Salzbibel · Lesetext · Miszellen
Die Miszellen · S. 937–946
Briefe, Rechnungen, Ratschläge · S. 937–946 · Bl. 467r–471v · Band 2
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Briefe, Rechnungen, Ratschläge
S. 892–1012 · Bl. 444v–505r · Bd. 2 · Zeitleiste: Miszellen
S. 937
Bl. 467rBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea
wegenn anno 46 . Dinstags post Cathrin . Christoff Hombergk schreibt gleichermassenn , wie vor anno 46 . Dinstags post Elizabeth . Was mann Georgenn Bohmenn in seinem abzugk hat nachgelassenn . Grundtlegung des Neuenn kumpffs vnnd Resolution v.g.f. vnnd herrnn , das derselbige mit quadrat steinenn vnnd nicht mit Taffelnn gebauet werdenn solle , ist M. Hannsenn vonn Franckfurt vmb annderthalb Hundert guldenn , vnnd ein Centner Pfeffers1[?] verdingt wordenn anno 45 . den j Januarij . Vortragenns Heinrich Muldeners , vnnd darbenebenn v.g.f. vnnd herrnn in margine annotirte placet , darin H. Muldener v.g.f. vnnd herrnn vortregt , der vnnterschentzer wegenn , das der Pfachter zum Sodenn Jegennwart sein solle , das Vachische Hans . vier Neue Hause vor die Söder zubauenn , das neue Starcket , den Saltzkastenn , den Sohlgrabenn zufutternn , den Sohlkastenn mit Bley zuuberziehenn .
wegen, Anno 46, Dienstag nach Katharinen.
Christoff Homberg schreibt gleichermaßen wie zuvor, Anno 46, Dienstag nach Elisabeth.
Was man Georg Behm bei seinem Abzug nachgelassen hat.
Grundlegung des neuen Kumpfs und Resolution unseres gnädigen Fürsten und Herrn, dass dieser mit Quadersteinen und nicht mit Tafeln gebaut werden solle; ist Meister Hans von Frankfurt um hundertfünfzig Gulden und einen Zentner Pfeffer verdungen worden, Anno 45 den 1. Januar.
Vortrag Heinrich Muldeners und daneben das von unserem gnädigen Fürsten und Herrn am Rand vermerkte Placet, worin Heinrich Muldener unserem gnädigen Fürsten und Herrn vorträgt wegen der Unterschenker, dass der Pächter zu Sooden gegenwärtig sein solle; ferner wegen des Vachaer Hauses, vier neue Häuser für die Sieder zu bauen, das neue Gradierwerk, den Salzkasten, den Solgraben auszufüttern, den Solkasten mit Blei zu überziehen,
Unsichere Lesungen
- Pfeffers — Wort unklar (Z. 11)
S. 938
Bl. 467vBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Misellanea.
die Muhlenn zubesserenn , die kunst vor das gewelbe zusetzenn , das Saltz in Weißennhoff vffzuschüttenn , vnnd annders mehr , wirdt die Jahr zahl nicht gesatzt , Ich achte es aber sie sey 38 . oder 39 . Der Pfenner bedennckenn vnd Rathschlagk , wie der Saltzbronn zuerneuernn sey , anno 48 ann Heinrich Muldenernn vnnd Jost Berckernn , welchs sie als baldt Stadthalternn vnnd Rethen vbergebenn . vnnd Ordenung gethann , vonn den solcher Rathschlagk weitters bedacht werdenn solte , Christoff Hombergk begert gedachtes schreibenn anno 48 . donnerstagk post Trium Regum Christoff Hombergk berichttet , das den Neugebautenn Sohlenn kumpff er geeichet , vnnd befundenn , das darin — 135 . fuder Mentzer Eiche gehenn , anno 48 . Sonnabenndt post Luciæ . Ein zettell darinnenn verzeichnet , wieuiel Bleyes
die Mühle auszubessern, die Kunst vor das Gewölbe zu setzen, das Salz im Weißen Hof aufzuschütten und anderes mehr. Die Jahreszahl ist nicht gesetzt; ich meine aber, sie sei 38 oder 39.
Bedenken und Ratschlag der Pfänner, wie der Salzbrunnen zu erneuern sei, Anno 48, an Heinrich Muldener und Jost Becker, was sie sogleich Statthalter und Räten übergeben haben; und es ist angeordnet worden, von wem dieser Ratschlag weiter bedacht werden solle.
Christoff Homberg begehrt das genannte Schreiben, Anno 48, Donnerstag nach Trium Regum.
