.
Christoff Hombergs Bericht, als er Befehl empfangen hatte, den Brunnen auszuschöpfen und nach dem zugefügten Schaden zu sehen; er zeigt allerlei Unrat an und berichtet, dass in der Woche 41 Pfannen Salz nach Höper abgegangen seien, Anno 46, Sonntag nach Andreae.
Statthalter und Räte zu Kassel schreiben unter Beilage einer Supplikation der Stadt Vacha, dass man ihnen entweder Salz anweisen oder das fremde nicht verbieten wolle, Anno 49.
Christoff Homberg berichtet Heinrich Muldener und Jost Becker, wie sich das Stoßwerk unter dem neuen Solkumpf anlässt, Anno 48 den 8. Juni.
Unsichere Lesungen
- emndt= — wohl emp(fanngenn), Schreibung unklar (Z. 6)
- Höper — Ortsname unklar (Z. 10)
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Bl. 465rBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea.
Christoff Hombergk schreibt ann Jtzgedachte , begeret , das sie sich enndtlich erklerenn wollenn , ob er mit seinenn vornehmenn fortfahrenn solle , vermeldet , ob es schonn vf sein vnncostenn geschehe , sey er doch desto minder zufriedenn , so es vor gut anngesehenn wurde , die Söder mit eymern zuschöpffenn lassenn , anno 49 . dinstags post Natiuitatis Mariæ . Desgleichenn schreibt er auch vnnd reget ann Freytagk post Cyriaci Dergleichenn auch sechs anndere schreibenn eodem Anno gleichs Innhalts , hat ann obgedachte Christof Hombergk geschriebenn , darinnenn vleißigk anngehaltenn , das sie sich nit Irre machenn lassenn , sonndernn seine sachenn befordernn woltenn , Ein sonnderlicher kleiner zettell , darinnenn von v.g.f. vnnd herrnn wegenn beuohlenn , vnnd gantz ernnstlich den Saltzgreuenn eingebundenn wirdt , das sie zum vleißigstenn zusehenn soltenn , das das
Christoff Homberg schreibt an die eben Genannten und begehrt, dass sie sich endgültig erklären wollen, ob er mit seinem Vorhaben fortfahren solle; er meldet, dass es ihm, obwohl es auf seine Kosten geschehe, doch nicht recht sei, wenn es für gut befunden würde, die Sieder mit Eimern schöpfen zu lassen, Anno 49, Dienstag nach Nativitatis Mariae.
Desgleichen schreibt und mahnt er auch am Freitag nach Cyriaci.
Dergleichen auch sechs andere Schreiben desselben Jahres gleichen Inhalts, die Christoff Homberg an die Obengenannten geschrieben hat, worin er fleißig angehalten hat, dass sie sich nicht irremachen lassen, sondern seine Sachen fördern wollten.
Ein besonderer kleiner Zettel, worin von wegen unseres gnädigen Fürsten und Herrn befohlen und den Salzgrafen ganz ernstlich eingebunden wird, dass sie aufs fleißigste zusehen sollten, dass das
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Bl. 465vBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea.
Saltzwergk nicht in abnehmenn , vnnd verderben keme , vnnd sie vbell erger machtenn , Supplication Georgenn Bohmenn ann v.g.f. vnnd herrn , darauf beuohlenn wordenn , das Heinrich Muldener hierauf anntwort gebenn solte , anno 44 . den 15 . Junij . Vorschlagk vnnd abreissenn Henrich Muldeners , darinnen er berichttet , das in Anno 41 ein Loch gegrabenn sey wordenn . in welchem mann das wilde wasser abösenn möchte , enntdecket darbenebenn , was mann vor bergk art im sinckenn anntroffenn . Christoff Hombergk schreibt Heinrich Muldenern vnnd Jost Berckern beidenn Saltzgreuenn , klagtt , das die Sohl gar gering , gibt der trockenenn zeitt schuldt . Begert das sie sich nach Allenndorff verfugenn , vnnd darvonn Consultiren wollenn , Anno 46 . Donnerstagk Martini Georg Bohm begert vonn Stadthaltern vnd Rethenn vier stemme Holtzes anno 47 .
Salzwerk nicht in Abnahme und Verderben komme und sie es nicht noch verschlimmerten.
Supplikation Georg Behms an unseren gnädigen Fürsten und Herrn, worauf befohlen worden ist, dass Heinrich Muldener hierauf Antwort geben solle, Anno 44 den 15. Juni.
Vorschlag und Zeichnung Heinrich Muldeners, worin er berichtet, dass im Jahr 41 ein Loch gegraben worden sei, in dem man das wilde Wasser abschöpfen könnte; er entdeckt daneben, was man beim Senken für Bergart angetroffen hat.
