Salzbibel · Lesetext · Miszellen
Die Miszellen · S. 1031–1042
Wald, Wasser und der Reiseauftrag · S. 1031–1042 · Bl. 514r–519v · Band 2
Wortlaut der Handschrift Übersetzung — Ziffern am Rand sind die Segmentnummern (Sprungziel #s<Seite>-<Nummer>); hochgestellte Ziffern verweisen auf unsichere Lesungen am Fuß der Seite.
Wald, Wasser und der Reiseauftrag
S. 1013–1032 · Bl. 505v–514v · Bd. 2 · Zeitleiste: Miszellen
S. 1031
Bl. 514rBd. 2Miszellen · Wald, Wasser und der ReiseauftragFaksimile (ORKA)Miscellanea
Conuolut, Burgermeister zu Bremenn, Daniel vonn Berenn1[?], schreibt des Saltz vnnd Poÿß2[?] halbenn anno 69. den 12 Martij. Abschiedt so zu Höxer der Schiffart vnnd annderer sachenn wegenn, zwischenn Braunschweigk vnd Hessenn gehaltenn, anno 1509, Dinstags post Corporis Christi. Instruction, Was sich Wolff Deuchell3[?] des Rhenani diener zu Bremenn, vnnd vf der Reise, vff vnnd ab des Saltz Poÿß4[?] hanndels wegenn verhaltenn solle. Waß vnnser g.f. vnnd Herr hat zubawenn beuohlen, anno 59. den 3. Julij. Prob des Bergk saltzs. Georg Gercke5[?] schreibt Rhenano als er zu Cassell im Weissennhoffe das Saltz probirte, vnnd sendet im aller Söder merk, vf papir gerissenn vnnd in Bleÿ geschlagenn, benebenn anndernn sachenn
Konvolut. Der Bürgermeister zu Bremen, Daniel von Beren[?], schreibt des Salzes und Poyß[?] halber, Anno 69 den 12. März.
Abschied, der zu Höxter der Schifffahrt und anderer Sachen wegen zwischen Braunschweig und Hessen gehalten worden ist, Anno 1509, Dienstag nach Fronleichnam.
Instruktion, wie sich Wolff Deuchell[?], Rhenanus' Diener, zu Bremen und auf der Reise des Salz- und Poyß[?]-Handels wegen verhalten solle.
Was unser gnädiger Fürst und Herr zu bauen befohlen hat, Anno 59 den 3. Juli.
Probe des Bergsalzes.
Georg Gercke[?] schreibt Rhenanus, als er zu Kassel im Weißenhof das Salz probierte, und sendet ihm aller Sieder Zeichen, auf Papier gerissen und in Blei geschlagen, nebst anderen Sachen.
Unsichere Lesungen
- Berenn — Name, Bürenn? (Z. 2)
- Poÿß — P/F und o/e unklar (Z. 2)
- Deuchell — Name unsicher (Z. 8)
- Poÿß — P/F und o/e unklar (Z. 10)
- Gercke — Name unsicher (Z. 15)
S. 1032
Bl. 514vBd. 2Miszellen · Wald, Wasser und der ReiseauftragFaksimile (ORKA)Miscellanea
Anno 77. den 16. Martij. Copia der Bestallung eines Bronnennmeisters zun Sodenn. Rhenanus schreibt ann v.g.f. vnnd Herrnn L. Wilhelm, berichtenndt, das er aus Steinkolenn Asphaltitem gezogenn, Anno 72. Rhenanus vnnd der Renndtmeister berichttenn eines Probwergks wegenn, so mit Poÿß1[?] gesottenn, Copia des schreibenns vnnsers g.f. vnnd Herrnn, so sfgl. ann Rhenanum, die Poÿß2[?] Prob belanngendt gethann, darnebenn auch Copia eines schreibenns des Burgermeisters zu Bremenn, Item der annschlagk, Was Rhenanus vnnd der Holtzvogt, vf emdt3[?]pfanngenenn weitternn beuelch verhanndlett. Fünff anndere schreibenn, diesenn Hanndell betreffenndt. Instruction Was sich Rhenanus in besichtigung etlicher Saltzwergk verhaltenn solle, Anno 68.
Anno 77 den 16. März.
Abschrift der Bestallung eines Brunnenmeisters zum Soden.
Rhenanus schreibt an unseren gnädigen Fürsten und Herrn Landgraf Wilhelm und berichtet, dass er aus Steinkohlen Asphalt gezogen habe, Anno 72.
Rhenanus und der Rentmeister berichten wegen eines Probierwerks, das mit Poyß[?] gesotten worden ist.
Abschrift des Schreibens unseres gnädigen Fürsten und Herrn, das seine fürstlichen Gnaden an Rhenanus die Poyß[?]-Probe betreffend getan haben, daneben auch Abschrift eines Schreibens des Bürgermeisters zu Bremen, ebenso der Anschlag, was Rhenanus und der Holzvogt auf empfangenen weiteren Befehl verhandelt haben.
Fünf andere Schreiben, diesen Handel betreffend.
Instruktion, wie sich Rhenanus bei der Besichtigung etlicher Salzwerke verhalten solle, Anno 68.