Christoff Homberg berichtet, dass er den neu gebauten Solkumpf geeicht und befunden habe, dass 135 Fuder Mainzer Eich hineingehen, Anno 48, Samstag nach Luciae.
Ein Zettel, darin verzeichnet ist, wie viel Blei
S. 939
Bl. 468rBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea
Zu dem neuwenn Höltzernn Sohlkumpff vfgangen, Nemblich — 104½ Centner, Jedenn vor — 2 fl. 8 alb. bezahlt, thut — 241 fl. 15 alb 8 hlr. Ein Zettell darin verbottenn wirdt, nicht grob Scharwergk vnnd Buße zuberechnenn, vnnd einem neuwenn Pfannmeister zuuerordenenn. Heinrich Wuldener vnnd Jost Berber1[?] schreibenn an v.g.f. vnnd herrenn, Inn die Custodiam weitleufftig, zeigenn allerhanndt beschwerung vnnd besichtigung ann, Bittenn gnedige Resolution, vnnd sonnderlich was mann sich des Bronnenbaues verhaltenn solle anno 47. Darauff eruolgter Zettell, vnnd seindt dis die formalia verba, Ich laß mir gefallenn, das am Saltzwergk vnnd Bronn zu Allenndorff gebauwet werde, doch das damit weislich vmbgangenn werde, vnnd das es nicht zum verderbenn des Bronns diene, sondernn das es gewiß sey, vnnd mann gewis wisse, was mann bauwe, anno 47. den 14. Decembris.
auf den neuen hölzernen Solkumpf aufgegangen ist, nämlich 104½ Zentner, jeder für 2 Gulden 8 Albus bezahlt, macht 241 Gulden 15 Albus 8 Heller.
Ein Zettel, worin verboten wird, grobes Scharwerk und Buße zu berechnen, und angeordnet wird, einen neuen Pfannenmeister zu bestellen.
Heinrich Muldener und Jost Becker schreiben an unseren gnädigen Fürsten und Herrn in die Gefangenschaft weitläufig, zeigen allerhand Beschwerung und Besichtigung an und bitten um gnädige Resolution, insbesondere, wie man sich wegen des Brunnenbaus verhalten solle, Anno 47.
Der darauf erfolgte Zettel; und dies sind die wörtlichen Worte: „Ich lasse mir gefallen, dass am Salzwerk und Brunnen zu Allendorf gebaut werde, doch dass damit weislich umgegangen werde und dass es nicht zum Verderben des Brunnens diene, sondern dass es sicher sei und man gewiss wisse, was man baut.“ Anno 47 den 14. Dezember.
Unsichere Lesungen
- Berber — Familienname, Berber/Berker (Z. 7)
S. 940
Bl. 468vBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea
Stadthalter vnnd Rethe schreibenn ann Jost Berbern, begerenn sein bedenncken vf des Raths zu Gotha Suppliciren, der Schiffart wegenn, vnnd wie man die Werra mit nutzenn schliffenn1[?] mögt, Darauf gibt Jost Berber einenn wohlbedachtenn bericht, das solches wohl nutzlich, aber vmb vieler Vhrsach nit zurathenn were, anno 56. Jost Berber schreibt vf beuelch v.g.f. vnnd herrenn, ann Herrenn Anthonium Bastlen2[?] Sachßsischenn Secretarium, schickt im zu, der Priuilegien vnnd Ordenung Copiam. Die Furstenn vonn Sachssenn begerenn ann vgf. vnd herrenn, in einem gemeinenn schreibenn, vnnd bittenn vmb Itzt gedachte Copiam sich derselben in verleyhung Ires Saltzwergks zugebrauchenn, Georg vonn Harstall schreibt seiner Fischer wegen, Stadthaltter vnnd Rethe fordern Renntmeistern vnd Saltzwarttenn zu Sodenn naher Cassell, das sie benebenn der Pfenner Ausschos daselbst erscheinen
Statthalter und Räte schreiben an Jost Becker und begehren sein Bedenken auf die Supplikation des Rates zu Gotha wegen der Schifffahrt und wie man die Werra mit Nutzen schiffbar machen könnte. Darauf gibt Jost Becker einen wohlbedachten Bericht, dass dies wohl nützlich, aber aus vielen Gründen nicht zu raten wäre, Anno 56.
Jost Becker schreibt auf Befehl unseres gnädigen Fürsten und Herrn an Herrn Anton Bastlen, sächsischen Sekretär, und schickt ihm die Abschrift der Privilegien und der Ordnung zu.
Die Fürsten von Sachsen begehren von unserem gnädigen Fürsten und Herrn in einem gemeinsamen Schreiben und bitten um diese Abschrift, um sie bei der Verleihung ihres Salzwerks zu gebrauchen.