Christoff Homberg schreibt Heinrich Muldener und Jost Becker, beiden Salzgrafen, und klagt, dass die Sole gar gering sei; er gibt der trockenen Zeit die Schuld und begehrt, dass sie sich nach Allendorf verfügen und darüber beraten wollen, Anno 46, Donnerstag Martini.
Georg Behm begehrt von Statthalter und Räten vier Stämme Holz, Anno 47.
S. 935
Bl. 466rBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea.
Annotata betreffenndt den Bronnennbau , vnnd anndere sachenn anno 49 . den 14 augusti . Außzugk , was vom Sonntag Judica ann anni 49 . bis den letztenn tagk Decembris nach Jorgenn Bohmenn abziehenn , ann Sompen geldt gefallenn , seindt — stuck1 . Conuolut Annotata Rathschlags darinnenn Stadthalter zu Cassell , Lanndtvogt , Heintz vonn Lutternn Nordeck , vnnd die Beuelchhaber zum Sodenn verordenenn , das der Bronn zu grunde ausgeröset wurde , zuerfahren , ob Georgenn Bohmenn kunst schadenn thete , den Bronnenn vnnd das Erdtreich erschütterte . Darauff seindt Hanns vonn Franckfurt Steinmetz . vnnd Annthonius Thaur2[?] Baumeister Inngefahren , vnnd befundenn , das der Bronnenn bau ganntz verletzt sey . anno 47 . 12 Septembris . Heintz vonn Lutternn zeigt ann , das die Lothringer Saltzwergke in Gemauer liegenn , wie dieselbenn Ch.3[?] Baltzar Mertz vnd M. Heintz der zimmerman gesehenn .
Aufzeichnungen, betreffend den Brunnenbau und andere Sachen, Anno 49 den 14. August.
Auszug, was vom Sonntag Judica des Jahres 49 bis zum letzten Tag Dezember nach Georg Behms Abzug an Pumpengeld angefallen ist; sind ——— Stück.
Konvolut: Aufzeichnungen eines Ratschlags, worin der Statthalter zu Kassel, der Landvogt, Heintz von Luttern, Nordeck und die Befehlshaber zu Sooden anordnen, dass der Brunnen bis auf den Grund ausgeschöpft würde, um zu erfahren, ob Georg Behms Kunst Schaden tue und den Brunnen und das Erdreich erschüttere. Darauf sind Hans von Frankfurt, Steinmetz, und Anton Thaur, Baumeister, eingefahren und haben befunden, dass der Brunnenbau ganz verletzt sei, Anno 47 den 12. September.
Heintz von Luttern zeigt an, dass die lothringischen Salzwerke in Gemäuer liegen, wie das Balthasar Mertz und Meister Heintz, der Zimmermann, gesehen haben.
Unsichere Lesungen
- — stuck — Betrag frei gelassen (Z. 6)
- Thaur — Name unklar (Z. 14)
- Ch. — Abkuerzung unklar (Z. 19)
S. 936
Bl. 466vBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea
M. Guldenntopff vonn Creutzburgk sagt , es sey vonn nötenn , das der Bronn vonn neuenn gebeue gefasset werde , zeigt darbenebenn ann allerley bedennckenns , will es aber dafur nicht achten , das georgenn Bohmenn kunst schadenn gethann Görg Bohme sagt , er könne keine anndere leichtere kunst zu wegenn bringenn , darumb ernnstlich gebottenn wordenn , die kunst abzuschaffenn , Christoff Hombergk schreibt vonn wegenn M. Hanses vonn Franckfurt , des neuenn Sohlkumpfs wegenn anno 48 . Die Södermeister beclagenn sich allerley beschwerung Georgenn Bohmenn wegenn , anno 45 . Christoff Hombergk schreibt , er wisse nit zuuerantworttenn , das nur — 4703 werck gesottenn wordenn , Christoff Hombergk schreibt ann beide Saltzgreuen , vnd berichtet allerley gebrechen des Bronnenns
Meister Guldentopf von Kreuzburg sagt, es sei nötig, dass der Brunnen mit neuen Bauten gefasst werde; er zeigt daneben allerlei Bedenken an, will es aber nicht dafür halten, dass Georg Behms Kunst Schaden getan habe.
Georg Behm sagt, er könne keine andere, leichtere Kunst zuwege bringen; darum ist ernstlich geboten worden, die Kunst abzuschaffen.
Christoff Homberg schreibt von wegen Meister Hans' von Frankfurt wegen des neuen Solkumpfs, Anno 48.
Die Sodemeister beklagen sich über allerlei Beschwerung wegen Georg Behm, Anno 45.
Christoff Homberg schreibt, er wisse nicht zu verantworten, dass nur 4703 Werke gesotten worden sind.