Unsichere Lesungen
- Poÿß — P/F und o/e unklar (Z. 8)
- Poÿß — P/F und o/e unklar (Z. 10)
- emdt — Silbe vor pfanngenenn unklar (Z. 13)
Der Brunnen im Grundriss
S. 1035–1043 · Bl. 516–520 · Bd. 2 · Zeitleiste: Kunstrisse
S. 1035
Bl. 516rBd. 2Kunstrisse · Der Brunnen im GrundrissFaksimile (ORKA)S. 1036
Bl. 516vBd. 2Kunstrisse · Der Brunnen im GrundrissFaksimile (ORKA)abbildung
Unsichere Lesungen
- seinem — Endung m/n unklar (Z. 2)
S. 1037
Bl. 517rBd. 2Kunstrisse · Der Brunnen im GrundrissFaksimile (ORKA)leerKunstrisse
Kein übertragbarer Text; die Seite ist leer oder im Digitalisat nicht lesbar.
S. 1038
Bl. 517vBd. 2Kunstrisse · Der Brunnen im GrundrissFaksimile (ORKA)S. 1039
Bl. 518rBd. 2Kunstrisse · Der Brunnen im GrundrissFaksimile (ORKA)abbildungMittagk Niddergangk Aufgangk Mitternacht Die eusserste fassung Die streben damit dz eusserste Faß[?] Jn der mitt zusammen[?] gehalten[?] / dz es den Bergk[?] nit[?] weg[?] mag[?] Diese / starcke Ader so / alwegen2[?] Jm vmb= / gange entsprangk / hatt sich gar ver= / lohren. Das frische3[?] / Leuchtloch Soltzquel4[?] Das Gewelbe / oder Stollen dz wilde wasser hinder / dem Boden des eussersten / Fasses5[?]. Der Tam zwischen dem Brun vnd der / eussersten wandt, vnd zwölff6[?] schu / dick Die neuen7[?] / Sohlquellen der / grosse / Stein der Alte Brun Ein starck quell wilt / wasser Sueswasser8[?]. Wiltwasser. wilt wasser Die dz[?] schissen[?] Bogen[?] darin[?] ... [?] wilden wasser vnd der Sohle Sohlquel[?] dise Ader hatt sich alles10[?] verlohren Wiltwasserquel / hatt sich verlohrn. wiltwasser wiltwasser ist[?] zugefült[?]
Mittag (Süden) · Niedergang (Westen) · Aufgang (Osten) · Mitternacht (Norden)
Die äußerste Fassung. — Die Streben, mit denen das äußerste Fass in der Mitte zusammengehalten wird, damit der Berg es nicht wegdrücken kann. — Diese starke Ader, die stets im Umgang entsprang, hat sich ganz verloren. — Das frische Leuchtloch. — Solequelle. — Das Gewölbe oder der Stollen, der das wilde Wasser hinter dem Boden des äußersten Fasses ableitet. — Der Damm zwischen dem Brunnen und der äußersten Wand, zwölf Schuh dick. — Die neuen Solequellen. — Der große Stein. — Der alte Brunnen. — Eine starke Quelle wilden Wassers. — Süßwasser. — Wildwasser. — Wildwasser. — Diese Ader hat sich ganz verloren. — Wildwasserquelle, hat sich verloren. — Wildwasser. — Wildwasser, ist zugefüllt.

Unsichere Lesungen
- Faß / Bergk nit weg mag — Strebentext teils unleserlich (Z. 6) (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)
- alwegen — Wort unklar (Z. 7)
- frische — Lesung unsicher (Z. 8)
- Soltzquel — o/a unklar (Z. 9)
- Fasses — F/H unklar (Z. 11)
- zwölff — Zahlwort unsicher (Z. 12)
- neuen — Wort unklar (Z. 13)
- Sueswasser — Wort unklar (Z. 17)
- Die dz schissen Bogen — Text am Gerinne grossteils unleserlich (Z. 20) (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)
- alles — Wort unklar (Z. 21)
- ist zugefült — kleine Beschriftung unten unklar (Z. 24) (Stelle im Wortlaut nicht eindeutig zuzuordnen)
S. 1040
Bl. 518vBd. 2Kunstrisse · Der Brunnen im GrundrissFaksimile (ORKA)leerKunstrisse
Kein übertragbarer Text; die Seite ist leer oder im Digitalisat nicht lesbar.
S. 1041
Bl. 519rBd. 2Kunstrisse · Der Brunnen im GrundrissFaksimile (ORKA)S. 1042
Bl. 519vBd. 2Kunstrisse · Der Brunnen im GrundrissFaksimile (ORKA)abbildung1 2 3 wasser wasser wasser wasser wasser wasser Sohle Sohle der / grosse / stein1[?] Leuchtloch vff diesem / ort stehen die / Pompen. der Stolle. der Vmbgangk ist 4 schu weidt
1 · 2 · 3 — Wasser, Wasser, Wasser, Wasser, Wasser, Wasser. — Sole. Sole. — Der große Stein. — Leuchtloch. — An dieser Stelle stehen die Pumpen. — Der Stollen. — Der Umgang ist vier Schuh breit.

Unsichere Lesungen
- stein — im Falz, teils verdeckt (Z. 12)