Georg von Harstall schreibt wegen seiner Fischer.
Statthalter und Räte fordern Rentmeister und Salzwart zu Sooden nach Kassel, dass sie neben dem Ausschuss der Pfänner dort erscheinen
Unsichere Lesungen
- schliffenn — Lesung unsicher (Z. 4)
- Bastlen — Familienname (Z. 9)
S. 941
Bl. 469rBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea
wollenn, zurathschlagenn wie dem Bronnenbaw zuhelffenn, anno 47. Rathschlagk gehaltenn, betreffenndt allerley sachen, hat Jost Berber obenn darauff annotiret, das Anno 1490. die Pfenner am Saltzbronn verbauwet — — 1011 fl. 22 alb. 5 hlr. Actum Anno 56. den 15. 16. vnnd 17. Januarij, seindt — 23 stucke1[?] Conuolut Bestallung Lorentz2[?] Straubenn zu Schweyna, das er Blech ein Jarlanng schmiddenn solle. anno 56. Desgleichenn vorgehennde gedingzettell vffs Jar 51. 52. 53. 54. 55. vnnd 56. Vnnd ist darauf prænotiret, Ein vorschlagk vnnd Saltzschlis annzustellenn. Noch ein gedingzettell vfs Jar 58. 59. vnd 60. in gleichem hanndell. Renndtmeister zu Schmalkaldenn schreibt an beide
wollen, um zu beraten, wie dem Brunnenbau zu helfen sei, Anno 47.
Ratschlag, gehalten betreffend allerlei Sachen; Jost Becker hat oben darauf vermerkt, dass Anno 1490 die Pfänner am Salzbrunnen verbaut hätten 1011 Gulden 22 Albus 5 Heller. Geschehen Anno 56 den 15., 16. und 17. Januar; sind 23 Stück.
Konvolut: Bestallung Lorenz Straubes zu Schweina, dass er ein Jahr lang Blech schmieden solle, Anno 56.
Desgleichen die vorangegangenen Verdingzettel auf die Jahre 51, 52, 53, 54, 55 und 56. Und darauf ist vorangestellt: ein Vorschlag, auch einen Salzabsatz einzurichten.
Noch ein Verdingzettel auf die Jahre 58, 59 und 60 in gleicher Sache.
Der Rentmeister zu Schmalkalden schreibt an beide
Unsichere Lesungen
- stucke — Wort undeutlich (Z. 8)
- Lorentz — Vorname gekuerzt geschrieben (Z. 9)
S. 942
Bl. 469vBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea
Saltzgreuenn Johann Nordeckenn vnnd Jost Berbern, etlicher Lattenn nägell, dielenn nagell, Sonnagell, Hüffnagell, Wagenbalckenn, vnnd dergleichenn, was diese alle Innsonnderheit kostenn, Neuw gedingzettell vfs Jar 66. ein Jarlanng Pfannenn Eisenn zu Straubenn. Valtin Dolde vnnd Jost Berber schreibenn Jacobs schlotzs1[?] verpflichtetenn schuldenn wegenn, ann Renndtmeister zu Schmalkaldenn, begerenn ihn zur bezahlung annzuhaltenn, anno 62. 14. 9bris. Anno 50. ist mit dem Hamerschmidt zu Helnbronn2[?] Hanns Keysernn gehanndtlet, aber nichts erhalten wordenn, Vorschlagk des Renndtmeisters zu Schmalkaldenn, eines neuwenn Blechschmidts wegenn zu Herrenn Breitingenn, anno 58. Heinrich Wuldener schreibt Georgenn Behmen wegenn, ann den Renndtmeistern zum Soden, anno 49 dinstags post Judica.
Salzgrafen Johann Nordeck und Jost Becker wegen etlicher Lattennägel, Dielennägel, Sohlnägel, Hufnägel, Wagenbalken und dergleichen, was diese alle im einzelnen kosten.
Neuer Verdingzettel auf das Jahr 66, ein Jahr lang Pfanneneisen bei Straube.
Valtin Thold und Jost Becker schreiben wegen Jakob Schlots verpflichteter Schulden an den Rentmeister zu Schmalkalden und begehren, ihn zur Bezahlung anzuhalten, Anno 62 den 14. November.
Anno 50 ist mit dem Hammerschmied zu Heilbronn, Hans Kaiser, verhandelt, aber nichts erlangt worden.
Vorschlag des Rentmeisters zu Schmalkalden wegen eines neuen Blechschmieds zu Herrenbreitungen, Anno 58.