Christoff Homberg schreibt an beide Salzgrafen und berichtet allerlei Gebrechen des Brunnens
S. 937
Bl. 467rBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea
wegenn anno 46 . Dinstags post Cathrin . Christoff Hombergk schreibt gleichermassenn , wie vor anno 46 . Dinstags post Elizabeth . Was mann Georgenn Bohmenn in seinem abzugk hat nachgelassenn . Grundtlegung des Neuenn kumpffs vnnd Resolution v.g.f. vnnd herrnn , das derselbige mit quadrat steinenn vnnd nicht mit Taffelnn gebauet werdenn solle , ist M. Hannsenn vonn Franckfurt vmb annderthalb Hundert guldenn , vnnd ein Centner Pfeffers1[?] verdingt wordenn anno 45 . den j Januarij . Vortragenns Heinrich Muldeners , vnnd darbenebenn v.g.f. vnnd herrnn in margine annotirte placet , darin H. Muldener v.g.f. vnnd herrnn vortregt , der vnnterschentzer wegenn , das der Pfachter zum Sodenn Jegennwart sein solle , das Vachische Hans . vier Neue Hause vor die Söder zubauenn , das neue Starcket , den Saltzkastenn , den Sohlgrabenn zufutternn , den Sohlkastenn mit Bley zuuberziehenn .
wegen, Anno 46, Dienstag nach Katharinen.
Christoff Homberg schreibt gleichermaßen wie zuvor, Anno 46, Dienstag nach Elisabeth.
Was man Georg Behm bei seinem Abzug nachgelassen hat.
Grundlegung des neuen Kumpfs und Resolution unseres gnädigen Fürsten und Herrn, dass dieser mit Quadersteinen und nicht mit Tafeln gebaut werden solle; ist Meister Hans von Frankfurt um hundertfünfzig Gulden und einen Zentner Pfeffer verdungen worden, Anno 45 den 1. Januar.
Vortrag Heinrich Muldeners und daneben das von unserem gnädigen Fürsten und Herrn am Rand vermerkte Placet, worin Heinrich Muldener unserem gnädigen Fürsten und Herrn vorträgt wegen der Unterschenker, dass der Pächter zu Sooden gegenwärtig sein solle; ferner wegen des Vachaer Hauses, vier neue Häuser für die Sieder zu bauen, das neue Gradierwerk, den Salzkasten, den Solgraben auszufüttern, den Solkasten mit Blei zu überziehen,
Unsichere Lesungen
- Pfeffers — Wort unklar (Z. 11)
S. 938
Bl. 467vBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Misellanea.
die Muhlenn zubesserenn , die kunst vor das gewelbe zusetzenn , das Saltz in Weißennhoff vffzuschüttenn , vnnd annders mehr , wirdt die Jahr zahl nicht gesatzt , Ich achte es aber sie sey 38 . oder 39 . Der Pfenner bedennckenn vnd Rathschlagk , wie der Saltzbronn zuerneuernn sey , anno 48 ann Heinrich Muldenernn vnnd Jost Berckernn , welchs sie als baldt Stadthalternn vnnd Rethen vbergebenn . vnnd Ordenung gethann , vonn den solcher Rathschlagk weitters bedacht werdenn solte , Christoff Hombergk begert gedachtes schreibenn anno 48 . donnerstagk post Trium Regum Christoff Hombergk berichttet , das den Neugebautenn Sohlenn kumpff er geeichet , vnnd befundenn , das darin — 135 . fuder Mentzer Eiche gehenn , anno 48 . Sonnabenndt post Luciæ . Ein zettell darinnenn verzeichnet , wieuiel Bleyes
die Mühle auszubessern, die Kunst vor das Gewölbe zu setzen, das Salz im Weißen Hof aufzuschütten und anderes mehr. Die Jahreszahl ist nicht gesetzt; ich meine aber, sie sei 38 oder 39.
Bedenken und Ratschlag der Pfänner, wie der Salzbrunnen zu erneuern sei, Anno 48, an Heinrich Muldener und Jost Becker, was sie sogleich Statthalter und Räten übergeben haben; und es ist angeordnet worden, von wem dieser Ratschlag weiter bedacht werden solle.
Christoff Homberg begehrt das genannte Schreiben, Anno 48, Donnerstag nach Trium Regum.
Christoff Homberg berichtet, dass er den neu gebauten Solkumpf geeicht und befunden habe, dass 135 Fuder Mainzer Eich hineingehen, Anno 48, Samstag nach Luciae.