Heinrich Muldener schreibt wegen Georg Behm an den Rentmeister zu Sooden, Anno 49, Dienstag nach Judica.
Unsichere Lesungen
- schlotzs — Familienname, Genitiv (Z. 7)
- Helnbronn — Ortsname (Z. 11)
S. 943
Bl. 470rBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea
Lippoldesbergische Inuentaria in Anno 54. vnd 63. darbenebenn andere hanndlung, so v.g.f. vnnd herr, Jostenn Berbernn zuuerrichtenn beuohlenn, seindt Conuoluiret Inn sechs stucke. Anno 50. Ist mit Georgenn Storckenn1[?] vnnd Mertenn Müllernn vonn wegenn v.g.f. vnnd herrenn, Pfanneysenns halbenn gehanndelt wordenn. Jost Berber schreibt ann Reinhardt Abelnn Pfennigmeisternn, vnnd berichtet wie es mit dem Saltzbronn ergehe, vnnd das derer zeit in dreyzehenn stundenn ein werck hab abgesottenn konne werdenn, Begert solches v.g.f. vnnd herrenn zuuermeldenn, anno 50. 14 Julij. Jost Berber schreibt v.g.f. vnnd herrenn, erinnert sfgl. des befelchs so sfgl. zu Speyr des Bronnenbaues im vfferlegt berichttet darbenebenn alle gelegennheit, das im auch Stadthalter vnnd Rethe beuohlenn, ann sfgl. solches zuschreibenn, zeigt
Lippoldsberger Inventare von Anno 54 und 63; daneben andere Verhandlungen, die unser gnädiger Fürst und Herr Jost Becker zu verrichten befohlen hat; sind zu sechs Stücken zusammengebunden.
Anno 50 ist mit Georg Storck und Merten Müller von wegen unseres gnädigen Fürsten und Herrn wegen des Pfanneneisens verhandelt worden.
Jost Becker schreibt an Reinhard Abel, Pfennigmeister, und berichtet, wie es mit dem Salzbrunnen ergehe und dass zu dieser Zeit in dreizehn Stunden ein Werk habe abgesotten werden können; er begehrt, dies unserem gnädigen Fürsten und Herrn zu vermelden, Anno 50 den 14. Juli.
Jost Becker schreibt unserem gnädigen Fürsten und Herrn und erinnert Seine Fürstlichen Gnaden an den Befehl, den Seine Fürstlichen Gnaden ihm zu Speyer wegen des Brunnenbaus auferlegt haben; er berichtet daneben über alle Umstände, dass ihm auch Statthalter und Räte befohlen hätten, dies an Seine Fürstlichen Gnaden zu schreiben. Er zeigt
Unsichere Lesungen
- Storckenn — Familienname (Z. 5)
S. 944
Bl. 470vBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea
weitters ann, das Heinrich Wuldener gestorben, vnnd schlegt Ehrnn Johann Nordeckenn für zum Neuwenn Saltzgreuenn anno 50. den letztenn Februarij. Jost Berber vnnd Johann Nordeck berichttenn Stadthalternn vnnd Räthe allerley, Innsonnderheit das die zeit des bauwenns nie kein wergk verseumet wordenn, anno 50. 5 Augusti. Christoff Hombergk1[?] zeigt Jost Berbern ann, das M. Hanns mit dem Zimmermann am Bronnenbaw fertigk, begeret die Bauwherrenn zubeschreiben, anno 51. 24. Maij. Johann Bartholmes berichttet Heinrich Wuldenernn vnnd Jost berbernn, das Burgermeister Klidennstein gesagt, der Bronn habe kein manngell, sondernn es liege allein am Tam. darumb wer gut, das mann denselbenn verbesserte, vnnd den Bronnenn zu bauwenn vnnderliesse anno 50. den 3. Januarij.
weiter an, dass Heinrich Muldener gestorben sei, und schlägt Herrn Johann Nordeck als neuen Salzgrafen vor, Anno 50 den letzten Februar.
Jost Becker und Johann Nordeck berichten Statthalter und Räten allerlei, insbesondere, dass in der Zeit des Bauens nie ein Werk versäumt worden sei, Anno 50 den 5. August.
Christoff Homberg zeigt Jost Becker an, dass Meister Hans mit dem Zimmermann am Brunnenbau fertig sei, und begehrt, die Bauherren zu bescheiden, Anno 51 den 24. Mai.
Johann Bartholomäus berichtet Heinrich Muldener und Jost Becker, dass Bürgermeister Niedenstein gesagt habe, der Brunnen habe keinen Mangel, sondern es liege allein am Damm; darum wäre es gut, dass man diesen ausbesserte und den Brunnen zu bauen unterließe, Anno 50 den 3. Januar.
Unsichere Lesungen
- Hombergk — Familienname, Endung undeutlich (Z. 9)
S. 945
Bl. 471rBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea
Enndtliche vnndgenntzliche vergleichung vgf. vnnd herrenn Rethenn Saltzgreuenn Renndtmeister vnd anndere diener, sampt der Pfenner darzu verordtnetenn außschos, das mann den Bronnenbaw erneuwernn wolle, anno 50. den 6. Februarij. Noch ein Exemplar derselbenn abhanndtlungenn, darinnenn sich die darzu geordennte beiderseitts vnnderschriebenn. Nota Seindt alle abgestorbenn, bis vff einenn, acta anno 50. den 22. Martij. Johann Nordeck schreibt, das sie mit dem sincken, nach dem eusserstenn fas noch Immer vort gefahrenn, vnnd das die Wilde ader noch Immer zu berge auffsteigt, zeigt auch ann, das Niedenstein nunmehr begert, das das alte Runde fass vffgehobenn, vnnd ein sechseckigts ann die stadt gebauwet, auch eine neuwe zusammennkunfft zufordernn, begehrtt anno 50. den 17 Junij, an Jost Berbern.
Endgültiger und gänzlicher Vergleich der Räte, Salzgrafen, des Rentmeisters und anderer Diener unseres gnädigen Fürsten und Herrn samt dem dazu verordneten Ausschuss der Pfänner, dass man den Brunnenbau erneuern wolle, Anno 50 den 6. Februar.
Noch ein Exemplar derselben Verhandlung, worin sich die dazu Verordneten beiderseits unterschrieben haben. Anmerkung: Sind alle gestorben bis auf einen. Geschehen Anno 50 den 22. März.
Johann Nordeck schreibt, dass sie mit dem Senken nach dem äußersten Fass hin noch immer fortgefahren seien und dass die wilde Ader noch immer zu Berge aufsteige. Er zeigt auch an, dass Niedenstein nunmehr begehre, dass das alte runde Fass aufgehoben und ein sechseckiges an seine Stelle gebaut werde; auch begehrt er, eine neue Zusammenkunft zu fordern. Anno 50 den 17. Juni, an Jost Becker.
S. 946
Bl. 471vBd. 2Miszellen · Briefe, Rechnungen, RatschlägeFaksimile (ORKA)Miscellanea
Reinhardt Abell schreibt aus Vdanar1[?], das vnser g.f. vnnd herr vber Heinrich Wuldeners todt sehr betrubt, vnnd denselbenn vmb — 8000 fl. wo muglich gerne lösenn wolte, meldet das sfgl. wollenn, das mann weislich mit dem Bronnenbaw vortfahre, vnnd Nordeckenn ann Wuldeners stadt zum Saltzgreuenn verordenenn, Darbenebenn ein Zettell, welchenn Simonn Bing Jost Berbernn am Osterabenndt gleiches Innhalts zugestellet. Bericht vnnd Rechnung Christoff Hombergs von den Kupfferin Rörenn, so er durch Mertenn Bethenn zu Cassell hat giessenn lassenn, Anno 48. vnnd 49. Reinhardt Abell schreibt aus Mechelnn, das vnser g.f. vnnd herr, hoch erfreuwet wordenn, das es mit dem Bronnenbaw glucklich vortgehe, begert, darauff verdacht zusein, das wochennttlich das dritte werck auch gesottenn werde anno
Reinhard Abel schreibt aus Udenar, dass unser gnädiger Fürst und Herr über Heinrich Muldeners Tod sehr betrübt sei und ihn, wenn möglich, gern um 8000 Gulden losgekauft hätte. Er meldet, dass Seine Fürstlichen Gnaden wollen, dass man weislich mit dem Brunnenbau fortfahre und Nordeck an Muldeners Stelle zum Salzgrafen bestelle. Daneben ein Zettel, den Simon Bing Jost Becker am Osterabend gleichen Inhalts zugestellt hat.
Bericht und Rechnung Christoff Hombergs über die kupfernen Röhren, die er durch Merten Bethe zu Kassel hat gießen lassen, Anno 48 und 49.
Reinhard Abel schreibt aus Mecheln, dass unser gnädiger Fürst und Herr hoch erfreut worden sei, dass es mit dem Brunnenbau glücklich vorangehe; er begehrt, darauf bedacht zu sein, dass wöchentlich auch das dritte Werk gesotten werde, Anno
Unsichere Lesungen
- Vdanar — Ortsname, wohl Oudenaarde (Z. 1)