Ein Zettel, darin verzeichnet ist, wie viel Blei
S. 939
Bl. 468rBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea
Zu dem neuwenn Höltzernn Sohlkumpff vfgangen, Nemblich — 104½ Centner, Jedenn vor — 2 fl. 8 alb. bezahlt, thut — 241 fl. 15 alb 8 hlr. Ein Zettell darin verbottenn wirdt, nicht grob Scharwergk vnnd Buße zuberechnenn, vnnd einem neuwenn Pfannmeister zuuerordenenn. Heinrich Wuldener vnnd Jost Berber1[?] schreibenn an v.g.f. vnnd herrenn, Inn die Custodiam weitleufftig, zeigenn allerhanndt beschwerung vnnd besichtigung ann, Bittenn gnedige Resolution, vnnd sonnderlich was mann sich des Bronnenbaues verhaltenn solle anno 47. Darauff eruolgter Zettell, vnnd seindt dis die formalia verba, Ich laß mir gefallenn, das am Saltzwergk vnnd Bronn zu Allenndorff gebauwet werde, doch das damit weislich vmbgangenn werde, vnnd das es nicht zum verderbenn des Bronns diene, sondernn das es gewiß sey, vnnd mann gewis wisse, was mann bauwe, anno 47. den 14. Decembris.
auf den neuen hölzernen Solkumpf aufgegangen ist, nämlich 104½ Zentner, jeder für 2 Gulden 8 Albus bezahlt, macht 241 Gulden 15 Albus 8 Heller.
Ein Zettel, worin verboten wird, grobes Scharwerk und Buße zu berechnen, und angeordnet wird, einen neuen Pfannenmeister zu bestellen.
Heinrich Muldener und Jost Becker schreiben an unseren gnädigen Fürsten und Herrn in die Gefangenschaft weitläufig, zeigen allerhand Beschwerung und Besichtigung an und bitten um gnädige Resolution, insbesondere, wie man sich wegen des Brunnenbaus verhalten solle, Anno 47.
Der darauf erfolgte Zettel; und dies sind die wörtlichen Worte: „Ich lasse mir gefallen, dass am Salzwerk und Brunnen zu Allendorf gebaut werde, doch dass damit weislich umgegangen werde und dass es nicht zum Verderben des Brunnens diene, sondern dass es sicher sei und man gewiss wisse, was man baut.“ Anno 47 den 14. Dezember.
Unsichere Lesungen
- Berber — Familienname, Berber/Berker (Z. 7)
S. 940
Bl. 468vBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea
Stadthalter vnnd Rethe schreibenn ann Jost Berbern, begerenn sein bedenncken vf des Raths zu Gotha Suppliciren, der Schiffart wegenn, vnnd wie man die Werra mit nutzenn schliffenn1[?] mögt, Darauf gibt Jost Berber einenn wohlbedachtenn bericht, das solches wohl nutzlich, aber vmb vieler Vhrsach nit zurathenn were, anno 56. Jost Berber schreibt vf beuelch v.g.f. vnnd herrenn, ann Herrenn Anthonium Bastlen2[?] Sachßsischenn Secretarium, schickt im zu, der Priuilegien vnnd Ordenung Copiam. Die Furstenn vonn Sachssenn begerenn ann vgf. vnd herrenn, in einem gemeinenn schreibenn, vnnd bittenn vmb Itzt gedachte Copiam sich derselben in verleyhung Ires Saltzwergks zugebrauchenn, Georg vonn Harstall schreibt seiner Fischer wegen, Stadthaltter vnnd Rethe fordern Renntmeistern vnd Saltzwarttenn zu Sodenn naher Cassell, das sie benebenn der Pfenner Ausschos daselbst erscheinen
Statthalter und Räte schreiben an Jost Becker und begehren sein Bedenken auf die Supplikation des Rates zu Gotha wegen der Schifffahrt und wie man die Werra mit Nutzen schiffbar machen könnte. Darauf gibt Jost Becker einen wohlbedachten Bericht, dass dies wohl nützlich, aber aus vielen Gründen nicht zu raten wäre, Anno 56.
Jost Becker schreibt auf Befehl unseres gnädigen Fürsten und Herrn an Herrn Anton Bastlen, sächsischen Sekretär, und schickt ihm die Abschrift der Privilegien und der Ordnung zu.
Die Fürsten von Sachsen begehren von unserem gnädigen Fürsten und Herrn in einem gemeinsamen Schreiben und bitten um diese Abschrift, um sie bei der Verleihung ihres Salzwerks zu gebrauchen.
Georg von Harstall schreibt wegen seiner Fischer.
Statthalter und Räte fordern Rentmeister und Salzwart zu Sooden nach Kassel, dass sie neben dem Ausschuss der Pfänner dort erscheinen
Unsichere Lesungen
- schliffenn — Lesung unsicher (Z. 4)
- Bastlen — Familienname (Z. 9)